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Montag, 19. März 2012

Schmutzwäsche reloaded

Ein irisches Sprichwort lautet "It could be worse".
Und so kam es dann auch.

Heute früh holte ich einen durchnässten Zweijährigen aus dem Bett.
"Übergeläuft!" war sein Kommentar hierzu. Ich musste rückhaltlos zustimmen.

Also landete wieder eine komplette Schlafanzug-Body-Schlafsack-Kombination auf dem Schmutzwäschehaufen...und heute nach dem Mittagsschläfchen war der Junge schon wieder dermaßen durchnässt, dass die nächste Garnitur fällig war.

Ich glaube, ich werfe die Windelcharge weg. Dreimal hintereinander ein total durchnässtes Kind, das ist eindeutig nicht in Ordnung. Der Junge hat weder außergewöhnlich viel getrunken noch haben wir die üblichen Boxenstoppintervalle verlängert.
Das hat man davon, wenn man mal eine andere Windelmarke nimmt, nur weil sie ein bisschen billiger ist.

Die Waschmaschine rumpelt also weiter fröhlich vor sich hin. Mittlerweile mit der 6. Ladung.

Es wird nicht langweilig hier.

Sonntag, 18. März 2012

Schmutzige Wäsche waschen

Ganze Zeitschriftenverlage leben davon, dass in der Presse gern mal schmutzige Wäsche gewaschen wird.

Da habe ich mir gedacht, ich erfreue meine Leserschar auch mal mit einem Beitrag über schmutzige Wäsche.
Davon gibts bei mir immer reichlich, meine drei heißgeliebten Männer sorgen schon ausgiebig und ausdauernd dafür.

Seitdem ich Montags immer zwei Austauschschülern aus Brasilien Nachhilfe in Deutsch gebe, ist der Tag voll verplant und so entzerre ich das montägliche Wäschechaos gern durch ein bis zwei am Sonntag erledigte Maschinenladungen. Was weg ist, ist weg.

Und dann stand ich vor dem Haufen "dunkle 30-Grad-Wäsche". In zwei Ladungen geteilt passte er dann in die Waschmaschine rein. Fast.
Ein Sweatshirt des Gatten, das nicht ganz so dringend zu waschen war, sollte dann auf die nächste Ladung warten.

Dann zog mein Mann sich um. Jetzt bestand der Haufen schon aus 1 Jeanshose und 2 Sweatshirts. Aber bei weitem noch zu wenig für eine 8kg-Waschmaschine. Anschließend kam der Herr dann auf die glorreiche Idee, den Kamin zu säubern. Ja, das war nötig und ich bin auch froh, dass er mir diese Arbeit abgenommen hat.

Aber...
Klar dass da jetzt ein 'aber' kommt.

Musste er das frisch umgezogen machen? Und als er dann mit der offenen, wohlgefüllten Ascheschublade aus dem Haus trat, traf ihn eine kräftige Windböe frischer Nordseeluft. Und bestäubte ihn mit Asche.
Es weht hier übrigens häufiger etwas frischer ums Eck und weil wir hier aufgewachsen sind, ist das auch nichts wirklich Überraschendes mehr...sollte es jedenfalls sein.

Dann kam mein spontan angegrauter Gatte ins Haus, schnappte sich den Zweijährigen und mit den Worten "Du stinkst wie ein Iltis, mein Freund!" verschwand er Richtung Wickeltisch.
'Wow, ein moderner Mann, der sich nicht zu schade ist, seiner Frau zu helfen und sogar freiwillig die Stinkwindeln des Nachwuchses wechselt' werden jetzt viele Damen neidvoll denken...zu früh gedacht.
Auch ich darf meinen Beitrag hier leisten. Dafür sorgen schon meine Männer.

Junior war jedenfalls kleidungstechnisch ein Totalschaden, die Windel hatte nicht gehalten, was sie versprach. Und irgendwie hat mein Gatte es dann auch noch fertiggebracht, seine Hose dabei einzuschmutzen. Ihr werdet Euch denken können, womit.

Anschließend erschien mein wunderbarer hilfsbereiter Mann im Wohnzimmer und ich rümpfte leicht die Nase über seine Parfümierung.
"Entweder hat die Katze irgendwas hinterm Sofa verloren oder du hast beim Boxenstopp für den Kleinen irgendeinen Kollateralschaden davongetragen. Du stinkst, mein Schatz."

So war es dann auch. Mein Gatte zog sich also nochmal um, und der Wäscheberg erhöhte sich um 1 Satz Kleinkinderklamotten sowie jeweils eine weitere Jeans und Sweatshirt vom dazugehörigen Papa.

Ich stand dann sinnierend vorm Wäschehaufen und dachte so bei mir "das könnte doch noch schneller gehen als gedacht mit der nächsten vollen Ladung".

Man soll bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend loben, und den Abend nicht vor dem Moment, wo man als Muttertier selbst endlich ermattet aufs Laken sinkt und komatös schläft.

Erstmal musste der Nachwuchs zu Bett gebracht werden. Was problemlos klappte. Gutenachtgeschichte. Nachverhandlungen wie immer zwecklos, nichtsdestotrotz musste natürlich ausgiebig diskutiert werden seitens der Kinder. Ich glaube, die sehen das genauso sportlich wie ich und es ist ein Teil des Rituals geworden.

Ab aufs Sofa. "Kate und Leopold" kann ich mir immer wieder angucken. Füße hoch.

Komische Nebengeräusche aus dem Kinderzimmer. Husten. Würgen.
Als ich oben ankam, war der Kleine gerade fertig und weinte heftig, weil er sich übergeben hatte. Netterweise nach links, wo keine Stofftiere im Bett liegen.
Also Kind gerettet, ausgezogen, gewaschen, nebenbei getröstet, frisch angezogen und zum aufgeweckten Bruder ins Bett gesteckt, während ich dann das Kinderbett wieder frisch gemacht habe.

Dass der Kleine die Nacht nicht beim großen Bruder verbringen sollte, fand er ziemlich blöd. Der Große hingegen war dankbar, die kleine wühlige Kröte wieder loszusein und allein mit seinen 28 Plüschtieren im Bett zu liegen. 

Als ich dann mit der Schmutzwäsche runterkam in die Waschküche, habe ich die Waschmaschine beladen.
Was soll ich sagen:
Die Trommel wurde voll. Es blieb sogar noch etwas übrig. Übrigens genau das Sweatshirt, das ich heute Mittag nicht mehr in die zweite Wäscheladung reinstopfen wollte.

Ich liebe meine drei Männer, den kleinen, den mittleren und den großen. Heiß und innig. Aber im Dreckwäschemachen sind sie amtierende Weltmeister. Mindestens!

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