Montag, 28. Februar 2011

Nachlese

Knopfjagdbeute von LiLaLo's Mama - DANKE!
Knopfkonvolut von Rosenmaid - DANKE!
Knopfkonvolut von Marinasoap - DANKE!
Und hier die neuesten Knopfschätze, die den Weg zu mir gefunden haben. Es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn ich einen dicken verheißungsvollen Umschlag öffne und dann hineingreife, um in Knöpfen zu schwelgen. Ich staune, welche Vielfalt es bei Knöpfen gibt. Und in jeder Sammlung, die mich erreicht, finde ich einen oder sogar mehrere ganz besondere Knöpfe, die mich ganz besonders ansprechen.

Eines Abends, wenn die Kinder schlafen, werde ich alle Knöpfe vor mir auf dem großen Küchentisch ausbreiten, ein bisschen vorsortieren und dann fröhlich losbasteln.

Am Wochenende hatte ich meine Familie zum Geburtstagskaffeetrinken bei uns zu Besuch. Es war wieder einmal sehr schön und ich bin sehr froh, dass ich durch meinen Partner so eine tolle Schwiegerfamilie dazubekommen habe. Bei dieser Gelegenheit haben wir natürlich auch die anstehende Hochzeit besprochen und ich habe meine allerersten Knopfblüten vorgestellt, die begeistert aufgenommen wurden.
Sogar meine Mutter, die sonst immer etwas zurückhaltender ist, wenn ich einen Kreativitätsanfall bekomme, war hellauf begeistert und will nun ihre alten Knopfbestände durchforsten. Auch meine Schwägerin ist dabei und meine Nichten werden ebenfalls auf Knopfjagd gehen.

Dieser Strauß wird ganze Romane erzählen können, wenn er fertig ist. Und ich werde Euch per Blog auf dem Laufenden halten, wie es weitergehen wird.


Und dies hier ist ein Teil meines Gabentisches. Gleich drei tolle Geburtstagspäckchen haben mich von Brieffreundinnen aus dem Forum erreicht. Ich danke Euch!
Das Geschenkemotto, auf das sich irgendwie alle stillschweigend geeinigt hatten, war "Wellness und liebevoll Selbstgemachtes".

Offenbar sehe ich mit 40a ein bisschen pflegebedürftig aus und immerhin, die Faltencreme ist mir wenigstens erspart geblieben! Nee, Scherz beiseite, ich kenne die Gedanken, die zu Geschenken wie Wohlfühlbädern, Kuschelkissen und wärmenden Schals etc. führen, und das sind ganz besonders liebevolle und mitfühlende Regungen, die ich gern annehmen mag.

Der absolute Renner war übrigens die kleine rosa Blume im roten Kästchen, die beim Öffnen herausspringt und einem grinsend ein Geburtstagsständchen singt. Beim ersten Öffnen habe ich einen hübschen Satz nach hinten gemacht und dann einen Lachanfall bekommen. Wir hatten gestern noch viel Spaß mit diesem herrlichen Nonsense-Spielzeug. Die kleinen Grabschefinger auf dem Foto gehören übrigens zu meinem Eineinhalbjährigen, der seine Hände auch nicht davon lassen konnte.






Und dann hatten wir heute noch einen wunderbaren verbastelten Vormittag mit dieser herrlichen Ritterburg von Calafant. Ich bin schon länger um genau so ein Modell für die Jungs herumgeschlichen, aber nun kam mir meine Freundin (auch eine Jungsmama) zuvor und hat vollendete Tatsachen geschaffen. Da haben sich also Groß und Klein gefreut. Vielen Dank!

Dieser Kartonbausatz lässt sich ohne Klebstoff oder Schere zusammenstecken und ist erstaunlich stabil. Wer Lust hat, kann das Modell auch noch bemalen, wobei ich empfehle, dies VOR dem Zusammenbau zu tun, weil es dann einfacher geht. Schon Vorschulkinder können damit spielen, aber sie benötigen die Hilfe eines Erwachsenen, um die Burg zusammenzubauen. Es erfordert schon räumliches Denkvermögen und etwas Geschicklichkeit, aber dann ist diese Burg binnen weniger Minuten perfekt aufgebaut und spielbereit. Das ideale Geschenk für Eltern und Kinder, wenn am Wochenende ein geplanter und ersehnter Ausflug wettertechnisch bedingt ausfällt und ein Alternativprogramm gefunden werden soll, an dem die ganze Familie gemeinsam Vergnügen hat.

Da mein Großer jetzt gerade ins Märchenalter eintaucht, habe ich den Kindern beim Basteln das Märchen vom Froschkönig erzählt und meinem Großen erklärt, wie so eine Burg früher funktionierte. Jetzt haben seine Ritter endlich ein Zuhause!

In den nächsten Tagen werden wir die Burg gemeinsam anmalen, damit sie noch toller aussieht als ohnehin schon.

Viele liebe Grüße
von Postpanamamaxi

Mittwoch, 23. Februar 2011

Hans im Glück!

Knöpfe von Minnie May - DANKE!

Was könnte dieses Foto mit dem Märchen vom zufriedenen Hans im Glück zu tun haben?

Hans tauscht...7 Jahre Dienst gegen einen Klumpen Gold, diesen gegen ein Pferd, dieses gegen eine Kuh, diese gegen ein junges Schwein, dieses gegen eine Gans und diese schließlich gegen einen kaputten Schleifstein, der ihm am Ende versehentlich in den Brunnen fällt. Aber selbst jetzt weiß Hans sich zu helfen: Er freut sich von Herzen, dass er nun ohne Last und schwere Verantwortung frei und fröhlich durchs Leben wandern kann. Auch eine Art, die Dinge zu sehen...

Nicht nur, dass er das Leben nimmt, wie es kommen mag - er gewinnt jeder Situation etwas Gutes für sich ab und fühlt sich wie ein Gewinner. Denn alles, was er sich ertauscht, erscheint ihm wertvoller als das vorherige.

Glück ist nicht objektiv messbar, sondern das, was wir subjektiv wahrnehmen.
Und wie kurzsichtig sind jene Leute, die den glücklichen Hans für dumm halten!

Und so gehts mir mit der Knopftauschaktion. Angesichts der schönen Knöpfe, die Ihr mir schickt, komme ich mir fast wie ein Gauner vor, Euch dafür "nur" eine selbstgemachte Seife zu senden.  Aber ich habe die Hoffnung, dass das "Hans-im-Glück-Prinzip" genauso bei Euch wirkt wie bei mir und dass Euch das Ertauschte ebensolche Freude machen wird.

Und habt Ihr die kleinen Symbole entdeckt, die sich in dieser Sammlung verbergen? Eine kleine Gans vom Hans ist dabei, eine "Goldmünze", damit immer Geld im Haushalt vorhanden ist, und das kleine "Bausparerhäuschen" ist auch dabei.
Als Ermahnung ein kleiner Glasknopf, der daran erinnern soll, dass immer noch gilt "Glück und Glas, wie leicht bricht das!". Ich habe es ja selbst erlebt, wie Illusionen zerplatzten, darum bin ich dieses Mal viel illusionsloser.
Aber Glas kann fast wie ein Diamant funkeln und das beweist für mich eben auch, dass das Glück in kleinen Dingen ebenso liegen kann wie in den großen.


Dies deckt sich auch mit der Botschaft aus dem Glückskeks, den ich letztens öffnete:
"Happy marriage, big house and a lot of luck!"

Na, noch besser gehts doch nicht, oder?

Dienstag, 22. Februar 2011

Seaweed, des Dramas glücklicher Abschluss

Seaweed-Seife mit Reiskeimöl, Seide und Wildrosenöl
Nachdem meine Seaweed-Seife vor einer Woche gar so merkwürdiges Andickverhalten zeigte, dass ich die eine Hälfte des Seifenleims gleich als OHP verarbeitete, kommt hier nun das Ergebnis meiner dreifarbigen Trichterseife im Divi vor die Linse meiner Kamera.

Wie, mehrfarbig im Divi getrichtert? Sieht irgendwie gar nicht danach aus!
Ich musste diese Seife komplett einschmelzen, weil sie Laugennester aufwies. Es waren zwar nur drei winzige Laugennestchen, die ich beim Kleinschnippeln der Seife entdeckte, aber da bin ich konsequent.

Also schmolz ich die Seife mit etwas Wasser ein und hübschte das Rezept bei dieser Gelegenheit mit einem ordentlichen Schubs Wildrosenöl auf, das dank der bereits abgeschlossenen Verseifung zu 100% der Überfettung zugute kommt.

Am Tag danach habe ich dann diese eher schlichte Seife ausgeformt, deren Farbe mich an japanische Keramikglasuren erinnert. Aber mit dem Stempel sieht sie jetzt doch ganz nett aus, wenngleich der Punktsieg an die inneren Werte geht.

Das PÖ Seaweed ist nach meinem Empfinden ein grüner, meeriger Duft, der Männern und auch sportlichfrischen Frauen gefallen wird. Und ich hoffe, dass denen der üppige Schaum und das Extra an Pflege auch zusagen wird. Ich mag sie.


Knöpfe von Gartenzwerg und Christina - DANKE

Diesen sagenhaften Haufen Knöpfe verdanke ich Gartenzwerg und Christina, wobei ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich da schon fleißig geräubert habe, um die ersten Knopfblüten fertigzustellen. Dieser Haufen war also noch um einiges umfangreicher.

Ich möchte Euch danke sagen. Danke nicht nur für die Knöpfe, sondern auch dafür, dass sich so ein schöner Kontakt zwischen uns aufgebaut hat, der mir sehr viel bedeutet.

 
Goodgirls Blogcandy ist angekommen - DANKE!

Die Bildunterschrift sagt eigentlich schon alles aus. Ich hatte letzte Woche das große Glück, bei Goodgirls Blogcandy einen Preis zu gewinnen, und heute hat die Post mir ein richtig schön duftendes Päckchen gebracht.
Neben dem ausgelosten Showermelt und der Badebombe war auch noch ein Seifenjuwel (sowas habe ich noch nie gesehen!) und ein Miezekatzen-Bubblebar dabei. Das Bubblebar war dann ungefähr für 30 Sekunden meines, dann hat mein vierjähriger Badejunkie jubelnd gerufen "Ist das meins, Mama?"

Tja, ich denke mal, mein Sohn hat das "Blubberbar" gewonnen, wie er es nennt. Er freut sich, und ich freue mich auch und sage DANKE!

Knöpfe von Seifenpfote - DANKE!
Tja, und dann war da noch ein Päckchen, das schon von außen himmlisch duftete und leise klickerte. Beim Auspacken fand sich dann ein weiterer Knopfschatz an und eine Überraschung, über die ich mich unglaublich gefreut habe. Der himmlische Duft rührte von Vanilleschoten her und ich glaube, das war eine direkte Anspielung auf die Tauschseife, die auch Vanilleduft enthält. Ich hatte doch darüber gewitzelt, dass Vanille und Erdbeeren als Aphrodisiaka gelten...tja, da funkelten mich gleich drei Glasröhrchen mit der traumhaftesten Vanille an, die ich jemals in den Händen hielt.

Mir schießen tausend Ideen durch den Kopf, was ich damit anfangen könnte, und irgendwie sind die alle furchtbar verfressen und genußsüchtig! Kuchen, Likör, Marmelade, Eiscreme...
Nur in der Seife werde ich diese Vanille nicht verarbeiten, weil ich gerade erst ein Stück wunderbarer Vanilleseife von Lucy bekommen habe. Und leider kann man sich ja nicht mit mehr als nur einem Stück Seife gleichzeitig waschen.

Ich freue mich von Herzen über diese wunderbaren Überraschungen, sie sind für mich sehr wertvoll. Und ich hoffe sehr, dass Ihr Euch über Eure Tauschseife genauso freuen könnt wie ich jetzt über Eure Post juble!

Viele liebe Grüße
Postpanamamaxi

Gottseidank und das Floriansprinzip

Gottseidank, meine Nichte, die zur Zeit in Neuseeland als Au Pair lebt, hat das Erdbeben heil überstanden, zumindest körperlich. Wie sie seelisch mit dem Schrecken dieses Tages zurechtkommen wird, muss die Zeit zeigen, denn auch Mitglieder ihrer Gastfamilie galten zeitweilig als vermisst und verschüttet - aber alle sind gerettet.

Sie lebt auf der Südinsel, rund 50km südlich von Blenheim und 250km nördlich von Christchurch.
Bei einem Erdbeben dieser Stärke ist das nicht wirklich weit entfernt, für Geologen ist diese Strecke ein Katzensprung.

Das Erdbeben war mit 6,3 vom reinen Zahlenwert betrachtet schwächer als das vom letzten September, das 7,1 hatte. Wir Menschen neigen dazu, Dinge zu relativieren, und häufig gerade auf die falsche Art und Weise.
Trotzdem war dieses Beben schlimmer in den Auswirkungen als das letzte, weil viele Gebäudeschäden noch nicht wieder komplett behoben waren. Außerdem macht es einen gewaltigen Unterschied, wie weit eine Stadt vom Epizentrum des Bebens entfernt ist - und in welcher Tiefe das Epizentrum lag.
Und dieses Mal war das Epizentrum deutlich näher an der Stadt als im letzten September.

Und noch ein Faktor bestimmt die Schwere eines Erdbebens: Die Tageszeit und die Besiedlungsdichte. Im September bebte es frühmorgens, als viele Büros und Geschäfte noch geschlossen waren. Dieses Mal geschah es zur Mittagszeit, wenn die Stadt am belebtesten ist.

Christchurch sieht aus wie eine zerbombte Stadt, die Leute auf den Bildern haben weit aufgerissene Augen und sind mit Staub überpudert.
Was können wir hier tun für Neuseeland?
Als Einzelpersonen bleibt nicht viel außer beten übrig. Und das ist so furchtbar wenig. Denn dank des Internets und des Telefons sind wir miteinander verbunden und Neuseeland ist nicht mehr weit weg am anderen Ende der Welt.
Für viele von uns haben die Betroffenen dank der Medien Namen und Gesichter bekommen und sind nicht einfach nur eine Anzahl von anonymen Opfern. Das Unglück ist präsenter als es in den Jahren zuvor überhaupt möglich gewesen wäre.

Vielleicht schickt unsere Regierung ein paar tüchtige Trupps vom THW los, damit die für Wasseraufbereitung und Notstromversorgung sorgen. Unser THW ist eine der Organisationen, die zu Deutschlands besten Visitenkarten gehören, und (fast) überall wo technische Hilfe nötig ist, sind sie mit ihrem Fachwissen und schwerem Gerät geschätzt und willkommen.

Leider sterben auch immer wieder THW-Helfer im Einsatz, nicht nur durch Unfälle, sondern auch durch Terror und Kriminalität. Eine Seite der THW-Arbeit, die nicht so bekannt ist.

Und Wasserversorgung (und dementsprechend auch die hygienische Entsorgung) wird in Christchurch erstmal ein riesiges Problem sein in der nächsten Zeit. 80% der Stadt sind momentan ohne Wasser und Strom; die Regierung rät dazu, bei Regen Regenwasser aufzufangen.

Und ansonsten bleibt mir als Tante im Moment nur das Floriansprinzip: Beten für die Betroffenen und dankbar sein, dass meine Nichte und ihre Lieben diesmal nicht dazugehören und glimpflich davonkamen.

"Lieber guter Florian, verschone mich - zünd andre an!" (der heilige Florian ist Schutzpatron der Feuerwehrleute und wird bei Feuersnot angerufen, ich persönlich würde ja eher 112 anrufen...die sind da doch zuverlässiger!).

Leise Grüße
Postpanamamaxi

Sonntag, 20. Februar 2011

Suchtfaktor Knöpfe

Ich konnte es nicht lassen und habe solange in meinen Bastelvorräten gewühlt, bis ich die Rolle mit dem stabilen weißlackierten Draht gefunden hatte. Ich musste doch noch ein paar Knopfblüten machen, nachdem ich mich gestern nicht an meinen ersten drei Exemplaren sattsehen konnte.


Und hier könnt Ihr die allerneuesten Exemplare sehen. Sind sie nicht wunderschön?

Ich bin ganz verliebt in diese Technik (keine SIB notwendig, kein stundenlanges Abwaschen der Seifensiedeutensilien, kein streikender Drucker, keine Allergenkonzentrationen ausrechnen müssen und was das Allerbeste ist: ein weiterer Grund, auf Flohmärkten ganz tief in den Knopfkisten zu wühlen!).

Das Heraussuchen und Begreifen der bisher eingetrudelten Knopfschätze ist ein sinnliches Erlebnis. Das "Geldbad" Onkel Dagobert Ducks in seinem Geldspeicher könnte ihm ein ähnliches Wohlbehagen verschafft haben wie mir, wenn ich in meine Knopfschätze eintauche. Aber ich ziehe Knöpfe dem Geldbad eindeutig vor!

Es macht mich regelrecht glücklich und ausgeglichen, und beim Werkeln bin ich ganz bei mir selbst. Kennt Ihr diesen "Flow", wenn Ihr eine Sache tut und alles läuft wie am Schnürchen und macht Euch einfach nur strahlend vor innerer Freude? Genau das passiert mir, wenn ich mit den Knöpfen arbeite. Herrlich.

Mittlerweile "blühen" da die allerschönsten Ideen in meinem Kopf auf, was man damit sonst noch anstellen könnte.

Mir gefällt vor allem dieser Mix aus alten und neuen Knöpfen, aus natürlichen und modernen Materialien und die Möglichkeit, dass jeder Knopf seine eigene Geschichte zu erzählen weiß.
An wessen Bluse mag einst der blütenförmige Knopf aus Perlmutt geprangt haben, könnte dieser winzigzarte Perlmuttknopf (4mm klein) mit dem geschnitzten Stern gar von einem Taufkleid oder Puppengewand stammen oder war der halbkugelige Perlknopf ein Ersatzteil zu einem Brautkleid?
Es sind Eure Erinnerungen, die da gebündelt zu etwas Neuem erblühen.


Wenn der Strauß fertig sein wird, kann er noch eine ganz eigene Geschichte erzählen.

Kreativ zu sein ist ein großes Geschenk. Es ist Gottes Einladung an uns, selbst schöpferisch tätig zu sein.
Gott spricht: Ich will ein Neues erschaffen, jetzt wächst es heran, seht Ihr's denn nicht? Also auf, lasst Euer Licht leuchten, strahlen, erklingen und freut Euch daran, nicht nur Geschöpf, sondern zugleich auch schöpferisch zu sein. Unsere ausgeprägte schöpferische Kreativität ist das, was uns Menschen ausmacht.

Ich bedanke mich bei allen bisherigen EinsenderInnen und denke, so manch eine von Euch wird den einen oder anderen Knopf wiedererkannt haben.


Nachher werde ich mich durch die Namensliste fürs Osterwichteln beim NSF arbeiten und die Wichtelmamas und Wichtelkinder auslosen. Außerdem wartet hier noch ein Haufen Wäsche auf mich, den ich gestern nicht mehr erledigen konnte.
Denn gestern war mein langersehner Postpanamamaxi-darf-ausgehen-Tag! Ich bin mit zwei Freundinnen durch Husum gebummelt, welches man angesichts der eisigen Temperaturen eher von "graue Stadt am Meer" in "eisige Stadt am Meer" umbenennen sollte.

Ich hoffte eigentlich, ein Paar Schuhe zu meinem Brautkleid zu finden. Ich hatte mir ja in den Kopf gesetzt, es müssten unbedingt rosa oder gar pinke Schuhe sein. Weiß ist mir irgendwie einfach zu langweilig und angepasst.

Leider gab es kaum Exemplare in meiner Größe (42+). Ich hoffe, dass die Frühlingskollektion noch nicht komplett ausgeliefert wurde und dass ich in ein paar Wochen doch noch fündig werde.
Stattdessen belief sich meine Einkaufsbeute auf Lipgloss in einem Nude-Ton und zartrosé Nagellack zu jeweils 1,- Euro, und das in der teuersten Parfümerie im ganzen Ort!

Abends waren wir dann im Bambus-Palast zum Essen. Wer einmal nach Husum kommt, sollte sich dort unbedingt einen Tisch reservieren lassen und das stilvolle Ambiente genießen. Denn dieses Restaurant befindet sich in einem chinesischen Haus in einem ebensolchen Garten. Wenn etwas Ruhe eingekehrt ist, sollte man den Eigentümer des Restaurants bitten, ob man sich mal den Saal im Dachgeschoss ansehen darf.

Wir hatten gestern großes Glück und bekamen eine Privatführung, bei der uns die Bedeutung der beiden großen Wandgemälde erläutert wurde. Dieses Gemälde ist eine Kopie eines historischen Werkes, das einst für den chinesischen Kaiser hergestellt wurde. Da dieser in der Verbotenen Stadt lebte und diese niemals verließ, musste er sein Land, sein Volk und die Bräuche durch solche Gemälde kennenlernen. Und wir haben gelernt, dass diese Kunstform sehr viel versteckte Symbolik enthält. So kann man anhand der Farben der Dachziegel ablesen, zu welchem Stand der Bewohner eines Hauses gehört. Kaufleute hatten grün glasierte Dachziegel, dem Kaiser allein waren gelbe vorbehalten.

Abends war ich erschöpft vom ausgiebigen Bummel und heiser vom vielen Reden und Lachen. Es war ein wundervoller Tag, an dem ich mal die Verantwortung für die Kinder abgeben durfte.
Und heute früh war dann die Batterie meines alten Autos leer, weil ich Dussel gestern abend vergessen hatte, die Innenbeleuchtung auszuschalten...aber irgendwas ist ja immer!

Viele liebe Grüße
Postpanamamaxi

Samstag, 19. Februar 2011

manchmal bin ich ungeduldig

Und dann muss es sofort losgehen mit einer Idee.
Heute früh habe ich meine ersten Knopfbestände gesichtet und dann juckte es mich dermaßen in den Fingern, dass ich unbedingt ausprobieren musste, eine Blüte zu basteln.

Und weil das soviel Spaß machte, habe ich ein bisschen in wunderschönen Knöpfen "gebadet" und gleich drei Probeexemplare angefertigt:

So sehen die Blütenstengel von oben aus (ich finde "Stängel" einfach ekelhaft zu lesen, auch wenn es richtiger ist - ich bin Ü40 und leiste mir gelegentlich meine alte Rechtschreibung!).
Und so sehen sie von der Seite aus. Man kann den Aufbau ganz gut erkennen. Dort, wo nur noch Draht ist, werden die einzelnen Stengel später zusammengefasstund mit Satinband bedeckt. So erhalte ich ein halbkugelförmiges Bouquet, das handlich bleibt.

Außerdem möchte ich noch auf ein Giveaway hinweisen, das eine sehr liebenswerte Künstlerin vom anderen Ende der Welt (= Neuseeland) verlost: Christine von MakeMyDay stellt wunderschöne personalisierte Anhänger her, auf denen man die Namen seiner Lieben verewigen kann.
Eigentlich bin ich seit Modern Talking-Zeiten Gegner von Namenskettchen (wer will sich schon "NORA" in 12 cm großen Buchstaben um den Hals ketten?), aber Christine hat das Thema ganz neu und sehr tragbar umgesetzt. Besonders schön finde ich die Lösung, dass auf mehreren Ebenen gearbeitet wird. So wird ein Anhänger zu einem kleinen Schatzkästchen.

Und noch etwas spricht für Christine: Sie ist nicht nur künstlerisch begabt, sondern auch mit Herzensgüte ausgestattet. Wir hatten bereits schriftlichen Kontakt und sie hat für mich einen ganz eigenen Anhänger entworfen, der sowohl die Namen meiner Jungs als auch vier kleine Sternchen für meine himmlischen Kinder enthält. Und zwar so dezent, dass es einfach nur schön und lebensfroh aussieht und nicht wie ein trauriges Denkmal wirkt.

Und darum kann ich Christines Kunstwerke gerade auch jenen empfehlen, die auf schöne Art das Andenken an einen lieben Wegbegleiter bewahren wollen, ohne dies allzu plakativ zu tun.

Viele liebe Grüße
und weiterhin viel Spaß beim Knöpfejagen

Postpanamamaxi

Freitag, 18. Februar 2011

alle Tauschseifen sind reserviert!

Gerade hat mich meine alte Mittelalterlagernachbarin und Freundin Roveena angeschrieben und sich die letzte "Sommerliebe"-Seife reserviert.

Damit sind binnen 72 Stunden alle 17 Stücke verteilt worden. Rekordverdächtig! Immerhin hat mein Blog (erst) 42 Leser - was ich für 3 1/2 Monate Blogzeit übrigens als sehr erfreulich empfinde.
Ich danke für Euer Interesse an meinem Lebensalltag rund um Familie, Hobbys und Beruf und ich danke auch für Eure ermunternden Kommentare.

Man sitzt im stillen Kämmerlein, schreibt vor sich hin und ohne Feedback wüsste man gar nicht, ob das überhaupt für irgendjemand anderen von Interesse sein könnte.

Roveena und ich haben uns vor ein paar Jahren durch das Mittelalterreenactment kennengelernt und es ist aus einer Lagernachbarschaft eine schöne Freundschaft entstanden, obwohl ich ein paar Jahre älter bin und mittlerweile als Familienmutti ein ganz anderes Leben führe als sie. Was ich an ihr so schätze, ist neben ihrer positiven und praktischen Lebenseinstellung vor allem die Herzenswärme und der Humor bei ihren Berichten.

Vor einiger Zeit ist auch sie angefangen, zu bloggen, und momentan berichtet sie mit viel Herz und Begeisterung über ihren neuen vierbeinigen Mitbewohner, einen süßen Labradorwelpen namens Aaron. Ich denke aber, dass zum Beginn der Heerlagersaison auch noch interessante Berichte über die norddeutsche Mittelalterszene dazukommen werden (bei mir übrigens auch!) und auch die Themen Handarbeiten und Basteleien sowie Bücher und Musik nicht zu kurz kommen werden.
Da ist noch viel Potenzial zu entdecken und dranbleiben lohnt sich allemal.

Nur zum Seifensieden konnte ich sie noch nicht verführen, aber ich arbeite dran, versprochen!
Wer mal bei Roveena reinlesen mag, klickt hier!

Und hier nun die aktuelle Liste für die Sommerliebe-Tauschseife:
18 - Referenzstück, Rückstellprobe
17 - Rapunzel - Knöpfe angekommen
16 - Friesenfan - Knöpfe angekommen
15 - Astrid - Knöpfe angekommen
14 - Kazi - Knöpfe angekommen
13 - Christina - Adresse getauscht
12 - BriMa - Adresse getauscht
11 - Andrea S. - Adresse getauscht
10 - Gartenzwerg - Adresse getauscht
09 - Yddet - Adresse getauscht
08 - Dagmar - Adresse müsste vorliegen
07 - Gisa - wir haben endlich zusammengefunden (wir zwei Königskinder aus dem Lied!)
06 - korrigiert: Aromaharmonie rückt nach
05 - Marinasoap - über Kommentarfunktion angemeldet
04 - Helixturnhelix - Adresse getauscht
03 - Alisavon - über NSF angemeldet
02 - Minnie May - über NSF angemeldet
01 - Roveena - Adresse getauscht


Mein Großer hatte heute einen Schnuppertag im Kindergarten und viel Spaß, auch wenn wir uns dafür in ungewohnter Frühe aus dem Bett quälen mussten. Auf meine Frage, wie es ihm denn im Kindergarten gefallen hätte, kam ein "Cool, Mama. Echt der Wahnsinn!"
- "Ich dachte, du findest Kindergarten total doof und willst da nicht hingehen im Sommer?"
- "Ach Mama!"

Ich bin erleichtert, denn bis heute früh fand mein Sohn die Idee, im Sommer zum Kindergarten zu gehen, ziemlich unattraktiv. Das hat sich jetzt geändert, er freut sich drauf und würde am liebsten morgen wieder hingehen.

Nachmittags war er dermaßen erschöpft, dass er mir auf der Rücktour im Auto eingeschlafen ist und zum ersten Mal seit 1 1/2 Jahren wieder einen kleinen Mittagsschlaf gehalten hat.

Mein Großer ist schon ein echtes Unikum.

Der Kleine übrigens auch. Vor 3 Wochen hat er Laufen gelernt, seit drei Tagen meint er nun, die Treppe nicht mehr auf allen Vieren hochkrabbeln zu müssen, sondern sie auf zwei Beinen zu erobern. Dazu macht er atemberaubende, aber hochkonzentriert wirkende Klimmzüge am Treppengeländer. Aber es gelingt ihm mit dieser Methode tatsächlich erfolgreich, die Treppe im aufrechten Gang zu erklimmen.

Seine Freude über seine Erfolge ist übrigens ansteckend. Es macht Spaß, zu beobachten, wie so ein kleiner Bursche sich ein Ziel vornimmt, es erarbeitet und dann stolz und glücklich strahlt.

Außerdem ist mein Einjähriger hochbegabt. Mindestens. Ein angehendes Mathematikgenie.
Er kann nämlich zählen. Bis drei!
Angefangen hat es mit seinem Papa, der ihn beim Zubettbringen immer mit Schwung eins-zwei-drei hin- und herschaukelte, um ihn dann "schwungvoll" ins Bett zu verfrachten.

Das hat dem Kleinen soviel Spaß gemacht, dass ich dieses Ritual übernommen habe. Manche Rituale macht nur sein Papa, manche mache nur ich, und manche Rituale sind gemeinsame.

Wenn er abends nach dem Wickeln, Umziehen und Zähneputzen endlich im Schlafsack steckt und ich ihn hochhebe, macht er sich schon steif und guckt mich erwartungsvoll an, weil er nun sein geliebtes Ritual erwartet. Als liebe Mama bin ich keine Spielverderberin, schaukle ihn in meinen Armen schwungvoll hin und her und zähle wie gewohnt eins-zwei-..."Dei!"

Ich muss ziemlich dämlich geguckt haben, als er das sagte. Es war kein Versehen, kein Zufall. Der Junge weiß, dass auf eins-zwei die drei folgt. Aus dem anfänglichen "Dei" ist auch ein deutlicheres "Dlei!" geworden, und mittlerweile singt er es sogar übermütig "Dleihei, Mama!".
Am letzten Wochenende haben wir dann seinem Papa stolz unsere gemeinsame Fortentwicklung des Rituals gezeigt.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass es in Wirklichkeit mein Kleiner ist, der sein Ritual mit uns spielt.
Rituale sind so wichtig für Kinder und Eltern, um einen festen Rahmen der Geborgenheit zu schaffen. Rituale sind etwas Verlässliches, etwas das Sicherheit gibt und Vertrauen schafft. Ein fester Rahmen, in dem Kinder ihren Standpunkt und ihre Rolle definieren können und der sie vor Überforderung schützt.

Kinder werden heute viel früher mit den Alltagssorgen belastet als früher.

Der veränderte Medienkonsum ist nur ein Beispiel dafür. Manchmal kommt es mir so vor, als wäre meine eigene Kindheit viel sorgloser und abgeschotteter gewesen als es heute überhaupt möglich ist. Der Umgangston ist rauher geworden und Kinder werden schneller mit Themen konfrontiert, die sie vielleicht noch nicht gut verarbeiten können.

Wir haben als Eltern nur zweierlei Möglichkeiten: Unsere Kinder von dieser wilden Welt da draußen fernhalten und sie behütet aufwachsen lassen, was die Gefahr der Weltfremdheit und eines bösen Erwachens mit sich bringt.
Oder wir bereiten sie ganz bewusst auf die Probleme vor, die auf sie ohnehin früher oder später zukommen werden. Machen sie stark und sicher, damit sie keine Furcht haben müssen. Lehren sie Selbstschutz.

Schaffen wir Resilienz bei unseren Kindern. Wenn wir schon keine Schicksalsschläge und Enttäuschungen verhindern können, sollten wir jede Chance nutzen, unsere Kinder stark und selbstbewusst zu machen, damit sie dem Schicksal gefestigt entgegentreten können.

Und die Liebe und Geborgenheit, die solche scheinbar albernen kleinen Rituale spenden können, sind ganz wichtige Resilienzfaktoren.
Starke, glückliche Kinder. Erinnerungen, die einen tragen, wenn mal der Wind von vorne kommt. Das Wissen, von Herzen geliebt zu werden, so wie man nun mal ist. Gesundheit. Sicherheit. Bildung. Freiheit.
Das wünsche ich mir für meine Kinder.

Viele Grüße
Postpanamamaxi

Disclaimer

Ich erkläre hiermit, dass ich mich ausdrücklich von allen Inhalten der von mir verlinkten Seiten in meinem Blog distanziere und mir deren Inhalt nicht zu Eigen mache.
Alle Bilder und Texte dieses Blogs sind mein persönliches und geistiges Eigentum und dürfen nicht kopiert oder veröffentlicht werden.
Sie unterliegen dem Copyright und dürfen nicht ohne meine Erlaubnis in irgendeiner Form weiterverwendet werden.