Mittwoch, 30. November 2011

Adventsmonster...

Adventsgesteck 2011
So schön sah es aus, unser Adventsgesteck 2011.
Meine Mutter und ich haben uns - marktbedingt - erst diese Woche treffen können und unsere Gestecke gebastelt. Noch haben wir ja 3 Adventssonntage vor uns, um in weihnachtliche Stimmung hineinzufinden.

Dann kam mein Jüngster angewackelt.
Ich sage ja immer, er wird mal das Team von Mythbusters ergänzen. Denn im Kaputtmachen Analysieren von Dingen ist er unheimlich geschickt.

Puffi was here!
Kommentar meines Vierjährigen zur Untat des kleinen Bruders: "Mama, da musst du dich nicht wundern. Puffis sind nun mal so, die gibts nicht anders!"

Also habe ich mich damit befasst, die überall herumliegenden Nordmanntannenzweige wieder einzusammeln und das auseinandergepflückte Gesteck wieder zusammenzusetzen. Praktischerweise ist mir dabei dann auch noch mein hilfsbereiter Vierjähriger auf einen Fröbelstern draufgestiegen. Zweimal. Er hat sich auch jedesmal entschuldigt. Immerhin.

Und nun sieht es wieder so aus:


Die Fröbelsterne sind aus den Faltstreifen von Vivi Gade Design gefaltet.
Sehr hübsch, aber auch sehr unpraktisch, denn das Papier ist ausgesprochen störrisch und wollte sich nicht in die typischen Rundungen legen lassen. Das war also kein elegantes entspannendes Basteln, sondern einfach nur noch Kampfwerkeln.
Das hat mir keinen Spaß gemacht, und dabei gehen mir diese Sterne aus anderen Faltstreifen oder Ramieband leicht und flott von der Hand.

Die Adventszeit kann also jetzt auch bei uns beginnen. Endlich.

Alles Liebe,
Postpanamamaxi

Dienstag, 29. November 2011

Mein Blogcandygewinn bei Sonnengewand

Der Blogname gefiel mir. Sonnengewand. Das klingt warm und sonnig und duftet nach warmer Erde und den ersten Regentropfen bei einem Sommergewitter. Nach jemandem, deren Kleid alle Farben enthält und bei der die Summe irgendwas zwischen Sonnengelb und lichtem Weiß ergibt, auch wenn die Gesetze der Farbenlehre etwas anderes behaupten wollen.

Also bin ich hängengeblieben und habe das Blog abonniert. Und fleißig kommentiert, wenn ich was dazu zu sagen hatte.


Unverhofft kommt oft. Halbwegs unbeabsichtigt bin ich in die Verlosung ihres Blogcandys hineingestolpert - und habe prompt den ersten Preis abgestaubt.
Dabei war ich doch eigentlich für mich an dem Punkt angelangt, dass ich dieses Jahr soviel Glück hatte, dass ich jetzt gern den anderen mal den Vortritt lassen kann.

Aber es sollte anders kommen. Und dann kam das hier bei mir an:

ein Päck für Körper, Geist und Seele
Zwei selbstgemachte Räuchermischungen, ein Gesundheitsmojo (prickelt schön in den Fingern und macht ein gutes Bauchgefühl), eine Kürbismarmelade (die leider schon vorm Fototermin aufgefressen wurde) und ein ganz lieber persönlicher Brief.

Und dann war da noch was:

Was eine Wikingerfrau so braucht...
Sonnengewand hat wunderschöne Runen modelliert und dann mit Blattgold verziert. Und als Wikinger-Reenactorin war ich schon seit Ewigkeiten auf der Suche nach einem Satz Runen für mich und fand irgendwie nie die richtigen...wahrscheinlich sollte es so sein, damit diese Runen mich finden konnten. Die sind so schön, schmeicheln der Hand und haben eine erdige Anmutung, was sehr gut zu dem Zweck passt, für den sie gemacht sind.

Und damit sie auf dem Foto nicht so nackich (=norddeutsch für 'nackt') daherkommen, habe ich ein bisschen von meinem Wikingerkrams drumherum arrangiert: Den Buchenstab mit dem Futhark (daher stammt auch unser Wort 'Buchstabe'), mein Damastmesserchen mit Knochengriff von den Barkmanns vom Vikinger-Kontor in Kosel, mein Becher vom schwäbelnden Wikingertöpfer aus Haithabu und meine Brettchenborte, die meine Gruppenfreundin gewebt hat (Muster ist Humikkala NM 8656 aus Finnland, erste Hälfte des 11. Jh.).
und weil sie so schön sind: nochmal in Groß

Wahrscheinlich gerate ich mit dem Foto der Borte nun ins Visier unseres in hektischen Aktivismus verfallenen Verfassungsschutzes. Keine Sorge, ich trage keine braunen Socken unter meiner Wikingergewandung, um meine dunkle Seele zu wärmen - also räumt erstmal weiter hausintern auf und dann fangt endlich diejenigen, die im Geschichtsunterricht gepennt haben und wirklich dunkelbraune Socken sind!

Bei den Wikingern galt das Sonnenzeichen als Glückszeichen und verlief meistens linksherum (die Borte liegt falschherum, stelle ich gerade fest, aber nochmal mache ich jetzt kein Foto!). Erst viel später wurde das Zeichen gespiegelt und zum Symbol für die dunkelste Zeit Deutschlands.

Liebe Sonnengewand, ich danke Dir von Herzen für dieses Paket, das mich in einer schwierigen und arbeitsreichen Zeit des Aufbruchs erreichte und mit Freude erfüllt hat. Ich hoffe, es ist in Ordnung, dass ich nach erstem Reinspicken vor 2 Wochen erstmal beschlossen habe, mit dem endgültigen genussvollen Auspacken zu warten, bis ich auch die Muße finde, um dieses Geschenk angemessen zu würdigen.
Heute war es soweit und ich bin sehr glücklich, dass wir uns gefunden haben.
Vielen lieben Dank!

Aber dieses Paket war natürlich nicht das einzige, was mich erreicht hat. Da kamen noch drei weitere über Tauschaktionen aus dem NSF zu mir, die wunderbare Sachen enthielten, die für die Adventskalender meiner Jungs bestimmt sind.
Dafür gingen Farb- und Duftsets als Gegentausch auf die Reise. Ich hatte meine Seifenküche aufgeräumt und alles aussortiert, was nicht in der SIB enthalten ist, um es in kleine vielseitige Anfängersets aufzuteilen.

Ich erinnere mich noch ganz gut an meine Anfangszeiten als Siederin. Meine erste Bestellung umfasste 3 Düfte (Schokobombe, Vanilla Wood, Lavendel) und Indigo und Annatto als Farben. Das hat dann genau 2 Wochenenden lang gereicht, um mich zu beschäftigen, und dann musste ich dringend Nachschub bestellen.
Ich vermute, so ähnlich ist es fast jeder von uns Siederinnen ergangen.

Morgen mache ich also den Adventskalender der Jungs fertig und freue mich schon darauf, in aller Ruhe alles aus den Paketen auszupacken, aufzuteilen und wieder zu verpacken. Das wird also nochmal ein genussvoller Abend für mich...

Lieben Dank an alle Beteiligten!

Eure Postpanamamaxi

Sonntag, 27. November 2011

Nachlese Weihnachtsmarkt in Meldorf

Mein erster Seifenstand!

Das war er, der Weihnachtsmarkt im Dithmarscher Landesmuseum Meldorf:

Es war einfach schön. Keine Dauerbeschallung mit Musik, sondern angenehme Ruhe.

Es kamen erstaunlich viele Besucher aus Meldorf, aber auch aus der weiteren Umgebung.
Aber die Besucherströme kamen immer wohldosiert und ohne Gedrängel, so dass man Zeit für jeden hatte, der interessierte Fragen stellte oder Beratung wünschte. Und es gab genügend Platz für alle, um in Ruhe zu schauen und zu stöbern.

Der Markt hatte eine wunderschöne, entspannte Atmosphäre! Und um uns herum atmeten die Räume Geschichte und Geschichten, denn wir befanden uns schließlich in einem Museum, das die wechselvolle Geschichte unseres Landkreises erzählt und bewahrt.

Es gab einen liebenswert dekorierten Innenhof mit Marktbuden, großen Schirmen und Lichterglanz, der zum Stöbern und Genießen einlud. Sogar beim Sturm war es dort so geschützt, dass der Aufenthalt im Freien nicht unangenehm wurde.

Wem es zu frisch wurde, begab sich in die Innenräume, die mit schön dekorierten Ständen und tollen Werkvorführungen verlockten. Bemerkenswert ist das durchweg hohe Niveau, das das Angebot ausgezeichnet hat.

Es war ein schöner Markt und mein Dank gilt allen Mitwirkenden: Dem Museumspersonal, den Helfern vom Freundeskreis, den netten Standbetreibern, den unsichtbaren und vergessenen stillen und leisen Händen und Köpfen im Hintergrund und natürlich all den netten Marktbesuchern.
Und meinem Amt für die flotte Genehmigung für meine seifensiederlichen Ambitionen.

Und ein ganz besonderer Dank gilt meiner Familie, denn ohne deren Unterstützung hätte ich nicht dabeisein können.

Es war ein toller Markt!

Viele liebe Grüße,
Postpanamamaxi

Mittwoch, 23. November 2011

Marktpremiere am 1. Adventswochenende in Meldorf

Am 26. und 27. November findet der diesjährige Weihnachts- und Kunsthandwerkermarkt im Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf statt. Das altehrwürdige Gebäude öffnet seine Pforten in der Zeit von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr und lädt in gemütlichem Ambiente dazu ein, nach Herzenslust zu bummeln und zu stöbern.

Natürlich kann man sich auch die Ausstellungsstücke der Dauerausstellung ansehen und somit dem künstlerischen und kulinarischen Genuss auch noch eine Prise Kulturhistorisches hinzufügen.

Wiehnachts-Seep, rükt no Kaneel, Plum un allerlei leckere Soken - limiteert!

Oder man nutzt die Gelegenheit und besucht mich an meinem Stand, wo ich stolz meine Marktpremiere als Seifensiederin habe (natürlich "comme il faut", denn mit den Bedingungen hierfür habe ich mich in den letzten Monaten ausgiebig befasst).

Man findet mich hinter einem (hoffentlich rapide schrumpfenden) Berg handgemachter Seifen und über mir leuchten wunderschöne Bascettasterne.

Von der "Wiehnachts-Seep" mit herrlichem Duft nach Zimt, Pflaume und anderen Leckereien und seidenweichem Schaum gibt es übrigens nur 17 Stück, wer sich also eine davon sichern will, sollte sich sputen!

Ich werde auch vorführen, wie die beliebten Bascettasterne angefertigt werden und was das Besondere an ihnen ist.

Ich freue mich auf Euren Besuch!

Herzlichst, Eure Postpanamamaxi



Anfahrt für Nichtdithmarscher:
Die A23 an der Abfahrt Albersdorf/Meldorf verlassen und der Kreisstraße folgend durch die Dörfer nach Meldorf hineinfahren. Nach der Brücke über die Bahnlinie kommt ein Kreisverkehr, an diesem nimmt man die 2. Ausfahrt Richtung Innenstadt. Parken kann man direkt in der Bütjestraße auf den Parkplätzen am Amtsgericht oder auf dem Nordermarkt. Wenn man den Kreisverkehr verlässt, ist das Museum gleich das allererste Gebäude auf der rechten Seite.

Alternativ fährt man die B5 Richtung Meldorf und biegt dann Richtung Dom ab. Man landet dann automatisch auf der Straße, die zum Kreisverkehr führt. In diesen bitte nicht einbiegen, denn dann ist man schon zu weit gefahren! Am besten parkt man schon vorher auf dem Nordermarkt oder biegt 50m weiter links in die Bütjestraße ein.

Sonntag, 20. November 2011

Gefilzt!

Kalte Hände sind mir ein Graus. Und zu kurze Ärmel an Kleidungsstücken ebenfalls.
Ich mag es auch gar nicht, wenn es im Winter unten an den Mantelärmeln kalt hineinzieht. Dann bekomme ich sofort steife Finger und der Rest meines Körpers friert solidarisch mit meinen Händen und Unterarmen mit.

Natürlich könnte man Handschuhe erwägen...zumindest draußen können sie eine kleidsame und wärmende Alternative sein. Aber im Haus oder im Büro? Da muss es bessere Alternativen geben.

So wie diese hier:
Ärmelstulpen mit Nadelfilzmotiv

warm und kleidsam
Frieren ist etwas, was ich mir selbst nicht gern zumuten mag - und anderen auch nicht.
Also habe ich mich kurzerhand an meinen fünftürigen Stoffschrank begeben und gekramt. In die Hände fiel mir ein Schurwollstoff mit einer kleinen Alpakabeimischung. Und eine alte seidene Trachtenschürze aus schwarzem Seidentaft, der ein fabelhaftes Futter abgibt. Damit das Ganze nicht allzu graumäusig aussieht, habe ich mich auf meine Filzkiste besonnen und einen Kammzugstrang in pink-orange-rot herausgeholt.

Schon bald konnte man erkennen, dass die bunte Märchenwolle sich zu einer offenen Spirale formen lassen wollte. Flugs wurde sie festgenadelt. Dann habe ich die Stulpen zugeschnitten und mit der Babylock und der Husqvarna zusammengenäht.

Nachdem ich die Wendeöffnung mit einer Handnaht geschlossen hatte, fand ich die Stulpen schon fast gelungen. Aber irgendwas fehlte noch. Das richtige Maß "Bling-Bling".

Meine Perlenkiste bot mir dann das Richtige. Kleine rote Rocailles mit silbernem Loch waren genau das, was diesen Stulpen noch gefehlt hatte.
Jetzt muss ich sie morgen noch bügeln und zusammen mit ein paar anderen Gaben einpacken und versenden.

Und dann heißt es warten, wie die Rückmeldung aussehen wird und ob sich die Beschenkte darüber freuen kann.

Viele Grüße,
Postpanamamaxi

PS: Das Rezept von der Sheasahne "Luxusvariante"
150g Sheabutter
50g   Kakaobutter
130g Mandelöl
20g   Jojobaöl

Shea und Kabu unter Rühren schmelzen (im Wasserbad!) und anschließend erstarren lassen, entweder im Zimmer oder im Kühlschrank.
Diese Mischung mit dem Mixer aufschlagen.
Sinnvoll ist immer der Einsatz einer Küchenmaschine, sofern man eine hat. Beim Mixer bitte darauf achten, dass er nicht überhitzt. Man rührt nämlich locker 8 bis 10 Minuten und das kann so manches Gerät schon mal überfordern!

Wenn die Masse aus Shea und Kabu durch die untergeschlagene Luft beginnt, heller zu werden, kann man langsam das Öl dazugeben. Ich habe bessere Erfahrungen damit gemacht, nicht gleich alles in einem Schwung reinzugießen, sondern die Gesamtmenge in drei oder vier kleinen Portionen dazuzugeben.

Wenn die Masse aussieht wie die Masse aus Schaumküssen und vom Schneebesen in langen Strängen tropft wie Spätzleteig, dann ist sie genau richtig. Jetzt noch den Duft dazudosieren (eher sparsam, es ist schließlich keine CP-Seife, sondern ein Stay-On-Produkt) und in Döschen und Tiegel abfüllen!
Wichtig: Döschen, Tiegel, Arbeitsfläche und sämtliches Rührzubehör (auch die Hände!) sind mit 70% Isopropanol zu desinfizieren, das erhöht die Haltbarkeit der Sheasahne. Handschuhe sind ebenfalls zu empfehlen.

Und was den Luxus bei diesem Rezept ausmacht? Probiert diese Mischung mal nach dem Duschen auf der Haut aus...

Samstag, 19. November 2011

Fröhlicher "Rührkurs" für Einsteiger bei Postpanamamaxi

Letzten Mittwoch fand der erste Kosmetik-Rührkurs statt.
Da wir nur eine kleine vertraute Runde waren, wurde die Veranstaltung aus den Räumen der FBS kurzerhand in meine private Küche verlegt.

Nach einer kurzen Vorstellung der geplanten Zutaten, Verarbeitungstipps und einer Einweisung zu den besonderen Hygieneansprüchen beim Kosmetikrühren wurden die Projekte an die Teilnehmerinnen verteilt:

Sheasahne mit Mandelöl
und Sheasahne mit Kakaobutter, Mandel- und Jojobaöl (die Luxusvariante!)

feste Bodybutter

Lippenpflege

Wie den erfahreneren Kosmetikrührern sicherlich aufgefallen ist, haben wir für diesen ersten Kurs bewusst auf Rezepte mit einer Wasserphase verzichtet, was auch den Einsatz von Emulgatoren und Konservierungsmitteln erübrigte.
So blieb alles schön unkompliziert und ich denke, es wird so manche ermutigen, sich demnächst auch an etwas aufwendigere Rezepte zu wagen.

Als weiterführende Lektüre wurde auf www.olionatura.de von Heike Käser und ihr Buch "Naturkosmetische Rohstoffe" verwiesen (meine Rohstoffbibel!). Sie bietet auf ihrer HP auch eine Auswahl erprobter Rezepte an und das Internetangebot ist kostenlos zu nutzen, was ich sehr lobenswert finde.

Und wer nicht nur nette Sachen selbstrühren will, sondern sie auch noch gleich hübsch verpackt verschenken möchte, ist mit El Sapones Buch "Die kreative Manufaktur - Schönheit aus der Natur: Naturkosmetik selbst herstellen" gut beraten. Weihnachten steht bald vor der Tür und da ist so ein Buch ein schönes und nützliches Geschenk. Und im nächsten Jahr wird dann Selbstgerührtes verschenkt, jede Wette!

Nach 2,5 Stunden entspanntem Werkeln waren wir dann fertig und präsentierten stolz unser gemeinsames Werk:

Die Bodybutter schlummerte noch im Kühlschrank

Anschließend wurde alles gerecht verteilt, so dass jede von jedem Produkt einige Döschen mitnehmen konnte zum Ausprobieren und Weiterverschenken.

Ausblick auf 2012:
Weil sich mittlerweile eine feste Kerntruppe begeisterter Seifensiederinnen herausgebildet hat, wird es im nächsten Jahr mindestens einen freien Workshopnachmittag geben.
In meinen Einsteigerkursen (die natürlich auch weitergeführt werden) lege ich Wert darauf, dass man Zutaten verwendet, die man im Supermarkt, in der Apotheke und in der Drogerie beschaffen kann. Der Einstieg soll möglichst unkompliziert und preiswert sein.

Im freien Workshopnachmittag werde ich exotischere Zutaten bereitstellen, die der heimische Supermarkt nicht anbietet, und die Teilnehmerinnen dürfen dann beispielsweise eine Rasierseife (für die Männer, die irgendwie nicht zu meinen Kursen finden) und andere Spezialitäten anfertigen. Dieser Workshop wird schwerpunktmäßig beim Praxisteil liegen und bietet sich für alle diejenigen an, die schon mindestens einen Seifenkurs absolviert haben und Grundkenntnisse in der Theorie haben.

Außerdem in Planung: Seifen-Cupcakes 2012!
Da uns für einen kompletten Tortenworkshop, wie er im für uns Nordlichter so weit entfernten Upflamör angeboten wurde, die notwendige Zeit fehlt, werden wir uns auf handliche Seifenmuffins mit einem fluffigen Topping aus Whipped Soap stürzen. Die sind auch an einem Workshopnachmittag zu schaffen und die Teilnehmer lernen alles, was sie für die Herstellung von Seifentorten wissen müssen.

Auch in diesem neuen Workshop wird es eine gesunde Mischung aus Theorie und Praxis, Teamarbeit und Individualismus geben, so dass am Ende jeder stolz mit seinen eigenen Werken heimgeht. Und wir werden wieder viel Spaß haben, wenn sich Humor und Kreativität Bahn brechen werden.

Termine werden zu Jahresbeginn 2012 bei der FBS Heide bekanntgegeben - achtet dazu auch auf die Ankündigung in meiner Sidebar.

Sodele, ich gehe jetzt duschen und creme mich anschließend schön ein - mit den Resten der Sheasahne, die sich noch in meiner Rührschüssel befinden. Lecker!

Kleiner Tipp zum Abschluss: Ich habe meine Familie vorsichtshalber drauf hingewiesen, dass sie die Rührschüssel nicht ausschlecken sollen, auch wenn sie lecker nach Vanilla-Caramel duftet.

Viele Grüße,
Postpanamamaxi

Mittwoch, 16. November 2011

Sushi

Gestern abend wurde ein toter junger Pottwal vor Pellworm entdeckt und ins Meldorfer Hafenbecken geschleppt. Das Tier ist rund 15m lang, männlich und seit ein paar Tagen tot.
Da wir nicht allzuweit entfernt wohnen, habe ich mit den Kindern einen Ausflug dorthin gemacht.
Wann bekommt man schon ein so großes Tier zu sehen?

(Falls meine Freundin Aconita das jetzt liest: Ich habe auch gleich an die Doku auf N24 "Der Wal, der explodierte" gedacht. Dieser hier war aber noch nicht explosionsgefährdet. Trotzdem bin ich gerade sehr froh, dass mein Haus an einer Straße liegt, wo die garantiert nicht vorbeifahren werden, wenn sie das tote Tier abtransportieren! Falls jemand neugierig geworden ist, was es mit dieser absurden Geschichte auf sich hat: Auf Youtube gibt es das Video.)

Auf der Fahrt habe ich meinem Vierjährigen eine Menge über Wale beigebracht:
Sie sind Säugetiere und keine Fische, bekommen Babys und säugen diese 2 Jahre lang. Das fand er faszinierend. Ein Wal, der Milch trinkt!

Wir haben dann auch einen Blick auf das riesige tote Tier werfen können und Fotos gemacht. Aber den Anblick von 15 Meter totem Sushi will ich Euch ersparen. So appetitlich war es dann doch nicht.

Stattdessen möchte ich Euch ein paar Impressionen aus dem Naturschutzgebiet Speicherkoog zeigen.
Im Moment überwintern dort große Schwärme von Nonnengänsen und fressen das frische Grün der aufgehenden Wintersaat sowie Bodenlebewesen auf frischgepflügten Feldern.

So ein Schwarm Gänse klingt wie eine Cocktailparty!

Aufgeflogen!

Unmengen von Sanddorn

Lecker!

Wintergäste


Noch 1976 war hier ein Priel, der durch das Vorland mäanderte. Damals war der Punkt, an dem ich beim Fotografieren stand, noch der Außendeich, und das Wasser war salziges Brackwasser. Heute ist dieser Wasserlauf mit Süßwasser gefüllt, das aus der Entwässerung des Hinterlandes stammt.

1979 wurde nach 10 Jahren Planungs- und Bauzeit der Speicherkoog vollendet, ein sehr großes Deichprojekt, das unter anderem die Deichlinie von 30 auf 15km verkürzte und das Vorland, aber auch Wattenboden eindeichte. Zu diesem Zweck wurde eine Deichlinie über dem Meeresboden gebaut. Für den Bau der Schleuse für den neuen Meldorfer Hafen und die großen Entwässerungssiele wurde eine Insel auf dem Wattenboden errichtet und provisorisch eingedeicht, bis der Koog endgültig dem Meer abgerungen war.

Zum Ausgleich wurde der neugewonnene Koog dreigeteilt: Ein Teil wird unter strengen Auflagen landwirtschaftlich genutzt, ein Teil dient als Freizeit- und Erholungsgebiet und ein Teil steht unter strengstem Naturschutz, um Tiere und Pflanzen, die sich dort (teilweise neu) ansiedelten, eine sichere Heimat zu bieten. Der Koog wird nicht bewohnt, es befindet sich dort nicht ein einziges Wohnhaus.

Früher war die Nutzung des Kooges sogar viergeteilt, was heute gern verdrängt wird:
Großen Anteil an der Entscheidung, dieses Bauprojekt durchzuführen, hatte die Bundeswehr. Diese hatte sich nämlich im südlichen unbewohnten Teil einen Platz für die Erprobung von Artilleriewaffen eingerichtet und steuerte dafür entsprechende Mittel für das finanzielle Gesamtkonzept bei.
Die Einwohner der umliegenden Gemeinden fühlten sich durch die Bundeswehr oft belästigt, aber ohne deren Beitrag wäre der Koog wahrscheinlich nicht gebaut worden - die Einwohner hätten also noch länger hinter unsicher gewordenen Deichen leben müssen.

Viele Grüße,
Postpanamamaxi

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