Na, sagt Euch dieser Name etwas?
Bis gestern habe ich damit nur den heimlichen Namen des Mädchens verbunden, das im Märchen "Krabat" den bösen Zauber bricht und ihre Liebe befreit. Diese Geschichte ist zauberhaft, und es lohnt sich, nicht nur die Realverfilmung von 2008, sondern auch den Zeichentrickfilm aus den 70er Jahren anzusehen. Und natürlich das Buch von Otfried Preussler zu lesen (meines steht im Schrank und ich werde es beizeiten meinen Kindern vorlesen).
Aber gestern kam ein neuer Aspekt dazu. Ein akustischer, um genau zu sein.
Ein Freitagvormittag in einer Dithmarscher Kleinstadt. Den Großen hatte ich in der Vorschule abgeliefert, der Kleine lief mit mir über den Wochenmarkt. Ich mag es, mit den Kindern über Wochenmärkte zu gehen, weil das Einkaufen dort ein geradezu sinnliches Erlebnis ist und sie hoffentlich etwas mehr Wertschätzung für unsere tägliche Nahrung lehrt.
Ein Cappuccino im Straßencafé...und dann das vertraute Geräusch einer Sackpfeife. Und einer Drehleier. Von irgendwoher auf dem Markt.
Die Musik will mich davontragen, also muss ich kurz die Augen schließen und im Geiste verwandelt sich die moderne Altstadt in einen Ort, wo die jetzt denkmalgeschützten Bauten noch nagelneu und der Dom noch gar nicht so alt sind und wo das alte Kloster noch existiert.
Markttag ist noch immer, aber die angebotenen Waren und Lebensmittel sind andere, und die Menschen benutzen überwiegend ihre Füße oder Tragtiere als Verkehrsmittel.
Dann wird die Musik lauter, die Musiker haben sich jetzt in meiner Nähe postiert und spielen bekannte und unbekannte mittelalterliche Weisen. Ich bin begeistert und verweile extra länger, um zuhören zu können. Einige der Stücke kenne ich gut und es juckt mich in den Beinen, die vertrauten Tanzschritte zu machen.
Nein, mein Dreijähriger hat keine Lust, mal an der Drehleier zu kurbeln, als es ihm freundlich von Eric angeboten wird. Ungewohnt schüchtern versteckt er sich hinter meinem Bein, um derart geschützt seiner Neugier zu folgen und dahinter rauszugucken.
Ich lache Britta an und wage die Vermutung, dass mein Jungsvolk später wohl eher zur Sackpfeife greifen werden, um mir mit dem damit erzeugbaren Lärm den Verstand und den letzten Rest Gehör wegzutröten. Denn gerade der Anfang mit dem Dudelsackspiel ist bekanntermaßen schwierig und zuerst fabriziert man damit eher Lärm als hörbare Musik. Dass meine Jungs über Lungenvolumen verfügen, haben sie schon damit bewiesen, als sie bei der EM statt auf der Vuvuzela auf der Gießkanne getrötet haben.
Na, notfalls würde meine Brut musiktechnisch auf den Dachboden der Garage auswandern müssen. Dort ist Platz für einen richtigen kleinen Probenraum. Und genügend Abstand, um keinen zu stören.
Ich liebe Musik, auch wenn mir leider niemals eine musikalische Ausbildung zuteil geworden ist. Ich singe für mein Leben gern, auch wenn ich es nicht sonderlich gut beherrsche. Und ich hoffe, dass ich meinen Jungs diese Freude weitergeben kann. Man muss kein Instrument spielen, um Freude an Musik zu haben. Wenn sie aber Lust haben, ein Instrument zu erlernen, dann werde ich sie fördern, so gut ich kann.
Am Ende unseres fröhlichen Marktgesprächs erhielt ich dann eine Karte von den beiden sympathischen Musikern. Ihr Duo heißt "Cantorca".
Als ich diesen Namen las, musste ich lächeln. Krabat ist eine meiner Lieblingsgeschichten und besonders die tschechische Zeichentrickverfilmung aus den 70er Jahren hat sich bei mir unvergesslich eingeprägt. Ein wunderschöner Name für ein Musikprojekt, das sich bekannten mittelalterlichen Weisen, aber auch brandneuen Eigenkompositionen verschrieben hat.
Ich wünsche Britta und Eric von Herzen viel Erfolg auf ihrem Weg. Und damit Ihr hören könnt, was ich nur beschreiben konnte, empfehle ich Euch folgende Seite:
Musik zum Reinhören
Samstag, 11. August 2012
Freitag, 10. August 2012
Dummipiefel!
Der Modetipp für den Sommer 2012 lautet: Dummipiefel!
Gummistiefel. Ohne geht es dieses Jahr nicht.
Eigentlich sollen sie verhindern, dass man nasse Füße bekommt (beim norddeutschen Sommer 2012 braucht man sie wirklich dringend!).
Aber man kann sich damit auch auf wunderbar unterhaltsame Weise nasse Füße holen, nasse Hosenbeine, nasse Ärmel...meine beiden Jungs haben es heute mal wieder demonstriert.
Rezept:
2 kleine Jungs in Gummistiefeln
2 Gießkannen
1 Planschbecken mit 5cm Restwasserstand
1 Augenblick, wo die Eltern im Haus sind und scheinbar nicht mitkriegen, was die Brut da draußen anstellt (in Wirklichkeit standen wir hinter der Gardine und lachten uns kringelig!)
Unser Großer hat es dann vorgemacht: Er hat die Gießkanne angesetzt und sich das Wasser in die Stiefel eingefüllt. Unser Kleiner ist das Vorhaben dann anders angegangen und hat sich erst die Stiefel ausgezogen, bevor er sie mit der kleinen Kindergießkanne befüllte, um dann wieder hineinzusteigen.
Und dann ging es mit überlaufenden Gummistiefeln das Klettergerüst hinauf und die Rutsche runter.
Beide Jungs haben sich köstlich amüsiert bei diesem Blödsinn. Und die Runde in der Badewanne, die sie zum Aufwärmen gemacht haben (bei uns waren es mal wieder keine 18 Grad Außentemperatur), schienen sie noch als Belohnung zu empfinden.
Aber der Spaß war es wert, scheinen sie gedacht zu haben (uns Erwachsenen hat es jedenfalls viel Spaß gemacht, den beiden Heinis beim Unfugmachen zuzusehen!).
Gummistiefel. Ohne geht es dieses Jahr nicht.
Eigentlich sollen sie verhindern, dass man nasse Füße bekommt (beim norddeutschen Sommer 2012 braucht man sie wirklich dringend!).
Aber man kann sich damit auch auf wunderbar unterhaltsame Weise nasse Füße holen, nasse Hosenbeine, nasse Ärmel...meine beiden Jungs haben es heute mal wieder demonstriert.
Rezept:
2 kleine Jungs in Gummistiefeln
2 Gießkannen
1 Planschbecken mit 5cm Restwasserstand
1 Augenblick, wo die Eltern im Haus sind und scheinbar nicht mitkriegen, was die Brut da draußen anstellt (in Wirklichkeit standen wir hinter der Gardine und lachten uns kringelig!)
Unser Großer hat es dann vorgemacht: Er hat die Gießkanne angesetzt und sich das Wasser in die Stiefel eingefüllt. Unser Kleiner ist das Vorhaben dann anders angegangen und hat sich erst die Stiefel ausgezogen, bevor er sie mit der kleinen Kindergießkanne befüllte, um dann wieder hineinzusteigen.
Und dann ging es mit überlaufenden Gummistiefeln das Klettergerüst hinauf und die Rutsche runter.
Beide Jungs haben sich köstlich amüsiert bei diesem Blödsinn. Und die Runde in der Badewanne, die sie zum Aufwärmen gemacht haben (bei uns waren es mal wieder keine 18 Grad Außentemperatur), schienen sie noch als Belohnung zu empfinden.
Aber der Spaß war es wert, scheinen sie gedacht zu haben (uns Erwachsenen hat es jedenfalls viel Spaß gemacht, den beiden Heinis beim Unfugmachen zuzusehen!).
Dienstag, 7. August 2012
Sie sind wieder da!
Zwei ganze Jahre hatte ich Ruhe.
Und ich muss sagen, ich habe sie nicht unbedingt vermisst...Drosophila ist wieder da. Natürlich nicht allein, sondern mit einem Schwung vermehrungsfreudiger Freundinnen und Freunde. Sozusagen ein Fruchtfliegenswingerclub in meiner Küche.
Fruchtfliegen sind eine echte Plage. Nachdem ich vor zwei Jahren wochenlang täglich zweimal mit dem Staubsaugerschlauch auf Fruchtfliegenfangtour ging, hatte ich mir angewöhnt, sämtliche riskanten Früchte bis direkt vorm Verzehr nur noch im Kühlschrank zu lagern bzw. Ananas nur noch im Garten zu verarbeiten.
Denn gerade die Ananas ist ein Fruchtfliegentaxi. Ein Großraumtaxi! Mit dieser Frucht hatte ich mir damals die Plage ins Haus geschleppt. Seitdem kann mich dieses Obst nicht mehr wirklich verlocken.
Aber alle Vorsichtsmaßnahmen nützen nichts, wenn andere Gäste dieses Hauses sich unwissenderweise als Fruchtfliegentaxi betätigen.
Die Familie einer Freundin liebt meine Konfitüren. So ein großes Glas Erdbeermarmelade ist schon mal an einem Wochenende weg. Einfach inhaliert. Oder verdunstet?
Auf jeden Fall waren wir letzten Mittwoch verabredet. Eigentlich zum gemeinsamen Badebomben und Sugarscrub-Machen. Und dann brachte meine Freundin mir wohlmeinenderweise noch Erdbeernachschub, Gelierzucker und neue leere Gläser mit. Und einen Schwung vermehrungsfreudiger Fruchtfliegen.
Leider habe ich diesen Infiltrationsversuch der Fruchtfliegen erst nach einer Stunde bemerkt, als sich schon ein Großteil in meiner Küche verteilt hatte. Auch die sofortige Entfernung der verseuchten Erdbeertüte konnte nur noch begrenzt für Linderung sorgen.
Ich habe mich dann zur weiteren Schadensbegrenzung trotz Müdigkeit noch um 21 Uhr damit befasst, die Erdbeeren gründlich gewaschen, geputzt und zu Konfitüre verarbeitet.
Außerdem habe ich gleich eine Fruchtfliegenfalle installiert.
Während mir die Fruchtfliegen um den Kopf schwebten und zu fragen schienen, ob sie denn mal probieren dürften.
Tja, seitdem habe ich wieder diese ungeliebten Haustiere. Morgens, wenn ich den Wasserkessel für meinen Wachwerdcappuccino aufsetze, schweben sie elegant vom feuchten Spülschwamm in die Luft hinauf und scheinen auf Futterjagd zu gehen.
Ich bemühe mich, alles potenziell Essbare aus ihrem Weg zu schaffen. Also kein offenes Obst oder Gemüse, täglichen Wechsel der Mülleimerbeutel, sämtliche Kindertrinkbecher werden nach Gebrauch umgehend klar ausgespült und in die Geschirrspülmaschine geräumt.
Die professionelle Fruchtfliegenfalle, die ich umgehend aufgestellt hatte, scheint sie nicht im Geringsten zu amüsieren. Und meine selbstgebastelte Falle, bestehend aus Fruchtsaft, einem Schuss Essig und etwas Spülmittel, scheint sie ebenfalls nicht sonderlich zu beeindrucken.
Wahrscheinlich feiern sie damit eine Drogenparty.
Es wird wohl nichts nützen, ich werde scheinbar wieder zum bewährten Staubsauger greifen müssen und mit dem Rüssel herumfuchteln wie ein Jedi mit dem Laserschwert.
Ich wette, meine Jungs werden daran Spaß haben!
Und ich muss sagen, ich habe sie nicht unbedingt vermisst...Drosophila ist wieder da. Natürlich nicht allein, sondern mit einem Schwung vermehrungsfreudiger Freundinnen und Freunde. Sozusagen ein Fruchtfliegenswingerclub in meiner Küche.
Fruchtfliegen sind eine echte Plage. Nachdem ich vor zwei Jahren wochenlang täglich zweimal mit dem Staubsaugerschlauch auf Fruchtfliegenfangtour ging, hatte ich mir angewöhnt, sämtliche riskanten Früchte bis direkt vorm Verzehr nur noch im Kühlschrank zu lagern bzw. Ananas nur noch im Garten zu verarbeiten.
Denn gerade die Ananas ist ein Fruchtfliegentaxi. Ein Großraumtaxi! Mit dieser Frucht hatte ich mir damals die Plage ins Haus geschleppt. Seitdem kann mich dieses Obst nicht mehr wirklich verlocken.
Aber alle Vorsichtsmaßnahmen nützen nichts, wenn andere Gäste dieses Hauses sich unwissenderweise als Fruchtfliegentaxi betätigen.
Die Familie einer Freundin liebt meine Konfitüren. So ein großes Glas Erdbeermarmelade ist schon mal an einem Wochenende weg. Einfach inhaliert. Oder verdunstet?
Auf jeden Fall waren wir letzten Mittwoch verabredet. Eigentlich zum gemeinsamen Badebomben und Sugarscrub-Machen. Und dann brachte meine Freundin mir wohlmeinenderweise noch Erdbeernachschub, Gelierzucker und neue leere Gläser mit. Und einen Schwung vermehrungsfreudiger Fruchtfliegen.
Leider habe ich diesen Infiltrationsversuch der Fruchtfliegen erst nach einer Stunde bemerkt, als sich schon ein Großteil in meiner Küche verteilt hatte. Auch die sofortige Entfernung der verseuchten Erdbeertüte konnte nur noch begrenzt für Linderung sorgen.
Ich habe mich dann zur weiteren Schadensbegrenzung trotz Müdigkeit noch um 21 Uhr damit befasst, die Erdbeeren gründlich gewaschen, geputzt und zu Konfitüre verarbeitet.
Außerdem habe ich gleich eine Fruchtfliegenfalle installiert.
Während mir die Fruchtfliegen um den Kopf schwebten und zu fragen schienen, ob sie denn mal probieren dürften.
Tja, seitdem habe ich wieder diese ungeliebten Haustiere. Morgens, wenn ich den Wasserkessel für meinen Wachwerdcappuccino aufsetze, schweben sie elegant vom feuchten Spülschwamm in die Luft hinauf und scheinen auf Futterjagd zu gehen.
Ich bemühe mich, alles potenziell Essbare aus ihrem Weg zu schaffen. Also kein offenes Obst oder Gemüse, täglichen Wechsel der Mülleimerbeutel, sämtliche Kindertrinkbecher werden nach Gebrauch umgehend klar ausgespült und in die Geschirrspülmaschine geräumt.
Die professionelle Fruchtfliegenfalle, die ich umgehend aufgestellt hatte, scheint sie nicht im Geringsten zu amüsieren. Und meine selbstgebastelte Falle, bestehend aus Fruchtsaft, einem Schuss Essig und etwas Spülmittel, scheint sie ebenfalls nicht sonderlich zu beeindrucken.
Wahrscheinlich feiern sie damit eine Drogenparty.
Es wird wohl nichts nützen, ich werde scheinbar wieder zum bewährten Staubsauger greifen müssen und mit dem Rüssel herumfuchteln wie ein Jedi mit dem Laserschwert.
Ich wette, meine Jungs werden daran Spaß haben!
Montag, 6. August 2012
Aus der Maschine gepurzelt...
Freitagabend ist mir dieses süße Mädchenkleid aus der Nähmaschine gepurzelt.
Solche Projekte, die keine große Vorbereitung benötigen und an einem Abend genäht sind, machen mir immer besonders großes Vergnügen.
Es ist komplett mit leichtem Baumwollpopeline gefüttert für besseren Sitz und die obere Lage des Rocks ist vorn geschlitzt, damit er beim Drehen aufschwingt. Der Oberstoff ist aus reiner Baumwolle mit einem zarten Druckmotiv.
Ich liebe solche Modelle und nenne sie gern "Drehkleider", denn genau hierzu verleiten sie ihre kleinen Trägerinnen...
Und dieses Kleid hat einen Zwilling, es gibt also gleich zwei Exemplare davon. Empfängerin Nummer 1 war schon höchst angetan, nun bin ich neugierig, was Empfängerin Nummer 2 dazu sagen wird!
Solche Projekte, die keine große Vorbereitung benötigen und an einem Abend genäht sind, machen mir immer besonders großes Vergnügen.
Es ist komplett mit leichtem Baumwollpopeline gefüttert für besseren Sitz und die obere Lage des Rocks ist vorn geschlitzt, damit er beim Drehen aufschwingt. Der Oberstoff ist aus reiner Baumwolle mit einem zarten Druckmotiv.
Ich liebe solche Modelle und nenne sie gern "Drehkleider", denn genau hierzu verleiten sie ihre kleinen Trägerinnen...
Und dieses Kleid hat einen Zwilling, es gibt also gleich zwei Exemplare davon. Empfängerin Nummer 1 war schon höchst angetan, nun bin ich neugierig, was Empfängerin Nummer 2 dazu sagen wird!
Sonntag, 5. August 2012
Wie verpacke ich es richtig...
Ich bin immer wieder begeistert, was die Leute alles mit Papier anstellen können.
Oft sehe ich eine Verpackung, die mir sehr gut gefällt und wo ich dann denke, dass sie eine perfekte Verpackung für Seife oder Badeprodukte abgeben würde.
Bis ich dann erkenne, dass es sich entweder um Modelle handelt, für die man eine teure Schneidemaschine und passende Schablonen benötigt, oder man muss an jedem Teil Ewigkeiten lang von Hand herumschneiden, falten und kleben.
So richtig befriedigend ist das dann doch nicht.
Natürlich kann man auch fertige Verpackungen kaufen. Es gibt Händler, die auch 100er Stückzahlen an kleine Seifensiedereien wie die meine liefern. Aber die Preise dämpfen die Euphorie schnell wieder.
Schließlich soll es einfach nur eine hübsche Verpackung sein, die meine Produkte aufwertet, aber nicht im Aufwand und Wert übersteigt. Denn kein Kunde wird mir meine Ware deutlich teurer bezahlen, nur weil sie aufwendiger verpackt wurde.
Es muss einigermaßen schnell gehen, stabil sein, für Badebomben, Cremedosen und Seifen gleichermaßen taugen, in mein Corporate Design passen, handgemacht und wertig aussehen und bei all den Vorteilen trotzdem preiswert bleiben.
Am besten wäre eine Verpackung, die der Kunde hinterher noch einmal weiterverwendet, weil sie so schön und praktisch ist.
Ich glaube, ich habe sie für mich entdeckt!
Und weil ich sie so schön finde, stelle ich heute meinen Prototypen vor:
Was mir jetzt zu meinem Glück noch fehlt, sind entweder ein Stempel mit meinem Logo - oder aber ich lasse mir gleich fertige Etiketten damit anfertigen.
Basis für diese Boxen sind klassische Chinaboxen. Sie bieten das geräumige Zuhause für mindestens 4 große Badebomben, mehrere Seifen, Badepralinen oder ein nettes Set aus Seife, Badekosmetik und pflegender Sheasahne.
Das Satinband und das ausgestanzte, gestempelte Logo werten diese Boxen auf und individualisieren sie. Statt der Botschaft "Für dich!" könnte hier auch ein Gruß mit saisonalem Bezug stehen.
Auf der Rückseite ist genügend Platz für ein Etikett, worauf mein Firmenlogo, die INCIs und die übrigen Pflichtangaben untergebracht werden können.
Liebe Teilnehmer des Seifensiedertreffens am 15.+16. September in der FBS Heide:
Wir werden uns im angekündigten Workshop zum Thema Verpackungen mit solchen Modellen wie diesen hier befassen. Geringer Aufwand, große Wirkung!
Ich freu mich auf Euch!
Oft sehe ich eine Verpackung, die mir sehr gut gefällt und wo ich dann denke, dass sie eine perfekte Verpackung für Seife oder Badeprodukte abgeben würde.
Bis ich dann erkenne, dass es sich entweder um Modelle handelt, für die man eine teure Schneidemaschine und passende Schablonen benötigt, oder man muss an jedem Teil Ewigkeiten lang von Hand herumschneiden, falten und kleben.
So richtig befriedigend ist das dann doch nicht.
Natürlich kann man auch fertige Verpackungen kaufen. Es gibt Händler, die auch 100er Stückzahlen an kleine Seifensiedereien wie die meine liefern. Aber die Preise dämpfen die Euphorie schnell wieder.
Schließlich soll es einfach nur eine hübsche Verpackung sein, die meine Produkte aufwertet, aber nicht im Aufwand und Wert übersteigt. Denn kein Kunde wird mir meine Ware deutlich teurer bezahlen, nur weil sie aufwendiger verpackt wurde.
Es muss einigermaßen schnell gehen, stabil sein, für Badebomben, Cremedosen und Seifen gleichermaßen taugen, in mein Corporate Design passen, handgemacht und wertig aussehen und bei all den Vorteilen trotzdem preiswert bleiben.
Am besten wäre eine Verpackung, die der Kunde hinterher noch einmal weiterverwendet, weil sie so schön und praktisch ist.
Ich glaube, ich habe sie für mich entdeckt!
Und weil ich sie so schön finde, stelle ich heute meinen Prototypen vor:
Was mir jetzt zu meinem Glück noch fehlt, sind entweder ein Stempel mit meinem Logo - oder aber ich lasse mir gleich fertige Etiketten damit anfertigen.
Basis für diese Boxen sind klassische Chinaboxen. Sie bieten das geräumige Zuhause für mindestens 4 große Badebomben, mehrere Seifen, Badepralinen oder ein nettes Set aus Seife, Badekosmetik und pflegender Sheasahne.
Das Satinband und das ausgestanzte, gestempelte Logo werten diese Boxen auf und individualisieren sie. Statt der Botschaft "Für dich!" könnte hier auch ein Gruß mit saisonalem Bezug stehen.
Auf der Rückseite ist genügend Platz für ein Etikett, worauf mein Firmenlogo, die INCIs und die übrigen Pflichtangaben untergebracht werden können.
Liebe Teilnehmer des Seifensiedertreffens am 15.+16. September in der FBS Heide:
Wir werden uns im angekündigten Workshop zum Thema Verpackungen mit solchen Modellen wie diesen hier befassen. Geringer Aufwand, große Wirkung!
Ich freu mich auf Euch!
Donnerstag, 28. Juni 2012
Vom Verlust der Unschuld
Wettbewerb und ein paar zünftige Rangeleien gehören zum Jungssein dazu.
Jungs brauchen die Möglichkeit, sich körperlich auszuleben und zu erproben, ihre Rangkämpfe auszuleben und das richtige Maß an elterlicher Einmischung, aber auch Zurückhaltung.
Typische Accessoires einer Jungskindheit auf dem Lande sind Gummistiefel (zu jeder Jahreszeit), ausgiebiges Wasserpüddern, eine Matschkuhle und natürlich Wasserpistolen!
Tolerante Eltern, die bei solchen wilden Aktionen entspannt mitlachen können und nicht sofort eingreifenderweise den Spaß abwürgen, sind hierbei sehr hilfreich.
Meine bilden da keine Ausnahme. Wobei diese Art Kindheit natürlich auch Mädchen guttun kann. Mädchen wie ich eines war.
Heute war so ein Jungstag bei uns.
Ein paar Häuser weiter lebt ein knapp Siebenjähriger, der heute Besuch von seinem gleichaltrigen Freund hatte. Nachdem sie in haarsträubender Weise mit den Rädern immer quer über die Straße geradelt waren, ohne auf den querfließenden Verkehr zu achten, brauchten sie ein anderes Betätigungsfeld.
Mein Fünfjähriger stand am Zaun, seine nagelneue Wasserpistole im Arm und voller Hoffnung, dass sie ihn mitspielen lassen würden.
Es ist so rührend, zu beobachten, wie frei und freundlich-einladend er auf andere Kinder seiner Größe zugeht und versucht, sie zum gemeinsamen Spiel zu gewinnen.
Dass er bei Gleichgroßen leider immer auf Kinder trifft, die mindestens 1-3 Jahre älter sind als er, liegt an seinem Hochwuchs. Mein Fünfjähriger ist schlau und sprachlich den Älteren ebenbürtig, aber im Herzen ist er eben noch Fünf und kein Schulkind.
Sein Wunsch wurde wahr, die beiden Jungs tauchten ihrerseits mit Wasserpistolen auf und ich habe sie freundlich eingeladen, alle zusammen in unserem Garten zu spielen (hauptsache, das Harakirifahrradfahren hörte auf und sie blieben von der Straße weg!).
Aber dann endete es so, dass sich die beiden Freunde zusammenrotteten und sie gemeinsam Jagd auf meinen Großen machten. Die typische Entwicklung, wenn drei Kinder zusammenkommen und zwei davon enger befreundet sind.
Zuerst machte er noch freundliche Miene zum bösen wilden Spiel, aber als er komplett durchnässt war, war er den Tränen nahe. Ihm fehlten die Worte, das Unrecht zu beschreiben, was die beiden wilden Jungs an ihm verübten. Er spürte aber deutlich, wie unfair die Situation war.
"Mama, die sind gemein!"
- "Ich weiß. Zwei gegen einen ist unfair. Da bist du unterlegen. Aber du bist schlauer als sie. Benutz den Kopf und überleg eine Taktik."
"Was würdest du tun, Mama?"
- "Hmm. Du bist pitschenass, noch nasser kannst du nicht werden. Also kannst du sie jetzt nassspritzen ohne zu befürchten, dass sie zurückschiessen. Du bist ja schon komplett nass."
"Aber die sind zu zweit und ich allein und wenn ich nachlade, dann bin ich Zielscheibe für sie!"
- "Ja, aber sie müssen auch mal nachladen. Und dann sind sie abgelenkt und beugen sich weit über das Planschbecken. Da reicht ein kleiner Schubs und die liegen im Pool."
Gesagt, getan.
Platsch.
Und dann bekam ich von dem einen unfreiwillig gebadeten Jungen zu hören, wie gemein das doch gewesen sei und überhaupt und sowieso...ich habe dann ganz ruhig geantwortet, dass er das Bad im Pool doch selbst herausgefordert hätte, indem er sich mit seinem Kumpel gegen meinen Jungen verbündet hätte, um ihn leichter zu besiegen. Zwei gegen einen ist nicht nur unfair, sondern auch noch feige. Sein eben noch so wilder Freund war dann auf einmal auch ganz kleinlaut und gemeinsam trollten sie sich ziemlich bedröppelt.
Tja, ich habe dann meine Kinder aus den nassen Klamotten gepellt und sie erstmal unter die Dusche zum Aufwärmen gestellt. Hier waren heute nur 16 Grad.
Und mein Fünfjähriger war stolz, sich gewehrt zu haben - und vor allem dass seine Gegenwehr erfolgreich war trotz der Übermacht der anderen. Das war eine sehr wichtige Lerneinheit für seine Persönlichkeitsentwicklung.
Aber seelenwund war ich, als er dann anschloss: "Ob die sich trockene Sachen anziehen und dann mal wiederkommen, um gemeinsam mit mir im Haus Lego zu spielen?"
Das ist typisch mein Fünfjähriger. Immer bereit, das Gute in seinen Mitmenschen zu sehen. Oder sehen zu wollen.
Ich werde ihn schützen, indem ich ihm beibringe, wie er sich selbst schützen und wehren kann.
Aber das erfordert, dass ich ihm genau diese Unschuld schrittweise und möglichst behutsam nehmen muss. Diese unschuldige, unwissende Freundlichkeit, mit der er auf seine Umwelt zugeht und die ich so liebe an ihm.
Denn die Welt ist nicht so gut, wie er es in seinem Herzen vermutet. Auch wenn es schön wäre, könnte sie so sein, wie er sie wahrnimmt!
Ich bin nicht nur stolz auf ihn und seine heutige Lektion. Ich bin auch stolz auf mich, dass ich mich nicht schützend vor ihn gestellt und ihn damit in den Augen der anderen Jungs zum Mamakind bloßgestellt habe.
Ich muss mich hinter ihn stellen, seinen Rücken decken, ihm Mut machen und ihn notfalls auffangen. Und manchmal auch bremsen, damit er keine anderen unter die Räder bekommt.
Das ist mein Platz in seinem Leben.
Jungs brauchen die Möglichkeit, sich körperlich auszuleben und zu erproben, ihre Rangkämpfe auszuleben und das richtige Maß an elterlicher Einmischung, aber auch Zurückhaltung.
Typische Accessoires einer Jungskindheit auf dem Lande sind Gummistiefel (zu jeder Jahreszeit), ausgiebiges Wasserpüddern, eine Matschkuhle und natürlich Wasserpistolen!
Tolerante Eltern, die bei solchen wilden Aktionen entspannt mitlachen können und nicht sofort eingreifenderweise den Spaß abwürgen, sind hierbei sehr hilfreich.
Meine bilden da keine Ausnahme. Wobei diese Art Kindheit natürlich auch Mädchen guttun kann. Mädchen wie ich eines war.
Heute war so ein Jungstag bei uns.
Ein paar Häuser weiter lebt ein knapp Siebenjähriger, der heute Besuch von seinem gleichaltrigen Freund hatte. Nachdem sie in haarsträubender Weise mit den Rädern immer quer über die Straße geradelt waren, ohne auf den querfließenden Verkehr zu achten, brauchten sie ein anderes Betätigungsfeld.
Mein Fünfjähriger stand am Zaun, seine nagelneue Wasserpistole im Arm und voller Hoffnung, dass sie ihn mitspielen lassen würden.
Es ist so rührend, zu beobachten, wie frei und freundlich-einladend er auf andere Kinder seiner Größe zugeht und versucht, sie zum gemeinsamen Spiel zu gewinnen.
Dass er bei Gleichgroßen leider immer auf Kinder trifft, die mindestens 1-3 Jahre älter sind als er, liegt an seinem Hochwuchs. Mein Fünfjähriger ist schlau und sprachlich den Älteren ebenbürtig, aber im Herzen ist er eben noch Fünf und kein Schulkind.
Sein Wunsch wurde wahr, die beiden Jungs tauchten ihrerseits mit Wasserpistolen auf und ich habe sie freundlich eingeladen, alle zusammen in unserem Garten zu spielen (hauptsache, das Harakirifahrradfahren hörte auf und sie blieben von der Straße weg!).
Aber dann endete es so, dass sich die beiden Freunde zusammenrotteten und sie gemeinsam Jagd auf meinen Großen machten. Die typische Entwicklung, wenn drei Kinder zusammenkommen und zwei davon enger befreundet sind.
Zuerst machte er noch freundliche Miene zum bösen wilden Spiel, aber als er komplett durchnässt war, war er den Tränen nahe. Ihm fehlten die Worte, das Unrecht zu beschreiben, was die beiden wilden Jungs an ihm verübten. Er spürte aber deutlich, wie unfair die Situation war.
"Mama, die sind gemein!"
- "Ich weiß. Zwei gegen einen ist unfair. Da bist du unterlegen. Aber du bist schlauer als sie. Benutz den Kopf und überleg eine Taktik."
"Was würdest du tun, Mama?"
- "Hmm. Du bist pitschenass, noch nasser kannst du nicht werden. Also kannst du sie jetzt nassspritzen ohne zu befürchten, dass sie zurückschiessen. Du bist ja schon komplett nass."
"Aber die sind zu zweit und ich allein und wenn ich nachlade, dann bin ich Zielscheibe für sie!"
- "Ja, aber sie müssen auch mal nachladen. Und dann sind sie abgelenkt und beugen sich weit über das Planschbecken. Da reicht ein kleiner Schubs und die liegen im Pool."
Gesagt, getan.
Platsch.
Und dann bekam ich von dem einen unfreiwillig gebadeten Jungen zu hören, wie gemein das doch gewesen sei und überhaupt und sowieso...ich habe dann ganz ruhig geantwortet, dass er das Bad im Pool doch selbst herausgefordert hätte, indem er sich mit seinem Kumpel gegen meinen Jungen verbündet hätte, um ihn leichter zu besiegen. Zwei gegen einen ist nicht nur unfair, sondern auch noch feige. Sein eben noch so wilder Freund war dann auf einmal auch ganz kleinlaut und gemeinsam trollten sie sich ziemlich bedröppelt.
Tja, ich habe dann meine Kinder aus den nassen Klamotten gepellt und sie erstmal unter die Dusche zum Aufwärmen gestellt. Hier waren heute nur 16 Grad.
Und mein Fünfjähriger war stolz, sich gewehrt zu haben - und vor allem dass seine Gegenwehr erfolgreich war trotz der Übermacht der anderen. Das war eine sehr wichtige Lerneinheit für seine Persönlichkeitsentwicklung.
Aber seelenwund war ich, als er dann anschloss: "Ob die sich trockene Sachen anziehen und dann mal wiederkommen, um gemeinsam mit mir im Haus Lego zu spielen?"
Das ist typisch mein Fünfjähriger. Immer bereit, das Gute in seinen Mitmenschen zu sehen. Oder sehen zu wollen.
Ich werde ihn schützen, indem ich ihm beibringe, wie er sich selbst schützen und wehren kann.
Aber das erfordert, dass ich ihm genau diese Unschuld schrittweise und möglichst behutsam nehmen muss. Diese unschuldige, unwissende Freundlichkeit, mit der er auf seine Umwelt zugeht und die ich so liebe an ihm.
Denn die Welt ist nicht so gut, wie er es in seinem Herzen vermutet. Auch wenn es schön wäre, könnte sie so sein, wie er sie wahrnimmt!
Ich bin nicht nur stolz auf ihn und seine heutige Lektion. Ich bin auch stolz auf mich, dass ich mich nicht schützend vor ihn gestellt und ihn damit in den Augen der anderen Jungs zum Mamakind bloßgestellt habe.
Ich muss mich hinter ihn stellen, seinen Rücken decken, ihm Mut machen und ihn notfalls auffangen. Und manchmal auch bremsen, damit er keine anderen unter die Räder bekommt.
Das ist mein Platz in seinem Leben.
Sonntag, 24. Juni 2012
Johanni
Heute ist Johannistag.
Und so sieht es schon den ganzen Tag aus bei uns:
Bald ist der Pool voll.
Nur nicht voll mit tobenden Kindern, die bei sommerlichem Wetter Abkühlung darin suchen und das Wasser bis an meine Küchenfensterscheiben spritzen. Keine wilden Wasserpistolen-Verfolgungsjagden der beiden Jungs rund um unser Haus herum. Auch keine Wasserbombenhinterhalte, in die man als ahnungsloses Muttertier bereitwillig und gutmütig hineintappt und wo man mit lautem pflichtschuldigem Mamagemecker ins Haus flüchtet.
Stattdessen ist das hier angesagt:
Warme Strickpuschen von Snoopy, die mich in einem liebevollen Kraftpaket erreicht haben. Genau im richtigen Moment für Kopf, Herz und eiskalte Füße.
Ich bin stolz auf diese Puschen wie ein kleines Mädchen, das sein erstes Paar Lackballerinas bekommt (ich war damals 6 Jahre, trug Größe 36 und fand es ganz toll, dass die Verkäuferin das als "Damengröße" bezeichnete - mittlerweile bin ich bei Größe 43 angelangt und finde es gar nicht mehr so toll, dass ich die allermeisten Schuhe, die mir gefallen, in meiner Größe gar nicht bekommen kann). Und es tut gut, zu wissen, dass da jemand ist, der an mich denkt und mir gut ist.
Der Johannistag ist also gründlichst ins Wasser gefallen.
Irgendwie auch passend, denn schließlich hat Johannes, dessen Tag wir heute feiern, mit Wasser getauft.
Mit Jordanwasser.
Damit wurden auch unsere Söhne getauft, denn ein paar liebe Menschen haben uns von einer Israelreise eine Flasche davon mitgebracht. Auch mein Wunsch nach einer Handvoll Erde aus dem Heiligen Land wurde erfüllt; sie wurde bei einer kleinen Andacht auf dem Sternenkinderfeld verstreut, damit auch diesen Kindern ein besonderes Geschenk zuteilwerden konnte.
Das Taufwasser unserer Kinder wird jetzt in kleinen Portionen weiterverschenkt an liebe Mitmenschen mit Taufkindern, denn wir sind der Meinung, dass es Unfug ist, sowas wie eine Reliquie aufzubewahren - und Sünde, es im Marmeladenglas im Wohnzimmerschrank herumstehen zu lassen, wenn man etwas Besseres damit tun kann.
Jordanwasser muss fließen, und so wird der Segen weitergereicht.
Heute kam das Wasser nicht aus dem Jordan, sondern vom Himmel. Es hat eigentlich den ganzen Tag geregnet, mal mehr, mal weniger stark und die Pausen waren so kurz, dass die Straße nicht abtrocknen konnte.
Johannes hat gesagt: Ich taufe euch mit Wasser. Aber nach mir wird einer kommen, dem ich nicht würdig bin, ihm seine Schuhe anzuziehen. Er wird euch mit Feuer und dem heiligen Geist taufen.
(Lukas 3:16)
Der Name Johannes hat eine Bedeutung: Gott hat Gnade erwiesen, Gott ist gnädig.
Und da haben wir wieder alle Stichworte beisammen: Schuhe. Wasser. Feuer. Johannistag und der Täufer. Und Namenstag meines Jüngsten. Auch wenn wir das nicht feiern und nur zur Kenntnis nehmen.
Ich wünsche Euch allen einen schönen Johannistag!
PS: Und wenn es morgen trocken ist, ernte ich trotzdem noch ein bisschen Rhabarber für Marmelade und Sirup! Auch wenn die Pflückzeit heute abläuft. Pah!
Und so sieht es schon den ganzen Tag aus bei uns:
| Wasser, Wasser, Wasser |
| Pladderwetter |
| Rutsche im Pool - DAS macht richtig Spaß im Sommer! |
Nur nicht voll mit tobenden Kindern, die bei sommerlichem Wetter Abkühlung darin suchen und das Wasser bis an meine Küchenfensterscheiben spritzen. Keine wilden Wasserpistolen-Verfolgungsjagden der beiden Jungs rund um unser Haus herum. Auch keine Wasserbombenhinterhalte, in die man als ahnungsloses Muttertier bereitwillig und gutmütig hineintappt und wo man mit lautem pflichtschuldigem Mamagemecker ins Haus flüchtet.
Stattdessen ist das hier angesagt:
Warme Strickpuschen von Snoopy, die mich in einem liebevollen Kraftpaket erreicht haben. Genau im richtigen Moment für Kopf, Herz und eiskalte Füße.
Ich bin stolz auf diese Puschen wie ein kleines Mädchen, das sein erstes Paar Lackballerinas bekommt (ich war damals 6 Jahre, trug Größe 36 und fand es ganz toll, dass die Verkäuferin das als "Damengröße" bezeichnete - mittlerweile bin ich bei Größe 43 angelangt und finde es gar nicht mehr so toll, dass ich die allermeisten Schuhe, die mir gefallen, in meiner Größe gar nicht bekommen kann). Und es tut gut, zu wissen, dass da jemand ist, der an mich denkt und mir gut ist.
Der Johannistag ist also gründlichst ins Wasser gefallen.
Irgendwie auch passend, denn schließlich hat Johannes, dessen Tag wir heute feiern, mit Wasser getauft.
Mit Jordanwasser.
Damit wurden auch unsere Söhne getauft, denn ein paar liebe Menschen haben uns von einer Israelreise eine Flasche davon mitgebracht. Auch mein Wunsch nach einer Handvoll Erde aus dem Heiligen Land wurde erfüllt; sie wurde bei einer kleinen Andacht auf dem Sternenkinderfeld verstreut, damit auch diesen Kindern ein besonderes Geschenk zuteilwerden konnte.
Das Taufwasser unserer Kinder wird jetzt in kleinen Portionen weiterverschenkt an liebe Mitmenschen mit Taufkindern, denn wir sind der Meinung, dass es Unfug ist, sowas wie eine Reliquie aufzubewahren - und Sünde, es im Marmeladenglas im Wohnzimmerschrank herumstehen zu lassen, wenn man etwas Besseres damit tun kann.
Jordanwasser muss fließen, und so wird der Segen weitergereicht.
Heute kam das Wasser nicht aus dem Jordan, sondern vom Himmel. Es hat eigentlich den ganzen Tag geregnet, mal mehr, mal weniger stark und die Pausen waren so kurz, dass die Straße nicht abtrocknen konnte.
Johannes hat gesagt: Ich taufe euch mit Wasser. Aber nach mir wird einer kommen, dem ich nicht würdig bin, ihm seine Schuhe anzuziehen. Er wird euch mit Feuer und dem heiligen Geist taufen.
(Lukas 3:16)
Der Name Johannes hat eine Bedeutung: Gott hat Gnade erwiesen, Gott ist gnädig.
Und da haben wir wieder alle Stichworte beisammen: Schuhe. Wasser. Feuer. Johannistag und der Täufer. Und Namenstag meines Jüngsten. Auch wenn wir das nicht feiern und nur zur Kenntnis nehmen.
Ich wünsche Euch allen einen schönen Johannistag!
PS: Und wenn es morgen trocken ist, ernte ich trotzdem noch ein bisschen Rhabarber für Marmelade und Sirup! Auch wenn die Pflückzeit heute abläuft. Pah!
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