Mein fast Vierjähriger hat Pfeiffersches Drüsenfieber.
Juchhu. Jetzt vermute ich fast, dass diese ominöse Krankheit, die sein Bruder vor Beginn der Adventszeit mitgemacht hatte, auch das gewesen sein könnte. Mumps/Ziegenpeter war es nämlich nicht, was bei ihm dicke Backen gemacht hat, waren extrem geschwollene Lymphknoten.
Und der Große sieht nun genauso aus, hat richtig dicke Backen bzw. dicken Hals.
Ich hoffe sogar, dass der Kleine das bereits hatte, denn dann kann ich das Pfeiffersche Drüsenfieber für meine Familie abhaken und muss nicht befürchten, in den nächsten 4 Wochen noch einen kleinen Patienten zu bekommen. Wenigstens bekommt man es - wie viele Viruserkrankungen - nur einmal und 95% aller Dreißigjährigen haben es bereits hinter sich.
Ich habe es noch nicht erlebt, dass mein Großer jemals dermaßen elend aussah. Der wollte in der Arztpraxis nicht auf meinem Schoß kuscheln und sich ein Märchen erzählen lassen - der bat darum, auf der Liege liegen und dösen zu dürfen! Ich habe ihn dann in seine Kuscheldecke eingewickelt und darauf gebettet. Armer kleiner Bursche. So ein Häufchen Elend. Und er ist so tapfer, er trägt das Kranksein mit solcher Fassung und ohne ungerechterweise seinen Zorn an uns auszutoben. Er ist ein gutartiger Bursche.
Ich wünschte, ich könnte etwas mehr für ihn tun als einfach Fiebermittel zu geben.
Jetzt hoffe ich, dass er zu seinem Geburtstag am 20. wieder fit ist. Denn dann bekommt er doch Besuch, wir wollen eine fröhliche Kinderparty mit Feuerwehrmotto feiern. Eine neue Feuerwehruniform in Größe 128 ist bereits bestellt, einen gebrauchten echten Feuerwehrhelm habe ich für ihn auch besorgen können.
Und ein Drehleiterfahrzeug liegt auch bereits verpackt im Seifensiedeschrank versteckt. Der wird sich bestimmt freuen und alles sofort ausprobieren wollen. Wenn er denn dann wieder genesen ist.
Alles Liebe
von einer krankenpflegenden Postpanamamaxi
Montag, 10. Januar 2011
Mogelpackungen
Vor einiger Zeit hatte ich mich hier bereits über die Praxis eines Windelherstellers ausgelassen, der kontinuierlich den Inhalt seiner Packungen verringert. Unvergessen auch die Begeisterung, die Verkaufsstrategen mit der neugeschaffenen 5+1-Packung bei Getränkeflaschen ausgelöst haben (das neue Fivepack).
An diesem Wochenende hatte ich wieder eine böse Überraschung.
Dieses Mal war es der Apfelstrudel der Marke "Schlecht + Teuer" vom lebensmittelliebenden Händler, der sich beim Auspacken irgendwie merkwürdig kurz geraten präsentierte (der Apfelstrudel, nicht der Händler).
Ein Blick auf die Gewichtsangabe der Verpackung offenbarte mir dann, dass die Hersteller bei gleicher Verpackungsgröße und gleichem Preis neuerdings 20% weniger reinpacken. Bei einer Verringerung von 750g auf 600g macht das eine ganze Portion weniger aus.
Ich weiß ja, dass die Lebensmittelrohstoffpreise in letzter Zeit kräftig angestiegen sind und dass das irgendwie an den Kunden weitergegeben werden muss, damit die Hersteller ihre Kalkulationen einigermaßen halten können.
Natürlich bin ich nicht begeistert, wenn ich für meine Lebensmittel mehr bezahlen muss. Aber eine offene und ehrliche Preiserhöhung würde nicht so ein fades Gefühl bei mir hinterlassen wie der Versuch, mich als Verbraucher für dumm zu verkaufen. Halten die uns Verbraucher wirklich für so dämlich, dass die Produzenten glauben, wir würden es nicht merken und uns nicht wehren?
Liebe BWLer in den Handelsketten und in den Produktionsfirmen, in Deutschland lernt man den Dreisatz und Prozentrechnung in der 6./7. Klasse.
Ihr seid also nicht die einzigen, die rechnen können. Euer Studium verschafft Euch diesbezüglich keinen Wissensvorsprung.
Bedenkt das doch bitte bei Euren zukünftigen Kalkulationen und bei der Frage, wie Ihr sie uns Verbrauchern beibringen wollt.
Unterhaltet Euch doch mal mit den Verkaufspsychologen. Die werden Euch bestätigen, dass eine Preiserhöhung zwar mit Zähneknirschen aufgenommen wird, die Kunden aber größtenteils bleiben werden, wenn der Rest stimmt.
Ein Kunde, der sich übervorteilt fühlt und das auf dermaßen plumpe Weise, wird sich garantiert einen anderen Händler/Hersteller suchen.
Niemand lässt sich gern wie einen Idioten behandeln.
Übrigens: Als Mogelpackung gilt, wo eine Umverpackung ein größeres Produkt vortäuscht (30% Leervolumen oder mehr). Eine Mogelpackung ist es auch, wenn Inhalte verkleinert werden, Packungsgröße und Preis aber unverändert bleiben. Denn dann handelt es sich um eine verdeckte Preiserhöhung.
Und wer kümmert sich darum? Die netten Leute von der Eichdirektion. Oder der Verbraucherschutz.
http://www.stern.de/wirtschaft/geld/neue-mogelpackungen-hier-kostet-weniger-mehr-1515738.html
Ich wehre mich jetzt dagegen.
Wir alle sollten das tun. Damit die Händler merken, dass sie nicht alles mit uns als Verbrauchern anstellen können.
Viele Grüße
Postpanamamaxi
An diesem Wochenende hatte ich wieder eine böse Überraschung.
Dieses Mal war es der Apfelstrudel der Marke "Schlecht + Teuer" vom lebensmittelliebenden Händler, der sich beim Auspacken irgendwie merkwürdig kurz geraten präsentierte (der Apfelstrudel, nicht der Händler).
Ein Blick auf die Gewichtsangabe der Verpackung offenbarte mir dann, dass die Hersteller bei gleicher Verpackungsgröße und gleichem Preis neuerdings 20% weniger reinpacken. Bei einer Verringerung von 750g auf 600g macht das eine ganze Portion weniger aus.
Ich weiß ja, dass die Lebensmittelrohstoffpreise in letzter Zeit kräftig angestiegen sind und dass das irgendwie an den Kunden weitergegeben werden muss, damit die Hersteller ihre Kalkulationen einigermaßen halten können.
Natürlich bin ich nicht begeistert, wenn ich für meine Lebensmittel mehr bezahlen muss. Aber eine offene und ehrliche Preiserhöhung würde nicht so ein fades Gefühl bei mir hinterlassen wie der Versuch, mich als Verbraucher für dumm zu verkaufen. Halten die uns Verbraucher wirklich für so dämlich, dass die Produzenten glauben, wir würden es nicht merken und uns nicht wehren?
Liebe BWLer in den Handelsketten und in den Produktionsfirmen, in Deutschland lernt man den Dreisatz und Prozentrechnung in der 6./7. Klasse.
Ihr seid also nicht die einzigen, die rechnen können. Euer Studium verschafft Euch diesbezüglich keinen Wissensvorsprung.
Bedenkt das doch bitte bei Euren zukünftigen Kalkulationen und bei der Frage, wie Ihr sie uns Verbrauchern beibringen wollt.
Unterhaltet Euch doch mal mit den Verkaufspsychologen. Die werden Euch bestätigen, dass eine Preiserhöhung zwar mit Zähneknirschen aufgenommen wird, die Kunden aber größtenteils bleiben werden, wenn der Rest stimmt.
Ein Kunde, der sich übervorteilt fühlt und das auf dermaßen plumpe Weise, wird sich garantiert einen anderen Händler/Hersteller suchen.
Niemand lässt sich gern wie einen Idioten behandeln.
Übrigens: Als Mogelpackung gilt, wo eine Umverpackung ein größeres Produkt vortäuscht (30% Leervolumen oder mehr). Eine Mogelpackung ist es auch, wenn Inhalte verkleinert werden, Packungsgröße und Preis aber unverändert bleiben. Denn dann handelt es sich um eine verdeckte Preiserhöhung.
Und wer kümmert sich darum? Die netten Leute von der Eichdirektion. Oder der Verbraucherschutz.
http://www.stern.de/wirtschaft/geld/neue-mogelpackungen-hier-kostet-weniger-mehr-1515738.html
Ich wehre mich jetzt dagegen.
Wir alle sollten das tun. Damit die Händler merken, dass sie nicht alles mit uns als Verbrauchern anstellen können.
Viele Grüße
Postpanamamaxi
echt krank
Guckt mal, was ich gefunden habe:
http://www.etsy.com/listing/59138740/soap-h-influenzae-on-chocolate-agar
Da verkauft ein Texaner Seifen mit Seifenschale, die aussehen wie ein Bakterienkultur in einer Petrischale.
Dieser Erreger hier verursacht übrigens gerne lebensgefährliche Lungenentzündungen, besonders wenn er vom B-Typ ist.
Aber auch die anderen Stämme sind nicht ohne. Mein Großer hatte mal einen Non-B-Typ im Auge und ich konnte quasi zugucken, wie es binnen 2 Stunden dermaßen entzündet war, dass es zuschwoll und dicke grüne Eiterflatschen absonderte. Da half dann nur noch ein starkes Antibiotikum.
Aber zurück zur Seifenidee: Auf sowas muss man erstmal kommen. Eine echt kranke Idee!
Na, ich will auf jeden Fall weder mit Haemophilus Influenzae unter die Dusche noch mit Escherichia Coli in die Badewanne steigen. Egal ob als echten Keim oder als Seife im Bakterienkulturlook.
Aber falls jemand von Euch mit den Hygienebeauftragten aus dem Krankenhaus oder Medizinstudenten befreundet ist, wäre das doch mal eine nette Geschenkidee zum nächsten Geburtstag. Oder beglückt doch mal Euren Professor zum Valentinstag mit einem netten Kulturgut.
Bäh, wenn ich sowas sehe, kriege ich Waschzwang!
Saubere Grüße
Postpanamamaxi
http://www.etsy.com/listing/59138740/soap-h-influenzae-on-chocolate-agar
Da verkauft ein Texaner Seifen mit Seifenschale, die aussehen wie ein Bakterienkultur in einer Petrischale.
Dieser Erreger hier verursacht übrigens gerne lebensgefährliche Lungenentzündungen, besonders wenn er vom B-Typ ist.
Aber auch die anderen Stämme sind nicht ohne. Mein Großer hatte mal einen Non-B-Typ im Auge und ich konnte quasi zugucken, wie es binnen 2 Stunden dermaßen entzündet war, dass es zuschwoll und dicke grüne Eiterflatschen absonderte. Da half dann nur noch ein starkes Antibiotikum.
Aber zurück zur Seifenidee: Auf sowas muss man erstmal kommen. Eine echt kranke Idee!
Na, ich will auf jeden Fall weder mit Haemophilus Influenzae unter die Dusche noch mit Escherichia Coli in die Badewanne steigen. Egal ob als echten Keim oder als Seife im Bakterienkulturlook.
Aber falls jemand von Euch mit den Hygienebeauftragten aus dem Krankenhaus oder Medizinstudenten befreundet ist, wäre das doch mal eine nette Geschenkidee zum nächsten Geburtstag. Oder beglückt doch mal Euren Professor zum Valentinstag mit einem netten Kulturgut.
Bäh, wenn ich sowas sehe, kriege ich Waschzwang!
Saubere Grüße
Postpanamamaxi
Sonntag, 9. Januar 2011
Blogcandy-Verlosung: And the winner is...
Hellcat!
Dein Gewinn:
Frau Holle-Seife mit Goldmarie und Pechmarie
frühlingsgefühlsechte Melonenseife mit Fruchtkonfetti
Und weil es soviel Spaß macht, nette Päckchen zu packen, gibts auch noch zwei
weitere Gewinnerinnen, die jeweils ein Stück Frau Holle-Seife gewonnen haben:
Dörte
KatsuraLiebe Gewinnerinnen,
bitte sendet mir Eure Adresse (beispielsweise über die Kommentarfunktion, ich werde den Kommentar nicht veröffentlichen oder per PN im NSF an Lovelylizard), damit ich Euch beizeiten Euren Gewinn zusenden kann.
Da beide Seifen noch ganz frisch sind, versende ich sie erst Anfang Februar. Also habt bitte etwas Geduld, es lohnt sich!
Ich möchte mich bei allen TeilnehmerInnen meines allerersten Blogcandys bedanken.
Ansonsten ist hier nicht viel Spektakuläres passiert, ich habe am Wochenende meine Siedeküche komplett durchgekramt, neu organisiert und extremgeputzt. Mein Schatz kam rein, riss die Augen auf und meinte dann nur, dass ich denselben Ehrgeiz gern auch mal im Nähzimmer oder in der normalen Küche walten lassen könnte.
Nach dem Motto:
Sie: "Schatz, sag was Schmutziges zu mir!"
Er: "Küchenfußboden!"
Scherz beiseite. Mein Schatz hat mir eine neue Arbeitsplatzleuchte installiert, und während er werkelte, habe ich ihm Gesellschaft geleistet und angefangen, meine Seifenbestände im Lagerregal zu kontrollieren und platzsparend umzupacken. Dann folgten die Rohstoffe, die Farben, PÖs, das Verpackungsmaterial. Der Rohstoffschrank ist jetzt auch eins a aufgeräumt und pieksauber.
Und als mein Schatz mit der Lampe fertig und mitsamt seiner Bohrmaschine entschwunden war, habe ich die vollgestaubte Küchenzeile saubergemacht und seine Arbeitsspuren beseitigt.
Jetzt bekomme ich noch eine zweite Arbeitsplatzleuchte über der Spüle, weil wir von der anderen neuen Leuchte so begeistert sind. Außerdem wird er mir eine neue Deckenlampe installieren. Meine alte Lampe sieht zwar sehr hübsch aus, ist aber eine Energieschleuder und bringt nicht genügend Leistung. Wahrscheinlich läuft es auf eine simple und hässliche, aber helle und sparsame Leuchtstoffröhrenlampe hinaus. Ich denke, etwas glattes zum unkomplizierten Abwischen ist allemal besser als ein hübscher putzintensiver Staubfänger.
Diese Woche soll auch mein zuständiger Prüfer aus dem Urlaub zurückkommen, also werde ich mal bei ihm vorsprechen und fragen, was er so für Grundvorstellungen hat von einer Siedeküche.
So, Ihr Lieben, das wars für heute.
Alles Liebe
Postpanamamaxi
Donnerstag, 6. Januar 2011
Frau Holle und die Frühlingsgefühle
Und hier ist sie, meine Frau Holle-Seife mit Goldmarie und Pechmarie:
So hässlich, wie ich sie zuerst tituliert hatte, ist sie dann doch nicht geworden. Also doch keine Frau Hölle-Seife!
Nach dem Abhobeln sah sie ganz manierlich aus und die Luftlöcher, die ich beim verzweifelten Herumrühren im Divi da hineinpraktiziert habe (marmorieren konnte man das beim besten Willen nicht mehr nennen) sind netterweise an der Unterseite, wo sie nicht weiter negativ auffallen.
Diese Seife hätte viel schlechter werden können, aber ich bin auch der Meinung, dass ich sie noch besser hinkriegen könnte. Aber man lernt ja aus jedem Siedevorgang etwas Neues dazu.
Als Duft wählte ich Cotton Fresh, weil mich dieser Duft an frisch aufgezogene Bettwäsche erinnert. Frau Holle lässt bekanntlich Goldmarie und Pechmarie im Märchen die Federbetten ausschütteln, damit es auf der Erde schneit. Insofern schien mir der Duft sehr gut passend (er dickt leider recht flott an, sobald da Kakaobutter im Rezept ist).
Frau Holle wird auch durch die ungefärbte Seifenschicht symbolisiert und durch die Tatsache, dass ich Schneewasser verwendet habe.
Pechmarie wird symbolisiert durch die dunkle Schicht, die ich mit medizinischer Bucheholzkohle gefärbt habe.
Goldmarie findet sich nicht nur in der mit Goldmica gefärbten Schicht wieder, sondern auch in Form eines Ringelblumenaufgusses zum Anrühren der Lauge. Ringelblume heißt auf Englisch Marigold, mir erschien diese kleine Wortspielerei sehr angebracht. So steckt also etwas von der guten Goldmarie in der gesamten Seife, auch der Pechmarie-Anteil ist damit durchsetzt.
Und das finde ich sehr schön, denn im Märchen bekommt zwar die Pechmarie die verdiente Ladung Pech ab, aber sie lernt ihre Lektion, bittet ihre Schwester Goldmarie um Verzeihung und bessert sich. Und mit jeder guten Tat fällt etwas von dem Pech von ihr ab. Dieses versöhnliche Ende gibt einem Hoffnung für den realen Alltag. Gerade auch für die Tage, an denen scheinbar alles schief läuft und das Pech scheinbar an uns klebt. Irgendwo innendrin wartet das Gold darauf, von uns entdeckt zu werden. Auch wenn wir es nicht immer sofort sehen können. Aber es ist immer da.
Also: Wer noch ein Stückchen von meiner Frau Holle, Goldmarie und Pechmarie-Seife gewinnen möchte, kann noch bis heute 24:00 Uhr einen Kommentar hierzu hinterlassen. Das Blogcandy läuft in gut 9 Stunden aus.
Und diese Seife habe ich gestern abend gesiedet. Natürlich lief mal wieder alles ganz anders als geplant. Geplant war eine Topfmarmorierung mit pastelligem Brilliantrosa und zartem Maigrün, beduftet mit Super Melon von Henry und in Einzelförmchen gefüllt.
Unplanmäßigerweise entwickelte sich nach Zugabe des PÖs daraus eine spontane Mutation. Es war sagenhaft, ich drehte mich nur für 1 Sekunde von den Töpfen weg, um die bereitgestellten Formen zu greifen und als ich mich wieder dem Seifenleim zuwandte, hatte ich Blitzbeton und Grießbrei.
Also stellte ich die Einzelförmchen wieder weg und verfrachtete den Seifenleim in die Mikrowelle. Während die Not-OHP ein paar Runden auf dem Drehteller meiner Uraltmikrowelle drehte, bereitete ich die gesammelten Seifenschnipsel mit Fruchtdüften für eine Konfettiseife vor.
Dank der Zugabe von 2 Löffeln Zucker und etwas saurer Sahne (das war das einzige verfügbare Sauermilchprodukt, wenn man vom Kirschjoghurt mal absieht) war der Seifenleim dann so fließfähig, dass ich sogar Einzelformen damit hätte befüllen können. Aber jetzt war mir der Sinn danach vergangen, der Seifenleim wurde nur nochmal etwas kräftiger grün gefärbt und etwas PÖ wurde nachdosiert, dann kamen die bunten Schnipsel dazu und alles wanderte in die Blockform.
Ich finde, das Ergebnis sieht nicht nach einer Not-OHP aus. Diese Konfettiseife mit leckerem Melonenduft erinnert mich an eine fröhlich blühende Frühlingsblumenwiese und macht sofort gute Laune.
Und ich bin der Meinung, dass grünrosa marmorierte Melonenseife in Einzelförmchen längst nicht solche Frühlingsgefühle machen könnte.
Übrigens schäumt die Seife sehr schön, das hat sich bereits heute mittag beim Abwaschen der Formen gezeigt.
Viele Grüße
Postpanamamaxi
PS: Liebe dicke Maus, wenn Du das hier lesen kannst: Alles Liebe zum 2. und ganz viel Spaß mit Deinen Freunden, da wo Du jetzt bist. Ich hoffe, Ihr backt Pizza und spielt schön. Ich habe Dich lieb und bin dankbar, Dich kennengelernt zu haben. Aber das weißt Du ja ohnehin.
So hässlich, wie ich sie zuerst tituliert hatte, ist sie dann doch nicht geworden. Also doch keine Frau Hölle-Seife!
Nach dem Abhobeln sah sie ganz manierlich aus und die Luftlöcher, die ich beim verzweifelten Herumrühren im Divi da hineinpraktiziert habe (marmorieren konnte man das beim besten Willen nicht mehr nennen) sind netterweise an der Unterseite, wo sie nicht weiter negativ auffallen.
Diese Seife hätte viel schlechter werden können, aber ich bin auch der Meinung, dass ich sie noch besser hinkriegen könnte. Aber man lernt ja aus jedem Siedevorgang etwas Neues dazu.
Als Duft wählte ich Cotton Fresh, weil mich dieser Duft an frisch aufgezogene Bettwäsche erinnert. Frau Holle lässt bekanntlich Goldmarie und Pechmarie im Märchen die Federbetten ausschütteln, damit es auf der Erde schneit. Insofern schien mir der Duft sehr gut passend (er dickt leider recht flott an, sobald da Kakaobutter im Rezept ist).
Frau Holle wird auch durch die ungefärbte Seifenschicht symbolisiert und durch die Tatsache, dass ich Schneewasser verwendet habe.
Pechmarie wird symbolisiert durch die dunkle Schicht, die ich mit medizinischer Bucheholzkohle gefärbt habe.
Goldmarie findet sich nicht nur in der mit Goldmica gefärbten Schicht wieder, sondern auch in Form eines Ringelblumenaufgusses zum Anrühren der Lauge. Ringelblume heißt auf Englisch Marigold, mir erschien diese kleine Wortspielerei sehr angebracht. So steckt also etwas von der guten Goldmarie in der gesamten Seife, auch der Pechmarie-Anteil ist damit durchsetzt.
Und das finde ich sehr schön, denn im Märchen bekommt zwar die Pechmarie die verdiente Ladung Pech ab, aber sie lernt ihre Lektion, bittet ihre Schwester Goldmarie um Verzeihung und bessert sich. Und mit jeder guten Tat fällt etwas von dem Pech von ihr ab. Dieses versöhnliche Ende gibt einem Hoffnung für den realen Alltag. Gerade auch für die Tage, an denen scheinbar alles schief läuft und das Pech scheinbar an uns klebt. Irgendwo innendrin wartet das Gold darauf, von uns entdeckt zu werden. Auch wenn wir es nicht immer sofort sehen können. Aber es ist immer da.
Also: Wer noch ein Stückchen von meiner Frau Holle, Goldmarie und Pechmarie-Seife gewinnen möchte, kann noch bis heute 24:00 Uhr einen Kommentar hierzu hinterlassen. Das Blogcandy läuft in gut 9 Stunden aus.
Und diese Seife habe ich gestern abend gesiedet. Natürlich lief mal wieder alles ganz anders als geplant. Geplant war eine Topfmarmorierung mit pastelligem Brilliantrosa und zartem Maigrün, beduftet mit Super Melon von Henry und in Einzelförmchen gefüllt.
Unplanmäßigerweise entwickelte sich nach Zugabe des PÖs daraus eine spontane Mutation. Es war sagenhaft, ich drehte mich nur für 1 Sekunde von den Töpfen weg, um die bereitgestellten Formen zu greifen und als ich mich wieder dem Seifenleim zuwandte, hatte ich Blitzbeton und Grießbrei.
Also stellte ich die Einzelförmchen wieder weg und verfrachtete den Seifenleim in die Mikrowelle. Während die Not-OHP ein paar Runden auf dem Drehteller meiner Uraltmikrowelle drehte, bereitete ich die gesammelten Seifenschnipsel mit Fruchtdüften für eine Konfettiseife vor.
Dank der Zugabe von 2 Löffeln Zucker und etwas saurer Sahne (das war das einzige verfügbare Sauermilchprodukt, wenn man vom Kirschjoghurt mal absieht) war der Seifenleim dann so fließfähig, dass ich sogar Einzelformen damit hätte befüllen können. Aber jetzt war mir der Sinn danach vergangen, der Seifenleim wurde nur nochmal etwas kräftiger grün gefärbt und etwas PÖ wurde nachdosiert, dann kamen die bunten Schnipsel dazu und alles wanderte in die Blockform.
Ich finde, das Ergebnis sieht nicht nach einer Not-OHP aus. Diese Konfettiseife mit leckerem Melonenduft erinnert mich an eine fröhlich blühende Frühlingsblumenwiese und macht sofort gute Laune.
Und ich bin der Meinung, dass grünrosa marmorierte Melonenseife in Einzelförmchen längst nicht solche Frühlingsgefühle machen könnte.
Übrigens schäumt die Seife sehr schön, das hat sich bereits heute mittag beim Abwaschen der Formen gezeigt.
Und weil uns allen der Schnee doch schon wieder zum Halse heraushängt und die Sehnsucht nach Frühlingsgefühlen in uns schlummert, gibts ein Stück dieser frühlingsgefühlsechten Seife als Zugabe zum Frau Holle-Blogcandy dazu!
Viele Grüße
Postpanamamaxi
PS: Liebe dicke Maus, wenn Du das hier lesen kannst: Alles Liebe zum 2. und ganz viel Spaß mit Deinen Freunden, da wo Du jetzt bist. Ich hoffe, Ihr backt Pizza und spielt schön. Ich habe Dich lieb und bin dankbar, Dich kennengelernt zu haben. Aber das weißt Du ja ohnehin.
Dienstag, 4. Januar 2011
Armageddon im Kinderzimmer
Ich möchte Euch heute mal über meinen Tag berichten.
Gestern abend wurde es etwas später. Im Fernsehen lief Armageddon und zu dem Zeitpunkt, wo Bruce Willis die Welt rettete, konnte ich noch nicht ahnen, dass "der globale Killer" bei mir im Haus einschlagen würde.
Nach dem Film machte ich gewohnheitsmäßig noch eine Visite im Kinderzimmer und fand meinen fast Vierjährigen tief schlafend ein einer Pfütze Erbrochenem im Bett vor. Lecker!
Kind geweckt, im Halbschlaf in die Wanne gestellt, ausgezogen, abgeduscht, neu angezogen, in Wolldecke gewickelt und auf Teppich abgesetzt. Bett abgezogen, komplett neu bezogen. Kind beruhigt, ins Bett zum Schlafen niedergelegt.
Verschmutzte Bettwäsche vorgereinigt, sortiert, eine Waschmaschinenladung abgeschickt, den Rest verkotzter Wäsche im Wäschekorb vor die Hintertür in den Garten gestellt. Ich musste mir nicht antun, am Morgen in die Waschküche zu kommen und von dem Geruch erschlagen zu werden. Dabei ist die Katze aus der Waschküche (ihrem Übernachtungszimmer) getürmt.
Nach ausgiebiger Jagd wurde die Katze unterm Doppelbett im Schlafzimmer verhaftet und abgeführt. Katze zur dreckigen Wäsche in den Garten gestellt, denn wenn sie mit der laufenden Waschmaschine in der Waschküche übernachten muss, habe ich anderentags immer eine Protestpipipfütze auf den Fliesen - und das musste ich mir auch nicht antun.
Durch die Katzenjagd wachte der Kleine auf, hielt mir fordernd die leere Wasserflasche hin und schmatzte. Okay, also gab es die Morgenmilch nachts um eins...darauf kam es auch nicht mehr an.
Nachtruhe.
Morgens früh aufgestanden, den Großen geweckt und in die Badewanne verfrachtet. Nach zwei weiteren Haarwäschen roch er nicht mehr säuerlich. Die Kinder tagesfertig gemacht, dann zwei Stunden die Tochter meiner Freundin gehütet. Weitere Waschmaschinenladungen angestellt, getrocknet und zusammengelegt und derweil die krabbelnde Meute beaufsichtigt und bespaßt.
Termin mit dem Gynäkologen vereinbart wegen der Schmerzen in der Brust. Wollen Ultraschall machen, weil nichts zu tasten ist. Such mal eine Erbse im Kopfkissen, zwecklos. Und nein, ich will mir jetzt keine Gedanken machen, warum da jetzt plötzlich was wehtut. In meiner Familie sterben die Leute an anderen Krankheiten.
Musste dazu in den Garten gehen, um zu telefonieren, denn im Haus war es zu laut.
Dann rief mein Schatz an: Er hatte leicht verschlafen und kam zu spät in die Firma. Wobei ich festhalten muss, dass man über seinem Bett eine Atombombe zünden könnte und er hinterher sagen würde, er hätte sie nicht gehört.
Nachdem ich am Vortag nicht zum Einkaufen gekommen bin, wollte ich heute kurz vor Mittag unbedingt die Besorgungen erledigen.
Also zwei Kinder unter den üblichen Suchaktionen und Protestgeschrei in Schneeanzüge gesteckt, ins Auto verfrachtet, Auto vom Schnee befreit, eingestiegen und nicht gestartet. Nach zwei Wrummwrumm des Anlassers war nichts mehr zu hören. Batterie leer!
Netterweise ist meine bessere Hälfte begeisterter Autoschrauber. Also angerufen.
Batterieladegerät in einer Garage gesucht und gefunden. Garage sieht ungefähr genauso aus wie der Tischlerschuppen in den Petterson-Büchern. Autobatterie an Ladegerät angeklemmt.
Aus Frust den Hof gefegt.
Kinder mit Kühlschrankresten abgefüttert, den Kleinen zur Mittagsstunde hingelegt, den Großen mit Zeichentrickfilm ruhiggestellt und selbst eine halbe Stunde gedöst. Irgendwie lässt mich fehlender Nachtschlaf rapide altern und bevor man mich anspricht, ob ich mit den Enkeln auf Tour sei...nee, das muss ich mir nicht antun.
Spätnachmittags war das Auto wieder startbereit. Letzte Waschmaschinenladung abgeschickt, Kinder in Klamotten gesteckt, mit dem Großen eine der üblichen Diskussionen zum Schneeanzug geführt (der gewohnte Overall war von der Mittagsaktion noch nass, und die Kombi Schneehose+Jacke war dem jungen Herrn aus irgendeinem Grund nicht genehm).
"Wenn Du jetzt nicht Jeans und Jacke oder Schneehose und Schneejacke anziehst, dann fahr ich ohne dich los!" Gottseidank hat sich meine kleine Kaspernase überlegt, dass Schneehose und Jacke dann doch genehm waren.
Kinder ins Auto verfrachtet, losgefahren. Einkäufe erledigt. Im Buchladen festgestellt, dass das gewünschte Buch 5 Euro teurer ist als im Prospekt angegeben.
Heimgefahren. Die Meute abgefüttert, bettfertig gemacht, eine elend lange Geschichte vorgelesen, eine Runde Hustensaft ausgegeben - und um 20:15 Uhr wollte ich Jennifer Lopez gucken und einfach nur entspannen.
20:35 Uhr. Ich höre Husten aus dem Kinderzimmer. Komme gerade rechtzeitig, um meinen speienden Sohn zu erleben.
Wieder das Bett vollgespien. Wieder zwei Waschmaschinenladungen voll stinkender Wäsche, wieder ein weinendes Kind zu trösten, zu säubern und zu ermutigen, dass ich ihn trotz der Kotzerei liebhabe. Schließlich bin ich seine Mama!
Als ich unten im Wohnzimmer wieder aufs rettende Sofa kletterte, explodierte mir noch eine Flasche Limonade. Das hatte ja auch eigentlich noch gefehlt, um den Tag abzuhaken.
Armageddon im Kinderzimmer. Und in meinem heutigen Tag. Weltuntergangsstimmung habe ich trotzdem nicht, ich zeige dem Schicksal die Zähne und grinse es aufmüpfig an.
Noch 2 Stunden und 7 Minuten Rest...ich hoffe, dass der morgige Tag besser wird. Eigentlich kann er nur besser werden. Noch 2 Stunden und 6 Minuten.
Lieber Mr. Willis, könnten Sie, wenn sie das nächste Mal die Welt retten wollen, in meinem Alltag anfangen?
Alles Liebe
Postpanamamaxi
Gestern abend wurde es etwas später. Im Fernsehen lief Armageddon und zu dem Zeitpunkt, wo Bruce Willis die Welt rettete, konnte ich noch nicht ahnen, dass "der globale Killer" bei mir im Haus einschlagen würde.
Nach dem Film machte ich gewohnheitsmäßig noch eine Visite im Kinderzimmer und fand meinen fast Vierjährigen tief schlafend ein einer Pfütze Erbrochenem im Bett vor. Lecker!
Kind geweckt, im Halbschlaf in die Wanne gestellt, ausgezogen, abgeduscht, neu angezogen, in Wolldecke gewickelt und auf Teppich abgesetzt. Bett abgezogen, komplett neu bezogen. Kind beruhigt, ins Bett zum Schlafen niedergelegt.
Verschmutzte Bettwäsche vorgereinigt, sortiert, eine Waschmaschinenladung abgeschickt, den Rest verkotzter Wäsche im Wäschekorb vor die Hintertür in den Garten gestellt. Ich musste mir nicht antun, am Morgen in die Waschküche zu kommen und von dem Geruch erschlagen zu werden. Dabei ist die Katze aus der Waschküche (ihrem Übernachtungszimmer) getürmt.
Nach ausgiebiger Jagd wurde die Katze unterm Doppelbett im Schlafzimmer verhaftet und abgeführt. Katze zur dreckigen Wäsche in den Garten gestellt, denn wenn sie mit der laufenden Waschmaschine in der Waschküche übernachten muss, habe ich anderentags immer eine Protestpipipfütze auf den Fliesen - und das musste ich mir auch nicht antun.
Durch die Katzenjagd wachte der Kleine auf, hielt mir fordernd die leere Wasserflasche hin und schmatzte. Okay, also gab es die Morgenmilch nachts um eins...darauf kam es auch nicht mehr an.
Nachtruhe.
Morgens früh aufgestanden, den Großen geweckt und in die Badewanne verfrachtet. Nach zwei weiteren Haarwäschen roch er nicht mehr säuerlich. Die Kinder tagesfertig gemacht, dann zwei Stunden die Tochter meiner Freundin gehütet. Weitere Waschmaschinenladungen angestellt, getrocknet und zusammengelegt und derweil die krabbelnde Meute beaufsichtigt und bespaßt.
Termin mit dem Gynäkologen vereinbart wegen der Schmerzen in der Brust. Wollen Ultraschall machen, weil nichts zu tasten ist. Such mal eine Erbse im Kopfkissen, zwecklos. Und nein, ich will mir jetzt keine Gedanken machen, warum da jetzt plötzlich was wehtut. In meiner Familie sterben die Leute an anderen Krankheiten.
Musste dazu in den Garten gehen, um zu telefonieren, denn im Haus war es zu laut.
Dann rief mein Schatz an: Er hatte leicht verschlafen und kam zu spät in die Firma. Wobei ich festhalten muss, dass man über seinem Bett eine Atombombe zünden könnte und er hinterher sagen würde, er hätte sie nicht gehört.
Nachdem ich am Vortag nicht zum Einkaufen gekommen bin, wollte ich heute kurz vor Mittag unbedingt die Besorgungen erledigen.
Also zwei Kinder unter den üblichen Suchaktionen und Protestgeschrei in Schneeanzüge gesteckt, ins Auto verfrachtet, Auto vom Schnee befreit, eingestiegen und nicht gestartet. Nach zwei Wrummwrumm des Anlassers war nichts mehr zu hören. Batterie leer!
Netterweise ist meine bessere Hälfte begeisterter Autoschrauber. Also angerufen.
Batterieladegerät in einer Garage gesucht und gefunden. Garage sieht ungefähr genauso aus wie der Tischlerschuppen in den Petterson-Büchern. Autobatterie an Ladegerät angeklemmt.
Aus Frust den Hof gefegt.
Kinder mit Kühlschrankresten abgefüttert, den Kleinen zur Mittagsstunde hingelegt, den Großen mit Zeichentrickfilm ruhiggestellt und selbst eine halbe Stunde gedöst. Irgendwie lässt mich fehlender Nachtschlaf rapide altern und bevor man mich anspricht, ob ich mit den Enkeln auf Tour sei...nee, das muss ich mir nicht antun.
Spätnachmittags war das Auto wieder startbereit. Letzte Waschmaschinenladung abgeschickt, Kinder in Klamotten gesteckt, mit dem Großen eine der üblichen Diskussionen zum Schneeanzug geführt (der gewohnte Overall war von der Mittagsaktion noch nass, und die Kombi Schneehose+Jacke war dem jungen Herrn aus irgendeinem Grund nicht genehm).
"Wenn Du jetzt nicht Jeans und Jacke oder Schneehose und Schneejacke anziehst, dann fahr ich ohne dich los!" Gottseidank hat sich meine kleine Kaspernase überlegt, dass Schneehose und Jacke dann doch genehm waren.
Kinder ins Auto verfrachtet, losgefahren. Einkäufe erledigt. Im Buchladen festgestellt, dass das gewünschte Buch 5 Euro teurer ist als im Prospekt angegeben.
Heimgefahren. Die Meute abgefüttert, bettfertig gemacht, eine elend lange Geschichte vorgelesen, eine Runde Hustensaft ausgegeben - und um 20:15 Uhr wollte ich Jennifer Lopez gucken und einfach nur entspannen.
20:35 Uhr. Ich höre Husten aus dem Kinderzimmer. Komme gerade rechtzeitig, um meinen speienden Sohn zu erleben.
Wieder das Bett vollgespien. Wieder zwei Waschmaschinenladungen voll stinkender Wäsche, wieder ein weinendes Kind zu trösten, zu säubern und zu ermutigen, dass ich ihn trotz der Kotzerei liebhabe. Schließlich bin ich seine Mama!
Als ich unten im Wohnzimmer wieder aufs rettende Sofa kletterte, explodierte mir noch eine Flasche Limonade. Das hatte ja auch eigentlich noch gefehlt, um den Tag abzuhaken.
Armageddon im Kinderzimmer. Und in meinem heutigen Tag. Weltuntergangsstimmung habe ich trotzdem nicht, ich zeige dem Schicksal die Zähne und grinse es aufmüpfig an.
Noch 2 Stunden und 7 Minuten Rest...ich hoffe, dass der morgige Tag besser wird. Eigentlich kann er nur besser werden. Noch 2 Stunden und 6 Minuten.
Lieber Mr. Willis, könnten Sie, wenn sie das nächste Mal die Welt retten wollen, in meinem Alltag anfangen?
Alles Liebe
Postpanamamaxi
Samstag, 1. Januar 2011
Meine Tarotkarte zum Neujahr
Heute habe ich mir eine Karte aus meinem Osho Zen Tarot gezogen.
Es ist die 8 in der Farbe des Wassers: Loslassen
Ein Tropfen, der von einem Lotusblatt ins Wasser fällt. Im stillen Wasser spiegelt sich das rosige Licht eines Abendhimmels - oder ist es ein Morgenhimmel?
Diese Karte steht für Abschied und Neubeginn, und zwar der einschneidenderen Art. Ein großer Umbruch steht bevor. Etwas Altes und Liebgewonnenes, das jahrelang sehr wichtig für mich war, geht zu Ende, und das kann auch mit Trauer, Wehmut und Abschied verbunden sein. Gefühle, die zulassen muss, denn ohne ordentliches Ende kann es auch keinen Neubeginn geben.
Denn diese Karte bedeutet auch, dass etwas Neues den freigewordenen Platz in meinem Leben einnehmen wird, das ich freudig annehmen darf. Und das Neue wird schön sein, mir neue Möglichkeiten eröffnen und mir das Loslassen erleichtern.
Es kann alles Mögliche sein - Veränderungen im Freundes- und Familienkreis, im Berufsleben, in meiner Selbstdefinition.
Diese Karte ist eine Warnung, aber sie macht keine Angst. Sie macht Mut, und sie macht mich neugierig. Ich vermute ganz stark, dass die Umbruchsprozesse, die im letzten Jahr begonnen haben, sich fortsetzen und manifestieren werden. Und das sind eigentlich Veränderungen, die mir durchaus wünschenswert erscheinen.
Als ich vor 4 Jahren das erste Mal Mutter wurde, musste ich auch vieles loslassen, ohne das ich mir mein Leben eigentlich kaum vorstellen konnte. Und jetzt genieße ich mein Leben als Familienmutter und es erscheint mir unvorstellbar, auch nur eine Woche so leben zu müssen, wie ich es jahrelang getan habe. Mein ganzes Leben hat sich damals gedreht und ich bin glücklich darüber - und darum sehe ich diese Karte auch eher als Aufbruch in ein unbekanntes Abenteuer denn als Bedrohung.
Für mich bedeutet diese Karte also nur im ersten Schritt ein Loslassen, im nächsten Schritt wird sie Neuentdeckung bedeuten.
Ich wünsche allen ein glückliches neues Jahr voller Neuentdeckungen.
Wer heute noch eine Karte zum Jahresbeginn ziehen lassen möchte, darf sich gern bei mir melden. Die ersten 3 bekommen von mir eine ganz persönliche Neujahreskarte gezogen.
Alles Liebe
Postpanamamaxi
Es ist die 8 in der Farbe des Wassers: Loslassen
Ein Tropfen, der von einem Lotusblatt ins Wasser fällt. Im stillen Wasser spiegelt sich das rosige Licht eines Abendhimmels - oder ist es ein Morgenhimmel?
Diese Karte steht für Abschied und Neubeginn, und zwar der einschneidenderen Art. Ein großer Umbruch steht bevor. Etwas Altes und Liebgewonnenes, das jahrelang sehr wichtig für mich war, geht zu Ende, und das kann auch mit Trauer, Wehmut und Abschied verbunden sein. Gefühle, die zulassen muss, denn ohne ordentliches Ende kann es auch keinen Neubeginn geben.
Denn diese Karte bedeutet auch, dass etwas Neues den freigewordenen Platz in meinem Leben einnehmen wird, das ich freudig annehmen darf. Und das Neue wird schön sein, mir neue Möglichkeiten eröffnen und mir das Loslassen erleichtern.
Es kann alles Mögliche sein - Veränderungen im Freundes- und Familienkreis, im Berufsleben, in meiner Selbstdefinition.
Diese Karte ist eine Warnung, aber sie macht keine Angst. Sie macht Mut, und sie macht mich neugierig. Ich vermute ganz stark, dass die Umbruchsprozesse, die im letzten Jahr begonnen haben, sich fortsetzen und manifestieren werden. Und das sind eigentlich Veränderungen, die mir durchaus wünschenswert erscheinen.
Als ich vor 4 Jahren das erste Mal Mutter wurde, musste ich auch vieles loslassen, ohne das ich mir mein Leben eigentlich kaum vorstellen konnte. Und jetzt genieße ich mein Leben als Familienmutter und es erscheint mir unvorstellbar, auch nur eine Woche so leben zu müssen, wie ich es jahrelang getan habe. Mein ganzes Leben hat sich damals gedreht und ich bin glücklich darüber - und darum sehe ich diese Karte auch eher als Aufbruch in ein unbekanntes Abenteuer denn als Bedrohung.
Für mich bedeutet diese Karte also nur im ersten Schritt ein Loslassen, im nächsten Schritt wird sie Neuentdeckung bedeuten.
Ich wünsche allen ein glückliches neues Jahr voller Neuentdeckungen.
Wer heute noch eine Karte zum Jahresbeginn ziehen lassen möchte, darf sich gern bei mir melden. Die ersten 3 bekommen von mir eine ganz persönliche Neujahreskarte gezogen.
Alles Liebe
Postpanamamaxi
Abonnieren
Posts (Atom)
Disclaimer
Ich erkläre hiermit, dass ich mich ausdrücklich von allen Inhalten der von mir verlinkten Seiten in meinem Blog distanziere und mir deren Inhalt nicht zu Eigen mache.
Alle Bilder und Texte dieses Blogs sind mein persönliches und geistiges Eigentum und dürfen nicht kopiert oder veröffentlicht werden.
Sie unterliegen dem Copyright und dürfen nicht ohne meine Erlaubnis in irgendeiner Form weiterverwendet werden.
Alle Bilder und Texte dieses Blogs sind mein persönliches und geistiges Eigentum und dürfen nicht kopiert oder veröffentlicht werden.
Sie unterliegen dem Copyright und dürfen nicht ohne meine Erlaubnis in irgendeiner Form weiterverwendet werden.