Dienstag, 30. November 2010

Adventskalender für meine Jungs

Während ich die Kleinen mit dem neuen Filmfavoriten "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" vorm Fernseher geparkt hatte, habe ich die Gelegenheit genutzt und den Adventskalender im Kinderzimmer installiert.
Filmfavorit bedeutet, dass der Film jeden Tag dreimal laufen könnte, wenn es nach der Meinung meines Dreijährigen ginge. Zum Glück ist seine Meinung hier nicht die ausschlaggebende und mehr als einmal pro Tag gibts keinen Film - und wenn es einen Film gibt, dann gibts auch nur den und keine weiteren Kindersendungen. So versuchen wir, den Fernsehkonsum zu begrenzen und zu steuern.

Bestückt hatte ich die Söckchen schon gestern, wobei ich pro Tag nur eine kleine Süßigkeit (die gehört nun mal dazu!) und  ansonsten allen möglichen Krimskrams eingepackt habe:

Knuffige Kinderzahnbürsten, Socken mit Automotiven, handgestrickte warme Wollsocken für die Gummistiefel, Kinderheftpflaster, Schlüsselanhänger, Badebömbchen, Quietscheentchen, Legomännchen, Zauberhandtücher, Flummis, Bälle, Spielzeugautos und zig andere.

Ein lieber Dank geht an meine Mädels aus dem Seifensiederforum, die mir dabei geholfen haben, diese Vielfalt zusammenzubringen. Danke Euch allen, und wenn Ihr dies lest, dann wisst Ihr, dass Ihr gemeint seid.
Mittlerweile müssten meine Pakete auch bei Euch eintrudeln und ich hoffe, sie machen Euch Freude.

Hier das fertige Gemeinschaftswerk!
Ich freue mich jetzt schon auf die erstaunten Gesichter meiner Jungs beim Auspacken.

Auf dem Foto seht Ihr das Kinderzimmer meines Großen (der Kleine residiert noch im Elternschlafzimmer). Über der Wäscheleine mit den Socken ist seine Fotosammlung, wo wir Fotos von besonderen Ereignissen aufhängen, beispielsweise von dem Morgen, wo wir den Kleinen "aus dem Krankenhaus abgeholt haben". Von diesem Ereignis erzählt mein Großer immer noch gern, dabei war er erst 2 1/2, als es passiert ist. Dort hängen aber auch Fotos, die an herrliche Ausflüge oder grandiose Quatschaktionen wie die Wasserpistolenschlacht letzten Sommer erinnern.

Dass wir begeisterte Reenactors sind, sieht man an den selbstgemalten Wandbildern...der Ritter hat übrigens unser gespiegeltes Familienwappen auf dem Schild und die Ritterburg ist eine Lampe! Der Einschaltmechanismus ist sehr raffiniert: Zieht man an der einen Schnur, geht die Lame an und über dem Schloss erscheint ein Gespenst. Zieht man an der anderen Schnur, geht die Lampe aus und über dem Schloss erscheint eine Wolke.
Ich hoffe nur, dass mein Großer nicht in zwei Jahren auf die Idee kommt, Ritter, Wikinger und Mittelalter doof zu finden und stattdessen auf Piraten abzufahren!

Ansonsten habe ich heute schon wieder einen Bascetta-Stern zusammengebaut, ich soll gleich auf Kaffeebesuch zu einer Freundin fahren. Und eine Gewandung für einen Hirten ist mir auch noch gestern "aus der Nähmaschine gepurzelt", diese Sachen wollen auch noch abgeliefert werden.

So, wir müssen los! Zum Glück liegt hier an der Westküste kaum nennenswert Schnee, so ist das Fahren kein Problem. Hauptsache, mein Auto springt an und die Bremsen sind nicht wieder festgerostet, so wie im letzten Jahr: Da war ich eine Woche lang zuhause "gefangen", selbst Aktion Hammer mit Losklopfen hat nichts mehr gebracht.

Viele Grüße
Postpanamamaxi

Sonntag, 28. November 2010

Schnee und Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Mein Großer taucht ein in die Märchenzeit. Und ich darf ihn begleiten auf dieser Reise, ihn mit meinen Worten und meinem Schatz an Erinnerungen verzaubern und entführen.

Rotkäppchen in der Mama-Variante kennt er bereits. Und wer mich kennt, wird feststellen, dass Rotkäppchen auch viel von Postpanamamaxi hat.

Die Mama-Variante beinhaltet, dass Rotkäppchen ein modernes Mädchen ist, das nicht auf ihre Mutter und deren Ratschläge hört und daraufhin in Großmutters Schlafzimmer vom Wolf gefressen werden soll - und dann doch noch rechtzeitig misstrauisch wird und dem Wolf geistesgegenwärtig den schweren Einkaufskorb auf die Nase haut.

Und als der Wolf dann wieder aufsteht und Rotkäppchen im zweiten Versuch verspeisen will, fliegt die Tür auf, die Mutter kommt rein und haut dem Wolf mit Großmutters Bratpfanne auf den Kopf, dass der bewusstlos umkippt.

Die Großmutter wird daraufhin befreit, und als Rache bekommt der Wolf nicht wie im alten Märchen eine Ladung Steine in den Bauch gepackt und den Tod durch Ertrinken im Brunnen, sondern er bekommt ganz viele Zwiebeln in den Bauch gelegt, die für fürchterliche Blähungen und Bauchkrämpfe sorgen und deren Gestank alle Tiere des Waldes schon auf weite Entfernung vor ihm warnen. Am Ende beschließt der Wolf, dass er nie wieder Großmütter fressen will, weil die schwer im Magen liegen und dass Rotkäppchen nur Kopfweh verursachen, aber nicht schmackhaft sind!

Aber heute saßen wir gemütlich zusammen auf dem Sofa, kuschelten und guckten uns einen anderen Klassiker meiner Kindheit an: "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", die wohl einprägsamste Verfilmung dieses Märchens.

Wobei ich auch gern "Auf immer und ewig" gucke, die amerikanische Adaption dieses Filmes. Aber diese ist dann doch schon wegen der allgegenwärtigen philosophischen Anspielungen eher für größere Kinder und Erwachsene geeignet, während die alte DEFA-Produktion kindgerechter ist. Anjelica Huston ist allerdings die perfekte "böse Stiefmutter" für mich, niemand spielt ihre Rolle dermaßen gut und gleichzeitig mit dem Mut zur Selbstironie.

Und die DEFA-Version ist gesamtdeutsche Kindheitserinnerung, genau wie Pan Tau, Luzie und der kleine Maulwurf.
Man kann sich über alle möglichen großen und kleinen Unterschiede streiten, auch 21 Jahre nach der Wende - aber bei diesem Film bekommt jeder das Glitzern in den Augen und ein Lächeln im Mundwinkel, egal ob aus Ost oder West stammend.

Viele adventliche Grüße

Postpanamamaxi

Freitag, 26. November 2010

Wichteleien, Tauschsachen und Überraschungen

Heute bin ich dem Verpackungswahn erlegen: Ich habe 4 Pakete sowie 4 Briefe gepackt, adressiert und versandfertig gemacht.
Übrigens, liebes Naturseife.com-Wichtelkind: Deines ist der zweitunterste Umschlag! Vielleicht kommst Du so auf die Absenderin Deines Wichtelpäckchens. Es hat mir viel Spaß gemacht, eine schöne Überraschung für Dich auszuhecken.

Mein Wichtelpaket ist auch bereits seit Tagen eingetroffen und wartet gut weggepackt im Schrank auf den Nikolaustag, wo ich es auspacken darf.

Ansonsten habe ich heute drei Hosen geflickt und aufgepeppt, Pizza gebacken, Seifen etikettiert und verpackt, Geschenke eingepackt, Karten geschrieben, PÖs abgefüllt und mit der Katze um den Platz vorm Kaminofen gestritten.

Außerdem habe ich heute ein paar wunderschöne Blaumeisen an unseren Futterstellen beobachtet und bedauert, keine digitale Spiegelreflexkamera zu besitzen, um diese hübschen Akrobaten mit der niedlichen Farbzeichnung für den Blog fotografieren zu können. Offenbar spricht sich unsere Futterstelle herum, denn heute kamen auch zwei Wildtauben zum Essen vorbei. So an die 20 Vögel tummelten sich von morgens bis abends an den Futterplätzen im Garten und sorgten für reichlich Trubel und Begeisterung bei meinen Kindern.

Viele Grüße
Postpanamamaxi

Donnerstag, 25. November 2010

Hola! Und wäscht und wäscht und wäscht...

Hallo!
Nein, dies ist kein Foto eines Parkplatzes vor einem mexikanischen Autowerk (auch wenn die bereits weit über eine Million Exemplare dieses Modells gebaut haben).

Dies ist das Wichtelgeschenk meines Partners für seine Kollegen zum Nikolaustag.
Gegossen in Schokoladenformen aus Kunststoff, was das Ausformen leider zur Nervenprobe macht.
Aber das Ergebnis ist doch sehenswert geworden. Und wäscht und wäscht und wäscht...

Beduftet sind die Seifen mit Basilikum-Limette, Waterlily, ÄÖ Orange, Mandelbisquit, Grapefruit und Captivate.
Ich besitze 3 Formen à 6 Mulden und immer, wenn ich beim Seifensieden Reste vom Seifenleim hatte, habe ich wieder ein paar "Autos gebaut".
Dass es insgesamt stolze 45 Stück wurden, habe ich auch erst heute gemerkt, als ich die Stücke aus den unterschiedlichen Chargen zusammensuchte. Na, das wird hoffentlich ein netter Nikolaustag für meinen Partner und seine Kollegen!
Und heute haben meine Mutter und ich Adventsgestecke gemacht. 
Dieses hier ist für die Mutter meines Partners. 

Da sie schon etwas älter ist, bekommt das Thema Brandschutz noch größere Bedeutung als ohnehin: Die Kerze befindet sich in einem schön geschwungenen Trinkglas, das so zu völlig neuen Ehren kommt. Damit das Glas beim Herabbrennen der Kerze nicht springt, habe ich rund 2 Esslöffel trockenen Milchreis als Unterlage hineingefüllt. 
Es passt gut zum Thema "Schnee", das mir für dieses Gesteck vorschwebte. Mattsilberne Glaskugeln, bedruckt mit weißen Schneeflocken und ein weißes Organzaband mit zartem Silberdruck verleihen dem Gesteck zarten und zurückhaltenden Glanz. Insgesamt stelle ich fest, dass ich dieses Jahr eher auf mattschimmernde statt hochglänzende Effekte gesetzt habe.
Milchreis ist bei genauerer Betrachtung übrigens viel hübscher als normaler Reis, weil er seidig schimmert. Diesen Tipp verdanke ich G., die auch schon die tollen Silikoneiswürfelformen für mich auf dem Flohmarkt erjagt hat. Einen lieben Dank dafür!
 

Bitte denkt in den kommenden Wochen mit Kerzenlicht und leckerem Fondue an Brandschutz für Euch und Eure Lieben. So ein brennender Adventskranz, Weihnachtsbaum oder Fonduetopf ist keine Lappalie, sondern lebensgefährlich. Und denkt bitte dran, dass ein Löschversuch mit Wasser bei einem Fettbrand zur Explosion führt, die tödlich wirken kann. Unsere Feuerwehrleute und Rettungsdienstler sollen auch einen ruhigen Advent erleben dürfen!

Ich wünsche Euch allen eine schöne Zeit!

Postpanamamaxi

Sonntag, 21. November 2010

Kind mit Ziegenpeter / Mein Auto ist "feucht untenrum"

Die Überschrift fasst meinen Tagesverlauf in einer Zeile zusammen.

Heute morgen erwachte ich nach einer langen anstrengenden Nacht, in der ich meinen quengelnden Einjährigen immer wieder trösten musste. Das Wort "Morgengrauen" bekommt vor so einem Hintergrund und mit Schlafmangel einen völlig neuen Wert.

Der Kleine war schon zwei Tage lang recht bleich um die Nasenspitze gewesen, hatte weniger Hunger als sonst und war allgemein etwas schlapp und besonders liebebedürftig gewesen. Nachts hat er schlecht geschlafen, was ich auf die noch ausstehenden Backenzähne schob.

Gestern waren die Lymphknoten etwas angeschwollen und ich vermutete, dass er wohl irgendeinen Infekt ausbrütete.
Heute früh waren aus den leicht geschwollenen Lymphknoten am Hals dann nett geschwollene Ohrspeicheldrüsen geworden. Beiderseits. Mein Zwerg hat offenbar Ziegenpeter/Mumps.
Außerdem hatte er ganz leicht erhöhte Temperatur und leichten Ausschlag im Gesicht und am Körper, jedoch nicht an Armen und Beinen.

Weil sein Allgemeinbefinden sichtlich nur leicht beeinträchtigt ist, werden wir morgen zum Arzt gehen und uns meinen Verdacht bestätigen lassen.
Wir sind leider mit dem Impfplan in Verzug geraten, weil der Kleine im letzten halben Jahr ständig mit irgendwelchen Infekten oder mit Zahnungsfieber kämpfte. Und der Kleine hat nach einer Impfung schon durchaus mal zwei Nächte und einen Tag lang Beschwerden und ist entsprechend anstrengend.
Wenn man als Mutter überwiegend alleinerziehend ist, überlegt man sich das genau, ob man sich mit eigener angeschlagener Konstitution auch noch antut, sein Kind ausgerechnet dann impfen zu lassen.

Trotzdem mache ich mir jetzt Vorwürfe. Hätte ich das konsequenter durchgezogen - auch wenn es mehr Stress für mich bedeutet hätte - hätte ich dem Kleinen das jetzt ersparen können. Ändern kann ich es jetzt nicht mehr.

Die gute Nachricht: Der Kleine ist trotzdem erstaunlich gut drauf. Und die gefährliche Hodenentzündung als Mumps-Komplikation tritt bei so kleinen Kindern nur sehr selten auf. Die "Familienerbstücke" meines Kleinen sehen auch ganz normal und gesund aus, da ist nicht von einer Entzündung zu erkennen.
Ab Pubertät kann so eine Entzündung nämlich die spermienbildenden Zellen in den Hoden angreifen und dafür sorgen, dass ein junger Mann zeugungsunfähig wird. Von wegen "Kinderkrankheit"!
Mit etwas Glück werden wir diese Infektion also mit etwas fiebersenkenden Schmerzmitteln wie Ibuprofen gut überstehen - er als Kranker und ich als Pflegerin.

Nachdem wir dieses Problem geklärt hatten, tauchte ein weiteres auf:
Mein 96 Passat Kombi hatte schon letzten Winter ständig von innen befrorene Scheiben. Sehr lästig, wenn man außen alles freigefegt und abgekratzt hat und dann innen dasselbe Theater nochmal losgeht, derweil im Haus die Kinder ohne Aufsicht sind. Alternativ könnte man sie auch noch im eiskalten Auto anschnallen, was ich genauso reizlos finde.

Meine Reklamationen bei meinem autoschraubenden Partner wurden bislang mit "zuviel Schnee an den Schuhen reingeschleppt", "der Dreijährige hat hinten wohl Saft ausgekippt" oder "mach die Heizung an und das Schiebedach auf" abgebügelt. Ich hasse es übrigens, wenn die Heizung im Auto auf Volllast läuft und mir ins Gesicht pustet, ich bekomme dann quasi sofort trockene Augen und Sehprobleme.

Im Sommerhalbjahr war das Problem weniger präsent, wenngleich ich mein Auto immer als etwas muffig wahrgenommen habe.

Jetzt ist November, ich fahre den Wagen ein- oder zweimal in der Woche zum Einkaufen (üblicherweise dann, wenn es nicht gerade schüttet wie aus Eimern) und wieder ist die Kiste dermaßen feucht und modrig, dass ich mich nicht mehr darin wohlfühle.

Also was macht die Frau? Besorgt sich so ein Raumentfeuchtungs-Set mit Granulat und Plastikbox, um das Nässeproblem anzugehen und sich nicht mehr anhören zu müssen, dass man doch etwas empfindlich sei.

Heute hat mein Partner also diese Box im Auto aufstellen sollen...und nach 15 Minuten stand er völlig fassungslos vor mir, ein komplett durchnässtes Stück Schaumstoff aus dem Fußraum des Beifahrersitzes in der Hand. Es triefte förmlich, schon ohne dass er es ausgewrungen hatte.

Fazit: Das Wasser steht in meinem Auto, aber nur in der rechten Hälfte vor und hinter dem Beifahrersitz. Der Teppich auf der rechten Hälfte ist tropfnass - der Rest des Wagens ist klamm.
Außerdem war mir aufgefallen, dass nach besonders kalten Nächten Kondenswasser rund um das Zündschloss in dicken Tropfen niedergeschlagen war.

Hoffen wir jetzt also aufs nächste Wochenende, dann wird mein Partner den Wagen auseinandernehmen und untersuchen. Der Verdachtskandidat Radkasten wird es wohl weniger sein, den hatte er heute schon inspiziert. Er tippt auf den Ablauf vom Schiebedach...aber wir müssen erstmal rausfinden, wo und wie der beim Passat verlegt wurde. Leider wird alle Nase lang auch innerhalb eines Modelljahres irgendwas an den Autos verändert, so dass man immer nur Anhaltspunkte rausfinden kann - die Realität sieht man erst, wenn die Verkleidung abgenommen wurde und alles auseinandergebaut wurde.

Hoffentlich ist es nächstes Wochenende trocken und nicht so eiskalt, dass das Schrauben keine Folter wird.

Übrigens muss ich ein dickes Dankeschön an meinen Lieblingsschrauber und meinen Großen aussprechen: Neulich hat mir so ein blindes Huhn im Dunkeln und im Regen die Kurve geschnitten, aber dermaßen dreist, dass ich ihr mit weniger gut gepflegten Bremsen die A- und B-Säule weggemäht hätte. Kenner wissen, dass sich dazwischen die Fahrertür befindet. Die hätte ich auch noch frontal erwischt und werweißwieweit eingedrückt. Sie stand praktisch quer vorm Kühler meines Passats. Hätte ich sie erwischt, hätte ich mir jetzt Gedanken um ein neues Auto machen müssen - und sie im Krankenhaus besucht.
Bin ich froh, dass mein Partner sämtliche Bremsen in den vergangenen Monaten gerade rundum gewartet und erneuert hat.

Liebe ist, wenn der Partner die Bremsen repariert, wenn sie nur noch 99% Leistung haben, und sich dafür auch bei Frost im Carport unters Auto legt.
Die meisten Männer, die ich kenne, antworten ihren Frauen in so einer Situation mit "fahr nicht soviel, die Bremsen sind nicht mehr gut - ich mach dir die Bremsen, wenn es wärmer ist".
Umso schöner, wenn man mit so einem seltenen Prachtkerl gesegnet ist. Heile Bremsen sind mir viel wertvoller als rote Rosen.

Und bis dahin wird mein Auto eben liebevoll als "schnellstes Schwimmbad Deutschlands" tituliert.

Ein Auto mit dem Beinamen "Badewanne" gibt es nämlich bereits: Den Ford P3 "Badewanne", der in den frühen Sechzigern des 20. Jh. gebaut wurde. Jaja, sowas kommt raus, wenn Frauchen GöGas Autozeitschriften aufmerksam liest und mit ihm Automagazine guckt.

Feucht-fröhliche Grüße
Postpanamamaxi

Samstag, 20. November 2010

mein Drucker und ich

Rumpelstilzchen ist ein Phlegmatiker im Vergleich mit mir, wenn ich etwas über unseren Multifunktionsdrucker ausdrucken soll.

So wie gestern: Ich hatte die Etiketten für meine Weihnachtsseifen geschrieben (zumindest für jene, zu denen ich die Datenblätter besitze) und war ganz stolz auf mich, dass ich als Hobbysiederin sämtliche Allergene berechnet und aufgelistet hatte.

Nach meiner heftigen Allergie auf das PÖ Mandelbisquit bzw. auf das darin enthaltene Zimtaldehyd bin ich sehr vorsichtig geworden und gebe lieber zuviel Infos auf meinen Etiketten als zuwenig.

Und dann machte der Drucker mal wieder Murks. Es ist halt ein Multifunktionsgerät, es produziert also sowohl Chaos als auch Verwüstung.

Bis ich dann herausgefunden hatte, woran es lag, hatte ich diverse Bögen Etiketten ruiniert. Natürlich war ich vorher so schlau gewesen, den Probedruck auf einem normalen Blatt zu machen und dann die Anordnung der Textblöcke mit dem Raster der Etiketten zu vergleichen. Sah auch alles gut aus. Aber sobald der Drucker Etikettenbögen verarbeiten sollte, ging der Frust wieder los.

Nach 2 Stunden Herumärgern hatte ich dann Etiketten für eine Handvoll Seifen fertiggestellt...es ist furchtbar. Ich siede mal so locker 11,5kg Seife an einem Tag in zwei Durchgängen und mit Einzelchargen von ca. 1-1,5kg, ohne müde oder überdrüssig zu werden. Auch das Verwalten meiner Siedeprotokolle und Nachweise für die Rohstoffchargen ist kein großes Problem, genauso wenig wie das Schreiben der Etiketten und das Auflisten der zur Angabe verpflichteten Allergene.

Nur sobald ich drucken muss, geht der Frust los und ich hopse herum wie Rumpelstilzchen.

Am besten fand ich den Hinweis im Hilfetext, bei Problemen mit dem Druck doch am besten den Systemadministrator oder den firmeneigenen IT-Support zu kontaktieren. Das ist sicherlich ein guter Rat, aber was macht man, wenn man als Privatnutzer vor dem Problem steht und weder über das eine noch das andere verfügt?

Heute war ich wieder fleißig, ich habe Gummidichtungen in unsere Holzfenster geklebt und bin erstaunt, was das an Auswirkungen zeigt. Und dabei ist es draußen nicht besonders kalt oder windig. Den Winter haben wir schließlich noch vor uns.

Heute nachmittag waren mein Partner und unser Großer außerhäusig. Die Kinderschaufel ist kaputt und musste geschweißt werden und das notwendige Werkzeug stand in Schwiegermuttis Garage. Also nutzte ich die kinderlose Zeit (der Kleine hielt gerade sein Mittagsschläfchen) zum Keksebacken.

Es gab Mürbeteigsterne mit Marzipanfüllung und englischer Orangenmarmelade (das Bittere passt erstaunlich harmonisch zum Süßen und gibt einen reizvollen Kontrapunkt), Mandel-Cranberry-Schokobrocken sowie die obligatorischen Vollmilch-Cornflakes-Brocken und dann als neue Rezeptvariante Mürbeteigherzen mit Amarenakirschen. Die sind leider nicht so gut gelungen, die Kirschen fallen wieder runter. Schmeckt aber trotzdem gut.

Und diese netten Eiswürfelformen hat mir eine liebe Bekannte vom Flohmarkt mitgebracht. Ich glaube, da hofft jemand auf lustige Badebomben. Eiswürfel in Möhrchenform hat nun wahrlich nicht jeder zu bieten!


Viele Grüße
Postpanamamaxi

Donnerstag, 18. November 2010

Kreatives Chaos, die Fortsetzung

Und so geht es weiter mit den adventlichen Vorbereitungen in meiner Familie:

Morgens haben meine Jungs und ich fleißig Weihnachtslieder geübt. In der Badewanne. Zu dritt, wohlgemerkt! Was bringt eine gute Mama ihrem Dreijährigen bei?

"Jingle Bells" und "Advent, Advent, ein Lichtlein brennt".
Beim Gedicht lernt er auch die Zusatzstrophe, in der das fünfte Lichtlein brennt und man Weihnachten verpennt. Denn wir lernen nicht für den Weihnachtsmann, sondern fürs Leben.

Zu unserer Ehrenrettung muss ich dazu sagen, dass ich ihm auch noch diverse andere Weihnachtslieder vorgesungen und ein paar längere Gedichte vorgetragen habe.

"Es treibt der Wind im Winterwalde" von Rainer Maria Rilke gehörte genauso dazu wie "Weihnachten" von Joseph von Eichendorf (jeder kennt wohl das altbekannte "Markt und Straßen stehn verlassen...").
Und sogar "Knecht Ruprecht" von Theodor Storm habe ich noch hinbekommen.

Wobei der Verdienst meiner lyrischen Bildung nicht meinem allgemeinbildenden Gymnasium zukommt, sondern größtenteils meiner Mutter zu verdanken ist, die mir früher Balladen statt Gutenachtgeschichten vorgetragen hatte. Danke, Mama!

Gestern hatten mein Dreijähriger und ich Kekse ausgestochen und gebacken, heute habe ich das Mittagsschläfchen unseres Kleinen dafür genutzt, gemeinsam mit dem großen Bruder die Kekse zu verzieren.

Bunte Speisefarbe ist etwas Wunderbares, und es hat mir große Freude gemacht, zu beobachten, wie mein Dreijähriger die Kekse sorgfältig mit Zuckerguss bestrich und dann mit Zuckerperlen bestreute.
Die Zungenspitze klemmte, wie immer, wenn er hochkonzentriert ist, zwischen den Zähnen. Schon mal rosa und himmelblaue Elche gesehen? Hier ist die Gelegenheit!

Und dies ist das Werk meines stolzen Dreijährigen (ich bin auch stolz auf meinen kleinen Kleckerbäcker!):


Seine Freude über sein Werk war so ansteckend...dass meine Küche jetzt auch mit rosa und himmelblauem Zuckerguss überzogen ist und Liebesperlen unter meinen Schuhen knirschten, das hat seine begeisterte Freude mehr als nur aufgewogen. Und nachdem ich heute mittag eine ganze Schüssel Kartoffelsalat direkt vor die Küchenzeile geworfen hatte, war der Fußboden ohnehin ein Pflegefall.

Und schön fand ich auch unsere kleine besinnliche Kuschelrunde, wo mein Großer bei mir auf dem Schoß saß und ich ihm die Geschichte "Pelle zieht aus" von Astrid Lindgren frei aus dem Gedächtnis nacherzählte. Eigentlich schrie das Geschirr danach, in die Spülmaschine geräumt zu werden, aber angesichts dieser wundervollen Geschichte um ein Missverständnis, Streit und Versöhnung konnte der Haushalt ein paar Minuten warten.

Gerade weil der Große so oft hinter dem Kleinen zurückstecken muss, was meine Zuwendung betrifft, sind diese Momente ungeteilter Zweisamkeit zwischen meinem Großen und mir so unendlich wichtig. Und so ist uns auch unsere abendliche Vorlesestunde heilig...wobei ich immer wieder feststelle, dass es ihm genausoviel Freude macht, wenn ich ihm frei erzähle. Ob dann ein Märchen das Thema ist, meine Kindheitserlebnisse oder ein Bericht über die Schneekatastrophe, ist ihm egal. Hauptsache, er hat die Mama ungeteilt für sich, wir kuscheln und ich erzähle ihm etwas Interessantes.

Dumm ist nur, dass mein großer Kleckerbäcker sich dann nach dem Backen und Geschichtenerzählen am Nachmittag still und leise mindestens 8 dieser zuckerlastigen Plätzchen zu Gemüte geführt hat und daraufhin abends einen verrenkten Magen und einen aufgewühlten Darm hatte.
Ich hoffe, dass es ihm nach seiner Spontanentleerung mitten auf den Wohnzimmerfußboden besser geht, er sich gesund schläft und dass er morgen wieder wohlauf ist. Als ich vorhin im Kinderzimmer nach ihm sah, lag er jedenfalls zufrieden schlummernd im Bett und wirkte recht gesund und entspannt.

Und hier kommt Teil II des heutigen kreativen Tagesprogramms: Ein Adventskalender, den es nirgendwo zu kaufen gibt und der von Herzen kommt. Ich hoffe, mein Patenkind wird genauso begeistert sein wie ich es bin.


Nachdem ich Freitag das Sterntaler-Motiv mit Stoffmalfarben aufgemalt hatte, habe ich heute den Stoff gebügelt und gesäumt. Anschließend habe ich die Zahlen aufgemalt.
Oben befindet sich ein Tunnel, durch den eine dünne Holzstange gezogen wird, um den Wandbehang zu befestigen. Unter die jeweiligen Zahlen wird noch ein kleiner goldfarbener Ring angenäht, an dem man dann kleine Geschenkbeutel bzw. Päckchen befestigen kann.

Dieser Adventskalender lässt durch seine zurückhaltende und zeitlose Gestaltung viel Spielraum, um jedes Jahr etwas Neues zu machen und meinem Patenkind viele Jahre große Freude zu bereiten.


So, nun ruft das Bett...und morgen muss ich wirklich mal im Dachgeschoss aufräumen. Also bitte NICHT anrufen, ich geh nicht ans Telefon. Sonst habe ich wieder, wie heute das Gefühl, den ganzen Tag nichts geschafft zu haben.

Viele Grüße
Postpanamamaxi

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