Und hier nochmal ein Foto vom Blogcandy, das ich bei der Seifenmanufaktur Freudenberger gewonnen habe. Die Sachen duften nicht nur unglaublich lecker, sondern sehen auch noch sehr appetitlich aus. Und die Verpackung...*schmacht*
Ich glaube, ich werde jetzt auch noch schachtelsüchtig!
Manchmal muss ich ein paar Tage um ein Geschenk herumschleichen, weil die Verpackung schon so betörend schön ist. Aber natürlich wird trotzdem neugierig daran herumgeschnüffelt und auch mal vorsichtig geschüttelt und gehorcht.
Diese Schachtel klickerte höchst verdächtig...und ja, auch Jessy hat sich an meinem Knopfprojekt beteiligt und darüber freue ich mich nochmal genauso wie über das tolle Blogcandy.
Dankeschön!
Auch die liebe Helixturnhelix hat Knöpfe gesammelt und weil sie sich an meine beiden Badejunkies erinnert hat, freuen sich meine Jungs über leckere Badebomben. Und meine trockene Winterhaut freut sich über eine Extraportion Pflege.
Und ich habe schon wieder eine Form auf meiner "muss ich unbedingt auch noch haben"-Liste: Die Amphibienform von MWM. Mein Großer findet den Frosch klasse.
Mein Lieblingsknopf in dieser Mischung sind die perlmuttig schimmernden Glas-Strass-Knöpfe und der emaillierte Metallknopf in der Mitte, der wie eine Blüte aussieht.
Übrigens gefällt mir das neue "Logo" von Helix ausgesprochen gut. Es wirkt sehr positiv und federleicht. Die Spirale als uraltes Zeichen der Unendlichkeit, die Sonnenstrahlen für das Licht, ohne das Leben nicht möglich wäre...sehr gut kombiniert und mit viel Hintergedanken. Und Danke für Dein Vertrauen.
Auch AliSavon hat ihre Knopfbestände geräubert. Und ich freue mich darüber! Noch mehr habe ich mich über den sehr netten Brief gefreut. Mein Knopfliebling ist hier der kleine metallene links oben. Der schreit förmlich danach, die Mitte einer Blüte zu bilden.
Ich danke Dir!
Und zu diesem Knopfkonvolut gibt es eine ganz besonders ausgefallene Geschichte.
Eine liebe Freundin ist stark engagiert bei der Seniorenakademie Heide. Dort werden alteehrwürdige Textilschätze aus alten Wäschetruhen und privaten Sammlungen untersucht, teilweise gereinigt, aufgearbeitet (das ist für Laien leider nur sehr eingeschränkt möglich, man macht schnell etwas kaputt) und dann ist für das Jahresende 2011 eine Ausstellung im Dithmarscher Landesmuseum geplant.
Diese antiken Schätze wurden von den TeilnehmerInnen dieses Textilprojektes zusammengetragen und anschließend an mich weitergegeben für mein Knopfprojekt. Ein total unerwartetes Geschenk für mich!
Mein besonderer Dank gilt hierbei meiner Freundin und KultTour-Ministerin, die dort für mich gesprochen hat, den Barkenholmerinnen (Ladies, Ihr seid klasse! Wann machen wir den nächsten gemeinsamen Workshop?) und Doktor Knopf.
Diese Knöpfe sind wahre Schätze und der Brautstrauß wird immer größer werden...was für ein Glück, dass ich eher Typ nordischer Kleiderschrank bin als zierliches Weibchen, so wird mich auch ein etwas umfangreicherer Brautstrauß nicht ins Kippen bringen. Die Kunst der Bescheidung liegt mir nämlich so gar nicht, wenn es darum geht, mich auf einige wenige Exemplare für das Bukett zu beschränken.
Und ja, wenn die Hochzeit gelaufen ist und Ihr immer noch wollt, dürft Ihr das Bukett selbstverständlich gern für Eure Ausstellung ausleihen. Aber kettet das Bukett bitte an!
Gelegentlich siede ich auch noch Seifen, wenn ich nicht gerade nähe, Workshops gebe, male, bastle, schnipple, Reenactment betreibe, in der Küche herumwerkel oder Kinder erziehe (wobei ich viel Zeit für die Kinder aufwende, weil ich ihnen und meinem Schatz mein jetziges Leben verdanke).
Und bei den hier gezeigten Knöpfen, die meine KultTour-Ministerin und Freundin für mich erjagt hat, fiel mir lustigerweise spontan ein, dass diese Blütenknöpfe eigentlich fabelhafte Seifenstempel abgeben müssten...zum Glück ist meine Freundin genauso seifenverrückt wie ich und hat meinen spontanen Gedankendreisprung mit Humor genommen.
Scherz beiseite...sind diese Knöpfe nicht bezaubernd schön? So einen würde ich mir auch als Brosche ans Revers pinnen oder irgendwie in Modeschmuck verbasteln.
Und dann gab es noch nette Post von Astrid. Nein, nicht die Astrid, auf die gewartet wird.
Diese Astrid und ich kennen uns schon länger durch die gemeinsame Forenarbeit.
Guckt Euch mal die tolle Fotokarte an, die sie gemacht hat. Rhabarber als Makroaufnahme. Da muss man erstmal drauf kommen. Ich muss gestehen, wenn ich solchen Rhabarber sehe, dann denke ich als nächstes an Erdbeeren, Gelierzucker und Marmeladekochen. Ich glaube, ich bin da eher verfressen als mit dem fotografischen Blick ausgestattet!
Und da ich die Liebe auch mit Seifen angestiftet habe, hat sie mir vom letzten Marktbummel diese tolle Filzseife mitgebracht. Eine tolle Idee, um vermurkste Marmorierungen oder wildgewordene Farbexperimente beim Seifensieden hübsch zu verhüllen. Wie oft hat man es, dass man eine optische Dunkelduschseife mit besten inneren Werten fabriziert hat.
Da fällt mir ein, ich habe hier auch noch eine Kiste mit Filzwolle herumstehen...waaaaaah!
Bevor ich mich also in den nächsten Projekten verzettle, hier noch eine kleine Zwischenmeldung an alle Tauschseifenteilnehmerinnen: Ihr seid nicht vergessen, ich tüftle noch an der perfekten Verpackung und bin noch am Werkeln.
Ihr habt mir soviel Freude gemacht mit liebevoll gepackten Päckchen, tollen Karten, netten Überraschungen und ganz viel hineingepacktem Gefühl, das möchte ich gern angemessen beantworten und das geht nicht auf die Schnelle. Habt Ihr noch ein bisschen Geduld mit mir? Es soll Euer Nachteil nicht sein...
Alles Liebe
Postpanamamaxi
PS: Die Auflösung:
Harry Potter wohnt in Hotdogs (gemeint war Hogwarts).
PPS: Heute 50 Minuten ertragen, wie mein Vierjähriger lautstark tobend und wütend irgendwie alles Sch**** fand, sich selbst, mich, seinen Bruder, das Abendessen, das Zubettgehen, den Pyjama, Zähneputzen, sowieso und überhaupt. Und dann hat Mama gestreikt, blieb ganz ruhig und meinte nur knochentrocken: Ich finde dein Benehmen auch total Sch**** und deine Ausdrucksweise beeindruckt mich gar nicht.
Bin ich froh, wenn der Junge erstmal alt genug ist zum Holzhacken. Dann bekommt er die Axt in die Hand gedrückt und kann sich wenigstens sinnvoll austoben. Aber das dauert halt noch ein paar Jahre.
PPPS: Hallo Eva, danke für das Überraschungspäck mit den Zutaten. Ich habe ja nun schon eine wirklich große Auswahl in meinem Bestand, aber was Du da eingepackt hast, hatte ich noch nicht. Das schreit nach ausgiebigem Ausprobieren in der Siedeküche.
Passend zur getrockneten Melisse habe ich hier nämlich das ÄÖ (m. indicum, officinalis hat das Budget nicht hergegeben). *fingerkribbel*
Mittwoch, 30. März 2011
Montag, 28. März 2011
Kochen, Kinderkriegen und Harry Potter
Gestern abend brachte ich meinen Vierjährigen ins Bett.
Nach der allabendlichen Gutenachtgeschichte (momentan ganz beliebt "Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte") dann noch unser Tagesabschlussgespräch. Das ist immer ganz wichtig, um nochmal alle Tiefs und Hochs des Tages verarbeiten zu können.
Den gesamten gestrigen Tag hatten der Vierjährige und ich eine fortgesetzte Diskussion darüber, ob es Feuerwehrfrauen und Soldatinnen gibt oder nicht.
Natürlich gibt es sie! Und mein Großer hat auch schon Feuerwehrfrauen gesehen. Aber irgendwie passt ihm das wohl nicht in sein Weltbild.
Dass ich nicht gerade das klassische 50er-Jahre Frauchen und Heimchen am Herd bin, sondern recht selbstbewusst und emanzipiert, habt Ihr sicherlich auch bemerkt.
Schon meine Großmütter haben während des 2. Weltkriegs Hof bzw. Wirtschaft gemanagt, als die Männer einberufen waren.
Und meine Mutter hat für die ganze Familie den Lebensunterhalt verdient, als mein Vater als junger Mann in der Umschulung steckte.
Die Frauen in meiner Familie sind alle keine Prinzesschen, sondern tatkräftige und zielstrebige Persönlichkeiten mit Hand, Hirn und Herz.
Gestern Abend dann also die These meines Sohnes, dass Frauen in Feuerwehr und Bundeswehr nichts zu suchen haben.
"Und was sollen Mädchen und Frauen dann machen, wenn sie nicht Soldatin oder Feuerwehrfrau werden sollen?"
"Die sollen kochen und Kinder kriegen."
In 14 Jahren, wenn mein holder Knabe mit nicht mehr lockigem Haar volljährig sein wird, wird er wahrscheinlich die Schleswig-Holsteinische Unterabteilung der CSU gründen.
Nachdenkliche Grüße
Postpanamamaxi
PS: Heute nachmittag noch ein Klopper meines Vierjährigen: Harry Potter lebt in Hotdogs!
Na, wer hätte das gedacht.
Nach der allabendlichen Gutenachtgeschichte (momentan ganz beliebt "Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte") dann noch unser Tagesabschlussgespräch. Das ist immer ganz wichtig, um nochmal alle Tiefs und Hochs des Tages verarbeiten zu können.
Den gesamten gestrigen Tag hatten der Vierjährige und ich eine fortgesetzte Diskussion darüber, ob es Feuerwehrfrauen und Soldatinnen gibt oder nicht.
Natürlich gibt es sie! Und mein Großer hat auch schon Feuerwehrfrauen gesehen. Aber irgendwie passt ihm das wohl nicht in sein Weltbild.
Dass ich nicht gerade das klassische 50er-Jahre Frauchen und Heimchen am Herd bin, sondern recht selbstbewusst und emanzipiert, habt Ihr sicherlich auch bemerkt.
Schon meine Großmütter haben während des 2. Weltkriegs Hof bzw. Wirtschaft gemanagt, als die Männer einberufen waren.
Und meine Mutter hat für die ganze Familie den Lebensunterhalt verdient, als mein Vater als junger Mann in der Umschulung steckte.
Die Frauen in meiner Familie sind alle keine Prinzesschen, sondern tatkräftige und zielstrebige Persönlichkeiten mit Hand, Hirn und Herz.
Gestern Abend dann also die These meines Sohnes, dass Frauen in Feuerwehr und Bundeswehr nichts zu suchen haben.
"Und was sollen Mädchen und Frauen dann machen, wenn sie nicht Soldatin oder Feuerwehrfrau werden sollen?"
"Die sollen kochen und Kinder kriegen."
In 14 Jahren, wenn mein holder Knabe mit nicht mehr lockigem Haar volljährig sein wird, wird er wahrscheinlich die Schleswig-Holsteinische Unterabteilung der CSU gründen.
Nachdenkliche Grüße
Postpanamamaxi
PS: Heute nachmittag noch ein Klopper meines Vierjährigen: Harry Potter lebt in Hotdogs!
Na, wer hätte das gedacht.
Sonntag, 27. März 2011
Ich bin schon da!
Ik bün al dor, sä de Swinegel to den Hoos.
Ich glaube, fast jeder kennt die Geschichte vom Wettrennen zwischen Hase und Igel bei Buxtehude, bei der der Hase erstaunlicherweise als ewiger Zweiter hervorgeht, obwohl er doch eigentlich der schnellere Läufer ist.
Erst am Ende der Geschichte stellt sich heraus, dass der Igel zwar der langsamere Läufer ist, aber dafür der schnellere Denker. Denn da die Igelin genauso aussieht wie er, fällt es dem Hasen gar nicht auf, dass es gar nicht der Igel ist, der ihn an der Ziellinie begrüßt, sondern sein Weibchen und umgekehrt.
Und hier ist unser kleiner Frühlingsbote, der uns gestern besucht hat: De Swinegel, auf hochdeutsch auch Igel genannt. Ob es nun Herr oder Frau Igel war, war nicht rauszufinden. Wir wollten ihn auch in Ruhe die warme Frühlingssonne genießen lassen.
Ob es der kleine junge Igel ist, der uns letzten Herbst besucht hat? Wo er überwintert hat, wissen wir nicht. Aber sein Erscheinen hat in jedem Fall große Freude ausgelöst. Jetzt ist er da, der Frühling. Ein Igel im Garten ist für mich ein wundervoller Beweis dafür.
Besonders unser tierlieber Eineinhalbjähriger war begeistert und wollte den stachligen Besucher streicheln. "Oh da, Ei, Ei!" sagte der Kleine ganz aufgeregt und wackelte auf seinen Beinchen durch den Garten, um zum Igel zu gelangen.
Also lag er bald bäuchlings im sonnigen Blumenbeet, den jungen Igel auf Armlänge entfernt und auf Augenhöhe mit ihm. Nach einer ersten körperlichen Kontaktaufnahme hat unser Kind dann aber beschlossen, lieber nur noch mit Blicken und Worten mit dem stachligen Gesellen zu kommunizieren. Unsere Katze ist dann doch irgendwie weicher.
Weil Igel gern mal wahre Flohtaxis sind, haben wir unseren Junior hinterher gebadet und umgezogen. Sicher ist sicher.
Wir hatten alle soviel Spaß mit unserem Besuch, das wollte ich gern mit Euch teilen.
Ich bin schon da, spricht der Frühling.
Alles Liebe
Postpanamamaxi
Ich glaube, fast jeder kennt die Geschichte vom Wettrennen zwischen Hase und Igel bei Buxtehude, bei der der Hase erstaunlicherweise als ewiger Zweiter hervorgeht, obwohl er doch eigentlich der schnellere Läufer ist.
Erst am Ende der Geschichte stellt sich heraus, dass der Igel zwar der langsamere Läufer ist, aber dafür der schnellere Denker. Denn da die Igelin genauso aussieht wie er, fällt es dem Hasen gar nicht auf, dass es gar nicht der Igel ist, der ihn an der Ziellinie begrüßt, sondern sein Weibchen und umgekehrt.
Und hier ist unser kleiner Frühlingsbote, der uns gestern besucht hat: De Swinegel, auf hochdeutsch auch Igel genannt. Ob es nun Herr oder Frau Igel war, war nicht rauszufinden. Wir wollten ihn auch in Ruhe die warme Frühlingssonne genießen lassen.
Ob es der kleine junge Igel ist, der uns letzten Herbst besucht hat? Wo er überwintert hat, wissen wir nicht. Aber sein Erscheinen hat in jedem Fall große Freude ausgelöst. Jetzt ist er da, der Frühling. Ein Igel im Garten ist für mich ein wundervoller Beweis dafür.
Besonders unser tierlieber Eineinhalbjähriger war begeistert und wollte den stachligen Besucher streicheln. "Oh da, Ei, Ei!" sagte der Kleine ganz aufgeregt und wackelte auf seinen Beinchen durch den Garten, um zum Igel zu gelangen.
Also lag er bald bäuchlings im sonnigen Blumenbeet, den jungen Igel auf Armlänge entfernt und auf Augenhöhe mit ihm. Nach einer ersten körperlichen Kontaktaufnahme hat unser Kind dann aber beschlossen, lieber nur noch mit Blicken und Worten mit dem stachligen Gesellen zu kommunizieren. Unsere Katze ist dann doch irgendwie weicher.
Weil Igel gern mal wahre Flohtaxis sind, haben wir unseren Junior hinterher gebadet und umgezogen. Sicher ist sicher.
Wir hatten alle soviel Spaß mit unserem Besuch, das wollte ich gern mit Euch teilen.
Ich bin schon da, spricht der Frühling.
Alles Liebe
Postpanamamaxi
Donnerstag, 24. März 2011
ich will keine Schokolade...
Vielen lieben Dank für weitergereichte Schokoladengutscheine, es ist sicherlich gut gemeint von Euch - aber ich möchte sie nicht.
Wenn eine Firma Werbung mit viralem Marketing über Blognutzer machen will, soll sie das tun.
Wenn eine Firma für einen guten Zweck spenden will und sich mit Charityprojekten positiv in die Presse bringen möchte, um so ihr Image zu verbessern, so ist das für mich auch noch okay. Tue Gutes und rede darüber ist nicht umsonst immer noch ein aktuelles Sprichwort.
Aber wenn es Werbung durch die Hintertür ist, die sich hinter einer Hilfszusage für das im Moment allgegenwärtige Japan verbirgt, dann macht mir solche Schokolade Bauchschmerzen. Die daran geknüpften Bedingungen sind mir zu kompliziert. Wenn jemand Werbung machen und Gutes tun will, geht das auch einfacher.
Und darum möchte ich mein Blog dafür nicht nutzen.
Ich habe mich bewusst für den Verzicht auf lästige Werbe-Pop-Ups entschieden, um die Qualität meines Blogs zu steigern. Ein Mitmachen bei dieser Aktion würde dem krass widersprechen.
Und es macht für mich schon einen Unterschied, ob ich ein Blog Candy von einer mir nahestehenden kleingewerblichen Seifensiederin kommuniziere oder ob ich mich für irgendein mittelständisches Unternehmen vor den Karren spanne.
Außerdem frage ich mich, was mit meinen Daten, die ich zur Erfüllung der Schokigutschein- und Spendenkriterien angeben muss, im Nachhinein passiert.
Verifizierte Adressen (die sich also als real existierend erwiesen haben) stellen heutzutage auch einen verkäuflichen Wert dar. Es gibt einen Markt für Adressdaten und es sind nicht nur seriöse Firmen, die solche Datensätze kaufen, um per Post, Mail oder Telefon Werbung zu machen.
Da spende ich lieber direkt und zahle Geld aus meiner eigenen Tasche, als mit meiner Adresse und meinem guten Blognamen vor irgendeinen Karren gespannt zu werden.
Ich traue den Danaern nicht, auch wenn sie Geschenke bringen (das waren die mit dem hölzernen Pferd vor Trojas Stadttoren).
Trotzdem vielen Dank an jene, die mir ohne Hintergedanken einfach damit eine Freude machen wollten und an meine Schokosucht gedacht haben. Ihr seid die Guten, das weiß ich.
Alles Liebe
Postpanamamaxi
Wenn eine Firma Werbung mit viralem Marketing über Blognutzer machen will, soll sie das tun.
Wenn eine Firma für einen guten Zweck spenden will und sich mit Charityprojekten positiv in die Presse bringen möchte, um so ihr Image zu verbessern, so ist das für mich auch noch okay. Tue Gutes und rede darüber ist nicht umsonst immer noch ein aktuelles Sprichwort.
Aber wenn es Werbung durch die Hintertür ist, die sich hinter einer Hilfszusage für das im Moment allgegenwärtige Japan verbirgt, dann macht mir solche Schokolade Bauchschmerzen. Die daran geknüpften Bedingungen sind mir zu kompliziert. Wenn jemand Werbung machen und Gutes tun will, geht das auch einfacher.
Und darum möchte ich mein Blog dafür nicht nutzen.
Ich habe mich bewusst für den Verzicht auf lästige Werbe-Pop-Ups entschieden, um die Qualität meines Blogs zu steigern. Ein Mitmachen bei dieser Aktion würde dem krass widersprechen.
Und es macht für mich schon einen Unterschied, ob ich ein Blog Candy von einer mir nahestehenden kleingewerblichen Seifensiederin kommuniziere oder ob ich mich für irgendein mittelständisches Unternehmen vor den Karren spanne.
Außerdem frage ich mich, was mit meinen Daten, die ich zur Erfüllung der Schokigutschein- und Spendenkriterien angeben muss, im Nachhinein passiert.
Verifizierte Adressen (die sich also als real existierend erwiesen haben) stellen heutzutage auch einen verkäuflichen Wert dar. Es gibt einen Markt für Adressdaten und es sind nicht nur seriöse Firmen, die solche Datensätze kaufen, um per Post, Mail oder Telefon Werbung zu machen.
Da spende ich lieber direkt und zahle Geld aus meiner eigenen Tasche, als mit meiner Adresse und meinem guten Blognamen vor irgendeinen Karren gespannt zu werden.
Ich traue den Danaern nicht, auch wenn sie Geschenke bringen (das waren die mit dem hölzernen Pferd vor Trojas Stadttoren).
Trotzdem vielen Dank an jene, die mir ohne Hintergedanken einfach damit eine Freude machen wollten und an meine Schokosucht gedacht haben. Ihr seid die Guten, das weiß ich.
Alles Liebe
Postpanamamaxi
Mittwoch, 23. März 2011
Frühlingsgefühlsecht
| ich mag diese Weidenart mit ihren verschnörkelten Zweigen |
| manchmal lohnt es sich, vor einer Blüte einen Kniefall zu machen |
| mein Rasen: 95% Moos, 3% Gras, 2% Krokusse = 100% Frühling |
| Speicherkoog in Dithmarschen |
| fast menschenleeres Neuland hinter dem Deich |
| zwischen Meer und Land |
Schon am Sonntag beim Boßelausflug war es ungewohnt mild und die Sonne kämpfte sich erfolgreich durch den Dunst.
Und keine Sorge, unsere Landschaft sieht nicht überall so karg aus wie hier auf diesem Bild.
Der Speicherkoog ist 1978 eingedeicht worden und wird nicht von Menschen bewohnt.
Die landeinwärts gelegenen Teile des Speicherkoogs werden landwirtschaftlich genutzt, die näher zum Deich liegenden Bereiche sind Naturschutzgebiet bzw. Naherholungsflächen.
Der Südteil des Koogs wird militärisch genutzt Waffenerprobungen, wobei es in den letzten Jahren ruhiger geworden ist.
Die Eindeichung war bitter notwendig, die schweren Sturmfluten 1962 und 1976 hatten zu Deichschäden bzw. sogar zu Deichbrüchen geführt und es musste nunmehr dringend gehandelt werden.
Durch den Speicherkoog veränderte sich die Infrastruktur der Dithmarscher Bucht, denn die Küstenlinie verlagerte sich bis zu 5km nach Westen. Was früher direkt am Meer lag, befand sich nun im Binnenland.
Aber das Leben hinter dem Deich ist seitdem wesentlich sicherer geworden.
Die drei oberen Fotos habe ich heute auf der Bollerwagentour mit meinen Jungs aufgenommen. Die Krokusse haben mein Großer und ich im letzten Herbst gemeinsam im Garten versteckt. Es ist für ihn ein tolles Erlebnis, zu sehen, was seine Pflanzaktion gebracht hat.
Im Moment ziehen wir gerade Kresse auf der Fensterbank. Die wächst so schön schnell, dass er dabei zugucken kann. Jeden Morgen wird das Wachstum bestaunt. Das gefällt ihm. Geschmacklich gefällt sie ihm nicht.
Gemüse. Igitt, da könnten ja Vitamine drin sein!
Also gibts am Wochenende ein Brokkolicremesüppchen mit Sahnehäubchen und darübergestreuter Kresse. Lecker.
Ansonsten gab es heute noch zwei Highlights:
1. Seife schneiden und verzieren.
Mein Großer und ich haben heute 30 Seifenstücke lang darum gekämpft, wer denn nun den Wellenschneider benutzen darf. Er will so gern helfen, aber ich kann seine Hilfe noch nicht wirklich gebrauchen, weil er einfach noch zu grobmotorisch ist und mehr kaputt macht, als er bringt.
Es ist wunderbar, dass mein Großer so begeistert dabei ist, wenn es ums Sieden geht.
Auch wenn es einen manchmal ermüdet.
2. Gummistiefel und meine Mamascheuche
Wir wollen einkaufen. Während der Kleine ratzfatz angezogen und reisefertig ist, entspinnt sich mit dem Großen eine neue Endlosdiskussion. Wenn er denn diskutieren würde! Aber nein, der ansonsten ach so sprachbegabte Herr zieht es vor, in so einen weinerlichen Jaulton zu verfallen, bei dem kein Wort zu verstehen ist.
Nach Ewigkeiten kann ich erraten, dass er seine Cordhose total doof findet und dass er lieber Schuhe als Gummistiefel anziehen will. Normalerweise zieht er Gummistiefel auch nur zum Draußenspielen an, weil er am liebsten herummatscht. Aber weil er das letzte Mal seine guten Schuhe zum Matschen angezogen hat, sehen die aus wie Hölle und in diesem Fall waren die Gummistiefel wesentlich sauberer. Aus diesem Grund sollte er sie ja auch anziehen.
"Du kannst ja meine Stiefel saubermachen." Sicher, junger Mann, und Männer sind klüger als Frauen und die Erde ist eine Scheibe. "Du machst Deine Drecksstiefel selbst sauber, Du hast sie schließlich auch zum Matschen angezogen und verdreckt."
Jaul. Rotz. Krokodilstränen.
Okay, ich schnappe mir den Kleinen, der mittlerweile in seiner Jacke anfängt, zu schwitzen (die ist schließlich nicht für den Aufenthalt IM Haus gedacht). "Ich gehe jetzt. Entweder du ziehst die Gummistiefel an oder ich fahre ohne dich."
Binnen Sekunden hat er sich angezogen und seine Jacke nebst Mütze gesucht, gefunden (die Ausnahme!) und angezogen. Na bitte, geht doch. Im Moment sind zwei Mützen meines Großen abgängig, es ist sagenhaft. Der Kleine verliert viel seltener seinen Kram. Beim Großen muss ich ständig nach seinen Sachen suchen und er ist auch nicht in der Lage, irgendwas zu finden.
Im Auto dann der zweite Akt.
Gejaule vom Rücksitz. "Mein Häschen, ich BRAUCH doch mein Häschen! Mama, du musst es holen!"
Ich kenne das schon. Mein ach so unternehmungslustiger Sohn braucht immer dann, wenn es zeitlich gar nicht passt, ganz besonders dringend sein Kuscheltier. Oder was zu Trinken. Oder er hat seine Mütze vergessen. Oder die falsche Mütze dabei. Oder er braucht unbedingt noch das farbige Legofeuerwehrmännchen (die 6 hellhäutigen, die er dabeihat, reichen nicht).
Wobei es ihm erfahrungsgemäß weniger darum geht, das Gewünschte dabei zu haben, als die Mama loszuscheuchen, dass sie lossprintet, es in Hektik sucht, findet und ihm bringt.
Woher ich das weiß? Wenn er das Kuscheltier erstmal hat, schmeißt er es irgendwo auf den Sitz oder in den Fußraum und vergisst es dort.
Der zweite Teil der Aktion Mamascheuche findet dann abends statt, wenn der junge Herr im Bett liegt. Dort ist ohnehin kaum noch Platz angesichts der Kuscheltierherden, aber er verfällt dann regelmäßig in Gejaule und Gejammer, um mich dazu zu bringen, irgendein hochwichtiges und schmerzlich vermisstes Kuscheltier zu suchen und ihm zu bringen. Weil er ohne den Hasen nicht einschlafen kann, den er den halben Tag lang irgendwo verschlampt hatte. Es liegen auch nur 3 andere baugleiche Hasen in seinem Bett.
So wie vorgestern abend. Morgens hat er sich eine Unmenge Gepäck zusammengesammelt, die er auf die Fahrt zum Boßeln unbedingt mitnehmen wollte (5km Strecke). Beim Aussteigen hat er sie im Wagen gelassen und dann vergessen. Bis zum Zubettgehen, denn dann ging das Gejaule wieder los.
Und was macht das Muttertier? Es ist gemein. Es verweigert den hektischen Alarmstart Richtung Haus, um dem Wunsch des geliebten Erstgeborenen nachzukommen. Stattdessen hat das Muttertier den Großen als Mamascheuche bezeichnet, der es nur darum geht, die Mama im unpassendsten Moment loszuscheuchen. Ich scheuche, also bin ich!
Nee, nicht mehr mit mir. Ab heute wird gestreikt. Ich habe keine Lust mehr. Mamascheuche adé!
Ich liebe meine Kinder.
Aber ich liebe auch mich selbst und ich denke, dass das ganz wichtig ist, um eine gute und zufriedene Mutter für die Kinder zu sein.
Und dazu gehört auch, dass meine Kinder lernen, dass sie die Mama nicht zu ihrem Vergnügen und ihrer Bequemlichkeit fröhlich herumscheuchen dürfen.
Ich bin die Mutter meiner Kinder und nicht ihre Freundin. Das klingt jetzt hart und herzlos, aber Freundschaft erfordert Augenhöhe und Gleichberechtigung und die ist im Eltern-Kind-Verhältnis nicht angebracht.
Was soll ich tun, wenn mein Kind sich beispielsweise weigert, ein wichtiges Medikament zu nehmen oder später mal die Hausaufgaben zu machen? Da muss ich Mutter sein und den Mut haben, mich ganz gepflegt unbeliebt zu machen, um unpopuläre und notwendige Maßnahmen durchzusetzen. Hätte ich diesen Mut und die Bereitschaft zur Unpopularität nicht, dann wäre ich eine schlechte Mutter.
Denn Kinder brauchen Grenzen, um Regelmäßigkeit und Geborgenheit zu erfahren. Und auch um zu lernen, wann man eine Grenze mal überschreiten muss und dass sie die Konsequenzen daraus tragen müssen. Sie lernen, dass es Dinge gibt, die man diskutieren kann und dass man bei anderen Dingen einfach mal der Autorität gehorchen muss.
Über den Pullover, den sie anziehen sollen, kann man gern mal diskutieren, wenn die Zeit dafür da ist. Aber über die Hand am Küchenherd diskutiere ich nicht, da gibts sofort Mamamecker. Und zwar so, dass die lieben Kleinen auch merken, dass sie gerade Mist gebaut haben.
Würde ich meine Position als Freundin meiner Kinder definieren, müsste ich in so einer Situation fürchten, ihre Freundschaft zu verlieren.
Definiere ich mich als Mutter, muss ich das nicht fürchten.
Und wenn mir später mal ein "Mama, du bist echt fies und gemein und ich hab dich gar nicht mehr lieb!" entgegenschallen wird, dann weiß ich, die beruhigen sich auch wieder. Ich kann also ganz entspannt ein "ich hab dich auch ganz doll lieb, mein Kind!" zurückflöten.
Auch wenn es mir beim ersten Mal wahrscheinlich doch wehtun wird...denn natürlich habe ich meine beiden Burschen sehr lieb.
Liebe Grüße
PostpanaMAMAxi
Jetzt wisst Ihr einen Teil des Hintergrundes zu meinem Nick.
Montag, 21. März 2011
Gewonnen!
Vor ein paar Tagen erreichte mich die Nachricht von Jessy von der Seifenmanufaktur Freudenberger, dass ich bei ihrer Blogcandy-Verlosung gewonnen habe.
Und hier ist mein Gewinn:
Da ich meine Kamera nicht finden kann (wahrscheinlich ist sie mitsamt der Jacke meines Zukünftigen zur Arbeit gefahren) habe ich mir erlaubt, das Foto von Jessys Blog auszuborgen.
Sobald sich die Kamera wieder eingefunden hat, gibt es mehr und vor allem eigene Fotos.
Denn in meinem Päckchen war noch viel mehr auszupacken und ich möchte Euch gern den gesamten Inhalt zeigen.
Liebe Jessy, ich danke Dir für das tolle Päckchen und die schnuffigen Überraschungen darin. Allein von der Optik sind sie schon ein Genuss!
Sie werden jetzt peu a peu verwendet. Das Feedback für Deinen Prototyp, den ich besonders gern testen werde, wird folgen. Optisch und Dufttechnisch gefällt mir alles schon mal sehr gut!
Ich wünsche Euch eine gute ruhige Nacht und morgen einen schönen erfolgreichen Tag.
Postpanamamaxi
PS: Mit Erstaunen sehe ich gerade, dass ich heute meinen 100. Post geschrieben habe. Angefangen bin ich am 1.11.2010, mein Blog ist also noch richtig neu.
Trotzdem ist mein Blog bereits 8106mal aufgerufen und von 53 Lesern abonniert worden. Angesichts anderer Blogs zu anderen Themengebieten mag das bescheiden aussehen, mich aber erfüllt es mit Freude.
Offenbar trifft etwas von der bunten Mischung, die ich hier niederschreibe, bei den Lesern auf den Punk, denn auch Eure Kommentare zeigen mir, wie sehr Ihr Euch damit auseinandersetzt.
Und da möchte ich jetzt herzlichen Dank dafür sagen. Dass Ihr mir Eure Zeit schenkt und Euer geschätztes Feedback.
Ich werde mich weiterhin bemühen, niveauvolle, humorvolle, kritische, warmherzige, rundum-kreative und interessante Texte zu verfassen, damit auch zukünftig das Reinschauen bei mir lohnt! Und ich werde weiterhin authentisch bleiben.
Danke auch für diese umwerfende Resonanz auf die Brautbukett-Aktion. Ich halte Euch auf dem Laufenden. Derzeit tüftel ich noch an der Verpackung der Tauschseifen und es stehen noch ein paar Fotos von Knöpfen aus, aber Eure Geduld wird sich lohnen.
Und im Sommer (nach der Hochzeit) werde ich auch wieder ein verrücktes Blogcandy aushecken für Euch. Dranbleiben lohnt!
Und hier ist mein Gewinn:
| Foto ausgeborgt von Seifenmanufaktur Freudenberger |
Sobald sich die Kamera wieder eingefunden hat, gibt es mehr und vor allem eigene Fotos.
Denn in meinem Päckchen war noch viel mehr auszupacken und ich möchte Euch gern den gesamten Inhalt zeigen.
Liebe Jessy, ich danke Dir für das tolle Päckchen und die schnuffigen Überraschungen darin. Allein von der Optik sind sie schon ein Genuss!
Sie werden jetzt peu a peu verwendet. Das Feedback für Deinen Prototyp, den ich besonders gern testen werde, wird folgen. Optisch und Dufttechnisch gefällt mir alles schon mal sehr gut!
Ich wünsche Euch eine gute ruhige Nacht und morgen einen schönen erfolgreichen Tag.
Postpanamamaxi
PS: Mit Erstaunen sehe ich gerade, dass ich heute meinen 100. Post geschrieben habe. Angefangen bin ich am 1.11.2010, mein Blog ist also noch richtig neu.
Trotzdem ist mein Blog bereits 8106mal aufgerufen und von 53 Lesern abonniert worden. Angesichts anderer Blogs zu anderen Themengebieten mag das bescheiden aussehen, mich aber erfüllt es mit Freude.
Offenbar trifft etwas von der bunten Mischung, die ich hier niederschreibe, bei den Lesern auf den Punk, denn auch Eure Kommentare zeigen mir, wie sehr Ihr Euch damit auseinandersetzt.
Und da möchte ich jetzt herzlichen Dank dafür sagen. Dass Ihr mir Eure Zeit schenkt und Euer geschätztes Feedback.
Ich werde mich weiterhin bemühen, niveauvolle, humorvolle, kritische, warmherzige, rundum-kreative und interessante Texte zu verfassen, damit auch zukünftig das Reinschauen bei mir lohnt! Und ich werde weiterhin authentisch bleiben.
Danke auch für diese umwerfende Resonanz auf die Brautbukett-Aktion. Ich halte Euch auf dem Laufenden. Derzeit tüftel ich noch an der Verpackung der Tauschseifen und es stehen noch ein paar Fotos von Knöpfen aus, aber Eure Geduld wird sich lohnen.
Und im Sommer (nach der Hochzeit) werde ich auch wieder ein verrücktes Blogcandy aushecken für Euch. Dranbleiben lohnt!
Donnerstag, 17. März 2011
ich bin es müde
Ich mag nicht mehr.
Ständig neue Hiobsbotschaften im Fernsehen und Radio, in den Zeitungen und im Internet.
Es ermüdet mich über die Maßen.
Wie erklärt man einem Vierjährigen, was ein explodierender Atomreaktor ist und was es bedeutet? Ich habe es versucht und bin kläglich gescheitert...oder auch nicht, denn mein Sohn hat mich hinterher gefragt, warum die Menschen so dumm sind, sowas Giftiges zu verbrennen, wenn man doch auch mit anderen Sachen Strom erzeugen könnte.
Ich fühlte mich trotzdem wie der zweite Sieger in einer Schlacht.
Denn ich hatte irgendwie gehofft, dass meine Schonfrist, bis ich diese Thematik meinen Kindern erklären muss, ein paar Jahre länger wäre. Der Große ist doch erst VIER!
Aber angesichts der Überflutung mit den Medien lässt sich dieses Thema nicht verheimlichen. Und eigentlich will ich meine Kinder auch schützen, indem ich sie stark und bewusst mache und nicht in Watte gepackt aufwachsen lasse.
Und überhaupt, wie erklärt man das Unerklärliche? Wie erklärt man einem Kind, dass die Menschen wider besseres Wissen so dumm sind, Atomreaktoren auf eine tektonisch aktive Zone zu stellen? Wobei das nicht unbedingt nur ein japanisches Phänomen ist. Auch in Deutschland und den USA gibt es AKWs auf tektonisch aktivem Gebiet.
Solche Tagen wie diese zeigen mir nicht nur in aller Deutlichkeit, dass ich meinen Kindern schon jetzt nicht mehr alle Fragen beantworten kann (und ich dachte immer, ich wäre eine gute Erklärerin!).
Es zeigt mir auch, dass ich sie nicht beschützen kann. Weder im Mutterleib noch an meiner Seite.
Eine simple Tatsache, die ich eigentlich spätestens bei der ersten Fehlgeburt anerkennen musste, aber man verdrängt dieses Wissen, um normal weiterleben zu können. Nur so bleibt Platz für Lebensfreude, die wir zum Leben so dringend benötigen.
Manchmal ist Verdrängung die einzige Möglichkeit, im Alltag zurechtzukommen.
Es hat nichts mit Oberflächlichkeit oder Ignoranz zu tun, wenn man sich gelegentliche wohldosierte Alltagsfluchten gönnt. Sondern mit Weiterleben.
Man kann der Realität umso gefasster ins Auge blicken, wenn man sich zwischendurch Pausen zum Auftanken der mentalen Reserven erlaubt.
Es ist eine uralte Überlebensstrategie, die wahrscheinlich im Verlauf der Evolution erworben wurde.
Und ich halte es für eine Unverschämtheit von profilneurotischen Verwirrten, bösartige Kommentare in Blogs von Leuten zu hinterlassen, die sich entschlossen haben, NICHT über die Ereignisse in Japan zu bloggen und ihren Blog als Oase des Friedens, der Schönheit und der Kreativität zu bewahren. Oasen, die ich immer als sehr wohltuend empfinde und im Moment besonders gern aufsuche.
Ich weiß schon, warum ich als Verfechter der Meinungsfreiheit trotzdem darauf beharre, Kommentare erst nach Sichtung meinerseits freizugeben.
Und anonyme polemisierende Kommentatoren, lasst Euch sagen: Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden. Wir lachen Euch einfach aus.
Liebe BloggerInnen, bitte zieht weiter Euer Ding durch. Und es ist egal, ob Ihr Euch für oder gegen das Thema Japan in Euren Blogs entscheidet, wichtiger ist in jedem Fall, dass Ihr authentisch bleibt und Euch selbst die Treue bewahrt.
Nachdenkliche Grüße
Postpanamamaxi
Ständig neue Hiobsbotschaften im Fernsehen und Radio, in den Zeitungen und im Internet.
Es ermüdet mich über die Maßen.
Wie erklärt man einem Vierjährigen, was ein explodierender Atomreaktor ist und was es bedeutet? Ich habe es versucht und bin kläglich gescheitert...oder auch nicht, denn mein Sohn hat mich hinterher gefragt, warum die Menschen so dumm sind, sowas Giftiges zu verbrennen, wenn man doch auch mit anderen Sachen Strom erzeugen könnte.
Ich fühlte mich trotzdem wie der zweite Sieger in einer Schlacht.
Denn ich hatte irgendwie gehofft, dass meine Schonfrist, bis ich diese Thematik meinen Kindern erklären muss, ein paar Jahre länger wäre. Der Große ist doch erst VIER!
Aber angesichts der Überflutung mit den Medien lässt sich dieses Thema nicht verheimlichen. Und eigentlich will ich meine Kinder auch schützen, indem ich sie stark und bewusst mache und nicht in Watte gepackt aufwachsen lasse.
Und überhaupt, wie erklärt man das Unerklärliche? Wie erklärt man einem Kind, dass die Menschen wider besseres Wissen so dumm sind, Atomreaktoren auf eine tektonisch aktive Zone zu stellen? Wobei das nicht unbedingt nur ein japanisches Phänomen ist. Auch in Deutschland und den USA gibt es AKWs auf tektonisch aktivem Gebiet.
Solche Tagen wie diese zeigen mir nicht nur in aller Deutlichkeit, dass ich meinen Kindern schon jetzt nicht mehr alle Fragen beantworten kann (und ich dachte immer, ich wäre eine gute Erklärerin!).
Es zeigt mir auch, dass ich sie nicht beschützen kann. Weder im Mutterleib noch an meiner Seite.
Eine simple Tatsache, die ich eigentlich spätestens bei der ersten Fehlgeburt anerkennen musste, aber man verdrängt dieses Wissen, um normal weiterleben zu können. Nur so bleibt Platz für Lebensfreude, die wir zum Leben so dringend benötigen.
Manchmal ist Verdrängung die einzige Möglichkeit, im Alltag zurechtzukommen.
Es hat nichts mit Oberflächlichkeit oder Ignoranz zu tun, wenn man sich gelegentliche wohldosierte Alltagsfluchten gönnt. Sondern mit Weiterleben.
Man kann der Realität umso gefasster ins Auge blicken, wenn man sich zwischendurch Pausen zum Auftanken der mentalen Reserven erlaubt.
Es ist eine uralte Überlebensstrategie, die wahrscheinlich im Verlauf der Evolution erworben wurde.
Und ich halte es für eine Unverschämtheit von profilneurotischen Verwirrten, bösartige Kommentare in Blogs von Leuten zu hinterlassen, die sich entschlossen haben, NICHT über die Ereignisse in Japan zu bloggen und ihren Blog als Oase des Friedens, der Schönheit und der Kreativität zu bewahren. Oasen, die ich immer als sehr wohltuend empfinde und im Moment besonders gern aufsuche.
Ich weiß schon, warum ich als Verfechter der Meinungsfreiheit trotzdem darauf beharre, Kommentare erst nach Sichtung meinerseits freizugeben.
Und anonyme polemisierende Kommentatoren, lasst Euch sagen: Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden. Wir lachen Euch einfach aus.
Liebe BloggerInnen, bitte zieht weiter Euer Ding durch. Und es ist egal, ob Ihr Euch für oder gegen das Thema Japan in Euren Blogs entscheidet, wichtiger ist in jedem Fall, dass Ihr authentisch bleibt und Euch selbst die Treue bewahrt.
Nachdenkliche Grüße
Postpanamamaxi
Abonnieren
Posts (Atom)
Disclaimer
Ich erkläre hiermit, dass ich mich ausdrücklich von allen Inhalten der von mir verlinkten Seiten in meinem Blog distanziere und mir deren Inhalt nicht zu Eigen mache.
Alle Bilder und Texte dieses Blogs sind mein persönliches und geistiges Eigentum und dürfen nicht kopiert oder veröffentlicht werden.
Sie unterliegen dem Copyright und dürfen nicht ohne meine Erlaubnis in irgendeiner Form weiterverwendet werden.
Alle Bilder und Texte dieses Blogs sind mein persönliches und geistiges Eigentum und dürfen nicht kopiert oder veröffentlicht werden.
Sie unterliegen dem Copyright und dürfen nicht ohne meine Erlaubnis in irgendeiner Form weiterverwendet werden.
