Sonntag, 19. Juni 2011

Junggesellinnenabschied

Liebe Mädels,
lasst uns, wenn wir nochmal vor der Hochzeit gemeinsam losziehen wollen, doch einfach gemütlich Essen gehen und hinterher ein bisschen in der Kneipe sitzen und einen netten Abend genießen. Darüber würde ich mich wirklich freuen. Und einen Abend lang gemeinsam mit Euch rauszukommen, das wäre wirklich toll. Nochmal abschalten, bevor der Hochzeitsstress losgeht.

Solltet Ihr allerdings auf die Idee verfallen, mich als Cindy aus Marzahn zu verkleiden, ein Krönchen auf den Kopf zu stülpen und mich dann angetrunken mit leichter Schlagseite und Bauchladen durch die nächste Fußgängerzone zu treiben, damit ich dann Kondome und Schnäpschen verkaufe - dann sage ich die Hochzeit ab!

Ich brauche auch keinen Stripper, der frisch vom Affentoaster für mich tanzt.

Karaoke hingegen würde mir einen Riesenspaß machen. Es ist nur fraglich, ob Ihr auch Spaß daran hättet, wenn ich spontan lossinge.

Ach, wir werden sehen.

Auf jeden Fall war die Hochzeit unserer Freunde richtig schön. Das Wetter hat genau im richtigen Moment mitgespielt, die Stimmung war herrlich und mein Probekleid hat seine Testrunde bestanden. Für das Brautkleid muss ich nur noch minimale Modifizierungen vornehmen, die aber kein Problem sind.

Ich könnte und sollte daher schnell mal loslegen, denn mir bleiben noch 19 Tage bis zur Hochzeit und am Kleid ist noch kein Handschlag getan! Zum Glück bin ich eine Speednäherin.
Ab nächster Woche hat mein Zukünftiger Urlaub, dann werde ich mir zwei kinderfreie Tage gönnen und das Kleid fertigmachen.

Und ich muss unbedingt entscheiden, was ich denn nun mit meinen Haaren anstellen soll. Straßenköterblond, fein, weich, schulterlang - einfach nur föhnen und hängenlassen? Oder doch hochstecken? Für eine Hochsteckfrisur bräuchte ich aber einen Friseurbesuch. Und die Zeit dafür habe ich eigentlich nicht.

Ich kenne nämlich meine drei Männer. Wenn ich die nicht mit Hochdruck in die Klamotten zwinge und alles zurechtlege von Unterwäsche und Socken bis hin zur Oberbekleidung, dann gibt das eine Katastrophe! Und weil die immer trödeln bis zum Gehtnichtmehr und ich wie der Drill Instructor Captain Jack hinter ihnen herjage, bleiben mir dann nach 2 Stunden Endlosdiskussion und Klamottenranschleppen noch 10 Minuten, um mich selbst fertigzumachen. Grauenhaft.

Am liebsten wäre es mir, wenn ich mich in meinem Elternhaus fertigmachen könnte und mein Zukünftiger sich und die Jungs allein fertigmacht. Weil das da eigentlich nur ums Duschen und Anziehen geht und nicht noch um lebenswichtige Themen wie Wimperntusche und Frisur. Es wäre auch bestimmt beeindruckend für meine drei, wenn sie dann bei meinen Eltern klingeln und ich dann fertig aufgerüscht aus der Tür trete.

Auf jeden Fall schöner als die Altenrative, mich hier gestresst und wie einen wildgewordenen Handfeger mit Lockenwicklern im Haar und halbfertig angekleidet "under construction" durchs Haus hetzen zu sehen. Und ich möchte mich auch nicht als allererste fertigmachen und dann zwei Stunden lang im Brautkleid herumrennen, um meine Jungs in ihre Klamotten zu treiben.

Andererseits bin ich mir nicht sicher, ob ich das wirklich riskieren will, meinem Bräutigam das Ankleiden ohne meine Oberaufsicht zuzutrauen. Das klingt jetzt ziemlich gemein, aber ich habe meine Gründe.

Wenn ich nicht aufpasse, zieht er trotz bereitgelegter Klamotten doch irgendwelche hellen Sportsocken zum Anzug an. Oder ein schwarzes T-Shirt unterm weißen Hemd. Oder die Krawatte wird extrem kurz oder viel zu lang gebunden.

Alles schon erlebt.

Oder er überlistet mich, wie neulich zur goldenen Hochzeit seines Onkels, und zieht zum (von mir sorgfältig zurechtgelegten) feinen Outfit obenherum dann die ollen beigefarbenen Alltagstreter an. Das habe ich aber erst auf der Feier gemerkt, dass er die von mir leidenschaftlich gehassten ollen Latschen mit runtergetretenen Hacken angezogen hat. Wir waren alle wie aus dem Ei gepellt, unsere Jungs so süß mit ihren weißen Hemden und Westen mit Fliege und Krawatte - und er mit seinen ollen Alltagstretern. Zum Glück war es seine Familie, die sind also solche Stilbrüche bei ihm gewohnt.

Es war wohl ein Fehler, zu erwarten, dass er von allein auf die Idee kommt, dass zu Hemd, Krawatte, Sakko und schwarzer Jeans die schwarzen Lederschuhe angezogen werden sollten. AAAAAAARRRRRGHHHH!

Ich hatte schlicht und ergreifend vergessen, die schwarzen Schuhe bereitzulegen. Aber ich fürchte, er hätte sie auch ignoriert, wenn ich sie ihm direkt vor die Nase gestellt hätte. Vielleicht sollte ich, wenn wir uns tatsächlich getrennt umziehen sollten, einfach seine ollen Alltagstreter verstecken? Und am besten die Arbeitsschuhe und die Korklatschen gleich mit, damit er gar nicht erst auf komische Gedanken kommt (die sind nämlich auch schwarz, würden also zumindest farblich zum Anzug passen und bequem wären sie auch noch...aaaarrrrgh!).

Mein Schatz ist wirklich ein Lieber, sonst würde ich ihn auch nicht heiraten wollen. Aber klamottentechnisch ist er noch reichlich ausbaufähig und es ist ganz gewiss nicht seine Stilsicherheit oder seine elegante Erscheinung, die mich von ihm überzeugten.

Ich tröste mich damit, dass er mich auch genommen hat, obwohl meine hausfraulichen Aktivitäten im Bereich Fensterputzen/Aufräumen durchaus Verbesserungspotenzial haben. Wir haben nun mal alle unsere kleinen und großen Macken. Und ein klamottentechnisches Stildesaster zu sein oder ein hausfraulicher Fensterputzmuffel, das sind keine wirklichen Charakterschwächen.

Ob ich es schaffe, vor der Hochzeit noch die Fenster zu putzen...?
 Liebe Grüße,
Postpanamamaxi

Donnerstag, 16. Juni 2011

Fix und fast fertig!

Das war wohl nichts mit der Mondfinsternis.
Streichen wir den Mond und belassen wir es bei der Finsternis, das trifft das Szenario von heute Abend wesentlich genauer.
Schade, dass es so bewölkt war. Ich hätte mir das Spektakel gern angesehen.

Die nächste Mondfinsternis, die wir in Europa beobachten können, findet am 10.12.2011 statt.
Sonnenuntergang wird an dem Tag um 16:01 Uhr sein, Mondaufgang um 15:57 Uhr. Die maximale Verfinsterung soll aber schon gegen 15:32 Uhr stattfinden - wir werden also nur noch die Endphase beobachten können und auch das nur dort, wo nichts den Horizont und den Blick auf den gerade aufgehenden verfinsterten Mond verstellt.

Falls Ihr Euch wundert, warum ich im Moment so wenig blogge: Ich bin hier fleißig am Schaffen für die Hochzeit.

Gerade eben ist das Probekleid für das Brautkleid fertig geworden. Um den Schnitt und die vorgenommenen Änderungen zu testen, habe ich kurzerhand ein Abendkleid aus messing-goldfarbenem Seidensatin und einer feinen schwarzen Spitzenborte genäht.
Ich habe nämlich einen Schrank voll mit nichts anzuziehen und soll am Freitag zu Freunden auf deren Hochzeitsfeier. Da kommt mir das Probekleid gerade recht.

Es ist sagenhaft, wie toll sich dieses Material anfühlt und welchen eleganten Schimmer echter Seidensatin hat. Kein Vergleich mit Polyestersatin. Dazwischen liegen Welten. Und ich stelle fest, dass dieses Material optimal für eine sommerliche Veranstaltung ist.

Entsprechende Fotos folgen nach, ich bin heute abend nur zu unlustig gewesen, das Kleid noch auf der Schneiderpuppe zu drapieren.

Und im Zimmer nebenan steht die Vase mit dem Knopfbrautstrauß für die kirchliche Trauung, dem nur noch die Manschette fehlt, um auch vollständig fertig zu sein. Ich habe keine Ahnung, wieviele "Blüten" es sind, aber im Bastelladen ist der Silberdraht mit 0,8mm Durchmesser komplett ausverkauft und ich habe wohl um die 50 Meter Draht allein in diesem Bukett verbaut!

Zeigen möchte ich diesen Strauß aber erst, wenn ich die Manschette fertiggemacht habe. Und die wollte ich stimmigerweise aus demselben Stoff machen, aus dem auch das Brautkleid bestehen wird.

Auch hier folgen die Fotos, sobald alles fertig ist.

Und wenn ich schon dabei bin, Euch neugierig zu machen:
Ich plane im Juli ein Honeymoon-Blogcandy anlässlich der Hochzeit. Und werde einen kleinen feinen Knopfstrauß sowie zwei weitere tolle Preise unter allen Teilnehmern verlosen.

Guckt also immer mal wieder hier herein, damit Ihr die Chance bekommt, dieses tolle Teil zu schnappen!

Und anders als beim klassischen Brautstraußwerfen dürfen hier nicht nur unverheiratete Damen mitmachen, sondern alle, die Freude daran haben. Egal ob Mann oder Frau, alt oder jung, verheiratet, ledig, geschieden, Knopftauscher oder stiller Mitleser.

Weitere Informationen und die genauen Teilnahmeregeln folgen beizeiten.

Viele Grüße,
Postpanamamaxi
die sich jetzt mit zerstochenen Fingern und rechtschaffen müde ins Bett packen wird.

Mittwoch, 15. Juni 2011

fast Vollmond






So sieht gerade der Südhimmel aus. Es ist fast Vollmond.

Morgen ist Vollmond und eine totale Mondfinsternis.
Ab 19:53 Uhr sollte dieses seltene Himmelsereignis für uns mit bloßem Auge sichtbar werden, denn dann ist der Mond weit genug in den Halbschatten der Erde eingetaucht, dass seine Oberfläche einen Kupferton annimmt.

Um 22:13 Uhr ist dann der Kernschatten der Erde genau über dem Mond und wir haben eine totale Mondfinsternis. Jetzt kann man auch die Sterne wahrnehmen, die so nah beim Mond zu stehen scheinen, dass sein helles Licht sie normalerweise überstrahlt.
Der Mond wird übrigens nicht vollkommen unsichtbar, weil es trotz des Kernschattens der Erde noch genügend Streulicht im All gibt, das immerhin noch für einen bräunlichen Schein ausreicht.

Wer noch länger aufbleiben will, kann dann beobachten, wie sich die Farbe des Mondes wieder verändert, je weiter er aus dem Kern- in den Halbschatten der Erde wandert, um dann in den Stunden nach Mitternacht wieder hell zu leuchten.

Übrigens sind Mondfinsternisse viel seltener als Sonnenfinsternisse, auch wenn man das als Laie eher umgekehrt vermuten würde.
Der Grund ist, dass eine Mondfinsternis auf der gesamten Nachtseite der Erde zu beobachten.
Der Korridor hingegen, von dem aus man eine Sonnenfinsternis beobachten kann, ist sehr eng.

Darum nehmen wir subjektiv die Mondfinsternis als das häufigere Ereignis wahr. Wir Menschen neigen dazu, solche Ereignisse auf unseren lokalen Standort bezogen zu bewerten. Auf die gesamte Erde gerechnet sind tatsächlich die Sonnenfinsternisse das häufiger vorkommende Ereignis.

Schon mal vormerken: Die nächste totale Sonnenfinsternis für Deutschland, Österreich und die Schweiz ist am 3.12.2081.

Viel Spaß beim Blick zum Mond!
Postpanamamaxi

Montag, 6. Juni 2011

Herz an Herz: der Standesamtsstrauß!

Vor einigen Monaten hatte ich beim Internetsurfen Brautsträuße aus Knöpfen entdeckt.
Da ich begeisterte Bastlerin bin, habe ich mir gesagt, dass kriege ich auch hin. Außerdem passen Knöpfe perfekt zu mir, weil ich seit meinem 6. Lebensjahr schneidere.

Also habe ich Anfang Februar zum Knopftausch gegen Seife aufgerufen und nicht geahnt, was für eine Lawine ich damit lostreten würde.

Täglich erreichten mich Umschläge und Päckchen mit Knöpfen, und als ich bei zwei Blog-Candys bei Rosabella und Seifenmanufaktur Freudenberger "Vintage" gewann, schickten mir die netten Damen auch noch Knopfschätze.

Und dann war da noch das Kuvert mit den Knöpfen von BriMa, über das ich mich sehr gefreut habe. Da ich früher auch mal getöpfert habe, weiß ich, was das für eine Arbeit war, diese kleinen Kostbarkeiten herzustellen.

Mir war von Anfang an klar, dass diese Knöpfe etwas Besonderes sind und eine besondere Umsetzung des Knopfstrauß-Themas verlangten.
Heute war dann der richtige Tag zum Werkeln.
Nach 2 Stunden intensiver Arbeit war er inclusive der Manschette fertig.




Auch wenn Eigenlob stinkt, aber in den Strauß bin ich gerade sehr verliebt und ein bisschen stolz.

Und um eventuellen Spekulationen gleich vorzubeugen: Dieser Strauß wird NICHT geworfen! Der kommt in meine Vitrine im Wohnzimmer.

Für den traditionellen Brautstraußwurf werde ich eine kleines handliches flugtaugliches Sträußchen binden lassen mit frischen Blumen und einer kleinen Knopfblüte darin.

Liebe BriMa, ich danke Dir von Herzen für die Knöpfe und hoffe, Dir gefällt die Umsetzung unseres Gemeinschaftswerkes genausogut wie mir.

Liebe Grüße,
Postpanamamaxi

PS: Danke für Euer Feedback wegen des Blogs. Ich werde jetzt aufhören, dran herumzufummeln und Euch mit immer neuen Varianten zu nerven.

Nächster Versuch

Ich habe jetzt das Rosa aus dem Rosenmotiv komplett rausgenommen und durch Sepia ersetzt, außerdem habe ich das Hintergrundbild nochmal kontrastärmer gestaltet.
Es sollte jetzt auch nicht mehr beim Scollen mitlaufen, sondern im Hintergrund stehenbleiben.

Auf meinem Bildschirm ist es auch über die gesamte Breite seitenfüllend, wie sieht es bei Euch aus?

Die Anregung, das mittlere Textfeld breiter zu gestalten, habe ich aufgegriffen. Außerdem habe ich nur noch den Blogtitel mit einer besonderen Schrift gestaltet und den Rest mit Arial, um das Blog nicht optisch zu überfrachten.

Ich hoffe, dass der Text dadurch angenehmer lesbar wird. Und weil Ihr Euch immer durch meine Vielschreibertexte tapfer hindurchkämpft, will ich wenigstens das Lesen für Euch augenfreundlich gestalten.





Und da jeder Bildschirm eine etwas abweichende Darstellung von Farbe und Schriftgrad hat, ist mir Euer Feedback sehr wichtig.


Und so sah die Rose im Original aus. Das Rosa fällt in diesem Jahr wirklich extrem stark aus, eigentlich sollte sie nur cremeweiß mit zartrosa angehauchten Blütenblättern sein. Aber was ist in diesem Frühjahr schon normal?!

Ansonsten habe ich heute das Nähzimmer aufgeräumt. Was für eine blöde Arbeit. Aber ich sage mir, das Schneidern des Probekleides und des Brautkleides wird mir besser von der Hand gehen, wenn ich freien Raum zum Schaffen habe. Im Moment versuche ich gerade, mich irgendwie zu motivieren, was mir aber sehr schwer fällt.

Falls jemand ein bisschen Motivation für mich herumliegen hat, bitte her damit!

Viele Grüße,
Postpanamamaxi

Sonntag, 5. Juni 2011

Kokosfett-Haul und Ölrausch

 
Samstag waren mein Partner und ich gemeinsam zum Großeinkauf:
540 Liter Blumenerde, 18 Flaschen Korn, 1 Kiste Weizenbier mit Grapefruit und 6,5kg Kokosfett sowie 6 Flaschen Olivenöl.

Ja, richtig gelesen!

Die Blumenerde ist in die Pflanzkästen gewandert, mit denen wir unsere Terrasse ein bisschen verschönert haben. So langsam bekommen wir dort ein grünes Außenwohnzimmer für den Sommer!

Der Korn ist für die Hochzeitsfeier.
Wir versuchen, möglichst viel von den Getränken über Sonderangebote zu beschaffen, damit die Feier nicht ganz so teuer wird. Da wir bei dem Saal kein Catering haben und uns um alles selbst kümmern müssen, können wir die Getränke natürlich auch selbst besorgen und zahlen somit nur Supermarktpreise statt der hohen Sätze aus der Gastronomie.

Wahrscheinlich werden wir nach der Feier auf mindestens 12 Flaschen Korn hocken bleiben und noch bis zur Silberhochzeit mit dem Kram herumhüten, aber notfalls kann ich damit auch Ansatzliköre zubereiten.

Das Weizenbier mit Grapefruit ist ein mutiger Selbstversuch gewesen. Falls es heiß wird bei der Feier, könnte diese niedrigprozentige Variante bei unseren Gästen die willkommene Alternative werden. In der letzten Zeit ist mir aufgefallen, dass immer weniger Alkohol auf den Feiern getrunken wird und ich finde das ganz angenehm.

Meinetwegen würde auch alkoholfreier Sekt und Bier reichen, aber das kann ich meinen Gästen nicht einfach so vorschreiben.

Das Kokosfett war der Rest der Winterware, die dann komplett in meinen Einkaufswagen gewandert ist.
Den konsternierten Blick meines Partners habe ich dann damit beantwortet, dass diese Würfel mit 0,69€ eine echte Alternative zu den gewohnten Fetttafeln seien. Die kosten jetzt nämlich nach der letzten Preisrunde bis zu 1,39€!
Angesicht von fast 50% Ersparnis war mein Kokosfett-Haul dann auch in Ordnung. Mal sehen, ob ich damit auskommen werde, bis es die Würfel wieder als Winterware im Sortiment gibt.

Zum Glück hatte ich die Kühltasche mitsamt Kühlakkus dabei, denn im Auto hatten wir 35Grad und als einzige Kühlmöglichkeit das Schiebedach. Klimaanlage? Nur was für Sissys!
Daheim habe ich dann erstmal Kühlschrank-Tetris gespielt und meine Fettschätze sorgfältig kaltgestellt.

Und dann waren da noch die 6 Flaschen Olivenöl, die beim Discounter im Angebot waren und an denen ich nicht vorbeigehen konnte. Also gab es dann noch einen Ölrausch bei uns...

Und weil die Kokosfettberge und Olivenölseen nicht wirklich hübsch sind, zeige ich Euch lieber die neuesten Fotos aus meinem Garten.


Und dann gab es noch eine ganz tolle Überraschung für mich.
Ich habe nämlich bei Salinas Soapspace ein Blogcandy gewonnen. Und damit hatte ich so gar nicht zu rechnen gewagt, weil mir klar war, dass sich da eine gefühlte Million anderer SeifensiederInnen draufstürzen würde.

Umso mehr habe ich mich darüber gefreut. Und nun warte ich natürlich ungeduldig auf das ersehnte Päckchen mit meiner neuen Form.

Bislang habe ich nur einen Divider von ihr, den mir mein Schatz zu Weihnachten geschenkt hat. Aber den möchte ich nicht mehr missen, weil er so toll ist (trifft auf beide zu, auf meinen Schatz und meinen Divi).
Der Divider ist exakt gearbeitet, ist auch bei dünnem Seifenleim absolut dicht und lässt sich mit angemessenem Kraftaufwand zusammen- und auseinanderbauen.
Und nebenbei ist die nette Beratung vor dem Kauf ein wichtiges Argument. Das gibt es woanders nicht immer.

Für alle, die schon lange mit einem Dividor oder eine Blockform liebäugeln und denen die Anschaffung bisher immer etwas zu kostspielig erschien: So teuer ist das gar nicht, guckt mal in Salinas Preisliste.

Ich könnte mich heute noch ärgern, dass ich damals in meiner Anfangszeit für 2 Blockformen aus Siebdruckplatte satte 50,- Euro bezahlt habe und diese dann auch noch mit Folie auskleiden musste, damit sie nicht von der Seife angefressen werden. Und dann sind sie nur von Hand zu spülen. Für den Anfang waren sie okay, aber heute bin ich schlauer geworden.

Salinas Formen kann man nach dem Sieden einfach in den Geschirrspüler stellen. Das kommt mir natürlich sehr entgegen, weil Abwaschen nun nicht gerade zu meinen Lieblingshobbys gehört.
Und umständliches Auskleiden mit irgendwelchen Folien, Backpapier oder sonstigen Hilfsmitteln (die hinterher ohnehin irgendwo Falten in der Seife hinterlassen) ist auch nicht notwendig, nur beim Dividor lege ich unten immer einen aufgeschnittenen Gefrierbeutel rein.

Hallo Salina, diese Blume ist für Dich als Dankeschön:


Meine Stammleser werden sicherlich bemerkt haben, dass mein Blog ein neues Design hat. 

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sich diese Rose verhält. Als Knospe lässt sie eine gelblich-elfenbeinfarbene Blüte erwarten, beim Aufblühen wird sie dann cremeweiß mit rosa Blütenrändern und im voll aufgeblühten Stadium sieht sie von vorn richtig kräftig rosa aus. Die Blüten sind dann von bis zu 12cm Durchmesser und richtig üppig.

Leider sind die Köpfe so schwer, dass die Stiele sie nicht immer tragen können. Darum muss sie recht kurz und an vielen Stellen am Spalier angebunden werden.
Ich hoffe, das Gewitter wird ihr nichts ausmachen. Immerhin habe ich die Hoffnung, ein paar dieser Rosenblüten für die Hochzeitstischdeko zu verwenden. Aus diesem Grund habe ich meinen Rosen auch schon Dünger und regelmäßig Wasser spendiert. Hoffen wir, dass sie es mir danken.

Zum neuen Design: Was haltet Ihr davon? Bitte gebt mir Eure konstruktive Kritik, damit ich dieses Blog auch weiterhin optisch und inhaltlich ansprechend für Euch gestalte. Wie steht es vor allem mit der Übersichtlichkeit und Lesbarkeit?

Rosa ist ein schwieriger Hintergrund, habe ich festgestellt, und eigentlich sieht nur Weiß oder Anthrazit als Schriftfarbe richtig gut darauf aus.
Also habe ich das Foto dahingehend bearbeitet, dass ich die Farbsättigung runtergesetzt und die Helligkeitswerte hochgezogen habe. Jetzt sollte der Text angenehmer zu lesen sein und die zarteren Farben werden wahrscheinlich weniger mit den Fotos im Blog konkurrieren.

Und was meint Ihr zum Schrifttyp? Ich fand die Druckbuchstaben ganz passend für mich, es erinnert mich an meine Ausbildungszeit.

Viele Grüße,
Postpanamamaxi

PS: Morgen kaufe ich den Witzki und den Sekt, ich habe die Angebotszettel gründlich studiert.
Macht bestimmt einen tollen Eindruck, den Vierjährigen an der Hand, den Einjährigen im Kindersitz und kistenweise Alkohol im Einkaufswagen. Wahrscheinlich begegnen mir dann wieder unzählige Leute, die mich jahrelang nicht getroffen haben.

Vielleicht sollte ich dazu Flodderstyle anziehen...Kittelschürze, Perlonkniestrümpfe, Gummistiefel, strähniges Haar und die Zigarre im Mundwinkel.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Frau Amsel geht duschen

Heute war ein regnerischer Tag.
Wunderbar. Ab Mittag fiel ein wunderbarer, sanfter Landregen vom Himmel.

Die Kinder standen am Fenster und bestaunten das Naturschauspiel, das in diesem Frühjahr viel zu selten stattgefunden hat.
Während wir in den sattgrünen Garten blickten, haben wir gemeinsam Frau Amsel beobachtet, wie sie auf dem Zaun zum Nachbargrundstück ein ausgiebiges Duschbad genossen hat.
Sie hat fast 20 Minuten dort gehockt und immer wieder ihr Gefieder geplustert, die Flügel gespreizt, sich mit dem Schnabel geputzt und zwischendurch einfach immer wieder genüsslich vom Regen aufs Gefieder pladdern lassen.
Frau Amsel beim Duschen - ohne Seife!
Ein besseres Bild hat die Kamera nicht hergegeben, aber ich wollte Euch Frau Amsels Lebensfreude nicht vorenthalten.

Abends klarte es dann von Westen kommend wieder auf. Wir hatten ein wunderschönes Abendrot, das ich aus dem Badezimmerfenster fotografieren konnte. Bei solch einem Himmelspanorama beneide ich die Leute, die am Ortsrand wohnen, hemmungslos um ihre besseren Aussichten (die haben dann statt Nachbars Bäumen die Windmühlen im Blickfeld, auch nicht viel besser).



Besonders die von unten angestrahlten Schäfchenwolkenfelder mit ihrer wattigen Struktur finde ich faszinierend. Irgendwie schien der ganze Garten von einem merkwürdigen Licht erfüllt zu sein, das von den Wolken in auf die Erde geworfen wurde.

Und dann habe ich heute noch fleißig gebastelt und ein Geburtstagsgeschenk für meine Schwägerin fertiggemacht. Da wir jetzt schon den 1. Juni haben, kann ich es hier mal herzeigen (vielleicht auch als Anregung für den Erntedankwichtelthread im NSF und für alle anderen Bastelwütigen).

Meine Schwägerin liebt Shabby Chic und dekoriert ihre Kommode in der Wohnküche regelmäßig neu.


Als Erstes habe ich also eine kleine weiße Lattenkiste mit verdünnter weißer Farbe lasiert und das herzförmige Griffloch anschließend mit einem Hauch von Karminrot akzentuiert.

Anschließend habe ich in der Stoffrestekiste gewühlt und mit der Zackenschere runde Deckchen zugeschnitten. Sowas funktioniert übrigens nicht mit den Zackenscheren, die man für das Papierbasteln kennt, sondern nur mit einer Zackenschere aus dem Schneiderbedarf.

Beim Festbinden der Deckchen auf den verschiedenen Marmeladengläsern brauchte ich Hilfe. Es ist sinnvoll, Gläser mit einer "Schulter" zu wählen, wenn man sowas plant. Der Versuch, so ein Deckchen auf einem Sturzglas anzubringen, könnte einen zur Verzweiflung treiben!

Die Etiketten lagen in einem Rezeptbuch als Beilage, sie kamen mir wunderbar gelegen. Ich habe sie nur noch mit einem Füller beschriftet und aufgeklebt - entweder auf dem Deckchen oder direkt auf dem Glas.

Als ich damit fertig war, habe ich ein Leporello angefertigt und mit ausgeschnittenen Dekopapieren und Spruchstempeln verziert, um es anschließend mit den Rezepten zu den Marmeladen zu beschriften. Die Papiere habe ich farblich passend zur Kiste gewählt.

Nun habe ich mich an den Herd gestellt und Schokolade geschmolzen. So ein Induktionsherd mit Warmhaltestufe ist eine wunderbare Angelegenheit, denn er eignet sich auch zum perfekten schonenden Schmelzen von Schokolade ohne den mühseligen Einsatz eines Wasserbads oder Simmertopfs.

Die Schokolade habe ich dann mit verschiedenen Zutaten garniert und in Silikonförmchen gefüllt, die ich mir neulich von Rosenmaid aus dem NSF ertauscht habe (Dankeschön!).
Anschließend habe ich kleine Holzlöffel hineingesteckt.

Mit dieser Schokolade am Stiel (eigentlich ja eher "am Löffel") kann man wunderbar leckere Trinkschokolade zubereiten. Einfach eine große Tasse mit 300ml heißer Milch füllen, die Schokolade am Stiel hineingeben, umrühren, ab und zu mal genüsslich abschlecken...ideal für verregnete Nachmittage und Schokoladenjunkies wie mich.

Für Neugierige: Die Portionen wiegen ca. 35-40 Gramm.
Für kleinere Tassenportionen kann man Silikoneiswürfelförmchen nehmen.

Und natürlich gehört zur Geschenkkiste auch noch ein neues Seifchen aus meiner Siedeküche. Beduftet ist sie mit naturidentischem Rosenöl von Behawe, das natürlich wie erwartet trotz kalter und flotter Verarbeitung sofort losgrießte und andickte. Gefärbt wurde sie mit Rosenrot und Brilliantrosa.

Inhaltlich hat sie dieselbe Rezeptur wie die kürzlich vorgestellte Malachit-Seife und die Norddeicher-Sommertraumseife, also reichlich Raps- und Mandelöl, dazu Ringelblumenauszug und -aufguss.

Jetzt bin ich gespannt, wie meine verrückte Kiste ankommen wird.

Alles Liebe, Geburtstagskind!

Postpanamamaxi

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