| Sheasahne |
Bei mir passiert im Moment täglich etwas Neues und die Liste der noch zu erledigenden Dinge bis Weihnachten ist noch immer erschreckend lang.
Ich möchte Euch heute mal in meinen Rührtopf gucken lassen. Das obige Foto zeigt eine Sheasahne, fertig gerührt und beduftet und bereit, in die Tiegel gefüllt zu werden.
Schade, dass es kein Duftinternet gibt, denn diese Sheasahne riecht herrlich nach Erdbeer-Champagner von Behawe. Es ist einer der beliebtesten Düfte in meinen Workshops.
| fertig verpackt |
Die eine oder andere wird sicherlich ein Döschen in ihrem Weihnachtspaket wiederfinden.
Die ersten Tiegel sind auch schon verschenkt worden, sie fanden den Weg in die Nikolauspäckchen für die Erzieherinnen meiner beiden Jungs und sind mit Begeisterung aufgenommen worden.
Mein Rezept ist ganz einfach:
Festere Sheasahne (eher eine Mousse, was die Konsistenz betrifft)
300g Sheabutter
165g Mandelöl
100g Kakaobutter
40g Jojobaöl
3g Seidenpulver
5g Maisstärke
Duft: Champagner-Erdbeere
Wer eine weichere Sheasahne bevorzugt, erhöht einfach den Anteil an Mandelöl um bis zu 100g extra.
Kakaobutter im Wasserbad vorsichtig schmelzen. Kakaobutter darf nicht zu heiß werden, sonst schadet es der späteren Textur. Die Obergrenze liegt bei 45°C, alles darüber ist schädlich. Darum bevorzuge ich das Wasserbad, es ist sanfter als wenn ich direkt im Topf schmelzen würde.
In die geschmolzene Kakaobutter gibt man dann die Sheabutter hinein (deren Schmelzpunkt liegt nämlich niedriger).
Diese Mischung verrührt man gründlich und lässt sie dann bei Zimmertemperatur abkühlen.
Sobald ca. 20-23 Grad erreicht sind, kann man diese Masse mit dem Mixer aufschlagen. Jetzt gibt man langsam die Öle dazu. Die Masse wird immer weißer, bekommt einen schimmernden Glanz und wird flüssiger - ungefähr so wie Spätzleteig für die Verarbeitung mit dem Spätzlebrett.
Jetzt kann man die Zusatzstoffe dazugeben (bei langsamen Umdrehungen, sonst fliegt einem alles entgegen!) und unterrühren, anschließend den Duft tropfenweise dosieren. Es reicht wirklich schon wenig PÖ für ein schönes Ergebnis!
Nun muss man hurtig arbeiten, denn diese Sheasahne hat die Eigenschaft, schnell fest zu werden. Wenn man die Masse nicht gut in die Töpfchen hineinlöffeln kann, hilft der Einsatz eines Spritzbeutels (es geht auch einfach ein Gefrierbeutel mit abgeschnittener Spitze!).
Die Idee mit dem Seidenpulver und der Maisstärke habe ich übrigens aus dem Buch "Die kreative Manufaktur - Schönheit aus der Natur: Naturkosmetik selbst herstellen" von J. Jakuszeit und M. Dornemann.
Die Beigabe dieser Zusätze soll dafür sorgen, dass die frisch eingecremte Haut matter wirkt.
Nebenbei habe ich noch die Feststellung gemacht, dass sich kleinere Mengen Sheasahne in der Küchenmaschine schlecht verarbeiten lassen. Es ist dann einfach zuwenig Masse in der Schüssel und das Meiste klebt am Rand und vermischt sich nicht ordentlich. Für kleinere Portionen sollte man also auf den Handmixer und die schmale, hohe Rührschüssel ausweichen, um ein besseres Ergebnis zu erreichen.
So, ich hoffe, ich konnte Euch noch eine nette Inspiration bieten, falls Ihr noch ein kleines Weihnachtsgeschenk suchen solltet.
Viel Spaß und noch eine schöne Vorweihnachtszeit wünscht
Postpanamamaxi