Ich habe es getan, ich habe jetzt den restlichen Stoff für mein Brautkleid geordert.
Und zwar bei Angelika von Wien2002. Dieser Internetshop ist eigentlich auf Zubehör zum Dessousnähen spezialisiert, aber es spricht vieles dafür, diese herrlichen und vor allem günstig angebotenen Materialien auch für andere Zwecke einzusetzen.
Dank des relativ günstigen Stoffes bleibe ich nun mit meinen Materialkosten deutlich unterhalb der 200-Euro-Grenze und bekomme dafür ein maßgeschneidertes und zu 100% individuelles Brautkleid aus Seide.
Angelika hat mir freundlicherweise erlaubt, ein Foto des Stoffes hier zu posten, denn Ihr seid doch sicherlich neugierig.
Leider klappt das nicht so wie erhofft, ich verlinke also einfach auf die Artikelseite:
mein Spitzenstoff
Geplant ist jetzt ein schlichtes Bahnenkleid, das ab Taillenhöhe weiter wird. Ärmellos (ich habe zum Glück vorzeigbare Oberarme), bodenlang. Gefüttert mit Seidenfutter, die Zwischenlage aus naturweißer Dupionseide und obendrüber mit diesem unglaublich schönen Spitzenstoff. Diese Bogenkante ist einfach der pure Luxus! Der Stoff selbst besteht aus Tüll, auf den vereinzelt zarte Ranken gestickt sind.
Und weil er so günstig ist, kann ich mir auch noch eine schöne Spitzenstola daraus nähen, damit die Arme in der Kirche bedeckt sind. Alternativ könnte ich mir natürlich auch einen chicen schmalen Bolero aus der Spitze nähen und mit Dupionseide unterlegen.
Von der Idee, das Kleid wie ein klassisches Brautkleid zweilagig mit Schleppe zu arbeiten, bin ich wieder abgekommen. Ich kenne die Probleme, die eine Schleppe mit sich bringt, aus meiner Zeit als Hochmittelalter-Reenactorin. Es ist nicht das Problem, sich in einem langen Kleid zu bewegen. Aber wie oft stand mir da irgendwer auf meiner Schleppe herum und machte mir das Kleid kaputt oder schmutzig, und wie schnell sah ein Kleid unansehnlich aus, weil man damit natürlich jeden Dreck unweigerlich aufkehrt!
Dass ich mich also von der Schleppe getrennt habe und aus dem Grundschnitt etwas völlig eigenständiges entwickelt habe, gibt mir ein gutes Gefühl. Das Kleid, was ich vor meinem inneren Auge bereits fertig sehen kann, entspricht mir viel mehr als jedes gekaufte Modell es jemals könnte.
So, und nun viel Spaß beim Stöbern in meinem neuen Lieblings-Nähzubehörladen. Und für alle Nicht-Österreicher: So teuer ist das Auslandsporto gar nicht!
Alles Liebe
Postpanamamaxi
Mittwoch, 2. Februar 2011
Dienstag, 1. Februar 2011
das Schlimmste am Seifensieden: Etiketten drucken
Diese Arbeit ist die schlimmste am gesamten Seifensieden: Etiketten drucken
Dagegen ist selbst der Abwasch ein Vergnügen.
Auch das Etikettentippen ist zwar eine langwierige und hochkonzentrierte Arbeit, aber selbst die geht mir mir mittlerweile recht leicht von der Hand, weil ich die INCIs, die Allergene und sonstige Anmerkungen gleich beim Übertragen meiner Siedeprotokolle in meine Verwaltungstabelle eintrage.
Copy&Paste ist eine wunderbare Erfindung, um sich viel Tipperei zu ersparen.
Aber diese Etiketten dann zu drucken ist jedes Mal wieder ein Quell der Frustration.
Mein Drucker mag mich nämlich nicht. Wie ich auf diese Idee komme?
Es ist ein Drama in mehreren Akten. Der letzte Akt ist der, dass er jeden Etikettenbogen schief einzieht und damit unrettbar versaut. Pro Bogen gehen mir 30 Cent verloren. Ich kann machen, was ich will, er zieht schief ein. Führe ich von Hand den Einzug, dann zieht er insgesamt zu langsam ein und druckt schon über den eigentlichen Etiketten drauflos. Die kleine Klemmschiene, die von amerikanischem auf deutsches Papierformat umschaltet, kann das Papier nicht sicher genug führen. Der Drucker zieht jede Papiersorte konsequent schief ein. Wahrscheinlich sind die Transportrollen mürbe, der Drucker geht jetzt auch schon ins 6. Jahr.
Es ist zum Mäusemelken.
Da tüftelt man stundenlang an netten, aussagekräftigen und professionell vollständigen Etiketten, kauft einen Stapel im Bürobedarfsladen für ein irres Geld und dann sowas!
Jetzt habe ich beschlossen, ich wünsche mir zum Geburtstag einen ordentlichen Drucker, Scanner und Kopierer. Obwohl ich eigentlich eine geeichte Waage brauche. Aber was braucht man dringender?
Es reicht mir wirklich. Wenn die Patronen leergefahren sind, wandert das Gerät in den Elektroschrott oder ich such mir in der Auktionsbucht einen gutgläubigen Käufer, der mir noch Geld für dieses Machwerk bietet. Egal wie, aber der Kasten kommt weg hier.
Es fing damit an, dass ich mit diesem Gerät von Anfang an Probleme mit den Druckpatronen hatte. Die waren immer verstopft bzw. eingetrocknet, weil ich relativ selten druckte und den Drucker vom Stromnetz getrennt hatte. Ich fand nämlich heraus, dass der auch im abgeschalteten Zustand Strom zog. So wie ein Koch, der heimlich vom Cognac nascht, der eigentlich fürs Flamieren gedacht ist.
Was ich nicht wusste, ist die Tatsache, dass dieser heimliche Stromverbrauch dafür sorgt, dass die Patronen nicht verstopfen...
Also bekam das Gerät neue Patronen und als Stromjunkie durfte es fortan am Netz bleiben.
Wir hatten scheinbar unseren Frieden mit dem Gerät gemacht.
Scheinbar. Das richtige Chaos brach aus, als ich vor einem Jahr einen neuen Laptop brauchte. Dass der alte dann doch noch von meinem Schatz repariert werden konnte, war ein unerwarteter und sehr erfreulicher Glücksfall. Der alte Laptop steht seitdem in der Siedeküche.
Zuerst hat der neue Laptop wunderbar mit dem Drucker kommuniziert. Es war die helle Freude.
Und dann, natürlich mitten in der Woche und mit einem Versandtermin für eine Tauschaktion im Nacken, verweigerte der Drucker die Arbeit. Von jetzt auf gleich.
Auch mein Partner, als leidender Ingenieur (=LI) für solche Aufgaben prädestiniert, konnte keine Lösung finden. Bei ihm funktionierte nämlich das Zusammenspiel meines Laptops und des Druckers über die WLAN-Box. Hinterhältiger Drucker!
Ich konnte seinem Blick ansehen, dass er mich wahrscheinlich für einen klassischen Useridioten hielt und den Fehler für meine geschilderten Druckprobleme irgendwo zwischen meinen Ohren zu lokalisieren meinte.
In der Folgewoche startete ich also wieder einen Versuch, zu drucken. Es ging um Seifenetiketten, welch Überraschung!
Und welch Überraschung, der Drucker druckte noch eine Seite, dann hängte er sich mitten in der zweiten Seite auf und war nur mit leichter Gewaltanwendung davon zu überzeugen, das halbfertige Blatt Papier wieder herzugeben. Es gab am Ende dann wieder handgeschriebene Etiketten.
Erbitterter Anruf beim LI, Beschwerde. Ich bin nicht doof, es ist der Drucker, der doof ist!
Am Wochenende glaubte mir mein LI dann, dass ich die Wahrheit gesagt hatte, denn der Drucker streikte auch bei ihm und verweigerte jegliche Kommunikation mit dem Laptop. Ich konnte zwar immer noch nicht von meinem Laptop aus drucken, aber ich war jedenfalls rehabilitiert und galt nicht mehr als DAU (dümmster anzunehmender User).
Des Rätsels Lösung war letztendlich nach mehreren Wochen Herumtüfteln, dass mein neuer Laptop Windows 7 in der 64Bit-Version hat. Und dass das schlichtweg zu modern für meinen alten HP5510-AllesimEimer ist.
Wir konnten dann mit meinem Laptop drucken, indem wir den Druckerstecker aus der WLAN-Box zogen und den Laptop manuell anstöpselten. Back to the roots...aber so konnte ich wenigstens drucken. Ich habe in der Zeit eher einen Schlepp-Top als einen Laptop gehabt, so oft trug ich das Gerät durch unseren Haushalt.
Irgendwie hat mein Schatz es dann nach einigen Monaten noch einen Trick gefunden, wie wir abwechselnd alle drei Laptops im Haushalt über die Fritzbox virtuell an den Drucker anstöpseln können. Dann kann auch mein Laptop drahtlos Druckaufträge geben.
Wir dürfen allerdings kein Update diesbezüglich fahren, denn das zerschießt dieses fragile Konstrukt wieder (hatten wir schon erlebt, ein Wochenende voller Gefluche meines LI).
Und nächste Woche kaufen wir dann einen Nadeldrucker, und übernächste machen wir das Licht wieder mit dem Stein aus.
Fortschritt ist doch was Wunderbares, aber ist Euch mal aufgefallen, dass keiner behauptet hat, dass das Leben dadurch unkomplizierter geworden ist?
Mein Vierjähriger wünscht sich übrigens einen I-Pod. Ich hatte ihm versprochen, dass er sich vom gesparten Windelgeld nach erfolgreichem Trockenwerden etwas wünschen darf.
Ich dachte an ein praktisches Geschenk, das preislich einem Monatsverbrauch an Windeln entspricht: an die schicke Kindergartentasche, die er ohnehin bald braucht.
Aber der Herr hätte gern einen I-Pod.
Kriegt er nicht, wäre ja noch schöner!
Warum nicht gleich ein Moped?
Es reicht, dass dieser Racker sich abgeguckt hat, wie der DVD-Player angeht, dass CDs was zum Hören und DVDs auch noch zusätzlich was zum Sehen sind. Und er hat längst rausgefunden, wie man die Feuerwehr-DVD heimlich 5mal hintereinander startet, wenn Mama nicht aufpasst wie ein Hühnerhabicht und irgendwann die Fernbedienung einkassiert.
Und der Einjährige hat schon seit drei Monaten raus, dass die runde Taste oben rechts Mamas Laptop startet und dass man auf dem Touchpad rumwischen muss, damit sich was auf dem Bildschirm bewegt. Neulich hätte dieser kleine Nerd doch beinahe meine Festplatte neu formatiert. Ich wüsste nicht mal, wie ich das absichtlich machen sollte - er kriegt das mit knapp 1 1/2 Jahren locker hin!
Aber irgendwie ist man dann doch auch stolz, dass die Kleinen so mit der Technik aufwachsen, auch wenn das Stichwort Medienkonsum leises Unbehagen macht.
Und dann denke ich an meine Kindheit zurück und daran, dass ich mit 8 Jahren in Papas Büro mit dem Microfiche-Lesegerät Daten für ihn rausgesucht und abgeschrieben habe. Dass ich den Anrufbeantworter programmieren konnte und als einzige alle technischen Möglichkeiten des brandneuen Betasystem-Videorecorders von WEGA nutzen konnte. Da war ich 9...und irgendwie gar nicht so viel anders als mein Vierjähriger heute mit seinem selbstverständlichen Umgang mit der Technik.
Ich hoffe, dass der Tag noch in weiter Ferne liegt, wo meine Söhne feststellen, dass sie ihren Altvorderen hoffnungslos überlegen sind am Computer. Ich gebe mir noch maximal 10 Jahre bei meinem Großen, dann ist es soweit.
Viele Grüße
Postpanamamaxi
Dagegen ist selbst der Abwasch ein Vergnügen.
Auch das Etikettentippen ist zwar eine langwierige und hochkonzentrierte Arbeit, aber selbst die geht mir mir mittlerweile recht leicht von der Hand, weil ich die INCIs, die Allergene und sonstige Anmerkungen gleich beim Übertragen meiner Siedeprotokolle in meine Verwaltungstabelle eintrage.
Copy&Paste ist eine wunderbare Erfindung, um sich viel Tipperei zu ersparen.
Aber diese Etiketten dann zu drucken ist jedes Mal wieder ein Quell der Frustration.
Mein Drucker mag mich nämlich nicht. Wie ich auf diese Idee komme?
Es ist ein Drama in mehreren Akten. Der letzte Akt ist der, dass er jeden Etikettenbogen schief einzieht und damit unrettbar versaut. Pro Bogen gehen mir 30 Cent verloren. Ich kann machen, was ich will, er zieht schief ein. Führe ich von Hand den Einzug, dann zieht er insgesamt zu langsam ein und druckt schon über den eigentlichen Etiketten drauflos. Die kleine Klemmschiene, die von amerikanischem auf deutsches Papierformat umschaltet, kann das Papier nicht sicher genug führen. Der Drucker zieht jede Papiersorte konsequent schief ein. Wahrscheinlich sind die Transportrollen mürbe, der Drucker geht jetzt auch schon ins 6. Jahr.
Es ist zum Mäusemelken.
Da tüftelt man stundenlang an netten, aussagekräftigen und professionell vollständigen Etiketten, kauft einen Stapel im Bürobedarfsladen für ein irres Geld und dann sowas!
Jetzt habe ich beschlossen, ich wünsche mir zum Geburtstag einen ordentlichen Drucker, Scanner und Kopierer. Obwohl ich eigentlich eine geeichte Waage brauche. Aber was braucht man dringender?
Es reicht mir wirklich. Wenn die Patronen leergefahren sind, wandert das Gerät in den Elektroschrott oder ich such mir in der Auktionsbucht einen gutgläubigen Käufer, der mir noch Geld für dieses Machwerk bietet. Egal wie, aber der Kasten kommt weg hier.
Es fing damit an, dass ich mit diesem Gerät von Anfang an Probleme mit den Druckpatronen hatte. Die waren immer verstopft bzw. eingetrocknet, weil ich relativ selten druckte und den Drucker vom Stromnetz getrennt hatte. Ich fand nämlich heraus, dass der auch im abgeschalteten Zustand Strom zog. So wie ein Koch, der heimlich vom Cognac nascht, der eigentlich fürs Flamieren gedacht ist.
Was ich nicht wusste, ist die Tatsache, dass dieser heimliche Stromverbrauch dafür sorgt, dass die Patronen nicht verstopfen...
Also bekam das Gerät neue Patronen und als Stromjunkie durfte es fortan am Netz bleiben.
Wir hatten scheinbar unseren Frieden mit dem Gerät gemacht.
Scheinbar. Das richtige Chaos brach aus, als ich vor einem Jahr einen neuen Laptop brauchte. Dass der alte dann doch noch von meinem Schatz repariert werden konnte, war ein unerwarteter und sehr erfreulicher Glücksfall. Der alte Laptop steht seitdem in der Siedeküche.
Zuerst hat der neue Laptop wunderbar mit dem Drucker kommuniziert. Es war die helle Freude.
Und dann, natürlich mitten in der Woche und mit einem Versandtermin für eine Tauschaktion im Nacken, verweigerte der Drucker die Arbeit. Von jetzt auf gleich.
Auch mein Partner, als leidender Ingenieur (=LI) für solche Aufgaben prädestiniert, konnte keine Lösung finden. Bei ihm funktionierte nämlich das Zusammenspiel meines Laptops und des Druckers über die WLAN-Box. Hinterhältiger Drucker!
Ich konnte seinem Blick ansehen, dass er mich wahrscheinlich für einen klassischen Useridioten hielt und den Fehler für meine geschilderten Druckprobleme irgendwo zwischen meinen Ohren zu lokalisieren meinte.
In der Folgewoche startete ich also wieder einen Versuch, zu drucken. Es ging um Seifenetiketten, welch Überraschung!
Und welch Überraschung, der Drucker druckte noch eine Seite, dann hängte er sich mitten in der zweiten Seite auf und war nur mit leichter Gewaltanwendung davon zu überzeugen, das halbfertige Blatt Papier wieder herzugeben. Es gab am Ende dann wieder handgeschriebene Etiketten.
Erbitterter Anruf beim LI, Beschwerde. Ich bin nicht doof, es ist der Drucker, der doof ist!
Am Wochenende glaubte mir mein LI dann, dass ich die Wahrheit gesagt hatte, denn der Drucker streikte auch bei ihm und verweigerte jegliche Kommunikation mit dem Laptop. Ich konnte zwar immer noch nicht von meinem Laptop aus drucken, aber ich war jedenfalls rehabilitiert und galt nicht mehr als DAU (dümmster anzunehmender User).
Des Rätsels Lösung war letztendlich nach mehreren Wochen Herumtüfteln, dass mein neuer Laptop Windows 7 in der 64Bit-Version hat. Und dass das schlichtweg zu modern für meinen alten HP5510-AllesimEimer ist.
Wir konnten dann mit meinem Laptop drucken, indem wir den Druckerstecker aus der WLAN-Box zogen und den Laptop manuell anstöpselten. Back to the roots...aber so konnte ich wenigstens drucken. Ich habe in der Zeit eher einen Schlepp-Top als einen Laptop gehabt, so oft trug ich das Gerät durch unseren Haushalt.
Irgendwie hat mein Schatz es dann nach einigen Monaten noch einen Trick gefunden, wie wir abwechselnd alle drei Laptops im Haushalt über die Fritzbox virtuell an den Drucker anstöpseln können. Dann kann auch mein Laptop drahtlos Druckaufträge geben.
Wir dürfen allerdings kein Update diesbezüglich fahren, denn das zerschießt dieses fragile Konstrukt wieder (hatten wir schon erlebt, ein Wochenende voller Gefluche meines LI).
Und nächste Woche kaufen wir dann einen Nadeldrucker, und übernächste machen wir das Licht wieder mit dem Stein aus.
Fortschritt ist doch was Wunderbares, aber ist Euch mal aufgefallen, dass keiner behauptet hat, dass das Leben dadurch unkomplizierter geworden ist?
Mein Vierjähriger wünscht sich übrigens einen I-Pod. Ich hatte ihm versprochen, dass er sich vom gesparten Windelgeld nach erfolgreichem Trockenwerden etwas wünschen darf.
Ich dachte an ein praktisches Geschenk, das preislich einem Monatsverbrauch an Windeln entspricht: an die schicke Kindergartentasche, die er ohnehin bald braucht.
Aber der Herr hätte gern einen I-Pod.
Kriegt er nicht, wäre ja noch schöner!
Warum nicht gleich ein Moped?
Es reicht, dass dieser Racker sich abgeguckt hat, wie der DVD-Player angeht, dass CDs was zum Hören und DVDs auch noch zusätzlich was zum Sehen sind. Und er hat längst rausgefunden, wie man die Feuerwehr-DVD heimlich 5mal hintereinander startet, wenn Mama nicht aufpasst wie ein Hühnerhabicht und irgendwann die Fernbedienung einkassiert.
Und der Einjährige hat schon seit drei Monaten raus, dass die runde Taste oben rechts Mamas Laptop startet und dass man auf dem Touchpad rumwischen muss, damit sich was auf dem Bildschirm bewegt. Neulich hätte dieser kleine Nerd doch beinahe meine Festplatte neu formatiert. Ich wüsste nicht mal, wie ich das absichtlich machen sollte - er kriegt das mit knapp 1 1/2 Jahren locker hin!
Aber irgendwie ist man dann doch auch stolz, dass die Kleinen so mit der Technik aufwachsen, auch wenn das Stichwort Medienkonsum leises Unbehagen macht.
Und dann denke ich an meine Kindheit zurück und daran, dass ich mit 8 Jahren in Papas Büro mit dem Microfiche-Lesegerät Daten für ihn rausgesucht und abgeschrieben habe. Dass ich den Anrufbeantworter programmieren konnte und als einzige alle technischen Möglichkeiten des brandneuen Betasystem-Videorecorders von WEGA nutzen konnte. Da war ich 9...und irgendwie gar nicht so viel anders als mein Vierjähriger heute mit seinem selbstverständlichen Umgang mit der Technik.
Ich hoffe, dass der Tag noch in weiter Ferne liegt, wo meine Söhne feststellen, dass sie ihren Altvorderen hoffnungslos überlegen sind am Computer. Ich gebe mir noch maximal 10 Jahre bei meinem Großen, dann ist es soweit.
Viele Grüße
Postpanamamaxi
Montag, 31. Januar 2011
Zwei Seifenworkshops bei der FBS Heide am 5.2. + 12.03.
Da der Seifenworkshop letztes Jahr so guten Anklang gefunden hat, biete ich dieses Jahr zwei zusätzliche Seifensiedekurse in den Räumen der Familienbildungsstätte Heide an.
Da wir uns nachträglich dazu entschlossen haben, sind sie leider nicht im allgemeinen Kursangebotsheft verzeichnet und werden aktuell nur per Flyer bzw. Zeitung beworben:
Termine: 5. Februar und 12. März 2011
Beginn 14:00 Uhr, Dauer bis ca. 17:30 Uhr
maximale Teilnehmerzahl: 8 Personen
Mindestalter: 18 Jahre
mitzubringen: langärmliger Kittel oder Schürze und langärmliges Oberteil, gut abschließende Schutzbrille, Gummihandschuhe
Um Anmeldung per Mail oder Telefon wird gebeten:
Familienbildungsstätte Heide
Feldstraße 19 • 25746 Heide
Tel. 0481-64144 • Fax 0481-62002
info@fbs-heide.de
Wusstet Ihr, dass die Familienbildungsstätten einen wichtigen allgemeinbildenden Auftrag in der Gesellschaft wahrnehmen?
Schwerpunktmäßig widmen die FBS ihre Kurse Eltern und Kindern, aber auch Senioren und Singles. Von den bekannten Kursen für PEKIP und Babymassage über Kleinkinder- und Mehrlingstreffs bis hin zu Kursen rund um Kreativität, Gesundheit, Ernährung ist alles im Angebot vertreten. Die FBS verstehen sich als Serviceangebot für alle.
Übrigens gibt es die Möglichkeit einer Kursgebührenermäßigung für Einkommensschwache, damit auch sie teilnehmen können.
Unglücklicherweise unterliegen auch die Familienbildungsstätten den allgemein um sich greifenden Mittelkürzungen. So fehlt immer häufiger das Geld, um sozial sehr wichtige, aber eventuell unterbelegte Kurse zu erhalten oder um neue Kurse am Bildungsmarkt zu etablieren.
Warum ich die FBS unterstütze:
Viele FBS bieten unter dem Stichwort "WELLCOME" auch wichtige Unterstützung für den Familienalltag an. In einer Gesellschaft, wo es kaum noch Großfamilien gibt, in denen man sich untereinander hilft, schließen die ehrenamtlichen Helfer der Wellcome-Projekte diese Lücke und leisten tatkräftige Hilfe ohne erhobenen Zeigefinger.
Wellcome ist ein Angebot ohne irgendeine Hemmschwelle, sie in Anspruch zu nehmen.
Und darum ist es wichtig, dass die Familienbildungsstätten unterstützt werden. Weil sie nicht ihrem Selbstzweck dienen, sondern uns allen. Und weil ich hoffe, dass Wellcome dazu beiträgt, Familien zu entlasten, bevor aus Überlastung eine Eskalation entsteht.
Übrigens bleibt mein Kurshonorar als Dozentin für meinen Workshop dasselbe, ob wir nun zu fünft oder zu acht sieden...aber aus diesen vorgenannten Gründen ist es mir natürlich viel lieber, einen vollen Kurs zu haben, auch wenn es für mich mehr Arbeit bedeutet.
Also: Bringt eine Freundin mit zum Kurs! Oder Euren Bruder, Eure Schwester, Eure Mutter, Eure Nachbarn...und ich verspreche Euch, wir werden einen lehrreichen und fröhlichen Nachmittag haben.
Viele Grüße
Postpanamamaxi
Da wir uns nachträglich dazu entschlossen haben, sind sie leider nicht im allgemeinen Kursangebotsheft verzeichnet und werden aktuell nur per Flyer bzw. Zeitung beworben:
Termine: 5. Februar und 12. März 2011
Beginn 14:00 Uhr, Dauer bis ca. 17:30 Uhr
maximale Teilnehmerzahl: 8 Personen
Mindestalter: 18 Jahre
mitzubringen: langärmliger Kittel oder Schürze und langärmliges Oberteil, gut abschließende Schutzbrille, Gummihandschuhe
Um Anmeldung per Mail oder Telefon wird gebeten:
Familienbildungsstätte Heide
Feldstraße 19 • 25746 Heide
Tel. 0481-64144 • Fax 0481-62002
info@fbs-heide.de
Wusstet Ihr, dass die Familienbildungsstätten einen wichtigen allgemeinbildenden Auftrag in der Gesellschaft wahrnehmen?
Schwerpunktmäßig widmen die FBS ihre Kurse Eltern und Kindern, aber auch Senioren und Singles. Von den bekannten Kursen für PEKIP und Babymassage über Kleinkinder- und Mehrlingstreffs bis hin zu Kursen rund um Kreativität, Gesundheit, Ernährung ist alles im Angebot vertreten. Die FBS verstehen sich als Serviceangebot für alle.
Übrigens gibt es die Möglichkeit einer Kursgebührenermäßigung für Einkommensschwache, damit auch sie teilnehmen können.
Unglücklicherweise unterliegen auch die Familienbildungsstätten den allgemein um sich greifenden Mittelkürzungen. So fehlt immer häufiger das Geld, um sozial sehr wichtige, aber eventuell unterbelegte Kurse zu erhalten oder um neue Kurse am Bildungsmarkt zu etablieren.
Warum ich die FBS unterstütze:
Viele FBS bieten unter dem Stichwort "WELLCOME" auch wichtige Unterstützung für den Familienalltag an. In einer Gesellschaft, wo es kaum noch Großfamilien gibt, in denen man sich untereinander hilft, schließen die ehrenamtlichen Helfer der Wellcome-Projekte diese Lücke und leisten tatkräftige Hilfe ohne erhobenen Zeigefinger.
Wellcome ist ein Angebot ohne irgendeine Hemmschwelle, sie in Anspruch zu nehmen.
Und darum ist es wichtig, dass die Familienbildungsstätten unterstützt werden. Weil sie nicht ihrem Selbstzweck dienen, sondern uns allen. Und weil ich hoffe, dass Wellcome dazu beiträgt, Familien zu entlasten, bevor aus Überlastung eine Eskalation entsteht.
Übrigens bleibt mein Kurshonorar als Dozentin für meinen Workshop dasselbe, ob wir nun zu fünft oder zu acht sieden...aber aus diesen vorgenannten Gründen ist es mir natürlich viel lieber, einen vollen Kurs zu haben, auch wenn es für mich mehr Arbeit bedeutet.
Also: Bringt eine Freundin mit zum Kurs! Oder Euren Bruder, Eure Schwester, Eure Mutter, Eure Nachbarn...und ich verspreche Euch, wir werden einen lehrreichen und fröhlichen Nachmittag haben.
Viele Grüße
Postpanamamaxi
Sonntag, 30. Januar 2011
große Schritte für kleine Menschen
Meine beiden Jungs haben mich vergangene Woche erstaunt:
Der Einjährige hat endlich den Mut gefunden, mit 18 Monaten dann doch mal seinen Schiebewagen loszulassen und frei zu laufen. Ich dachte schon, dass er wohl noch zur Hochzeit mit seinem "Rollator" durch die Kirche schieben würde, wenn weiterhin kein Risiko wagen wollte.
Das war Dienstag.
Donnerstag ist er dann angefangen, zu klettern. Ratzfatz stand er auf der Rückenlehne meines Sofas, balancierte sich beinahe um Kopf und Kragen und krähte stolz etwas, das wahrscheinlich "ich bin der König der Welt" bedeuten sollte. Ich habe ihm nicht gesagt, dass die Titanic damals gesunken ist.
Mittlerweile rennt er begeistert und immer schneller durch das gesamte Erdgeschoss unseres Hauses. Er macht nicht den Eindruck, als hätte er erst vor wenigen Tagen mit dem freien Laufen angefangen.
Außerdem macht es große Freude, zu erleben, wie die Gehirnkapazitäten, die bislang fürs Laufenlernen beansprucht wurden, jetzt für den Spracherwerb freigeschaltet sind.
"Ba-hl, Mama. Ba-hhl!" Er übt jetzt also, gleichzeitig zu laufen und zu sprechen
Und ich überlege, ob das wirklich so klug ist, ihm das Reden beizubringen, denn mein Großer plappert den ganzen Tag vom Aufstehen bis zum Schlafengehen, und zwar ohne Punkt, Komma oder Atempause.
Und unser Vierjähriger hat sich ENDLICH entschlossen, trocken zu werden. Gepriesen sei der Herr, ich hatte schon nicht mehr so richtig zu hoffen gewagt, das noch vor meiner Verrentung zu erleben. Im Geiste sah ich ihn schon mit Windeln bei der Einschulung, bei der Feuerwehr, beim Abitur, bei Überreichung des Master-Zertifikats, bei seiner Hochzeit...und immer das vertraute Rascheln der Windeln im Hintergrundrauschen. Manchmal muss man sich zur Gelassenheit zwingen und es gelingt nur bedingt.
Ich wusste genau, der Junge KANN trocken bleiben und die Blase kontrolleren. Der WILL nur nicht.
Und was tut man also als Mutter eines Feuerwehrfreaks? Man zieht dem Kind nur einen Slip unter der geliebten Feuerwehrhose an und sagt ihm, mit Reinpinkeln ruiniert er sich die Lieblingshose (und schadet dem Ansehen der Feuerwehr!).
Dienstag hatten wir 3,5 Stunden Streit deswegen. Er schmiss mir die Unterhose an den Kopf und rannte mit blankem Po und wehender Fahne herum, hockte stundenlang auf dem Potty und brüllte, heulte und zeterte von 10 bis 13:30 Uhr. Er tat mir wirklich Leid, dass er meinen Vorschlag als solche Zumutung empfand, aber ich sagte mir auch, dass ich nicht nach 2 Stunden Geheul und Krokodilstränen nachgeben darf, denn dann macht er es immer wieder und das bereits ertragene Geschrei wäre völlig vergebens.
Dann kam er runter ins Erdgeschoss, setzte sich an den Küchentisch und war so wie immer. Nur dass er untenrum Slip und Feuerwehrhose trug. Er war wie ausgewandelt. Irgendwann hat er wohl kapiert, dass ich noch sturer sein kann als er. Und dass seine Heulnummer nicht mehr funktioniert.
Und seitdem braucht er tagsüber keine Windel mehr. Er sagt zwar nicht Bescheid, aber das macht nichts, denn er kriegt es tatsächlich hin, rechtzeitig und ganz allein auf das WC zu gehen. Mittlerweile können wir sogar wagen, kurz zur Oma oder zum Lebensmitteleinkaufen zu fahren. Wir hatten nur einmal ein kleines Malheur, ansonsten habe ich hier einen sehr stolzen und ehrgeizigen Jungen, der sich gerade vom Kleinkind zum Vorschulkind wandelt.
Nach dem mühsam erkämpften ersten Schritt macht er jetzt also gleich mehrere auf einmal.
Ich bin schon ziemlich stolz und verliebt in meine beiden ach schon so großen kleinen Jungs.
Postpanamamaxi
Der Einjährige hat endlich den Mut gefunden, mit 18 Monaten dann doch mal seinen Schiebewagen loszulassen und frei zu laufen. Ich dachte schon, dass er wohl noch zur Hochzeit mit seinem "Rollator" durch die Kirche schieben würde, wenn weiterhin kein Risiko wagen wollte.
Das war Dienstag.
Donnerstag ist er dann angefangen, zu klettern. Ratzfatz stand er auf der Rückenlehne meines Sofas, balancierte sich beinahe um Kopf und Kragen und krähte stolz etwas, das wahrscheinlich "ich bin der König der Welt" bedeuten sollte. Ich habe ihm nicht gesagt, dass die Titanic damals gesunken ist.
Mittlerweile rennt er begeistert und immer schneller durch das gesamte Erdgeschoss unseres Hauses. Er macht nicht den Eindruck, als hätte er erst vor wenigen Tagen mit dem freien Laufen angefangen.
Außerdem macht es große Freude, zu erleben, wie die Gehirnkapazitäten, die bislang fürs Laufenlernen beansprucht wurden, jetzt für den Spracherwerb freigeschaltet sind.
"Ba-hl, Mama. Ba-hhl!" Er übt jetzt also, gleichzeitig zu laufen und zu sprechen
Und ich überlege, ob das wirklich so klug ist, ihm das Reden beizubringen, denn mein Großer plappert den ganzen Tag vom Aufstehen bis zum Schlafengehen, und zwar ohne Punkt, Komma oder Atempause.
Und unser Vierjähriger hat sich ENDLICH entschlossen, trocken zu werden. Gepriesen sei der Herr, ich hatte schon nicht mehr so richtig zu hoffen gewagt, das noch vor meiner Verrentung zu erleben. Im Geiste sah ich ihn schon mit Windeln bei der Einschulung, bei der Feuerwehr, beim Abitur, bei Überreichung des Master-Zertifikats, bei seiner Hochzeit...und immer das vertraute Rascheln der Windeln im Hintergrundrauschen. Manchmal muss man sich zur Gelassenheit zwingen und es gelingt nur bedingt.
Ich wusste genau, der Junge KANN trocken bleiben und die Blase kontrolleren. Der WILL nur nicht.
Und was tut man also als Mutter eines Feuerwehrfreaks? Man zieht dem Kind nur einen Slip unter der geliebten Feuerwehrhose an und sagt ihm, mit Reinpinkeln ruiniert er sich die Lieblingshose (und schadet dem Ansehen der Feuerwehr!).
Dienstag hatten wir 3,5 Stunden Streit deswegen. Er schmiss mir die Unterhose an den Kopf und rannte mit blankem Po und wehender Fahne herum, hockte stundenlang auf dem Potty und brüllte, heulte und zeterte von 10 bis 13:30 Uhr. Er tat mir wirklich Leid, dass er meinen Vorschlag als solche Zumutung empfand, aber ich sagte mir auch, dass ich nicht nach 2 Stunden Geheul und Krokodilstränen nachgeben darf, denn dann macht er es immer wieder und das bereits ertragene Geschrei wäre völlig vergebens.
Dann kam er runter ins Erdgeschoss, setzte sich an den Küchentisch und war so wie immer. Nur dass er untenrum Slip und Feuerwehrhose trug. Er war wie ausgewandelt. Irgendwann hat er wohl kapiert, dass ich noch sturer sein kann als er. Und dass seine Heulnummer nicht mehr funktioniert.
Und seitdem braucht er tagsüber keine Windel mehr. Er sagt zwar nicht Bescheid, aber das macht nichts, denn er kriegt es tatsächlich hin, rechtzeitig und ganz allein auf das WC zu gehen. Mittlerweile können wir sogar wagen, kurz zur Oma oder zum Lebensmitteleinkaufen zu fahren. Wir hatten nur einmal ein kleines Malheur, ansonsten habe ich hier einen sehr stolzen und ehrgeizigen Jungen, der sich gerade vom Kleinkind zum Vorschulkind wandelt.
Nach dem mühsam erkämpften ersten Schritt macht er jetzt also gleich mehrere auf einmal.
Ich bin schon ziemlich stolz und verliebt in meine beiden ach schon so großen kleinen Jungs.
Postpanamamaxi
Freitag, 28. Januar 2011
Gott antwortet nicht: Nachtgedanken einer Mutter
Ein Mann hat Ärger im Beruf. Was niemand ahnt: Er ist wie ein Dampfkessel ohne Druck mit einem defekten Ventil.
Wenn normale Menschen Ärger haben, verschaffen sie sich Luft. Gehen Joggen. Holzhacken. Sprechen sich mit dem besten Freund oder der Partnerin aus. Heulen auf dem Klo. Hauptsache, der Druck wird weniger.
Andere mit schlechteren Affektkontrollen pöbeln die nächste Verkäuferin grundlos an. Oder sie besaufen sich sinnlos, verprügeln ihre Frau (Prinzip Blitzableiter, Agressionen werden in der Hackordnung nach unten weitergegeben - was für widerliche Schwächlinge zu so einer Maßnahme greifen!).
Manchmal endet sowas ganz tragisch, mancher tut sich im schlimmsten Fall (man denkt, es ist das schlimmstmögliche Szenario) selbst etwas an.
Als wenn ein Job und ein tobender Chef so wichtig wären, dass man so einen Schritt erwägt!
Einer hat anders reagiert.
Er suchte sich ein Opfer.
Nahm sich ein Kind, das wehrlos und ohne Arg war.
Und entfachte für einen kleinen Jungen das schlimmstmögliche Szenario, das man sich ausmalen kann. Und tötete ihn dann.
Nur um den aufgestauten Druck, den Hass, die Agressionen nach unten an einem Schwächeren auszuleben. Mein Gehirn weigert sich, es sich allzugenau auszumalen. Es kann nicht so krank und so bösartig denken, verweigert lieber die Arbeit.
Ich bin Mutter zweier Jungs von 1 und 4 Jahren. Bildhübscher, fröhlicher und unschuldiger Jungen.
Und die eiskalte Hand der Angst greift nach meinem Herzen, und mein Verstand kann nichts dagegen tun.
Kein Selbstbehauptungstraining für Kindergartenkinder kann verhindern, dass solche Dinge jederzeit wieder geschehen können.
Der Täter, so sagt man, soll selbst traumatisiert gewesen sein. Aber kein Trauma dieser Welt gibt einem die Erlaubnis oder auch nur Milderung, wenn man dermaßen bösartig wird.
Jesus sagte "halte auch noch die andere Wange hin!"
Er wollte damit die Spirale aus Gewalt und Gegengewalt, die sich immer höher schraubt, durchbrechen.
Das alttestamentarische "Auge um Auge", das Gesetz der Rache sollte nicht mehr gelten.
Ich glaube, ich würde als Mutter im ersten Moment laut "Rache" schreien und diesem Menschen die Hölle auf Erden bereiten wollen.
Aber dann denke ich, dass ich zwei Kinder habe und dass ich in so einem Fall tatsächlich die Wange hinhalten würde, um das zweite Kind zu schützen. Eine Mutter darf nicht für Rache ins Gefängnis gehen, sie muss für ihre restliche Familie dasein. Väter übrigens genauso. Die Restfamilie muss zusammenhalten.
Mein Mitgefühl gilt den Eltern, und ich hoffe für den armen Jungen, dass wenigstens seine Seele Frieden finden konnte. Und dass sie, dort wie sie jetzt sein mag, die Kraft zur Vergebung aufbringen kann. Denn ich weiß nicht, ob es auf Erden Vergebung für solch eine monströse Untat geben kann.
Ich denke auch an die Ehefrau und die drei Kinder, die erfahren haben, dass ihr Ehemann und Vater ein Mörder ist, der Monströses getan hat.Wie soll man danach weiterleben, jemals wieder einen normalen Lebensalltag mit einer Prise Lebensfreude finden?
Was soll man tun?
Ich hoffe, der Mörder hat ein langes Leben, das er hinter Gittern verbringen darf. Damit er seine irdische Schuld ableisten kann, indem er jeden Tag seines restlichen Lebens erlebt, wie es ist, wenn einem das geliebte Leben und die Selbstbestimmung genommen wird.
Und vielleicht wird ihm in der Ewigkeit ja tatsächlich vergeben werden.
Und meine Jungs? Ich weiß nicht, wie ich sie schützen soll vor solchen Kreaturen. Ich stehe neben ihren Betten, beobachte sie beim Schlafen, ihre zarte Haut und ihre weichen Kinderhaare, ihre kleinen Hände und ihre weichen Lippen, die so herrlich nasse Kinderküsse großzügig verschenken.
Und ich danke Gott, dass ich sie habe, und ich bitte ihn, sie zu behüten. Aber das hat die Mutter jenes Jungen auch getan, und Gott hat den Mord mit seiner vielzitierten Allmacht nicht verhindert.
Ich frage nicht, wo Gott war, als der kleine Junge diesem Mörder in die Hände fiel. Ich frage auch nicht nach dem Warum. Gott würde mir jetzt keine Antwort geben. Und mir fällt keine ein. Nicht mal ansatzweise.
Alle Empathie, Intelligenz und Eloquenz verlassen mich in dem Moment.
Ich kann Gott nicht herbeierklären, hat unsere Pastorin neulich gepredigt, und heute verstehe ich, wie sie das meint.
Manchmal ist es ein Scheißjob als Seelenhirte, wenn ein guter Mensch einen schlimmen Tod findet, anstatt alt und friedlich zu entschlafen.
Es gibt Momente, da gibt es keine Antwort. Da kann man Gottes Plan nicht erklären, nicht mal vermuten.
Er entzieht ihn uns und unserer Einsicht.
Vielleicht gibt er die Antworten nur von Angesicht zu Angesicht, in der Ewigkeit.
Dort, wo hoffentlich Frieden für alle herrscht.
Schlaft gut, Ihr Kinder, im Himmel und auf Erden. Und schlaft gut, Ihr Eltern.
Postpanamamaxi
Wenn normale Menschen Ärger haben, verschaffen sie sich Luft. Gehen Joggen. Holzhacken. Sprechen sich mit dem besten Freund oder der Partnerin aus. Heulen auf dem Klo. Hauptsache, der Druck wird weniger.
Andere mit schlechteren Affektkontrollen pöbeln die nächste Verkäuferin grundlos an. Oder sie besaufen sich sinnlos, verprügeln ihre Frau (Prinzip Blitzableiter, Agressionen werden in der Hackordnung nach unten weitergegeben - was für widerliche Schwächlinge zu so einer Maßnahme greifen!).
Manchmal endet sowas ganz tragisch, mancher tut sich im schlimmsten Fall (man denkt, es ist das schlimmstmögliche Szenario) selbst etwas an.
Als wenn ein Job und ein tobender Chef so wichtig wären, dass man so einen Schritt erwägt!
Einer hat anders reagiert.
Er suchte sich ein Opfer.
Nahm sich ein Kind, das wehrlos und ohne Arg war.
Und entfachte für einen kleinen Jungen das schlimmstmögliche Szenario, das man sich ausmalen kann. Und tötete ihn dann.
Nur um den aufgestauten Druck, den Hass, die Agressionen nach unten an einem Schwächeren auszuleben. Mein Gehirn weigert sich, es sich allzugenau auszumalen. Es kann nicht so krank und so bösartig denken, verweigert lieber die Arbeit.
Ich bin Mutter zweier Jungs von 1 und 4 Jahren. Bildhübscher, fröhlicher und unschuldiger Jungen.
Und die eiskalte Hand der Angst greift nach meinem Herzen, und mein Verstand kann nichts dagegen tun.
Kein Selbstbehauptungstraining für Kindergartenkinder kann verhindern, dass solche Dinge jederzeit wieder geschehen können.
Der Täter, so sagt man, soll selbst traumatisiert gewesen sein. Aber kein Trauma dieser Welt gibt einem die Erlaubnis oder auch nur Milderung, wenn man dermaßen bösartig wird.
Jesus sagte "halte auch noch die andere Wange hin!"
Er wollte damit die Spirale aus Gewalt und Gegengewalt, die sich immer höher schraubt, durchbrechen.
Das alttestamentarische "Auge um Auge", das Gesetz der Rache sollte nicht mehr gelten.
Ich glaube, ich würde als Mutter im ersten Moment laut "Rache" schreien und diesem Menschen die Hölle auf Erden bereiten wollen.
Aber dann denke ich, dass ich zwei Kinder habe und dass ich in so einem Fall tatsächlich die Wange hinhalten würde, um das zweite Kind zu schützen. Eine Mutter darf nicht für Rache ins Gefängnis gehen, sie muss für ihre restliche Familie dasein. Väter übrigens genauso. Die Restfamilie muss zusammenhalten.
Mein Mitgefühl gilt den Eltern, und ich hoffe für den armen Jungen, dass wenigstens seine Seele Frieden finden konnte. Und dass sie, dort wie sie jetzt sein mag, die Kraft zur Vergebung aufbringen kann. Denn ich weiß nicht, ob es auf Erden Vergebung für solch eine monströse Untat geben kann.
Ich denke auch an die Ehefrau und die drei Kinder, die erfahren haben, dass ihr Ehemann und Vater ein Mörder ist, der Monströses getan hat.Wie soll man danach weiterleben, jemals wieder einen normalen Lebensalltag mit einer Prise Lebensfreude finden?
Was soll man tun?
Ich hoffe, der Mörder hat ein langes Leben, das er hinter Gittern verbringen darf. Damit er seine irdische Schuld ableisten kann, indem er jeden Tag seines restlichen Lebens erlebt, wie es ist, wenn einem das geliebte Leben und die Selbstbestimmung genommen wird.
Und vielleicht wird ihm in der Ewigkeit ja tatsächlich vergeben werden.
Und meine Jungs? Ich weiß nicht, wie ich sie schützen soll vor solchen Kreaturen. Ich stehe neben ihren Betten, beobachte sie beim Schlafen, ihre zarte Haut und ihre weichen Kinderhaare, ihre kleinen Hände und ihre weichen Lippen, die so herrlich nasse Kinderküsse großzügig verschenken.
Und ich danke Gott, dass ich sie habe, und ich bitte ihn, sie zu behüten. Aber das hat die Mutter jenes Jungen auch getan, und Gott hat den Mord mit seiner vielzitierten Allmacht nicht verhindert.
Ich frage nicht, wo Gott war, als der kleine Junge diesem Mörder in die Hände fiel. Ich frage auch nicht nach dem Warum. Gott würde mir jetzt keine Antwort geben. Und mir fällt keine ein. Nicht mal ansatzweise.
Alle Empathie, Intelligenz und Eloquenz verlassen mich in dem Moment.
Ich kann Gott nicht herbeierklären, hat unsere Pastorin neulich gepredigt, und heute verstehe ich, wie sie das meint.
Manchmal ist es ein Scheißjob als Seelenhirte, wenn ein guter Mensch einen schlimmen Tod findet, anstatt alt und friedlich zu entschlafen.
Es gibt Momente, da gibt es keine Antwort. Da kann man Gottes Plan nicht erklären, nicht mal vermuten.
Er entzieht ihn uns und unserer Einsicht.
Vielleicht gibt er die Antworten nur von Angesicht zu Angesicht, in der Ewigkeit.
Dort, wo hoffentlich Frieden für alle herrscht.
Schlaft gut, Ihr Kinder, im Himmel und auf Erden. Und schlaft gut, Ihr Eltern.
Postpanamamaxi
Mittwoch, 26. Januar 2011
ein kleines Nähprojekt für zwischendurch
Heute möchte ich Euch etwas vorstellen, das mit Seifensiederei auf den ersten Blick recht wenig zu tun hat.
Es handelt sich um Gästehandtücher 30x50cm aus dickem weißen Edelfrottee, die ich mit hübschen Webbändern aufgepeppt habe.
Die Webbänder mit den Zwergen und den Vögeln ("Lovechirp") gibts bei Luzina-Pimpinella (und da grüble ich darüber, ob mein Name vielleicht zu abgefahren sein könnte...), das mit den Autos ist von Janeas World. Die Zwergenhandtücher sind übrigens bereits reserviert für Ratetmalwen.
Diese Handtücher sind nicht nur ein nettes Begleitaccessoire zu Seifen und anderen Wellnessprodukten, sie sind auch ein tolles Geschenk zur Geburt eines Babys oder zum Kindergeburtstag. Ich mag Dinge, die nicht nur nützlich, sondern auch noch schön sind.
Angesichts der großen Auswahl an wunderschönen Webbändern, Aufnähern und Kinderstoffen überfällt mich manchmal die leise Sehnsucht nach einer Tochter, mit der ich das Nähhobby teilen könnte und der ich die allerabgefahrensten Kindersachen nähen könnte. Aber zwei gesunde fröhliche Jungs, die begeistert mit Papa Autoschrauben und meine selbstgenähten Wikingerklamotten tragen - das ist auch toll. Mehr zu wünschen wäre doch Vermessenheit!
Und wer weiß, vielleicht setzt sich einer der Jungs später dann doch begeistert an meine Nähmaschine und lernt Nähen?
Ich bin damals als Sechsjährige auf Muttis Schoß mit dem Maschinennähen angefangen, ab 8 Jahren saß ich allein an ihrer wertvollen Nähmaschine und genoss das Vertrauen, das mit dieser Erlaubnis ausgesprochen wurde. Meine eigene Nähmaschine ist auch schon 20 Jahre alt und ich bin wirklich froh darüber, dass meine Mutter mir damals ihr Hobby nahegebracht hat.
Man kann seinen Kindern nichts Besseres tun, als ihnen ein schönes Hobby zu ermöglichen und ihnen zu erlauben, sich zu erproben. Traut Euren Kindern etwas zu, gebt ihnen Möglichkeiten und Ermutigung. Ihr werdet staunen, wie sie daran wachsen und aufblühen.
Viele Grüße
Postpanamamaxi
Sicherheitsdatenblätter, der vierte Anlauf
Ich habe es getan.
Ich habe zum vierten Mal die Sicherheitsdatenblätter und Analysezertifikate für meine Seifenzutaten angefordert.
Es will sich meinem begrenzten Verstand einfach nicht erschließen, warum ein Shop einerseits in der Lage ist, binnen eines Tages zu liefern, warum es aber nicht gelingt, die entsprechenden Unterlagen nach einer Anforderung bereitzustellen. Oder nach zwei Anforderungen, oder nach dreien...vielleicht klappt es jetzt nach der vierten schriftlichen Anforderung.
Spaß macht das nicht mehr. Es nervt.
Alternativ könnte ich bei einem Versand kaufen, wo die Düfte nicht in Wirkung und Verhalten beschrieben werden und wo man nur gegen Vorlage eines Gewerbescheines die entsprechenden Informationen bekommt - etwas, was mich sehr stört.
Ich finde es ungerecht, wenn Private schlechter behandelt werden als Gewerbliche.
Und es treibt mich, auch vor dem Hintergrund, dass ich auf bestimmte Duftbestandteile allergisch reagiere, zu den Händlern, die die entsprechenden Daten für alle Nutzer zum unkomplizierten Download anbieten, weil ich dort direkt und vor dem Kauf sehen kann, ob ich den Artikel vertrage oder nicht.
Und die Lieferung aus UK dauert nicht mal 2 Wochen, dann habe ich alles beisammen: Duft und MSDS. Wenn ich gesiedet habe, kann ich sofort alles in meine Chargenverwaltung eintragen und abheften.
Und ich kaufe nie wieder versehentlich einen Duft mit Zimtaldehyd und bekomme davon erstickungsähnliche Hustenkrämpfe, eine Erfahrung, auf die ich zukünftig gern verzichten möchte.
Was nützt mir eine schnelle Lieferung eines Duftes, wenn ich dann wochenlang hinter den Papieren hinterhermailen muss?
Ich weiß, Verwaltung und Papierkram sind bei mir Dinge, die ich sofort erledigen muss, weil ich es hasse, zwangsweise über Wochen hinweg Liegengebliebenes aufzuarbeiten. Außerdem macht es bei einer Prüfung keinen guten Eindruck, wenn ich meine Papiere nicht aktuell und vollständig habe.
Doch es gibt auch gute Nachrichten:
Das Telefonat mit meinem Prüfer war überwiegend positiv, er möchte nur gern einmal bei einem Siedevorgang dabeisein und sich dabei die Küche und meinen Papierkram ansehen. Das wird zu bewerkstelligen sein.
Was er von meinen Produktionsumständen und Vorgehensweisen erwartet, deckt sich weitestgehend mit dem, was ich ohnehin schon seit einem Jahr praktiziere. Das gibt mir das ermutigende Gefühl, dass nur noch überwindbare Hindernisse vor mir liegen.
Und der Kühlschrank, der mir bislang noch bei der Einrichtung der Siedeküche fehlte, ist mir heute quasi "in den Schoß gefallen". Damit ist wieder ein großer Kostenfaktor erledigt.
Jetzt kommt noch das Thema Sicherheitsbewertung und Rahmenrezeptur auf mich zu, außerdem die Gewerbeanmeldung. Aber auch da sind erste Kontakte geknüpft und ich bin ganz zuversichtlich, dieses Thema in den nächsten Wochen geregelt zu bekommen.
Übrigens war mein Prüfer sehr glücklich, von mir zu hören, dass ich keine technischen Fette in meinen Seifen verklappe...das wäre sonst ja auch noch ein hübscher illegaler Weg gewesen, Dioxin billig zu entsorgen. Aber dafür reichen meine Produktionsmengen auch gar nicht aus, um sich daran zu bereichern und später vor der Strafverfolgung ins Ausland abzusetzen.
Mal davon abgesehen, dass ich es für eine Riesengemeinheit halte, solchen Dreck in die Nahrungskette einzubringen und wissentlich in Kauf zu nehmen, dass Menschen und Tiere unter solchen Profitmaximierungsmaßnahmen leiden müssen.
Diese Seife kennen aufmerksame Leser aus dem NSF bereits aus der Seifengalerie. Ich habe sie im August gesiedet, Chargennummer 20100809-1, 11% ÜF und mit üppig Jojoba, Mandel- und Reiskeimöl.
Aber ich fand, meine Green Tea extragiftig passt gerade so schön in den Kontext!
Viele Grüße
Postpanamamaxi
Ich habe zum vierten Mal die Sicherheitsdatenblätter und Analysezertifikate für meine Seifenzutaten angefordert.
Es will sich meinem begrenzten Verstand einfach nicht erschließen, warum ein Shop einerseits in der Lage ist, binnen eines Tages zu liefern, warum es aber nicht gelingt, die entsprechenden Unterlagen nach einer Anforderung bereitzustellen. Oder nach zwei Anforderungen, oder nach dreien...vielleicht klappt es jetzt nach der vierten schriftlichen Anforderung.
Spaß macht das nicht mehr. Es nervt.
Alternativ könnte ich bei einem Versand kaufen, wo die Düfte nicht in Wirkung und Verhalten beschrieben werden und wo man nur gegen Vorlage eines Gewerbescheines die entsprechenden Informationen bekommt - etwas, was mich sehr stört.
Ich finde es ungerecht, wenn Private schlechter behandelt werden als Gewerbliche.
Und es treibt mich, auch vor dem Hintergrund, dass ich auf bestimmte Duftbestandteile allergisch reagiere, zu den Händlern, die die entsprechenden Daten für alle Nutzer zum unkomplizierten Download anbieten, weil ich dort direkt und vor dem Kauf sehen kann, ob ich den Artikel vertrage oder nicht.
Und die Lieferung aus UK dauert nicht mal 2 Wochen, dann habe ich alles beisammen: Duft und MSDS. Wenn ich gesiedet habe, kann ich sofort alles in meine Chargenverwaltung eintragen und abheften.
Und ich kaufe nie wieder versehentlich einen Duft mit Zimtaldehyd und bekomme davon erstickungsähnliche Hustenkrämpfe, eine Erfahrung, auf die ich zukünftig gern verzichten möchte.
Was nützt mir eine schnelle Lieferung eines Duftes, wenn ich dann wochenlang hinter den Papieren hinterhermailen muss?
Ich weiß, Verwaltung und Papierkram sind bei mir Dinge, die ich sofort erledigen muss, weil ich es hasse, zwangsweise über Wochen hinweg Liegengebliebenes aufzuarbeiten. Außerdem macht es bei einer Prüfung keinen guten Eindruck, wenn ich meine Papiere nicht aktuell und vollständig habe.
Doch es gibt auch gute Nachrichten:
Das Telefonat mit meinem Prüfer war überwiegend positiv, er möchte nur gern einmal bei einem Siedevorgang dabeisein und sich dabei die Küche und meinen Papierkram ansehen. Das wird zu bewerkstelligen sein.
Was er von meinen Produktionsumständen und Vorgehensweisen erwartet, deckt sich weitestgehend mit dem, was ich ohnehin schon seit einem Jahr praktiziere. Das gibt mir das ermutigende Gefühl, dass nur noch überwindbare Hindernisse vor mir liegen.
Und der Kühlschrank, der mir bislang noch bei der Einrichtung der Siedeküche fehlte, ist mir heute quasi "in den Schoß gefallen". Damit ist wieder ein großer Kostenfaktor erledigt.
Jetzt kommt noch das Thema Sicherheitsbewertung und Rahmenrezeptur auf mich zu, außerdem die Gewerbeanmeldung. Aber auch da sind erste Kontakte geknüpft und ich bin ganz zuversichtlich, dieses Thema in den nächsten Wochen geregelt zu bekommen.
Übrigens war mein Prüfer sehr glücklich, von mir zu hören, dass ich keine technischen Fette in meinen Seifen verklappe...das wäre sonst ja auch noch ein hübscher illegaler Weg gewesen, Dioxin billig zu entsorgen. Aber dafür reichen meine Produktionsmengen auch gar nicht aus, um sich daran zu bereichern und später vor der Strafverfolgung ins Ausland abzusetzen.
Mal davon abgesehen, dass ich es für eine Riesengemeinheit halte, solchen Dreck in die Nahrungskette einzubringen und wissentlich in Kauf zu nehmen, dass Menschen und Tiere unter solchen Profitmaximierungsmaßnahmen leiden müssen.
Diese Seife kennen aufmerksame Leser aus dem NSF bereits aus der Seifengalerie. Ich habe sie im August gesiedet, Chargennummer 20100809-1, 11% ÜF und mit üppig Jojoba, Mandel- und Reiskeimöl.
Viele Grüße
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