Ich mag es auch gar nicht, wenn es im Winter unten an den Mantelärmeln kalt hineinzieht. Dann bekomme ich sofort steife Finger und der Rest meines Körpers friert solidarisch mit meinen Händen und Unterarmen mit.
Natürlich könnte man Handschuhe erwägen...zumindest draußen können sie eine kleidsame und wärmende Alternative sein. Aber im Haus oder im Büro? Da muss es bessere Alternativen geben.
So wie diese hier:
| Ärmelstulpen mit Nadelfilzmotiv |
| warm und kleidsam |
Also habe ich mich kurzerhand an meinen fünftürigen Stoffschrank begeben und gekramt. In die Hände fiel mir ein Schurwollstoff mit einer kleinen Alpakabeimischung. Und eine alte seidene Trachtenschürze aus schwarzem Seidentaft, der ein fabelhaftes Futter abgibt. Damit das Ganze nicht allzu graumäusig aussieht, habe ich mich auf meine Filzkiste besonnen und einen Kammzugstrang in pink-orange-rot herausgeholt.
Schon bald konnte man erkennen, dass die bunte Märchenwolle sich zu einer offenen Spirale formen lassen wollte. Flugs wurde sie festgenadelt. Dann habe ich die Stulpen zugeschnitten und mit der Babylock und der Husqvarna zusammengenäht.
Nachdem ich die Wendeöffnung mit einer Handnaht geschlossen hatte, fand ich die Stulpen schon fast gelungen. Aber irgendwas fehlte noch. Das richtige Maß "Bling-Bling".
Meine Perlenkiste bot mir dann das Richtige. Kleine rote Rocailles mit silbernem Loch waren genau das, was diesen Stulpen noch gefehlt hatte.
Jetzt muss ich sie morgen noch bügeln und zusammen mit ein paar anderen Gaben einpacken und versenden.
Und dann heißt es warten, wie die Rückmeldung aussehen wird und ob sich die Beschenkte darüber freuen kann.
Viele Grüße,
Postpanamamaxi
PS: Das Rezept von der Sheasahne "Luxusvariante"
150g Sheabutter
50g Kakaobutter
130g Mandelöl
20g Jojobaöl
Shea und Kabu unter Rühren schmelzen (im Wasserbad!) und anschließend erstarren lassen, entweder im Zimmer oder im Kühlschrank.
Diese Mischung mit dem Mixer aufschlagen.
Sinnvoll ist immer der Einsatz einer Küchenmaschine, sofern man eine hat. Beim Mixer bitte darauf achten, dass er nicht überhitzt. Man rührt nämlich locker 8 bis 10 Minuten und das kann so manches Gerät schon mal überfordern!
Wenn die Masse aus Shea und Kabu durch die untergeschlagene Luft beginnt, heller zu werden, kann man langsam das Öl dazugeben. Ich habe bessere Erfahrungen damit gemacht, nicht gleich alles in einem Schwung reinzugießen, sondern die Gesamtmenge in drei oder vier kleinen Portionen dazuzugeben.
Wenn die Masse aussieht wie die Masse aus Schaumküssen und vom Schneebesen in langen Strängen tropft wie Spätzleteig, dann ist sie genau richtig. Jetzt noch den Duft dazudosieren (eher sparsam, es ist schließlich keine CP-Seife, sondern ein Stay-On-Produkt) und in Döschen und Tiegel abfüllen!
Wichtig: Döschen, Tiegel, Arbeitsfläche und sämtliches Rührzubehör (auch die Hände!) sind mit 70% Isopropanol zu desinfizieren, das erhöht die Haltbarkeit der Sheasahne. Handschuhe sind ebenfalls zu empfehlen.
Und was den Luxus bei diesem Rezept ausmacht? Probiert diese Mischung mal nach dem Duschen auf der Haut aus...