Montag, 28. Februar 2011

Nachlese

Knopfjagdbeute von LiLaLo's Mama - DANKE!
Knopfkonvolut von Rosenmaid - DANKE!
Knopfkonvolut von Marinasoap - DANKE!
Und hier die neuesten Knopfschätze, die den Weg zu mir gefunden haben. Es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn ich einen dicken verheißungsvollen Umschlag öffne und dann hineingreife, um in Knöpfen zu schwelgen. Ich staune, welche Vielfalt es bei Knöpfen gibt. Und in jeder Sammlung, die mich erreicht, finde ich einen oder sogar mehrere ganz besondere Knöpfe, die mich ganz besonders ansprechen.

Eines Abends, wenn die Kinder schlafen, werde ich alle Knöpfe vor mir auf dem großen Küchentisch ausbreiten, ein bisschen vorsortieren und dann fröhlich losbasteln.

Am Wochenende hatte ich meine Familie zum Geburtstagskaffeetrinken bei uns zu Besuch. Es war wieder einmal sehr schön und ich bin sehr froh, dass ich durch meinen Partner so eine tolle Schwiegerfamilie dazubekommen habe. Bei dieser Gelegenheit haben wir natürlich auch die anstehende Hochzeit besprochen und ich habe meine allerersten Knopfblüten vorgestellt, die begeistert aufgenommen wurden.
Sogar meine Mutter, die sonst immer etwas zurückhaltender ist, wenn ich einen Kreativitätsanfall bekomme, war hellauf begeistert und will nun ihre alten Knopfbestände durchforsten. Auch meine Schwägerin ist dabei und meine Nichten werden ebenfalls auf Knopfjagd gehen.

Dieser Strauß wird ganze Romane erzählen können, wenn er fertig ist. Und ich werde Euch per Blog auf dem Laufenden halten, wie es weitergehen wird.


Und dies hier ist ein Teil meines Gabentisches. Gleich drei tolle Geburtstagspäckchen haben mich von Brieffreundinnen aus dem Forum erreicht. Ich danke Euch!
Das Geschenkemotto, auf das sich irgendwie alle stillschweigend geeinigt hatten, war "Wellness und liebevoll Selbstgemachtes".

Offenbar sehe ich mit 40a ein bisschen pflegebedürftig aus und immerhin, die Faltencreme ist mir wenigstens erspart geblieben! Nee, Scherz beiseite, ich kenne die Gedanken, die zu Geschenken wie Wohlfühlbädern, Kuschelkissen und wärmenden Schals etc. führen, und das sind ganz besonders liebevolle und mitfühlende Regungen, die ich gern annehmen mag.

Der absolute Renner war übrigens die kleine rosa Blume im roten Kästchen, die beim Öffnen herausspringt und einem grinsend ein Geburtstagsständchen singt. Beim ersten Öffnen habe ich einen hübschen Satz nach hinten gemacht und dann einen Lachanfall bekommen. Wir hatten gestern noch viel Spaß mit diesem herrlichen Nonsense-Spielzeug. Die kleinen Grabschefinger auf dem Foto gehören übrigens zu meinem Eineinhalbjährigen, der seine Hände auch nicht davon lassen konnte.






Und dann hatten wir heute noch einen wunderbaren verbastelten Vormittag mit dieser herrlichen Ritterburg von Calafant. Ich bin schon länger um genau so ein Modell für die Jungs herumgeschlichen, aber nun kam mir meine Freundin (auch eine Jungsmama) zuvor und hat vollendete Tatsachen geschaffen. Da haben sich also Groß und Klein gefreut. Vielen Dank!

Dieser Kartonbausatz lässt sich ohne Klebstoff oder Schere zusammenstecken und ist erstaunlich stabil. Wer Lust hat, kann das Modell auch noch bemalen, wobei ich empfehle, dies VOR dem Zusammenbau zu tun, weil es dann einfacher geht. Schon Vorschulkinder können damit spielen, aber sie benötigen die Hilfe eines Erwachsenen, um die Burg zusammenzubauen. Es erfordert schon räumliches Denkvermögen und etwas Geschicklichkeit, aber dann ist diese Burg binnen weniger Minuten perfekt aufgebaut und spielbereit. Das ideale Geschenk für Eltern und Kinder, wenn am Wochenende ein geplanter und ersehnter Ausflug wettertechnisch bedingt ausfällt und ein Alternativprogramm gefunden werden soll, an dem die ganze Familie gemeinsam Vergnügen hat.

Da mein Großer jetzt gerade ins Märchenalter eintaucht, habe ich den Kindern beim Basteln das Märchen vom Froschkönig erzählt und meinem Großen erklärt, wie so eine Burg früher funktionierte. Jetzt haben seine Ritter endlich ein Zuhause!

In den nächsten Tagen werden wir die Burg gemeinsam anmalen, damit sie noch toller aussieht als ohnehin schon.

Viele liebe Grüße
von Postpanamamaxi

Mittwoch, 23. Februar 2011

Hans im Glück!

Knöpfe von Minnie May - DANKE!

Was könnte dieses Foto mit dem Märchen vom zufriedenen Hans im Glück zu tun haben?

Hans tauscht...7 Jahre Dienst gegen einen Klumpen Gold, diesen gegen ein Pferd, dieses gegen eine Kuh, diese gegen ein junges Schwein, dieses gegen eine Gans und diese schließlich gegen einen kaputten Schleifstein, der ihm am Ende versehentlich in den Brunnen fällt. Aber selbst jetzt weiß Hans sich zu helfen: Er freut sich von Herzen, dass er nun ohne Last und schwere Verantwortung frei und fröhlich durchs Leben wandern kann. Auch eine Art, die Dinge zu sehen...

Nicht nur, dass er das Leben nimmt, wie es kommen mag - er gewinnt jeder Situation etwas Gutes für sich ab und fühlt sich wie ein Gewinner. Denn alles, was er sich ertauscht, erscheint ihm wertvoller als das vorherige.

Glück ist nicht objektiv messbar, sondern das, was wir subjektiv wahrnehmen.
Und wie kurzsichtig sind jene Leute, die den glücklichen Hans für dumm halten!

Und so gehts mir mit der Knopftauschaktion. Angesichts der schönen Knöpfe, die Ihr mir schickt, komme ich mir fast wie ein Gauner vor, Euch dafür "nur" eine selbstgemachte Seife zu senden.  Aber ich habe die Hoffnung, dass das "Hans-im-Glück-Prinzip" genauso bei Euch wirkt wie bei mir und dass Euch das Ertauschte ebensolche Freude machen wird.

Und habt Ihr die kleinen Symbole entdeckt, die sich in dieser Sammlung verbergen? Eine kleine Gans vom Hans ist dabei, eine "Goldmünze", damit immer Geld im Haushalt vorhanden ist, und das kleine "Bausparerhäuschen" ist auch dabei.
Als Ermahnung ein kleiner Glasknopf, der daran erinnern soll, dass immer noch gilt "Glück und Glas, wie leicht bricht das!". Ich habe es ja selbst erlebt, wie Illusionen zerplatzten, darum bin ich dieses Mal viel illusionsloser.
Aber Glas kann fast wie ein Diamant funkeln und das beweist für mich eben auch, dass das Glück in kleinen Dingen ebenso liegen kann wie in den großen.


Dies deckt sich auch mit der Botschaft aus dem Glückskeks, den ich letztens öffnete:
"Happy marriage, big house and a lot of luck!"

Na, noch besser gehts doch nicht, oder?

Dienstag, 22. Februar 2011

Seaweed, des Dramas glücklicher Abschluss

Seaweed-Seife mit Reiskeimöl, Seide und Wildrosenöl
Nachdem meine Seaweed-Seife vor einer Woche gar so merkwürdiges Andickverhalten zeigte, dass ich die eine Hälfte des Seifenleims gleich als OHP verarbeitete, kommt hier nun das Ergebnis meiner dreifarbigen Trichterseife im Divi vor die Linse meiner Kamera.

Wie, mehrfarbig im Divi getrichtert? Sieht irgendwie gar nicht danach aus!
Ich musste diese Seife komplett einschmelzen, weil sie Laugennester aufwies. Es waren zwar nur drei winzige Laugennestchen, die ich beim Kleinschnippeln der Seife entdeckte, aber da bin ich konsequent.

Also schmolz ich die Seife mit etwas Wasser ein und hübschte das Rezept bei dieser Gelegenheit mit einem ordentlichen Schubs Wildrosenöl auf, das dank der bereits abgeschlossenen Verseifung zu 100% der Überfettung zugute kommt.

Am Tag danach habe ich dann diese eher schlichte Seife ausgeformt, deren Farbe mich an japanische Keramikglasuren erinnert. Aber mit dem Stempel sieht sie jetzt doch ganz nett aus, wenngleich der Punktsieg an die inneren Werte geht.

Das PÖ Seaweed ist nach meinem Empfinden ein grüner, meeriger Duft, der Männern und auch sportlichfrischen Frauen gefallen wird. Und ich hoffe, dass denen der üppige Schaum und das Extra an Pflege auch zusagen wird. Ich mag sie.


Knöpfe von Gartenzwerg und Christina - DANKE

Diesen sagenhaften Haufen Knöpfe verdanke ich Gartenzwerg und Christina, wobei ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich da schon fleißig geräubert habe, um die ersten Knopfblüten fertigzustellen. Dieser Haufen war also noch um einiges umfangreicher.

Ich möchte Euch danke sagen. Danke nicht nur für die Knöpfe, sondern auch dafür, dass sich so ein schöner Kontakt zwischen uns aufgebaut hat, der mir sehr viel bedeutet.

 
Goodgirls Blogcandy ist angekommen - DANKE!

Die Bildunterschrift sagt eigentlich schon alles aus. Ich hatte letzte Woche das große Glück, bei Goodgirls Blogcandy einen Preis zu gewinnen, und heute hat die Post mir ein richtig schön duftendes Päckchen gebracht.
Neben dem ausgelosten Showermelt und der Badebombe war auch noch ein Seifenjuwel (sowas habe ich noch nie gesehen!) und ein Miezekatzen-Bubblebar dabei. Das Bubblebar war dann ungefähr für 30 Sekunden meines, dann hat mein vierjähriger Badejunkie jubelnd gerufen "Ist das meins, Mama?"

Tja, ich denke mal, mein Sohn hat das "Blubberbar" gewonnen, wie er es nennt. Er freut sich, und ich freue mich auch und sage DANKE!

Knöpfe von Seifenpfote - DANKE!
Tja, und dann war da noch ein Päckchen, das schon von außen himmlisch duftete und leise klickerte. Beim Auspacken fand sich dann ein weiterer Knopfschatz an und eine Überraschung, über die ich mich unglaublich gefreut habe. Der himmlische Duft rührte von Vanilleschoten her und ich glaube, das war eine direkte Anspielung auf die Tauschseife, die auch Vanilleduft enthält. Ich hatte doch darüber gewitzelt, dass Vanille und Erdbeeren als Aphrodisiaka gelten...tja, da funkelten mich gleich drei Glasröhrchen mit der traumhaftesten Vanille an, die ich jemals in den Händen hielt.

Mir schießen tausend Ideen durch den Kopf, was ich damit anfangen könnte, und irgendwie sind die alle furchtbar verfressen und genußsüchtig! Kuchen, Likör, Marmelade, Eiscreme...
Nur in der Seife werde ich diese Vanille nicht verarbeiten, weil ich gerade erst ein Stück wunderbarer Vanilleseife von Lucy bekommen habe. Und leider kann man sich ja nicht mit mehr als nur einem Stück Seife gleichzeitig waschen.

Ich freue mich von Herzen über diese wunderbaren Überraschungen, sie sind für mich sehr wertvoll. Und ich hoffe sehr, dass Ihr Euch über Eure Tauschseife genauso freuen könnt wie ich jetzt über Eure Post juble!

Viele liebe Grüße
Postpanamamaxi

Gottseidank und das Floriansprinzip

Gottseidank, meine Nichte, die zur Zeit in Neuseeland als Au Pair lebt, hat das Erdbeben heil überstanden, zumindest körperlich. Wie sie seelisch mit dem Schrecken dieses Tages zurechtkommen wird, muss die Zeit zeigen, denn auch Mitglieder ihrer Gastfamilie galten zeitweilig als vermisst und verschüttet - aber alle sind gerettet.

Sie lebt auf der Südinsel, rund 50km südlich von Blenheim und 250km nördlich von Christchurch.
Bei einem Erdbeben dieser Stärke ist das nicht wirklich weit entfernt, für Geologen ist diese Strecke ein Katzensprung.

Das Erdbeben war mit 6,3 vom reinen Zahlenwert betrachtet schwächer als das vom letzten September, das 7,1 hatte. Wir Menschen neigen dazu, Dinge zu relativieren, und häufig gerade auf die falsche Art und Weise.
Trotzdem war dieses Beben schlimmer in den Auswirkungen als das letzte, weil viele Gebäudeschäden noch nicht wieder komplett behoben waren. Außerdem macht es einen gewaltigen Unterschied, wie weit eine Stadt vom Epizentrum des Bebens entfernt ist - und in welcher Tiefe das Epizentrum lag.
Und dieses Mal war das Epizentrum deutlich näher an der Stadt als im letzten September.

Und noch ein Faktor bestimmt die Schwere eines Erdbebens: Die Tageszeit und die Besiedlungsdichte. Im September bebte es frühmorgens, als viele Büros und Geschäfte noch geschlossen waren. Dieses Mal geschah es zur Mittagszeit, wenn die Stadt am belebtesten ist.

Christchurch sieht aus wie eine zerbombte Stadt, die Leute auf den Bildern haben weit aufgerissene Augen und sind mit Staub überpudert.
Was können wir hier tun für Neuseeland?
Als Einzelpersonen bleibt nicht viel außer beten übrig. Und das ist so furchtbar wenig. Denn dank des Internets und des Telefons sind wir miteinander verbunden und Neuseeland ist nicht mehr weit weg am anderen Ende der Welt.
Für viele von uns haben die Betroffenen dank der Medien Namen und Gesichter bekommen und sind nicht einfach nur eine Anzahl von anonymen Opfern. Das Unglück ist präsenter als es in den Jahren zuvor überhaupt möglich gewesen wäre.

Vielleicht schickt unsere Regierung ein paar tüchtige Trupps vom THW los, damit die für Wasseraufbereitung und Notstromversorgung sorgen. Unser THW ist eine der Organisationen, die zu Deutschlands besten Visitenkarten gehören, und (fast) überall wo technische Hilfe nötig ist, sind sie mit ihrem Fachwissen und schwerem Gerät geschätzt und willkommen.

Leider sterben auch immer wieder THW-Helfer im Einsatz, nicht nur durch Unfälle, sondern auch durch Terror und Kriminalität. Eine Seite der THW-Arbeit, die nicht so bekannt ist.

Und Wasserversorgung (und dementsprechend auch die hygienische Entsorgung) wird in Christchurch erstmal ein riesiges Problem sein in der nächsten Zeit. 80% der Stadt sind momentan ohne Wasser und Strom; die Regierung rät dazu, bei Regen Regenwasser aufzufangen.

Und ansonsten bleibt mir als Tante im Moment nur das Floriansprinzip: Beten für die Betroffenen und dankbar sein, dass meine Nichte und ihre Lieben diesmal nicht dazugehören und glimpflich davonkamen.

"Lieber guter Florian, verschone mich - zünd andre an!" (der heilige Florian ist Schutzpatron der Feuerwehrleute und wird bei Feuersnot angerufen, ich persönlich würde ja eher 112 anrufen...die sind da doch zuverlässiger!).

Leise Grüße
Postpanamamaxi

Sonntag, 20. Februar 2011

Suchtfaktor Knöpfe

Ich konnte es nicht lassen und habe solange in meinen Bastelvorräten gewühlt, bis ich die Rolle mit dem stabilen weißlackierten Draht gefunden hatte. Ich musste doch noch ein paar Knopfblüten machen, nachdem ich mich gestern nicht an meinen ersten drei Exemplaren sattsehen konnte.


Und hier könnt Ihr die allerneuesten Exemplare sehen. Sind sie nicht wunderschön?

Ich bin ganz verliebt in diese Technik (keine SIB notwendig, kein stundenlanges Abwaschen der Seifensiedeutensilien, kein streikender Drucker, keine Allergenkonzentrationen ausrechnen müssen und was das Allerbeste ist: ein weiterer Grund, auf Flohmärkten ganz tief in den Knopfkisten zu wühlen!).

Das Heraussuchen und Begreifen der bisher eingetrudelten Knopfschätze ist ein sinnliches Erlebnis. Das "Geldbad" Onkel Dagobert Ducks in seinem Geldspeicher könnte ihm ein ähnliches Wohlbehagen verschafft haben wie mir, wenn ich in meine Knopfschätze eintauche. Aber ich ziehe Knöpfe dem Geldbad eindeutig vor!

Es macht mich regelrecht glücklich und ausgeglichen, und beim Werkeln bin ich ganz bei mir selbst. Kennt Ihr diesen "Flow", wenn Ihr eine Sache tut und alles läuft wie am Schnürchen und macht Euch einfach nur strahlend vor innerer Freude? Genau das passiert mir, wenn ich mit den Knöpfen arbeite. Herrlich.

Mittlerweile "blühen" da die allerschönsten Ideen in meinem Kopf auf, was man damit sonst noch anstellen könnte.

Mir gefällt vor allem dieser Mix aus alten und neuen Knöpfen, aus natürlichen und modernen Materialien und die Möglichkeit, dass jeder Knopf seine eigene Geschichte zu erzählen weiß.
An wessen Bluse mag einst der blütenförmige Knopf aus Perlmutt geprangt haben, könnte dieser winzigzarte Perlmuttknopf (4mm klein) mit dem geschnitzten Stern gar von einem Taufkleid oder Puppengewand stammen oder war der halbkugelige Perlknopf ein Ersatzteil zu einem Brautkleid?
Es sind Eure Erinnerungen, die da gebündelt zu etwas Neuem erblühen.


Wenn der Strauß fertig sein wird, kann er noch eine ganz eigene Geschichte erzählen.

Kreativ zu sein ist ein großes Geschenk. Es ist Gottes Einladung an uns, selbst schöpferisch tätig zu sein.
Gott spricht: Ich will ein Neues erschaffen, jetzt wächst es heran, seht Ihr's denn nicht? Also auf, lasst Euer Licht leuchten, strahlen, erklingen und freut Euch daran, nicht nur Geschöpf, sondern zugleich auch schöpferisch zu sein. Unsere ausgeprägte schöpferische Kreativität ist das, was uns Menschen ausmacht.

Ich bedanke mich bei allen bisherigen EinsenderInnen und denke, so manch eine von Euch wird den einen oder anderen Knopf wiedererkannt haben.


Nachher werde ich mich durch die Namensliste fürs Osterwichteln beim NSF arbeiten und die Wichtelmamas und Wichtelkinder auslosen. Außerdem wartet hier noch ein Haufen Wäsche auf mich, den ich gestern nicht mehr erledigen konnte.
Denn gestern war mein langersehner Postpanamamaxi-darf-ausgehen-Tag! Ich bin mit zwei Freundinnen durch Husum gebummelt, welches man angesichts der eisigen Temperaturen eher von "graue Stadt am Meer" in "eisige Stadt am Meer" umbenennen sollte.

Ich hoffte eigentlich, ein Paar Schuhe zu meinem Brautkleid zu finden. Ich hatte mir ja in den Kopf gesetzt, es müssten unbedingt rosa oder gar pinke Schuhe sein. Weiß ist mir irgendwie einfach zu langweilig und angepasst.

Leider gab es kaum Exemplare in meiner Größe (42+). Ich hoffe, dass die Frühlingskollektion noch nicht komplett ausgeliefert wurde und dass ich in ein paar Wochen doch noch fündig werde.
Stattdessen belief sich meine Einkaufsbeute auf Lipgloss in einem Nude-Ton und zartrosé Nagellack zu jeweils 1,- Euro, und das in der teuersten Parfümerie im ganzen Ort!

Abends waren wir dann im Bambus-Palast zum Essen. Wer einmal nach Husum kommt, sollte sich dort unbedingt einen Tisch reservieren lassen und das stilvolle Ambiente genießen. Denn dieses Restaurant befindet sich in einem chinesischen Haus in einem ebensolchen Garten. Wenn etwas Ruhe eingekehrt ist, sollte man den Eigentümer des Restaurants bitten, ob man sich mal den Saal im Dachgeschoss ansehen darf.

Wir hatten gestern großes Glück und bekamen eine Privatführung, bei der uns die Bedeutung der beiden großen Wandgemälde erläutert wurde. Dieses Gemälde ist eine Kopie eines historischen Werkes, das einst für den chinesischen Kaiser hergestellt wurde. Da dieser in der Verbotenen Stadt lebte und diese niemals verließ, musste er sein Land, sein Volk und die Bräuche durch solche Gemälde kennenlernen. Und wir haben gelernt, dass diese Kunstform sehr viel versteckte Symbolik enthält. So kann man anhand der Farben der Dachziegel ablesen, zu welchem Stand der Bewohner eines Hauses gehört. Kaufleute hatten grün glasierte Dachziegel, dem Kaiser allein waren gelbe vorbehalten.

Abends war ich erschöpft vom ausgiebigen Bummel und heiser vom vielen Reden und Lachen. Es war ein wundervoller Tag, an dem ich mal die Verantwortung für die Kinder abgeben durfte.
Und heute früh war dann die Batterie meines alten Autos leer, weil ich Dussel gestern abend vergessen hatte, die Innenbeleuchtung auszuschalten...aber irgendwas ist ja immer!

Viele liebe Grüße
Postpanamamaxi

Samstag, 19. Februar 2011

manchmal bin ich ungeduldig

Und dann muss es sofort losgehen mit einer Idee.
Heute früh habe ich meine ersten Knopfbestände gesichtet und dann juckte es mich dermaßen in den Fingern, dass ich unbedingt ausprobieren musste, eine Blüte zu basteln.

Und weil das soviel Spaß machte, habe ich ein bisschen in wunderschönen Knöpfen "gebadet" und gleich drei Probeexemplare angefertigt:

So sehen die Blütenstengel von oben aus (ich finde "Stängel" einfach ekelhaft zu lesen, auch wenn es richtiger ist - ich bin Ü40 und leiste mir gelegentlich meine alte Rechtschreibung!).
Und so sehen sie von der Seite aus. Man kann den Aufbau ganz gut erkennen. Dort, wo nur noch Draht ist, werden die einzelnen Stengel später zusammengefasstund mit Satinband bedeckt. So erhalte ich ein halbkugelförmiges Bouquet, das handlich bleibt.

Außerdem möchte ich noch auf ein Giveaway hinweisen, das eine sehr liebenswerte Künstlerin vom anderen Ende der Welt (= Neuseeland) verlost: Christine von MakeMyDay stellt wunderschöne personalisierte Anhänger her, auf denen man die Namen seiner Lieben verewigen kann.
Eigentlich bin ich seit Modern Talking-Zeiten Gegner von Namenskettchen (wer will sich schon "NORA" in 12 cm großen Buchstaben um den Hals ketten?), aber Christine hat das Thema ganz neu und sehr tragbar umgesetzt. Besonders schön finde ich die Lösung, dass auf mehreren Ebenen gearbeitet wird. So wird ein Anhänger zu einem kleinen Schatzkästchen.

Und noch etwas spricht für Christine: Sie ist nicht nur künstlerisch begabt, sondern auch mit Herzensgüte ausgestattet. Wir hatten bereits schriftlichen Kontakt und sie hat für mich einen ganz eigenen Anhänger entworfen, der sowohl die Namen meiner Jungs als auch vier kleine Sternchen für meine himmlischen Kinder enthält. Und zwar so dezent, dass es einfach nur schön und lebensfroh aussieht und nicht wie ein trauriges Denkmal wirkt.

Und darum kann ich Christines Kunstwerke gerade auch jenen empfehlen, die auf schöne Art das Andenken an einen lieben Wegbegleiter bewahren wollen, ohne dies allzu plakativ zu tun.

Viele liebe Grüße
und weiterhin viel Spaß beim Knöpfejagen

Postpanamamaxi

Freitag, 18. Februar 2011

alle Tauschseifen sind reserviert!

Gerade hat mich meine alte Mittelalterlagernachbarin und Freundin Roveena angeschrieben und sich die letzte "Sommerliebe"-Seife reserviert.

Damit sind binnen 72 Stunden alle 17 Stücke verteilt worden. Rekordverdächtig! Immerhin hat mein Blog (erst) 42 Leser - was ich für 3 1/2 Monate Blogzeit übrigens als sehr erfreulich empfinde.
Ich danke für Euer Interesse an meinem Lebensalltag rund um Familie, Hobbys und Beruf und ich danke auch für Eure ermunternden Kommentare.

Man sitzt im stillen Kämmerlein, schreibt vor sich hin und ohne Feedback wüsste man gar nicht, ob das überhaupt für irgendjemand anderen von Interesse sein könnte.

Roveena und ich haben uns vor ein paar Jahren durch das Mittelalterreenactment kennengelernt und es ist aus einer Lagernachbarschaft eine schöne Freundschaft entstanden, obwohl ich ein paar Jahre älter bin und mittlerweile als Familienmutti ein ganz anderes Leben führe als sie. Was ich an ihr so schätze, ist neben ihrer positiven und praktischen Lebenseinstellung vor allem die Herzenswärme und der Humor bei ihren Berichten.

Vor einiger Zeit ist auch sie angefangen, zu bloggen, und momentan berichtet sie mit viel Herz und Begeisterung über ihren neuen vierbeinigen Mitbewohner, einen süßen Labradorwelpen namens Aaron. Ich denke aber, dass zum Beginn der Heerlagersaison auch noch interessante Berichte über die norddeutsche Mittelalterszene dazukommen werden (bei mir übrigens auch!) und auch die Themen Handarbeiten und Basteleien sowie Bücher und Musik nicht zu kurz kommen werden.
Da ist noch viel Potenzial zu entdecken und dranbleiben lohnt sich allemal.

Nur zum Seifensieden konnte ich sie noch nicht verführen, aber ich arbeite dran, versprochen!
Wer mal bei Roveena reinlesen mag, klickt hier!

Und hier nun die aktuelle Liste für die Sommerliebe-Tauschseife:
18 - Referenzstück, Rückstellprobe
17 - Rapunzel - Knöpfe angekommen
16 - Friesenfan - Knöpfe angekommen
15 - Astrid - Knöpfe angekommen
14 - Kazi - Knöpfe angekommen
13 - Christina - Adresse getauscht
12 - BriMa - Adresse getauscht
11 - Andrea S. - Adresse getauscht
10 - Gartenzwerg - Adresse getauscht
09 - Yddet - Adresse getauscht
08 - Dagmar - Adresse müsste vorliegen
07 - Gisa - wir haben endlich zusammengefunden (wir zwei Königskinder aus dem Lied!)
06 - korrigiert: Aromaharmonie rückt nach
05 - Marinasoap - über Kommentarfunktion angemeldet
04 - Helixturnhelix - Adresse getauscht
03 - Alisavon - über NSF angemeldet
02 - Minnie May - über NSF angemeldet
01 - Roveena - Adresse getauscht


Mein Großer hatte heute einen Schnuppertag im Kindergarten und viel Spaß, auch wenn wir uns dafür in ungewohnter Frühe aus dem Bett quälen mussten. Auf meine Frage, wie es ihm denn im Kindergarten gefallen hätte, kam ein "Cool, Mama. Echt der Wahnsinn!"
- "Ich dachte, du findest Kindergarten total doof und willst da nicht hingehen im Sommer?"
- "Ach Mama!"

Ich bin erleichtert, denn bis heute früh fand mein Sohn die Idee, im Sommer zum Kindergarten zu gehen, ziemlich unattraktiv. Das hat sich jetzt geändert, er freut sich drauf und würde am liebsten morgen wieder hingehen.

Nachmittags war er dermaßen erschöpft, dass er mir auf der Rücktour im Auto eingeschlafen ist und zum ersten Mal seit 1 1/2 Jahren wieder einen kleinen Mittagsschlaf gehalten hat.

Mein Großer ist schon ein echtes Unikum.

Der Kleine übrigens auch. Vor 3 Wochen hat er Laufen gelernt, seit drei Tagen meint er nun, die Treppe nicht mehr auf allen Vieren hochkrabbeln zu müssen, sondern sie auf zwei Beinen zu erobern. Dazu macht er atemberaubende, aber hochkonzentriert wirkende Klimmzüge am Treppengeländer. Aber es gelingt ihm mit dieser Methode tatsächlich erfolgreich, die Treppe im aufrechten Gang zu erklimmen.

Seine Freude über seine Erfolge ist übrigens ansteckend. Es macht Spaß, zu beobachten, wie so ein kleiner Bursche sich ein Ziel vornimmt, es erarbeitet und dann stolz und glücklich strahlt.

Außerdem ist mein Einjähriger hochbegabt. Mindestens. Ein angehendes Mathematikgenie.
Er kann nämlich zählen. Bis drei!
Angefangen hat es mit seinem Papa, der ihn beim Zubettbringen immer mit Schwung eins-zwei-drei hin- und herschaukelte, um ihn dann "schwungvoll" ins Bett zu verfrachten.

Das hat dem Kleinen soviel Spaß gemacht, dass ich dieses Ritual übernommen habe. Manche Rituale macht nur sein Papa, manche mache nur ich, und manche Rituale sind gemeinsame.

Wenn er abends nach dem Wickeln, Umziehen und Zähneputzen endlich im Schlafsack steckt und ich ihn hochhebe, macht er sich schon steif und guckt mich erwartungsvoll an, weil er nun sein geliebtes Ritual erwartet. Als liebe Mama bin ich keine Spielverderberin, schaukle ihn in meinen Armen schwungvoll hin und her und zähle wie gewohnt eins-zwei-..."Dei!"

Ich muss ziemlich dämlich geguckt haben, als er das sagte. Es war kein Versehen, kein Zufall. Der Junge weiß, dass auf eins-zwei die drei folgt. Aus dem anfänglichen "Dei" ist auch ein deutlicheres "Dlei!" geworden, und mittlerweile singt er es sogar übermütig "Dleihei, Mama!".
Am letzten Wochenende haben wir dann seinem Papa stolz unsere gemeinsame Fortentwicklung des Rituals gezeigt.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass es in Wirklichkeit mein Kleiner ist, der sein Ritual mit uns spielt.
Rituale sind so wichtig für Kinder und Eltern, um einen festen Rahmen der Geborgenheit zu schaffen. Rituale sind etwas Verlässliches, etwas das Sicherheit gibt und Vertrauen schafft. Ein fester Rahmen, in dem Kinder ihren Standpunkt und ihre Rolle definieren können und der sie vor Überforderung schützt.

Kinder werden heute viel früher mit den Alltagssorgen belastet als früher.

Der veränderte Medienkonsum ist nur ein Beispiel dafür. Manchmal kommt es mir so vor, als wäre meine eigene Kindheit viel sorgloser und abgeschotteter gewesen als es heute überhaupt möglich ist. Der Umgangston ist rauher geworden und Kinder werden schneller mit Themen konfrontiert, die sie vielleicht noch nicht gut verarbeiten können.

Wir haben als Eltern nur zweierlei Möglichkeiten: Unsere Kinder von dieser wilden Welt da draußen fernhalten und sie behütet aufwachsen lassen, was die Gefahr der Weltfremdheit und eines bösen Erwachens mit sich bringt.
Oder wir bereiten sie ganz bewusst auf die Probleme vor, die auf sie ohnehin früher oder später zukommen werden. Machen sie stark und sicher, damit sie keine Furcht haben müssen. Lehren sie Selbstschutz.

Schaffen wir Resilienz bei unseren Kindern. Wenn wir schon keine Schicksalsschläge und Enttäuschungen verhindern können, sollten wir jede Chance nutzen, unsere Kinder stark und selbstbewusst zu machen, damit sie dem Schicksal gefestigt entgegentreten können.

Und die Liebe und Geborgenheit, die solche scheinbar albernen kleinen Rituale spenden können, sind ganz wichtige Resilienzfaktoren.
Starke, glückliche Kinder. Erinnerungen, die einen tragen, wenn mal der Wind von vorne kommt. Das Wissen, von Herzen geliebt zu werden, so wie man nun mal ist. Gesundheit. Sicherheit. Bildung. Freiheit.
Das wünsche ich mir für meine Kinder.

Viele Grüße
Postpanamamaxi

Mittwoch, 16. Februar 2011

ein 2-Stunden-Nähprojekt

Ich bringe gerade die Liste auf den allerneuesten Stand:

18 - Referenzstück, Rückstellprobe
17 - Rapunzel - Knöpfe angekommen
16 - Friesenfan - Knöpfe angekommen
15 - Astrid - Knöpfe angekommen
14 - Kazi - Knöpfe angekommen
13 - Christina - Adresse getauscht
12 - BriMa - Adresse getauscht
11 - Andrea S. - Adresse getauscht
10 - Gartenzwerg - Adresse getauscht
09 - Yddet - Adresse getauscht
08 - Dagmar - Adresse müsste vorliegen
07 - Gisa - über Kommentarfunktion angemeldet
06 - korrigiert: Aromaharmonie rückt nach
05 - Marinasoap - über Kommentarfunktion angemeldet
04 - Helixturnhelix - Adresse getauscht
03 - Alisavon - über NSF angemeldet
02 - Minnie May - über NSF angemeldet

@Gisa: Ich habe heute nochmal mein Postfach kontrolliert. Alle Mails, die ich erhalten habe, wurden von mir auch beantwortet. Ich habe nur eine Mail mit Knopffoto bekommen und die habe ich bereits beantwortet.
Wenn Du also keine Antwort von mir bekommen hast, wird Deine Mail nicht bei mir angekommen sein. Probiere es in dem Fall bitte nochmal unter paganwiki(at)googlemail.com und ersetze in meiner Adresse das (at) durch die Taste @. Solltest Du im NSF aktiv sein, kannst Du auch eine Nachricht an Lovelylizard senden, das bin ich ebenfalls.
Wir schaffen das schon, zusammenzufinden! Und die Nr. 7 habe ich Dir reserviert, es besteht also kein Grund zur Nervosität.

@Andrea: Korrektur erledigt, danke für die Info!


Hier möchte ich Euch ein kleines Nähprojekt vorstellen, das von Anfang bis Ende knappe 2 Stunden Zeit gebraucht hat: Der Prototyp für die Kleider unserer Blumenstreukinder. Und weil das Nähen eines Modells aus Nesselstoff so langweilig ist, habe ich einen günstigen bedruckten Baumwollstoff genommen. Da lohnt sich die Arbeit wenigstens.

Es ist wirklich einfach zu nähen, kein nerviges Reißverschlusseinsetzen ist notwendig. Einzig das Zusammenfügen der Träger ist etwas fummelig, wenn man es perfekt machen möchte.
Wäre sowas nicht auch mal etwas für die schneidernden Mütter, Tanten, Freundinnen unter Euch? Für ein Kind gibt es nichts Schöneres als etwas von jemandem genäht zu bekommen, der ihnen nahesteht.
Der Stoffverbrauch entspricht bei 1,40 breit liegendem Stoff einmal der Kleiderlänge plus 8cm für Nahtzugaben und Saum. Ansonsten braucht man noch zwei kleine Knöpfe und bei leichteren Stoffen Futterstoff und etwas Bügeleinlage. Im Sonderangebot bekommt man alles Notwendige für 10 Euro!

Der Schnitt steht also fest, die Maße kommen auch ziemlich gut hin. Allerdings werden die richtigen Kleider komplett und nicht nur im Brustteil gefüttert sein, und zwar mit mit einem leichten Seidenfutter, damit sie schöner fallen und angehmer zu tragen sind. Außerdem werden die Festkleider einen 10cm breiten Volant bekommen. Ansonsten wird alles schlicht bleiben, um den Stoff ungestört zur Geltung kommen zu lassen.

Mein Vierjähriger ist ganz begeistert von meinen kleinen Vorbereitungen und wünscht sich jetzt auch ein Kleid. Weil er der Meinung ist, man wird automatisch zur Prinzessin, wenn man so ein Kleid trägt.
Ich glaube, ich muss da mal ein Mutter-Sohn-Gespräch führen...

Damit er nicht eifersüchtig ist, werde ich also als erstes die Westen aus beigem Stickereitaft für die Jungen nähen, bevor ich das altrosa Äquivalent zu Mädchenkleidern verarbeite. Vielleicht habe ich dann diese Prinzessinnen-Verirrung schon ohne Diskussionen aus der Welt geschafft.

Übrigens bin ich eigentlich recht tolerant, was mädchenhafte Anwandlungen meiner Söhne betrifft. Ich lackiere im Sommer auch Jungsfußnägel bunt, wenn es ihnen Freude macht, und auch mein zartrosa Lipgloss darf mein Großer mal probieren. Warum denn auch nicht?
Aber ich werde ihm kein eigenes Prinzessinnenkleid nähen. Da hört meine Bereitschaft dann doch auf. Denn er würde zum Gespött werden und das möchte ich ihm ersparen.



Die neuesten Knopffotos gibts dann morgen zu sehen!

Viele Grüße
Postpanamamaxi

überwältigt

Ich bin erstaunt und tief bewegt, wie sehr die erst gestern gestartete Tauschaktion von Euch angenommen wird.
Neben einer ersten Ladung Knöpfe fanden sich heute diverse Anmeldungen bei mir ein - via PN im NSF, über mein Mailpostfach und über die Kommentarfunktion. Ich hoffe, ich habe nichts durcheinander gebracht und niemanden vergessen.
Damit der Überblick nicht verloren geht, habe ich jetzt eine Reservierungsliste gemacht:

18 - Referenzstück, Rückstellprobe
17 - Rapunzel - Knöpfe angekommen
16 - Friesenfan - Knöpfe angekommen
15 - Astrid - Knöpfe angekommen
14 - Kazi - Knöpfe angekommen
13 - Christina - Adresse getauscht
12 - BriMa - Adresse getauscht
11 - Andrea S. - Adresse getauscht
10 - Gartenzwerg - Adresse getauscht
09 - Yddet - Adresse getauscht
08 - Dagmar - Adresse müsste vorliegen
07 - Gisa - über Kommentarfunktion angemeldet
06 - Pfotenseife Andrea - über Kommentarfunktion angemeldet (oder bist Du identisch mit Nr. 11?)
05 - Marinasoap - über Kommentarfunktion angemeldet
04 - 03 - 02 - 01 noch frei!

Falls ich jetzt jemanden versehentlich vergessen haben sollte, bitte unbedingt melden! 

Wenn jemand doch noch abspringen möchte, ist das auch kein Problem. Ich vermute, bei der Resonanz wird es ohnehin  eine Warteliste für Nachrückkandidaten geben. Also sagt mir bitte Bescheid! Denn ich möchte, dass Ihr genausoviel Freude an dieser Aktion habt wie ich. Es soll Vergnügen sein, keine lästige Verpflichtung!

Und falls es Euch Recht ist, würde ich die eintrudelnden Knopfkonvolute auch gern hier als Foto einstellen. Wenn jemand das nicht möchte, bitte ich um kurze Mitteilung.

Ich möchte mich für Eure rege Beteiligung bedanken.
Dank geht auch an Kazi für ihr Überraschungspäckchen und an Rosabella und Goodgirl, bei denen ich heute gleich zwei Blogcandys gewonnen habe!

Aber auch ohne die Aussicht, ein Blogcandy zu gewinnen, lohnt sich der Besuch auf beiden Seiten. Rosabellas Blog war für mich eine echte Entdeckung jenseits des Randes meines Siedetopfes. Sie interessiert sich für Lyrik, Rosen, Fotografie, Knöpfe, altes Leinen und Flohmarktstöbereien und schafft es, das alles harmonisch und wunderbar berührend miteinander zu verbinden. Und sie macht bezaubernde Rosen aus Papier, die absolut sehenswert sind. 100% kitschfrei und mit einem verzauberten zeitlosen Charme, der weit über den momentan überall propagierten ShabbyChic hinausgeht.
Eine dieser Rosen wird jetzt zu mir reisen und ich freue mich von Herzen darüber.

Bilddatei von Rosabella ausgeborgt - nicht nur eine schöne Rose, sondern auch ein tolles Foto!
Goodgirls Schaumträume sind den SiederInnen unter uns bereits ein Begriff, aber auch für Nichtsiederinnen ist dieser Blog höchst interessant zu lesen. Wer bis dahin noch nicht seifensiedesüchtig bzw. an selbstgemachter Kosmetik interessiert war, der wird es spätestens hinterher sein. Allein die Fotos sind schon Inspiration für mich.

Und ich finde es toll, dass sie ihr umfangreiches Fachwissen nicht für sich allein behält und es großzügig mit anderen teilt. Goodgirl schreibt nämlich nicht nur sehr lehrreiche Tutorials, sie tauscht ihre Kostbarkeiten auch gern mal gegen andere Kreativwerke. Weil eben nicht jeder alles gleich gut beherrschen kann. Und darum freue ich mich auch so sehr über meinen Gewinn, denn ein Showermelt ist für mich auch eine Premiere. Und so sieht es aus:

Goodgirl, ich hoffe, meine bildtechnische Anleihe ist für Dich okay!
Übrigens hat mein badesüchtiger Vierjähriger jetzt auch noch das Duschen für sich entdeckt. Hilfe! Ich habe kleine Jungs, die sich gern und FREIWILLIG waschen, und Schuld daran ist meine Seifensiederei und all das Drumherum.
Mit dem Showermelt werde ich also schnell sein müssen, um die Konkurrenz abzuhängen.

Viele Grüße
Postpanamamaxi

PS: Gute Reise, kleiner tapferer Mann! Ich denk an Dich.

Dienstag, 15. Februar 2011

Überraschungspaket von Kazi

Heute beim Schneeschippen ereilte mich ein völlig unerwartetes Überraschungspaket von Kazi.
Ich habe mich total darüber gefreut, auch wenn ich anfangs große Schwierigkeiten hatte, das Päckchen meinem Vierjährigen zu entwinden. Ich habe gesagt, dass erst Mittagessen gemacht und der Geschirrspüler ausgeräumt wird, bevor wir uns dem Auspacken des Päckchens widmen.
Ich Dummkopf hätte auch noch fordern sollen, dass er seine Schuhe und Schneeklamotten im Flur wegräumt, so hilfsbereit und arbeitswillig zeigte er sich plötzlich!

Habe ich schon erwähnt, dass alles, was Richtung Badebomben/Bubblebars geht sofort von ihm beschlagnahmt wird? Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie er das Päckchen schon gefilzt hatte. Vielleicht sollte er später mal zum Zoll gehen!
Kazi hat mir wunderschöne Badebomben, ein Bubblebar und eine Gute-Laune-Seife mit passender Seifenschale in meinen Lieblingsfarben gebastelt. Es ist übrigens die allererste selbstgebastelte Seifenschale, die mich erreicht.

Und da waren neue Knöpfe. Besonders der facettierte Glasknopf hat es mir angetan, der wird wahrscheinlich die Mitte einer "Blüte" zieren.

Im Moment treibt mein zukünftiger Zollbeamter (=Filzstift?) mich gerade in den Wahnsinn/Hörsturz, weil er mit seinem Feuerwehrauto mit Sirene spielt.
Die Batterien zeigen erste Ermüdungserscheinungen, und anstatt dass die Sirene einfach leiser wird, leiert sie lautstark herum. Und irgendwie hat sich da eine Fehlschaltung ergeben, denn das gewohnte Tatü-tata klingt nun wie eine Technovariante. Fehlen nur noch die wummernden Bassboxen.

Aber zurück zum Thema, hier ist das Foto von meinem Ü-Paket von Kazi und ich möchte ganz herzlich Danke sagen. Deine Tauschseife ist reserviert. Und ich korrigiere den Restbestand an Seifen auf nunmehr 11, weil ich noch zwei feste Zusagen für die Tauschaktion dazubekommen habe.

Knopfkonvolut von Kazi nebst tollen Überraschungen - DANKE!
Übrigens muss Kazi mir vorgestern über die Schultern gespäht haben, als ich meine Seifenküche verwüstete, denn die Seifenschale passt perfekt zu meiner jüngsten Kreation:
Ich habe mal wieder marmorieren geübt, was bei einer Seife mit Bienenwachs und Shea und eher kalter Verarbeitungstemperatur etwas schwierig ist.
Aber immerhin ist die Oberfläche meiner Blockformseife als gelungen zu bezeichnen. Innendrin ist es dann doch eher eine fröhlich-bunt geschichtete Seife geworden, aber mir gefällt sie trotzdem gut.

Als leicht problematisch stellte sich heraus, dass ich für diese Seife die 5x5er Blockformen verwendet habe. Da sie recht schmal sind, wird es schwierig mit dem schwungvollen Hineingießen (jedenfalls, wenn man Wert darauf legt, dass die Seife IN der Form landet).

Die Inhaltsstoffe sind dieselben wie bei der Tauschseife, als Duft habe ich allerdings "PÖ Sweet Tulip" von SensoryPerfection verwendet, das sehr angenehm duftet. Es ist schwierig zu beschreiben, aber es gefällt mir sehr gut. Es ist nicht stechend wie einige Rosendüfte, aber auch nicht so süß-klebrig wie andere Blütendüfte. Es ist einfach schön!

Gefärbt habe ich den SL mit Pigmentgelb, Brilliantrosa, Blütenorange und Rosenrot. Ich wollte damit die knallige Farbigkeit eines bunten Tulpenstraußes abbilden und ich finde, das ist mir mit dieser Seife auch ganz gut gelungen.

Da die Seife noch recht weich ist, habe ich nur fürs Foto die erste Scheibe abgeschnitten. Jetzt müssen die Stangen erstmal trocknen, bevor ich sie dann in 2-3cm dicke Stücke schneiden werde.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich diese Seife so lassen werde, wie sie ist, oder ob ich sie noch mit dem Tulpenstempel von MW verzieren werde.
Da ich auch noch das PÖ "Daffodil" hier herumstehen habe und mir gleich von zwei Seiten berichtet wurde, dass es an Zickigkeit seinesgleichen sucht, werde ich dieses mal als nächstes verarbeiten und am besten gleich auf solche Abenteuer wie Shea oder Kakaobutter in der Rezeptur verzichten. Und ehrgeizige Projekte mit mehr als 2 Farben lasse ich auch lieber gleich bleiben...

Viele Grüße aus dem winterlich verschneiten Norden
Postpanamamaxi

Montag, 14. Februar 2011

Valentinstag 2011 - Start der Tausch-Aktion "Sommerliebe"

Und das ist sie, meine lange angekündigte Tauschseife "Sommerliebe"!
Die Herzen duften nach frischem PÖ Erdbeer-Rhabarber von Behawe, das Stück selbst wurde mit nichtfärbendem PÖ Vanilla Bean von Gracefruit bedufet. Es harmoniert wunderbar, es ist eine angenehme Kombination aus einer frischen Kopfnote und einer warmen Basisnote.

Eher zufällig bin ich darüber gestolpert, dass Vanille und Erdbeere als aphrodisierende Düfte gelten...na denn man zu, wie der Norddeutsche so schön formuliert!

Damit Sommerliebe schön pflegt, enthält sie neben den Basisfetten Palm, Raps und etwas Kokos vor allem üppig viel Olivenöl, Reiskeimöl, Shea, Kakaobutter, Bienenwachs, Rizinus und Seide.



Und hier seht Ihr die Stoffe für mein Hochzeitskleid. Zuerst neigte ich eher dazu, mir das Modell mit Schleppe zu nähen, weil mir der Lagenlook sehr zusagt. Aber dann habe ich mir überlegt, dass ich erstens Unmengen von teurer Seide dafür verbraucht hätte und dass ich zweitens eine wilde Horde von 6 Blumenkindern haben werde, die wahrscheinlich nichts Besseres zu tun haben wird, als immer abwechselnd auf meinem Kleid herumzustehen!

Also wird es jetzt eine weiterentwickelte Variante des schlichten schleppenlosen Kleides geben (ich kann wegen meiner Größe den Fertigschnitt ohnehin nur als groben Anhaltspunkt nehmen und muss komplett neu entwickeln). Netterweise sind bei den Burda-Schnitten Linien angegeben, wo man einen Schnitt problemlos verlängern oder kürzen kann.

Es handelt sich bei dem Foto um den Burda Schnitt 8056 aus der Plus-Kollektion und er sollte bei den einschlägigen Verkaufsstellen erhältlich sein (Lieber Burda-Verlag, ich hoffe, es ist okay, dass ich hier kostenlose Werbung für Sie mache. Sollten Sie sich dennoch als Rechteinhaber an der positiven Erwähnung Ihres Markennamens oder an dem o.a. Foto stören, reicht eine freundliche Mail an mein Postfach und ich werde Bild und Text auf Wunsch entfernen!).

Geplant ist jetzt ein schlichtes Bahnenkleid im Lagenlook. Gefüttert mit schlichter Futterseide (Köperbindung, damit es weicher fällt), die untere sichtbare Lage aus der hier abgebildeten naturweißen Dupionseide und die obere Lage aus dem bestickten Tüll. Am Saum und in der Taillennaht werde ich diese verschlungene Borte verwenden, um etwas Pfiff hineinzubringen.

Quasi nebenbei hat sich somit auch die Frage geklärt, wie die Blumenstreukinder aussehen werden. Bei meiner Jagd nach einem Spitzenstoff für mein Kleid bin ich auf diesen herrlichen bestickten Taft gestoßen. Die Jungs werden jetzt Westen aus dem cremefarbenen Taft tragen und die Mädchen bekommen schlichte Trägerkleidchen, die sie solo oder mit T-Shirt und Strumpfhosen darunter tragen können.
Eigentlich war gar nicht geplant, dass mir jetzt auch noch 4 Kinderkleider und 2 Kinderwesten auf meiner To-Do-Liste landen würden, aber bei dem Stoff konnte ich einfach nicht Nein sagen.

Vor einiger Zeit habe ich darüber berichtet, dass ich mir gern ein Brautbukett aus Knöpfen machen möchte. 

Mit der Wahl der Stoffe ist natürlich auch das Farbschema für die Knöpfe festgelegt: alle neutralen bis warmen Weißtöne, Beige, Perlmutt, Gold, Bronze, Glas und zartes Rosé. Kein Pink, eher Nude- und Pudertöne sind gefragt.

Als Material kommt alles in Frage, von Kunststoff über Glas, Porzellan, Perlmutt, Metall, Stoff, Bein ist alles willkommen.

Da fast jeder von uns über irgendwelche vergessenen Knopfschätze in den Handarbeitskörben verfügt oder gern über Flohmärkte bummelt, möchte ich Euch einladen, bei meiner Tauschaktion mitzumachen.

Ich tausche meine Sommerliebe-Seife gegen Eure Knöpfe! 

18 Stücke waren es, eins davon muss ich als Rückstellprobe behalten, und 3 liebe Leserinnen haben mir bereits Knöpfe geschickt. 14 Stücke Sommerliebe-Seife stehen also noch zum Tausch bereit

An Knöpfen ist mir alles willkommen, die kleinen unauffälligen hellen Exemplare ebenso wie die großen plakativen, alte, neue, gebrauchte, gern auch Knöpfe mit einer Geschichte dazu. Die kleinen schlichten Knöpfe werden im Stiel verbaut, die großen bilden die Blüten. Auch ein satinbezogener Brautkleidknopf ist schon bei mir angekommen, vielleicht mag die Besitzerin mir ihre Geschichte dazu verraten?

Also nur Mut und durchstöbert Knopfkisten, Flohmärkte oder meinetwegen auch Euren liebsten Handarbeitsladen. 

Mir gefällt der Gedanke, dass so viele liebe Menschen bei diesem Strauß mitwirken und mich in Gedanken am Hochzeitstag begleiten werden.

Bitte mailt mir an paganwiki(at)googlemail.com, damit wir die Adressen tauschen können!

Da sie gestern erst gesiedet wurde, muss sie noch bis zum Frühlingsbeginn lagern und reifen, anschließend geht sie liebevoll in Organza verpackt und mit einem dieser schönen Marmorherzen versehen auf die Reise zu Euch.

Knopfkonvolut von Friesenfan - DANKE!
Knopfkonvolut von Rapunzel - DANKE!

Knopfkonvolut von Astrid - DANKE! Ehrensache, der mit dem Stern wird für K. verbaut!

Meine bisherige Beute von meinen Internet-Streifzügen


Seaweed, ein Zwischenstand:
Ich glaube, ich nenne sie "Nordatlantik". Denn so sieht sie aus. Mit den optischen Reizen geizt sie noch, sie hat aber dank kostbarer Zutaten innere Werte und ein schäumendes Pflegepotenzial.
Das untenstehende Foto zeigt die Seife mit wunderschönen karibischen Farbtönen vor dem Einschmelzen und das Nordatlantikgrau der eingeschmolzenen Seife. Da sie noch zu weich ist, habe ich die Blöcke erstmal nicht geschnitten und zum Trocknen weggestellt. Mit einem hübschen Stempel sollte sich aber auch an der momentan noch schlichten Optik etwas machen lassen.

Ich halte Euch auf dem Laufenden, wie sie sich noch entwickelt.
Aber: Die schäumt himmlisch! Allein beim Abwasch der Blockformen konnte ich schon erkennen, wie toll die mal werden wird.

Übrigens könnt Ihr auf dem Foto mein neues Lieblingswerkzeug sehen. Eigentlich ist es ein Gemüseschneider, um feine Julienne-Streifen aus Gemüse zu schneiden. Als ich neulich Reiskeimöl im Asialaden holte, habe ich ihn entdeckt. Für rund 6 Euro war es ein guter Kauf, man kann damit beispielsweise die Seitenflächen einer Seife mit interessanter Struktur versehen und die großen Flächen glatt lassen, damit man sie dekorativ stempeln kann. Eine tolle Ergänzung zum normalen Wellenschneider. Ideen gibt es viele...


Und zu guter Letzt ein Foto, mit dem ich alle Feuerwehrmänner und -frauen dieser Welt grüßen und für ihren Einsatz für die Allgemeinheit von Herzen danken möchte:
Die Seife wurde mit PÖ Kirsche beduftet und mit DC Fire gefärbt.
Falls Ihr also lieber Knöpfe gegen ein Seifen-Feuerwehrauto tauschen wollt, um Euren Feuerwehrmann zu beglücken, wäre ich auch dazu bereit.

Das Drehleiterfahrzeug wird mein Großer aber nicht rausrücken, diesbezügliche Tauschangebote wären zwecklos!


Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Valentinstag-Abend!

Alles Liebe,
Postpanamamaxi

PS: Danke für Eure liebevollen Kommentare zum vorhergehenden Post. Balsam für meine Phantomschmerzen.

Ich denk an Dich!

Ich denk an Dich, mein kleines Sternchen.
Jetzt ist es schon 3 Jahre her, dass Du mich wieder verlassen musstest und ich frage mich immer noch, ob Du mein kleiner Junge oder mein kleines Mädchen geworden wärst. Du warst noch so klein. Ich hatte mich so sehr auf Dich gefreut und so große Hoffnungen gehabt.

Und als Du gingst, dachte ich zuerst, Du hättest alle meine Kraft mitgenommen.
Nicht absichtlich, aber Dein Verlust fühlte sich an wie ein Schlag auf den Solarplexus. Zuerst tut es gar nicht weh, es fühlt sich alles nur taub und gelähmt an und man kann nicht atmen und die Beine versagen ihren Dienst, dass man zusammenklappt. Erst später kommt der Schmerz und bringt einen fast um.

Ich hatte doch gerade erst drei Monate davor den Verlust von Zwillies verkraftet. Du warst ja nicht mein erstes Sternenkind, sondern mein drittes. Und, was ich zum Glück damals nicht ahnen konnte, Du solltest auch nicht mein letztes bleiben.

Wie sollte ich jemals wieder neue Hoffnung finden? Wie jemals neuen Mut fassen? Ich fühlte mich so hilflos.

Du weißt, dass ich doch neuen Mut gefasst habe.
Ich brauchte nur etwas Zeit, um meine Kraft wiederzufinden, um es nochmal zu wagen. Und es gelang. Teilweise. Ein halbes Zwillingspaar zu behalten ist besser als wie beim ersten Mal beide zu verlieren.

Es war eine schwierige Prüfung, aber ich glaube, ich kann ganz zufrieden damit sein, wie ich sie gelöst habe. Und Dein kleiner Bruder ist ein wahrer Sonnenschein, für den ich jeden Tag dankbar bin. Für den Großen natürlich auch. Sie sind klasse.

Eigentlich habe ich mein Leben im Griff, bin gut ausgelastet mit meinen beiden Jungs und meinem Alltag als Mutter, Hausfrau und Seifensiederin. Es geht mir so gut wie nie zuvor. Ich bin ziemlich glücklich.

Ich habe meine Lebensfreude wiedergefunden und die Trauer so sehr abgearbeitet, bis sie so leicht wurde, dass ich sie einfach im Handgepäck meines Lebens mit mir tragen konnte, und so klein, dass da noch genügend Platz in meinem Leben für die Freude und das Glück bleibt.
Und ich durfte mit meiner Lebenserfahrung anderen ein Stück weit in der Trauerarbeit helfen. Ich verdanke Dir und Deinen Sternengeschwistern ein paar wunderbare Freundschaften.

Mein Leben ist nicht perfekt, aber es ist schön und lebenswert und voller Liebe.
Ich hatte mir so sehr gewünscht, Dich auch daran teilhaben zu lassen. Das ist es doch, warum man sich Kinder wünscht: Um ihnen zu zeigen, wie schön das Leben ist, und um sein Glück mit ihnen zu teilen. Und um sie zu lieben.

Ich bin nur noch selten traurig wegen Dir und Deinen Sternengeschwistern. Es sind so Tage wie der gestrige, wo meine Haut etwas dünner ist als sonst. Und wo ich zum Himmel hochblicke und mich frage, ob Ihr da oben irgendwo seid und auf uns hinunterblickt. Ich bin sicher, Ihr schaut hier ab und an nach dem Rechten.

Phantomschmerzen. Und trotzdem sage ich mir, es ist gut so, wie es jetzt ist.

Alles Liebe zum Jahrestag,
Deine Mama

Sonntag, 13. Februar 2011

Seaweed-Seife, der Affäre zweiter Teil

Ich glaube mittlerweile, dass es eine gute Idee war, die zweite Hälfte der Seaweed-Seife nach dem rapiden Andicken gleich als OHP zu verarbeiten.

Denn als ich heute meine Seaweed-Seife aus dem Divi rausholte und zurechtschnitt, fand ich bei drei Stücken Laugennester!
Das erste Mal, dass ich sowas bei meinen Seifen erlebe.

Schade. Die Farben hatten sich so schön entwickelt, die Seife hatte kräftig - wahrscheinlich zu kräftig, wie sich jetzt herausstellte - gegelt. Unterm Deckel war reichlich Kondenswasser und auch nach 15 Stunden war der Divi noch mehr als handwarm.

An einen Fehler in der Zubereitung des SL glaube ich weniger.
Denn die Lauge war gewohnheitsmäßig durch ein Sieb gegossen worden, bevor sie zu den Fetten kam. Und gerührt hatte ich auch ausreichend gründlich.

Es muss die Hitze gewesen sein. Immerhin war auch noch eine gehörige Portion Seide im SL enthalten und die heizt bekanntlich zusätzlich auf. Außerdem sah es zwei Stücken so aus, als hätte sich die Seife genau zwischen zwei Farbschichten getrennt. Und die Laugennester waren nicht am Rand, sondern immer mittendrin und eher unten als oben. Befallen waren die drei Stücke in der Mitte, was meine Hitzetheorie zusätzlich unterstützt.

Okay, nächstes Mal machen wir es ohne Heizdecke untendrunter, wenn auch noch Seide drin ist.

Also habe ich meine wunderschön geschichtete Divi-Seife in kleine Stückchen geschnitten, meinen großen Topf auf die Warmhalteplatte des Kaminofens gestellt und einen kleinen Wasser dazugegeben, um die Seife jetzt einzuschmelzen. Hoffentlich lässt sie sich nachher brav in die Blockform füllen.

Wahrscheinlich wird sich das zarte karibische Flieder-hellblau-türkis in einen nordseegrauen Meeresfarbton verwandeln, aber was bleibt mir als Alternative übrig?

Also gibts eine Meeresseife, ganz anders als geplant. Wie im richtigen Leben. Wenn ich an den Strand fahre, um zu baden, dann ist auch meistens gerade das Wasser weg und Ebbe.

Wenn ich nachher also die Kinder zu Bett gebracht habe, werde ich nochmal mein Glück beim Sieden versuchen...meine Valentinsseife "Sommerliebe" will noch gesiedet werden, damit ich sie Euch morgen präsentieren kann.

Und noch ein kleiner Appetizer:
Sie wird nach Vanille und Erdbeer-Rhabarber duften, wobei Vanille und Erdbeere von Alters her als aphrodisierende Düfte gelten...

Liebe Grüße
Postpanamamaxi

Kleiner Nachtrag:
Die Seaweed-Seife ließ sich brav einschmelzen und in meine beiden Blockformen einfüllen.
Ich habe etwas Wasser und als kleines Luxus-Extra noch 50ml Wildrosenöl beigefügt. So wird diese Seife vielleicht nicht der optische Volltreffer, aber pflegetechnisch hat sie mit Seide, reichlich Mandelöl und Wildrosenöl einiges zu bieten. Der Seifenleim hatte übrigens im geschmolzenen Zustand die Farbe von Operationssaal-Fliesen. Wenn die Nordsee dieses Grüngrau aufweist, sollte man sich auf sehr unangenehmes Wetter einstellen.

Donnerstag, 10. Februar 2011

kleiner Appetizer





18 handschmeichelnde Herzen aus Marmor
liegen vor mir auf meinem Arbeitstisch.

Sie gehören zu meiner "Buttoned with Love-Aktion", die ich zum Valentinstag starten werde.
Ich möchte mit Euch tauschen...


Mehr Informationen bekommt Ihr hierzu am Valentinstag.

Viele Grüße
Postpanamamaxi





Mittwoch, 9. Februar 2011

Der Seaweed-Affäre erster Teil

Und hier ist die erste ausgeformte Seaweed-Seife. Eine OHP aus der Not geboren. Was nicht immer schlecht enden muss, wie sich hier zeigt.
Die andere Hälfte der Partie (CP) schlummert noch im Divi, der heute früh immer noch gut warm war. Ein Blick unter den Deckel ergab, dass es eine kräftige Gelphase gegeben hat und dass sich die Farben, soweit erkennbar, ganz nett entwickelt haben. Naja, nachdem ich 6g Seidenfasern als Schaumverstärker im SL versenkt hatte, hätte mich das auch sehr gewundert, wenn da keine kräftige Gelphase zustande gekommen wäre.
An Ausformen ist allerdings noch nicht zu denken.

Beim Abwaschen der Blockform mit der OHP-Seife hat sich übrigens bestätigt, dass sie wunderbar schäumt.

Dieses Foto zeigt den Tulpenstrauß, den mir meine Freundin Montag mitgebracht hat. Innerhalb eines Tages haben sich die Tulpen entfaltet und tun nun das, was Tulpen als Schnittblumen gern machen: Sie schießen nochmal ein gutes Stück in die Länge. Mir gefällt dieser Wildwuchs, er erinnert mich an das überbordende Wachstum und die kunterbunte Lebensfreude, die bald auch draußen vom Frühling künden wird.
Außerdem ist Rot eine meiner Lieblingsfarben (alle Sonnenfarben von weiß, gelb, orange, rot bis hin zu violett).
Ich MAG es, einmal in der Woche mit einem Bund Tulpen für einen Hauch Frühling zu sorgen.

Im Garten gebe ich übrigens eher den Osterglocken und ihren Varianten den Vorzug. Aber von denen war gestern auf meinem Inspektionsgang noch nichts zu sehen, ebensowenig wie von den Krokussen, die mein Großer und ich letzten Herbst so fleißig im Rasen versteckt haben. Der einzige Vorbote des Frühlings sind Weidenkätzchen, die ganz verzagt silbrig schimmern, als trauten sie sich noch nicht so recht, und ein einziges Schneeglöckchen, das auch noch nicht aus seiner silbrigen Hülle geschlüpft ist.

Das ist der Nachteil, wenn man so weit im Norden wohnt wie wir. Der Frühling zieht pro Tag ca. 80km weit nach Norden. Am Bodensee ist der Frühlingseinzug nach diesem Erfahrungswert rund 10 Tage früher als hier oben kurz vor der dänischen Grenze.
Ich habe es als Kind immer sehr genossen, dass wir im Frühling unsere Freunde auf der Alb besucht haben. Während man daheim noch warme Jacken benötigte, konnten wir dort in geschützter Lage am Südhang bereits auf der Terrasse frühstücken. Und wenn wir heimkamen, war der Frühling mittlerweile auch bei uns im Norden angekommen.

Es wird noch dauern, bis das blaue Band des Frühlings hier wieder fröhlich flattert.

Aber einen UNTRÜGLICHEN Frühlingsvorboten möchte ich Euch dann doch nicht vorenthalten:

Mein großes Matschmonster hat das milde Wetter dazu genutzt, gemeinsam mit den beiden Nachbarsmonsternkindern eine schöne Matschepampe anzurühren und sich damit von oben bis unten ordentlich einzudrecken und zu durchnässen.
Ich habe ihn noch draußen vor der Hintertür bis auf die Unterwäsche ausgezogen, die Klamotten ausgeschüttelt und in die Waschmaschine befördert und das, was unter dem Dreck nach Kind aussah, unter die Dusche gejagt. Jedenfalls klang die Stimme nach meinem eigenen Kind, nicht dass ich womöglich das falsche Matschmonster in Empfang genommen habe!

Dort amüsierte er sich dann mit Gartenzwergs "Drechwech"-Seife, während ich fassungslos seine Stiefel oder die Reste davon begutachtete (es ist zum Glück das Waschküchenwaschbecken, das immer für alle Drecksaufgaben herhalten muss):

Und nein, ich meckere nicht. Erstens, weil ich als Kind genauso war, und zweitens, weil ich froh bin, dass meine Kinder als Landkinder und Dorfjungs aufwachsen dürfen, wo es noch die Gelegenheit gibt, so einen herrlichen Kleckermatsch anzurühren.
Und wozu gibts eine Waschmaschine...*lach*

Alles Liebe
Postpanamamaxi

meine Mikrowelle duftet nach Seaweed

Ich glaube, ich sollte diese Woche keine Seife mehr sieden.
Nee, wirklich nicht.
Wenn der Seifenkobold dreimal klingelt...der war diese Woche jetzt zweimal da, das reicht vollauf!

Seitdem das Trichterexperiment im Seifenworkshop so toll geklappt hat, wollte ich das zuhause mit einem etwas hochwertigeren Rezept in meiner großen Blockform und im Divi nachmachen.

Gestern habe ich dann hochmotiviert rund 5,5kg Seifenleim angerührt, um dann eine zweifarbige Kirsch-Bananen-Seife in der Blockform und eine dreifarbige Vierfruchtseife im Divi zu trichtern. Ich bin ja ehrgeizig.

Tja, war nichts mit Trichtern. Gab stattdessen hübsche farbenprächtige Schichtseifen. Was solls.

Ich bin dann also heute abend in die Seifenküche gegangen, habe die Seifen aus dem Divi geprügelt und eine neue Seife mit 7% ÜF angesetzt. Mit reichlich Mandelöl, Reiskeimöl und Olivenöl, dazu Seide, nur 4 Farben und nur ein PÖ...ich bin also schon etwas bescheidener geworden.
Tja, und was soll ich sagen...Seaweed ist tückisch und dickt ganz nett an.

Statt einer schönen Trichterseife im Divi habe ich jetzt ein formloses Gematsche in Grün-Blau-Violett-Tönen.
Und in großer Menge verwendet, duftet Seaweed wie die blauen Bonbons aus dem Klo. Ich habe zwar nur mit 2% beduftet, aber nichtsdestotrotz wanderten 80g in den Seifenleim.

Den ungefärbten SL habe ich mir dann gleich beiseite gestellt für eine OHP. Und damit die nicht so langweilig aussieht, habe ich eine getrichterte Seife in Grüntönen (Duft: Toskanischer Morgen) in kleine Würfel geschnitten und diese dann untergerührt und obenauf gestreut. Ich hoffe, sie halten und verbinden sich gut mit der OHP. Aber ich habe diesbezüglich ziemliche Zweifel.

Und so sieht das jetzt aus:


Zumindest wird sie sich angenehm verwaschen lassen, denn dank der Seide und des Esslöffel Zuckers im SL wird sie wunderbar schäumen, und mit den Fetten wird sie auch sehr pflegend sein.
Beim Abwasch des Topfes hatte ich auf jeden Fall schon sehr angenehmen üppigen Schaum.

Nein, ich werde diese Woche wohl keine Seife mehr sieden. Und wenn doch, dann höchstens eine zweifarbige mit ÄÖ Orange. Ich bin jetzt also ganz bescheiden geworden.

Lieber Kobold, nachdem Du mich jetzt mal wieder eine Runde Demut gelehrt hast: Hau ab!

Alles Liebe
Postpanamamaxi

Montag, 7. Februar 2011

sechzehn Socken-Singles

Tragödie in der Waschküche.
Ich habe tatsächlich im letzten halben Jahr 16 Sockensingles angesammelt. Erwachsene Sockensingles, wohlgemerkt. Außerdem haben sich rund 7 minderjährige verwaiste Socken angefunden.

Dass gelegentlich mal eine Socke in der Waschmaschine verschwinden kann, wissen wir alle spätestens seit dem Beitrag in der "Sendung mit der Maus".
Aber binnen 6 Monaten rund 23 verwaiste bzw. geschiedene Socken? Damit ist meine neue Waschmaschine wahrscheinlich neuer Rekordhalter. Es bedeutet, dass durchschnittlich jede Woche eine Socke von ihr verschlungen wird.

Greift sich die Maschine gezielt immer nur eine Socke als Teil eines Paares? Jagt sie nach Beuteschema? Oder ist die Zahl der tatsächlich verschlungenen Socken noch größer, weil die Dunkelziffer der komplett verschwundenen Paare nicht erfasst werden kann?

Kann das wirklich sein?
Meine Waschmaschine hat A+, vielleicht holt sie sich die eingesparte Energie statt aus Elektrizität aus der Verdauung meiner Socken? Vielleicht hat sie einen eingebauten Fusionsreaktor, in dem sie aus dunkler Materie (=schwarze, dunkelblaue oder dunkelgraue Socken) Energie gewinnt? Man erinnere sich: In "Zurück in die Zukunft" hat Doc Brown den Fluxkompensator nebst Fusionsreaktor so weiterentwickelt, dass er mit Müll betrieben werden kann.

Alternativ könnte ich mir das höchstens noch damit erklären, dass sich irgendwo in meiner Waschküche ein Dimensionsloch befindet, durch das meine Socken ans andere Ende des Universums verschwinden. Na, wer auch immer da sein mag: Die werden sich bestimmt wundern, was wir da so rüberbeamen zu ihnen. Und daran zweifeln, dass wir hier intelligentes Leben haben, geschweige denn Haustechnik. Hoffentlich sind die Socken wenigstens schon sauber, wenn sie durchs All irren.

Scherz beiseite.
Ich finde es furchtbar, dass meine neue Waschmaschine soviele Socken frisst. Es ist wunderbar, wenn sie so energieeffizient ist und gleich 8kg Wäsche in einer Ladung waschen kann. Aber wenn es damit erkauft ist, dass ich hier ständig Sockensingles habe, dann ist der Fortschritt teuer bezahlt.

Vielleicht sollte man Waschmaschinen nicht nur mit einem Energieeffizienzlabel versehen, sondern auch mit "Socken pro Waschladungen" auszeichnen.

Falls jemand einen Einbeinigen kennt, Schuhgröße 42 oder 45...bitte melden, ich habe hier diverse kaum getragene Socken für ihn! Ansonsten warte ich einfach noch eine Woche, bis der nächste Sockensingle hier auftaucht, und ich habe ein Komplettset für einen weiteren Socken-Adventskalender. Und bis Weihnachten kriege ich bei diesem Tempo noch einen zweiten zusammen.

Ich mach mich jetzt mal vom ACKER und geh mal meinen Waschküchenalltag "farbiger und schöner" machen. Au MANN. Aua!

Sockige Grüße
Postpanamamaxi

Sonntag, 6. Februar 2011

Bericht zum Seifenworkshop und neue Termine!

Gestern fand mein Seifenworkshop in der FBS Heide statt. Wir waren 6 Teilnehmerinnen und eine sehr gemütliche und vergnügliche Runde.
Und weil hier doch großes Interesse daran besteht, wie so ein Workshop bei mir abläuft, erzähle ich Euch mal ein bisschen darüber.

Im ersten Teil habe ich ein bisschen über die Geschichte der Seife erzählt und bin dann auf die Herstellungspraxis eingegangen. Natürlich kamen die Sicherheitshinweise zur Sprache, genauso wie die Einkaufsmöglichkeiten für Rohstoffe und PÖs. Zur Veranschaulichung habe ich ein Körbchen mit Seifen herumgehen lassen.

Damit man auch daheim noch weiß, worüber wir gesprochen haben, habe ich eine fünfseitige Zusammenfassung mitsamt Rezepten, Einkaufsquellen, weiterführenden Informationsquellen und Sicherheitshinweisen verfasst, die jede Teilnehmerin mit nach Hause nehmen kann. Und damit diese Papiere nicht gleich beim anschließenden Sieden verschmutzen, liegt das Rezept nebst Kurzanleitung in laminierter Form auf dem Arbeitstisch.

Dann wurden zwei Dreierteams gebildet, die dann Fette und Öle abgewogen und geschmolzen sowie die Lauge zubereitet haben. Je drei Teilnehmerinnen teilten sich also eine Partie Seifenleim.

Während Fette und Laugen abkühlten, haben wir eine kleine Kaffeepause eingelegt und entspannt über alternative Möglichkeiten beim Seifensieden gesprochen.
Ganz spannend war das Thema Kräuter, Milchseifen und mögliche Flüssigkeitsalternativen zur Laugenzubereitung. Es war eine tolle Gruppe, die sehr kreative Ideen hatte. Sowas macht mir immer besonders viel Spaß, mit so einem Team kann man nämlich richtig Tolles auf die Beine stellen.

Nach der Kaffeepause haben wir dann genüsslich die unterschiedlichen PÖs und die dazu passenden Farben ausgewählt. Super Melon, Frank'n Myrh, Erdbeere-französischer Sekt, Waldhimbeere, Basilikum-Limette-Rosmarin waren die Düfte des Tages.

Normalerweise halte ich es immer so in meinen Seifensiedekursen, dass jede Teilnehmerin sich einen Duft und eine oder zwei Farben für ihren Seifenleimanteil aussucht, der dann in einen Milchkarton getrichtert wird. Da ich diesmal aber auch noch ein paar längliche Behälter vom Schweinefilet dabeihatte, bot ich diese auch noch als Alternative an.

Gemeinsam haben wir dann die ersten Trichter- und Marmorierversuche gestartet. Zwei besonders Mutige haben gemeinsam mit mir in ihre "Schweinefiletformen" getrichtert, wobei es völlig unterschiedliche Ergebnisse gab, außerdem hat eine Teilnehmerin ihre grün-hellrote Melonenseife fein marmoriert. Und natürlich gab es auch wieder wunderschöne zart marmorierte Milchkarton-Trichterseifen.

Anschließend habe ich meinen Teilnehmerinnen noch eine Topfmarmorierung gezeigt, damit man auch in Einzelförmchen schöne Muster erhält. Dazu habe ich den SL zweifarbig in Grüntönen marmoriert und ca. 1,5cm hoch in Joghurtbecher gefüllt. Anschließend habe ich den Rest mit Blaumohn zusammengerührt und als Peelingschicht darauf gegossen. Beduftet habe ich diese Mischung mit dem sehr beliebten Basilikum-Limetten-PÖ von Gracefruit. Von diesen Einzelformen durfte dann jede Teilnehmerin eine mit heimnehmen.

Außerdem durfte sich jede Teilnehmerin ein Stück fertige Seife aus meinem Vorführkörbchen mitnehmen. Ich finde es immer ganz wichtig, dass man nach dem Kurs gleich etwas in der Hand hat, das man benutzen kann. So ein schnöder Milchkarton und ein Joghurtbecher voller festem Seifenleim sind irgendwie nicht wirklich befriedigend, wenn man daheim gefragt wird, was man in den fast 4 Stunden eigentlich geschafft hat.

Hinterher haben wir schnell gemeinsam aufgeräumt und die gebrauchten Gefäße und Geräte in die Küche gebracht, anschließend wurden die gefüllten Formen gewogen (natürlich mit Tara-Abzug!) und die Materialkosten für jeden individuell über einen Kilopreis für den SL berechnet.

Und da so großes Interesse an weiterführenden Seifenworkshops bestand, haben wir uns auf einen Milchseifenkurs im Frühling und einen Kräuterseifenkurs im Herbst geeinigt.
Nach Rücksprache mit der FBS können wir jetzt folgende Termine anbieten:

Samstag, 12.03.2011 Seifenworkshop
Samstag, 26.03.2011 Milchseifen
Mittwoch, 06.04.2011 Seifenworkshop Sondertermin für LF
Samstag, 07.05.2011 Seifenworkshop Sondertermin für LF

Anmeldung erfolgt über das Büro der FBS Heide unter Telefon 0481/64144.

Viele liebe Grüße
Postpanamamaxi

Donnerstag, 3. Februar 2011

Was diese Frau so alles treibt...

Der Spielfilm "Was diese Frau so alles treibt" ist definitiv einer der Filme, die ich mir immer wieder ansehen mag. Ich habe diesen Film zwar schon so oft gesehen, dass ich bestimmte Dialoge fast schon mitsprechen kann, aber es macht einfach Spaß, diese fröhliche Komödie mit Doris Day und James Garner anzusehen. Es ist ein Stück Familienunterhaltung und ich bedaure, dass die wunderbaren Doris Day-Filme immer seltener wiederholt werden und stattdessen so hochwichtige Formate wie "Mütter nach dem Küchenkoller" oder "Männertausch" gesendet werden.
Dass dieser Film in 2 Jahren auch schon seinen 50. Jahrestag feiert, schadet ihm gar nicht. Außerdem passt er so herrlich zu meinem Hobby Seifensieden.

Gottseidank leben wir heute in einer Gesellschaft, wo die Frau eine andere Rolle einnimmt als jene, in die Beverly Boyer im Spielfilm zugewiesen bekommt. Ich denke, heute wären unsere Männer froh und sehr stolz, wenn ihre Frauen dermaßen erfolgreich im Seifenverkauf wären, dass sie sich davon Pool und Sportwagen leisten könnten.

Außerdem passt dieser Filmtitel so herrlich zu meinem heutigen Tagesprogramm, dass ich ihn mir einfach mal ausborgen musste. Ich war heute nämlich wirklich umtriebig.

Bild 1 zeigt den Inhalt des Päckchens für meine Blogcandy-Gewinnerin Hellcat. Auch die Pakete an Dörte und Katsura sind jetzt auf den Weg gegangen. Die Seife hat ihren Monat Minimumreifezeit hinter sich, aber ich kann Euch nur ans Herz legen, sie ausgewickelt noch ein paar Wochen nachtrocknen zu lassen.
Ich wünsche Euch viel Freude mit Euren gewonnenen Blogcandys und ich bin sicher, dass das nicht das letzte gewesen sein wird.
"Tatütata!"
nennt sich mein allerneuestes Werk und heute frisch aus der Form gekommen. Sie duftet sehr appetitanregend nach Erdbeer-Rhabarber und als Farbe habe ich mit vorsichtig dosiertem DC Fire gearbeitet (welch passende Bezeichnung!). Inhaltlich besteht sie aus Palm, Raps, Olive, Kokos, reichlich Reiskeimöl, Rizi und Bienenwachs. Damit die Seife schön schäumt, habe ich noch Seide in der Lauge aufgelöst.
Als Mutter eines Feuerwehr-Hotties konnte ich nicht anders und musste mir die neue HD-Mold bei www.seifenformen.de sofort bestellen, als ich sah, dass es sie jetzt auch in D gibt.

Außerdem wanderten noch so ein paar Unentbehrlichkeiten in meinen Warenkorb und ich werde Euch in den nächsten Tagen meine neuesten Kreationen vorstellen.


 
Und hier seht Ihr noch einen Marmorierversuch. So langsam lerne ich es, oder?
Es handelt sich dummerweise nur nicht um Seife, die ich da feinst marmoriert habe, sondern Schokoladenbrownies.
Meine Freundin hat Geburtstag und ein kleines Muffin- und Browniebuffet ist mein Geburtstagsgeschenk an sie. Alles Liebe zum Geburtstag, M.!
Und hier möchte ich nochmal Bezug auf meinen Seifenworkshop am Wochenende nehmen, von dem ich neulich berichtet hatte. Es läuft erstaunlich gut an, wir haben Anmeldungen aus dem gesamten Kreisgebiet und mit etwas Glück kommen noch zwei weitere Termine Ende März Anfang April dazu.

Wir machen nach einem modifizierten 25er Rezept Trichterseifen im Milchkarton. Das hat sich als eine recht erfolgssichere Methode herausgestellt. 

Bei meinem letzten Workshop im Herbst blieb eine Portion Seifenleim übrig, den ich dann für mich eingefärbt und beduftet habe. PÖ Captivate von GF, Farbe: Indigo, Brilliantrosa und Rosenrot. Die Seife blutet wie Hölle, aber ich finde, ihre Optik macht es mehr als wett. Und ein unbeabsichtigt schiefer Milchkarton hat doch durchaus seinen Charme!
Ich nenne diese Seife "Frauenpower".

So, genug Frauenpower für heute.

Alles Liebe
Postpanamamaxi

Mittwoch, 2. Februar 2011

Brautkleid bleibt Brautkleid...

Ich habe es getan, ich habe jetzt den restlichen Stoff für mein Brautkleid geordert.
Und zwar bei Angelika von Wien2002. Dieser Internetshop ist eigentlich auf Zubehör zum Dessousnähen spezialisiert, aber es spricht vieles dafür, diese herrlichen und vor allem günstig angebotenen Materialien auch für andere Zwecke einzusetzen.

Dank des relativ günstigen Stoffes bleibe ich nun mit meinen Materialkosten deutlich unterhalb der 200-Euro-Grenze und bekomme dafür ein maßgeschneidertes und zu 100% individuelles Brautkleid aus Seide.

Angelika hat mir freundlicherweise erlaubt, ein Foto des Stoffes hier zu posten, denn Ihr seid doch sicherlich neugierig.
Leider klappt das nicht so wie erhofft, ich verlinke also einfach auf die Artikelseite:
mein Spitzenstoff

Geplant ist jetzt ein schlichtes Bahnenkleid, das ab Taillenhöhe weiter wird. Ärmellos (ich habe zum Glück vorzeigbare Oberarme), bodenlang. Gefüttert mit Seidenfutter, die Zwischenlage aus naturweißer Dupionseide und obendrüber mit diesem unglaublich schönen Spitzenstoff. Diese Bogenkante ist einfach der pure Luxus! Der Stoff selbst besteht aus Tüll, auf den vereinzelt zarte Ranken gestickt sind.

Und weil er so günstig ist, kann ich mir auch noch eine schöne Spitzenstola daraus nähen, damit die Arme in der Kirche bedeckt sind. Alternativ könnte ich mir natürlich auch einen chicen schmalen Bolero aus der Spitze nähen und mit Dupionseide unterlegen. 

Von der Idee, das Kleid wie ein klassisches Brautkleid zweilagig mit Schleppe zu arbeiten, bin ich wieder abgekommen. Ich kenne die Probleme, die eine Schleppe mit sich bringt, aus meiner Zeit als Hochmittelalter-Reenactorin. Es ist nicht das Problem, sich in einem langen Kleid zu bewegen. Aber wie oft stand mir da irgendwer auf meiner Schleppe herum und machte mir das Kleid kaputt oder schmutzig, und wie schnell sah ein Kleid unansehnlich aus, weil man damit natürlich jeden Dreck unweigerlich aufkehrt!

Dass ich mich also von der Schleppe getrennt habe und aus dem Grundschnitt etwas völlig eigenständiges entwickelt habe, gibt mir ein gutes Gefühl. Das Kleid, was ich vor meinem inneren Auge bereits fertig sehen kann, entspricht mir viel mehr als jedes gekaufte Modell es jemals könnte.

So, und nun viel Spaß beim Stöbern in meinem neuen Lieblings-Nähzubehörladen. Und für alle Nicht-Österreicher: So teuer ist das Auslandsporto gar nicht!

Alles Liebe
Postpanamamaxi

Dienstag, 1. Februar 2011

das Schlimmste am Seifensieden: Etiketten drucken

Diese Arbeit ist die schlimmste am gesamten Seifensieden: Etiketten drucken

Dagegen ist selbst der Abwasch ein Vergnügen.
Auch das Etikettentippen ist zwar eine langwierige und hochkonzentrierte Arbeit, aber selbst die geht mir mir mittlerweile recht leicht von der Hand, weil ich die INCIs, die Allergene und sonstige Anmerkungen gleich beim Übertragen meiner Siedeprotokolle in meine Verwaltungstabelle eintrage.
Copy&Paste ist eine wunderbare Erfindung, um sich viel Tipperei zu ersparen.

Aber diese Etiketten dann zu drucken ist jedes Mal wieder ein Quell der Frustration.
Mein Drucker mag mich nämlich nicht. Wie ich auf diese Idee komme?

Es ist ein Drama in mehreren Akten. Der letzte Akt ist der, dass er jeden Etikettenbogen schief einzieht und damit unrettbar versaut. Pro Bogen gehen mir 30 Cent verloren. Ich kann machen, was ich will, er zieht schief ein. Führe ich von Hand den Einzug, dann zieht er insgesamt zu langsam ein und druckt schon über den eigentlichen Etiketten drauflos. Die kleine Klemmschiene, die von amerikanischem auf deutsches Papierformat umschaltet, kann das Papier nicht sicher genug führen. Der Drucker zieht jede Papiersorte konsequent schief ein. Wahrscheinlich sind die Transportrollen mürbe, der Drucker geht jetzt auch schon ins 6. Jahr.

Es ist zum Mäusemelken.

Da tüftelt man stundenlang an netten, aussagekräftigen und professionell vollständigen Etiketten, kauft einen Stapel im Bürobedarfsladen für ein irres Geld und dann sowas!

Jetzt habe ich beschlossen, ich wünsche mir zum Geburtstag einen ordentlichen Drucker, Scanner und Kopierer. Obwohl ich eigentlich eine geeichte Waage brauche. Aber was braucht man dringender?

Es reicht mir wirklich. Wenn die Patronen leergefahren sind, wandert das Gerät in den Elektroschrott oder ich such mir in der Auktionsbucht einen gutgläubigen Käufer, der mir noch Geld für dieses Machwerk bietet. Egal wie, aber der Kasten kommt weg hier.


Es fing damit an, dass ich mit diesem Gerät von Anfang an Probleme mit den Druckpatronen hatte. Die waren immer verstopft bzw. eingetrocknet, weil ich relativ selten druckte und den Drucker vom Stromnetz getrennt hatte. Ich fand nämlich heraus, dass der auch im abgeschalteten Zustand Strom zog. So wie ein Koch, der heimlich vom Cognac nascht, der eigentlich fürs Flamieren gedacht ist.
Was ich nicht wusste, ist die Tatsache, dass dieser heimliche Stromverbrauch dafür sorgt, dass die Patronen nicht verstopfen...

Also bekam das Gerät neue Patronen und als Stromjunkie durfte es fortan am Netz bleiben.
Wir hatten scheinbar unseren Frieden mit dem Gerät gemacht.

Scheinbar. Das richtige Chaos brach aus, als ich vor einem Jahr einen neuen Laptop brauchte. Dass der alte dann doch noch von meinem Schatz repariert werden konnte, war ein unerwarteter und sehr erfreulicher Glücksfall. Der alte Laptop steht seitdem in der Siedeküche.

Zuerst hat der neue Laptop wunderbar mit dem Drucker kommuniziert. Es war die helle Freude.

Und dann, natürlich mitten in der Woche und mit einem Versandtermin für eine Tauschaktion im Nacken, verweigerte der Drucker die Arbeit. Von jetzt auf gleich.

Auch mein Partner, als leidender Ingenieur  (=LI) für solche Aufgaben prädestiniert, konnte keine Lösung finden. Bei ihm funktionierte nämlich das Zusammenspiel meines Laptops und des Druckers über die WLAN-Box. Hinterhältiger Drucker!

Ich konnte seinem Blick ansehen, dass er mich wahrscheinlich für einen klassischen Useridioten hielt und den Fehler für meine geschilderten Druckprobleme irgendwo zwischen meinen Ohren zu lokalisieren meinte.

In der Folgewoche startete ich also wieder einen Versuch, zu drucken. Es ging um Seifenetiketten, welch Überraschung!
Und welch Überraschung, der Drucker druckte noch eine Seite, dann hängte er sich mitten in der zweiten Seite auf und war nur mit leichter Gewaltanwendung davon zu überzeugen, das halbfertige Blatt Papier wieder herzugeben. Es gab am Ende dann wieder handgeschriebene Etiketten.

Erbitterter Anruf beim LI, Beschwerde. Ich bin nicht doof, es ist der Drucker, der doof ist!

Am Wochenende glaubte mir mein LI dann, dass ich die Wahrheit gesagt hatte, denn der Drucker streikte auch bei ihm und verweigerte jegliche Kommunikation mit dem Laptop. Ich konnte zwar immer noch nicht von meinem Laptop aus drucken, aber ich war jedenfalls rehabilitiert und galt nicht mehr als DAU (dümmster anzunehmender User).

Des Rätsels Lösung war letztendlich nach mehreren Wochen Herumtüfteln, dass mein neuer Laptop Windows 7 in der 64Bit-Version hat. Und dass das schlichtweg zu modern für meinen alten HP5510-AllesimEimer ist.

Wir konnten dann mit meinem Laptop drucken, indem wir den Druckerstecker aus der WLAN-Box zogen und den Laptop manuell anstöpselten. Back to the roots...aber so konnte ich wenigstens drucken. Ich habe in der Zeit eher einen Schlepp-Top als einen Laptop gehabt, so oft trug ich das Gerät durch unseren Haushalt.

Irgendwie hat mein Schatz es dann nach einigen Monaten noch einen Trick gefunden, wie wir abwechselnd alle drei Laptops im Haushalt über die Fritzbox virtuell an den Drucker anstöpseln können. Dann kann auch mein Laptop drahtlos Druckaufträge geben.

Wir dürfen allerdings kein Update diesbezüglich fahren, denn das zerschießt dieses fragile Konstrukt wieder (hatten wir schon erlebt, ein Wochenende voller Gefluche meines LI).

Und nächste Woche kaufen wir dann einen Nadeldrucker, und übernächste machen wir das Licht wieder mit dem Stein aus.
Fortschritt ist doch was Wunderbares, aber ist Euch mal aufgefallen, dass keiner behauptet hat, dass das Leben dadurch unkomplizierter geworden ist?

Mein Vierjähriger wünscht sich übrigens einen I-Pod. Ich hatte ihm versprochen, dass er sich vom gesparten Windelgeld nach erfolgreichem Trockenwerden etwas wünschen darf.

Ich dachte an ein praktisches Geschenk, das preislich einem Monatsverbrauch an Windeln entspricht: an die schicke Kindergartentasche, die er ohnehin bald braucht.

Aber der Herr hätte gern einen I-Pod.
Kriegt er nicht, wäre ja noch schöner!
Warum nicht gleich ein Moped?

Es reicht, dass dieser Racker sich abgeguckt hat, wie der DVD-Player angeht, dass CDs was zum Hören und DVDs auch noch zusätzlich was zum Sehen sind. Und er hat längst rausgefunden, wie man die Feuerwehr-DVD heimlich 5mal hintereinander startet, wenn Mama nicht aufpasst wie ein Hühnerhabicht und irgendwann die Fernbedienung einkassiert.

Und der Einjährige hat schon seit drei Monaten raus, dass die runde Taste oben rechts Mamas Laptop startet und dass man auf dem Touchpad rumwischen muss, damit sich was auf dem Bildschirm bewegt. Neulich hätte dieser kleine Nerd doch beinahe meine Festplatte neu formatiert. Ich wüsste nicht mal, wie ich das absichtlich machen sollte - er kriegt das mit knapp 1 1/2 Jahren locker hin!

Aber irgendwie ist man dann doch auch stolz, dass die Kleinen so mit der Technik aufwachsen, auch wenn das Stichwort Medienkonsum leises Unbehagen macht.

Und dann denke ich an meine Kindheit zurück und daran, dass ich mit 8 Jahren in Papas Büro mit dem Microfiche-Lesegerät Daten für ihn rausgesucht und abgeschrieben habe. Dass ich den Anrufbeantworter programmieren konnte und als einzige alle technischen Möglichkeiten des brandneuen Betasystem-Videorecorders von WEGA nutzen konnte. Da war ich 9...und irgendwie gar nicht so viel anders als mein Vierjähriger heute mit seinem selbstverständlichen Umgang mit der Technik.

Ich hoffe, dass der Tag noch in weiter Ferne liegt, wo meine Söhne feststellen, dass sie ihren Altvorderen hoffnungslos überlegen sind am Computer. Ich gebe mir noch maximal 10 Jahre bei meinem Großen, dann ist es soweit.

Viele Grüße
Postpanamamaxi

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