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Dienstag, 15. November 2011

Angezogen: Sonderausstellung im Dithmarscher Landesmuseum Meldorf

Bild entliehen von www.textilprojekt.blogspot.com
Hier ist die offizielle Ankündigung für die Sonderausstellung im Dithmarscher Landesmuseum Meldorf.
Es gibt textile Schätze und sehr viel Wissenswertes über das "Rundherum" zu sehen.

Und der hier ist auch dabei:
Kann man zu oft Danke sagen? Ich finde nicht.

Ich danke allen zwischen Deutschland und Neuseeland für ihre Mitwirkung beim Knopfbrautstraußbasteln.
Eure Knöpfe haben mich nicht nur an einem der schönsten Tage in meinem Leben begleitet (hey, ich habe zwei Kinder - Mutter zu werden ist noch großartiger als zu heiraten!).

Und jetzt wird unser Knopfbrautstrauß auch noch berühmt.
Wenn mir das vor einem Jahr gesagt worden wäre, hätte ich lachend den Kopf geschüttelt!

Ich hoffe auf gute Besucherzahlen für diese Sonderausstellung. Sie hat es verdient.
Die Damen und Herren vom Textilprojekt haben wirkliche Schätze zusammengetragen, aus Truhen und alten Koffern, aus Dachböden, Kellern und dem wohlgehüteten Wäscheschrank zusammengesucht. Es wurde monatelang in vielen Stunden aufreibender Kleinarbeit gesammelt, gesichtet, recherchiert, fotografiert, erfasst, katalogisiert, bewertet, teilweise auch restauriert, gereinigt, gebügelt.
Und es wurde Geschichte erzählt in Form von Geschichten über die früheren Besitzer dieser Kleider. Lebendige Geschichte.

Und für alle meine Leser, die nicht die Gelegenheit haben, in die tiefe Provinz nach Meldorf zur Ausstellung zu fahren (und sich hinterher eine Tasse Kaffee bei mir abzuholen), und für jene, die noch mehr wissen wollen, gibt es dieses wunderbare Blog zum Weiterlesen:

www.textilprojekt.blogspot.com

Klick doch mal!

Und dann habe ich noch etwas sehr Schönes für alle Seifensüchtigen:
El Sapone verlost ihr erstes Kosmetikbuch und eine große Seifenschatzkiste.
Bedingungen findet Ihr in ihrem Blog.
Blogcandy bei El Sapone + Sonderverlosung, Bild von ihr geborgt

Mittwoch, 13. Juli 2011

Die "Leere" nach der Hochzeit?

Ich wollte Euch doch noch ein paar Fotos zeigen rund um die Hochzeit.
Hier sind ein paar:
Das Dadmobil: unser Leihwagen für einen Tag

Als wir heimkamen, hatten unsere Nachbarn unsere Tür geschmückt.
Von mehreren Seiten wurde mir die berüchtigte "Leere nach dem großen Tag" angekündigt, die wohl eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Wochenbettdepression aufweisen soll.
Jahrelang hat man auf den großen Tag gewartet, monatelang dauerten die Vorbereitungen und dann ist nach einem wahnsinnig anstrengenden Tag alles vorbei - und was kommt danach?

Tatsächlich sind der Druck und die Erwartungshaltung verschwunden und man muss sich erstmal innerlich sortieren, um mit der veränderten Situation zurechtzukommen. Zum Glück kann ich mich als Muttertier zweier Kleinkinder nicht über einen Mangel an tagesfüllendem und nebenbei auch strukturierendem Alltag beschweren.

Dennoch ziehen sich die Spuren der Hochzeitsfeier noch wie Nachwehen durch die Tage. Die Kleidung muss gewaschen bzw. zur Reinigung gebracht werden, die letzten Geschenke werden in aller Ruhe ausgepackt, notiert und fotografiert. Wir haben uns vom geschenkten Geld eine Gartenbank gegönnt (die uns gestern prompt aus dem halboffenen Kofferraum rausgefallen ist und mitten auf der Straße landete - zum Glück ist keiner Person etwas passiert und die Bank hat es auch überstanden).

So langsam gewöhne ich mich an den neuen Nachnamen. Trotzdem verplapper ich mich am Telefon erschreckend häufig. Die Meldung am Telefon "Soundso - ach Scheibenkleister nein, ich heiß jetzt ja Diesunddas!" sorgt für fortgesetzte Heiterkeit am anderen Ende der Leitung. Vielleicht hätte ich doch einen Doppelnamen nehmen sollen...

Wir müssen das Stammbuch im Kirchenbüro abholen, ich muss mit den Jungs zum Fotografen für neue Passbilder und zum Amt für neue Ausweise für uns alle. Und ich muss zur Bank, die Kontobezeichnungen für die Kinder und umschreiben lassen. Neue EC- und Kreditkarte, neue PINs. Dann muss ich die Zulassung meines Wagens ändern lassen, sämtliche Versicherungen informieren und jede Menge lästigen (und teuren) Papierkram vornehmen. Hach wie ich das liebe!

Tatsächlich ähneln sich die Tage nach der Hochzeit denen nach einer Entbindung. Alles ist irgendwie anders und gleichzeitig ist doch erstaunlich viel beim Alten geblieben. Und beides wird gern mit Erwartungen an ein völlig verändertes Leben überfrachtet. Wer sich dieser Situation mit Pragmatismus stellt, kann auch nicht in die gefürchtete "Leere danach" hineinfallen. Es klingt vielleicht unromantisch, aber es ist auch ein wirksamer Selbstschutz.

Ich habe niemals einen Rosengarten erwartet und versprochen.
Und so geht es mir sehr gut mit der jetzigen Situation. Ich verspüre keine Leere, sondern das warme Gefühl des Angekommenseins - und gleichzeitig große Unternehmungslust, mit meiner Familie Neues zu schaffen und zu entdecken. Alles ist gut, so wie es ist.

Genug philosophiert. Ich hatte Euch noch ein paar Fotos versprochen, hier sind sie:

Ohne Euch wäre dieser Strauß nicht möglich gewesen!

Danke, liebe Stefanie, für diese traumhaften Figuren!

Findet Ihr Eure Knöpfe wieder?

Dieser Strauß wurde auf der Feier öfter fotografiert als mein Mann und ich.

Jeder Knopf ein Wunsch, ein liebevoller Gedanke, eine Geschichte, eine Erinnerung und vor allem: Liebe!

Rosabella hat uns ein bezauberndes Gedichtbändlein geschickt.
Evangeline hat ein kunterbuntes Päck gepackt. Danke!
Und dann habe ich noch folgendes entdeckt, als ich meine Leseliste durchgearbeitet habe:
Die Textilprojektgruppe der Seniorenakademie Dithmarschen hat am 8.7. diesen Beitrag gepostet und mir damit große Freude bereitet.

http://textilprojekt.blogspot.com/2011/07/die-braut-die-sich-heut-traut.html
Den TeilnehmerInnen dieses Projektes sowie "Dr. Knopf" verdanke ich einige sehr schöne Knopfschätze, die sich auch im Brautstrauß wiederfinden lassen.
Mein ganz besonderer Dank gilt auch den Damen vom Barkenholmer Frauenstammtisch für ihr wunderschönes Hochzeitsgeschenk. Ich war sehr überrascht und bewegt.

Die beiden Brautsträuße für Standesamt und kirchliche Trauung werden übrigens gegen Jahresende Teil der Ausstellung im Dithmarscher Landesmuseum sein, in der die Gesamtergebnisse des Textilprojekts der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Eine Tatsache, die mich mit Freude und Stolz erfüllt.


Und ohne Euch alle wäre dies nicht möglich gewesen!

Liebe Grüße,
Postpanamamaxi

PS: Wegen der Fotos vom Kleid bin ich noch dabei, eine Lösung zu erarbeiten. Ich möchte so private Fotos nicht komplett öffentlich machen, was Ihr sicherlich verstehen könnt. Gleichzeitig sollt Ihr, nachdem ich Euch so neugierig gemacht habe, natürlich auch was zu sehen bekommen. Darum bitte ich noch um etwas Geduld, bis ich eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden habe.

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