Dienstag, 27. Dezember 2011

Zweiter Sieger

Im Sport gilt allgemein der vierte Platz als undankbare Plazierung. Gold, Silber, Bronze - und außer Mühe und Spesen nichts gewesen für den Vierten, der nur noch neben und nicht mehr auf dem Treppchen steht.

Bei uns ist es der zweite Sieger, der den undankbaren Platz bekommt...

Mein Vierjähriger tobt zwar schon wieder ausgesprochen aktiv durchs Haus, aber er leidet immer noch unter Durchfall. Da sein Allgemeinbefinden aber ansonsten gut ist und auch die Brechanfälle vorbei sind, beschränken wir uns auf leichte Kost und reichlich Flüssigkeitszufuhr.

Alle halbe Stunde rennt er mit fliegenden Fahnen auf die Toilette und schreit Minuten später nach meiner Hilfe beim Saubermachen.

Vorhin war er nicht ganz schnell genug: "Mama, diesmal war ich Zweiter und der Durchfall schneller."

Kann man da anders reagieren als mit einem breiten Mamagrinsen? Trotz sich türmender Wäscheberge?

Ich bin stolz auf meinen Vierjährigen, der solche Widrigkeiten wie Kranksein mit solchem Humor nehmen kann.

Montag, 26. Dezember 2011

Unser diesjähriges Weihnachtsmotto

Wir machen jetzt ganz entspannte Rest-Weihnachten aus dem, was vom lädierten Fest noch übrig ist.
Unsere Sise ist eine kleine Kamin-Katze geworden und räkelt sich selig auf dem Ledersessel vorm Kaminofen. Und sie sieht nicht unzufrieden aus.

Dick ist sie geworden, auch wenn mein Mann behauptet, es sei nur der Pelzmantel, der so aufträgt.
Irgendwie bewundere und beneide ich sie für ihr Talent, jederzeit und in jeder Stellung in entspannten Standbymodus zu gehen und binnen Sekundenbruchteilen wieder hellwach zu werden.

Fotos vom Wichteln gibt es in den nächsten Tagen, heute mache ich es lieber unserer Sise nach und fläze mich auf dem Sofa herum.

Sonntag, 25. Dezember 2011

Schöne Bescherung!

Pünktlich zum Weihnachtsfest 2011 sind 75% der Familie krank.
Magen-Darm-Grippe ist einfach nur widerlich, besonders für die Mutter in der Familie.
Spuckschüsseln anreichen, Hilfestellung beim Speien leisten, die Kollateralschäden beseitigen und mit Schlafentzug und flauem Magen die Kranken trösten und versorgen.

Heute am frühen Nachmittag war ich dann auch kaputt. Fieber, Schüttelfrost, Eiseskälte. Meine armen tapferen Lieben haben mich also auch verseucht, auch wenn ich bislang nur die Randerscheinungen durchmachen muss. Betonmagen sei Dank. Mal sehen, wer stärker ist, die Viren oder mein Bauch und meine Willenskraft, nicht aufzugeben.

Weihnachten fällt also ziemlich aus.

Ich rette den Augenblick, als wir gestern in der dunklen Kirche als Abschlusslied "Oh du fröhliche" sangen und das muss für dieses Jahr an Weihnachten reichen. Da waren wir noch fit, jedenfalls zu 75%. Hoffentlich bleibt der Zweijährige unbetroffen, er ist noch so klein und zart und würde es am schlechtesten verkraften.

Krank an Weihnachten zu sein, macht dankbar. Dankbar für alle jene Weihnachten, die man in Gesundheit verbringen durfte. Dankbar für jenes Weihnachten, wo ich wegen Masernkomplikationen Nasenbluten bekam und am 23. Dezember nur beinahe verblutet wäre.

Wäre ich nicht so krank gewesen, hätte ich in meinem Zimmer gelegen - so aber lag ich auf dem braunen Cordsofa im Wohnzimmer, im Fernsehen lief "Am laufenden Band" und ich durfte ausnahmsweise zusehen, wie meine Eltern den Baum schmückten. Dabei war ich eingeschlummert und bekam heftigstes Nasenbluten, was erst nach längerer Zeit bemerkt wurde.

Nein, ich will nicht klagen. Ich will dankbar sein, weil ich Grund zur Dankbarkeit habe. In ein paar Tagen gehts uns allen wieder gut, mein Mann ist bereits wieder soweit genesen, dass ich mich heute nachmittag selbst ausruhen konnte und der Schüttelfrost ist auch schon wieder weg. Er hat sich in seinem eigenen Elend aufgerafft und mir diesen Schlaf gelassen, dafür bin ich sehr dankbar.
Er hat so starke Schultern, die immer da sind, wenn ich mal eine zum Anlehnen brauche.

Es geht uns gut.

Frohe, gesegnete und besinnliche Weihnachten Euch allen!

Sonntag, 11. Dezember 2011

Selbstgerührtes

Sheasahne
Seid Ihr auch schon alle fleißig am Werkeln für Eure Weihnachtsgeschenke?
Bei mir passiert im Moment täglich etwas Neues und die Liste der noch zu erledigenden Dinge bis Weihnachten ist noch immer erschreckend lang.

Ich möchte Euch heute mal in meinen Rührtopf gucken lassen. Das obige Foto zeigt eine Sheasahne, fertig gerührt und beduftet und bereit, in die Tiegel gefüllt zu werden.
Schade, dass es kein Duftinternet gibt, denn diese Sheasahne riecht herrlich nach Erdbeer-Champagner von Behawe. Es ist einer der beliebtesten Düfte in meinen Workshops.

fertig verpackt
Und hier seht Ihr die Ausbeute meines arbeitsreichen Abends: diverse Döschen und Tiegel mit fluffiger, pflegender Sheasahne.

Die eine oder andere wird sicherlich ein Döschen in ihrem Weihnachtspaket wiederfinden.
Die ersten Tiegel sind auch schon verschenkt worden, sie fanden den Weg in die Nikolauspäckchen für die Erzieherinnen meiner beiden Jungs und sind mit Begeisterung aufgenommen worden.

Mein Rezept ist ganz einfach:

Festere Sheasahne (eher eine Mousse, was die Konsistenz betrifft)
300g Sheabutter
165g Mandelöl
100g Kakaobutter
40g   Jojobaöl
3g Seidenpulver
5g Maisstärke
Duft: Champagner-Erdbeere

Wer eine weichere Sheasahne bevorzugt, erhöht einfach den Anteil an Mandelöl um bis zu 100g extra.

Kakaobutter im Wasserbad vorsichtig schmelzen. Kakaobutter darf nicht zu heiß werden, sonst schadet es der späteren Textur. Die Obergrenze liegt bei 45°C, alles darüber ist schädlich. Darum bevorzuge ich das Wasserbad, es ist sanfter als wenn ich direkt im Topf schmelzen würde.
In die geschmolzene Kakaobutter gibt man dann die Sheabutter hinein (deren Schmelzpunkt liegt nämlich niedriger).
Diese Mischung verrührt man gründlich und lässt sie dann bei Zimmertemperatur abkühlen.
Sobald ca. 20-23 Grad erreicht sind, kann man diese Masse mit dem Mixer aufschlagen. Jetzt gibt man langsam die Öle dazu. Die Masse wird immer weißer, bekommt einen schimmernden Glanz und wird flüssiger - ungefähr so wie Spätzleteig für die Verarbeitung mit dem Spätzlebrett.

Jetzt kann man die Zusatzstoffe dazugeben (bei langsamen Umdrehungen, sonst fliegt einem alles entgegen!) und unterrühren, anschließend den Duft tropfenweise dosieren. Es reicht wirklich schon wenig PÖ für ein schönes Ergebnis!

Nun muss man hurtig arbeiten, denn diese Sheasahne hat die Eigenschaft, schnell fest zu werden. Wenn man die Masse nicht gut in die Töpfchen hineinlöffeln kann, hilft der Einsatz eines Spritzbeutels (es geht auch einfach ein Gefrierbeutel mit abgeschnittener Spitze!).

Die Idee mit dem Seidenpulver und der Maisstärke habe ich übrigens aus dem Buch "Die kreative Manufaktur - Schönheit aus der Natur: Naturkosmetik selbst herstellen" von J. Jakuszeit und M. Dornemann.
Die Beigabe dieser Zusätze soll dafür sorgen, dass die frisch eingecremte Haut matter wirkt.

Nebenbei habe ich noch die Feststellung gemacht, dass sich kleinere Mengen Sheasahne in der Küchenmaschine schlecht verarbeiten lassen. Es ist dann einfach zuwenig Masse in der Schüssel und das Meiste klebt am Rand und vermischt sich nicht ordentlich. Für kleinere Portionen sollte man also auf den Handmixer und die schmale, hohe Rührschüssel ausweichen, um ein besseres Ergebnis zu erreichen.

So, ich hoffe, ich konnte Euch noch eine nette Inspiration bieten, falls Ihr noch ein kleines Weihnachtsgeschenk suchen solltet.

Viel Spaß und noch eine schöne Vorweihnachtszeit wünscht
Postpanamamaxi

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Nikolaustag!

Ich wünsche Euch allen, dass Ihr einen schönen Nikolaustag hattet.

Meine Jungs hatten ihn in jedem Fall!
Übrigens ist mein Großer nicht auf die Idee gekommen, meine Winterstiefel Größe 43 auf die Fensterbank zu stellen, weil da mehr reingeht als in seine...
Aber keine Sorge, der Junge ist nicht doof.
Er hat sich die Putzarbeit gespart, indem er nicht sein aktuelles Paar in Größe 33 rausgestellt hat, sondern das bereits auf Vorrat gekaufte Paar in 34, was natürlich noch nicht getragen wurde und dementsprechend sauber ist.

Tja, was soll der Nikolaus dazu sagen? Soll er sauer sein über den kleinen Drückeberger oder stolz sein auf die Pfiffigkeit desselben? Ich habe geschmunzelt.

Keine Sorge, die Stiefel wurden dann heute nachgeputzt vom Herrn Sohn.
Der Nikolaus hat ihm trotzdem schöne Sachen mitgebracht. Eine kleine Taschenlampe in Form einer Lego-Figur namens Darth Vader!
Und der kleine Bruder bekam einen Doppelgänger seines heißgeliebten Nils, seiner Nilpferdspieluhr, die überall mit hingeschleppt wird und nach 2 Jahren schon erste Ermüdungserscheinungen zeigt. Allerdings in Rosa. Anders war diese Spieluhr nicht mehr zu beschaffen.

Er hat dann erstmal beide nebeneinander gehalten und verglichen. "Das ist ein Nilpferdmädchen, darum hat sie rosa Fell!"
Stirnrunzeln.
Aber heute abend hatte er dann beide Nilpferde im Arm, und als er schlafen ging, lagen Nils und Nila einträchtig und sorgfältig zugedeckt neben ihm im Bett.

Warum sollte ein Junge kein rosa Stofftierchen haben? Bei uns richtet sich die Farbe des Stofftiers nicht nach dem Geschlecht des Kindes, sondern nach dem Geschlecht des Stofftiers. Nila ist ein Nilpferdmädchen. Basta.

Post aus Wuppertal
Und dann waren da noch die Päckchen, die uns ins Haus geschickt wurden. Aus einem Tausch im NSF bekamen die Jungs noch ein tolles Spiel mit der Maus und ein bezauberndes Bilderbuch (danke!).

Und bei meiner Freundin in Wuppertal hat der Nikolaus auch noch etwas abgegeben (siehe oben!).
Mit Pettersson-Büchlein! Die Jungs waren begeistert - mein Großer über die Bücher mit seinem Lieblingskater und der Kleine über die Schoki. Und den Brief vom Nikolaus werde ich ihnen noch so manches Mal vorlesen, wenn sie mal wieder meinen, hier die Anarchie etablieren zu wollen.

Doch auch ich muss brav gewesen sein, jedenfalls wurde ich reichlich bedacht:

Post von Netacari
Orangige Duftsterne, schokoladige Bathmelts in Lebkuchenmännleinform für meine Jungs, Drachenseife mit Olive Lush (und die Farbe ist so, wie sie ist, genau richtig!), leckerer Tee, ein elchiger Postkartenhalter, Schokonikoläuse, Katzige Grüße (jaaa, unsere Sise ist eine Prinzessinkatze, denkt sie jedenfalls...) und als Kracher dann noch einen perligen Anhänger mit Engelsflügeln. Ich gehe davon aus, dass der für den Schlüsselbund gedacht ist, damit ich immer meinen Schutzengel bei mir habe. Dankeschön für all die lieben Gedanken, die Du Dir gemacht hast, um mir so ein tolles Päck zu packen!

Netacari sei Dank: Endlich tolle Weihnachtskarten!
Über mein Nikolauspäck aus dem Nikolauswichteln im NSF habe ich mich sehr gefreut. Meine Wichtelmama hatte sich sehr viel Gedanken gemacht, was mir gefällt.
Ich vermute angesichts der witzigen Karten mit Katzenstempeln, dass sie von meiner Inkontikatze Sise hier im Blog gelesen hat. Ich freue mich total über diese Karten, denn egal wo ich im Moment auch beim Einkaufen hingucke - es gibt dieses Jahr scheinbar nur gruselige Weihnachtskarten zu kaufen.

Aber jetzt werde ich diese Karten mit meinen Aquarellstiften sanft colorieren und dann habe ich endlich schöne Karten für meine Familie. Damit ist mir eine große Last vom Herzen genommen worden.

Post von Freunden aus Minnesota
Und dann kam heute noch ein Briefumschlag bei uns an: Absender sind alte Bekannte aus den USA, die mich jedes Jahr wieder mit einem Fotokalender aus ihrer Wahlheimat Minnesota bedenken.
Dieser Kalender hat seinen festen Platz in meinem Haushalt bekommen. Und wenn ich mir die Fotos so ansehe, dann bekomme ich Fernweh nach dem Land der zehntausend Seen.

Vielen lieben Dank in die USA und ich hoffe, Ihr habt tüchtig eingeheizt - der Wetterbericht für MN kündigt minus 15 Grad an und da wird mir schon vom Lesen kalt.

Eigentlich müsste ich jetzt noch ein Foto zeigen von dem Päck, das mit meine Freundin Aromaharmonie geschickt hat. Aber darüber berichte ich später in aller Ruhe.

Viele liebe Grüße,
Postpanamamaxi

Montag, 5. Dezember 2011

Adventsmonster reloaded...

Nein, das Adventsgesteck hat nicht gebrannt. Das dann doch nicht.

Aber der Kleine hat den Spielzeugakkuschrauber für sich entdeckt und ist damit auf die Kerze Nr. 3 (die zum Glück nicht brannte) drauflosgegangen.
Ein Foto vom Tatort erspare ich Euch. Schön ist was anderes.
Unsere Adventsdeko-Ästhetik ist dieses Jahr eine ganz besondere, wie schon jemand in den Kommentaren bemerkt hatte. Individuell ist sie in jedem Fall!

Dafür hängt seit heute endlich die Türdeko vor unserer neuen Haustür. Morgen werde ich noch mit den Kindern ein paar Kugeln aufhängen und das Bäumchen im Vorgarten schmücken.

Und abends werden dann die Schuhe geputzt, damit der Nikolaus sich auch großzügig zeigen kann. Mal sehen, ob der Vierjährige dieses Jahr auf den genialen Geistesblitz kommt, meine Stiefel Größe 43 zu nehmen, weil da mehr reingeht (und weil sie bereits sauber und geputzt sind!).

Vorher werde ich aber mal wieder mit einer kaputten Kinderbrille zum Optiker gehen und um Reparatur bitten dürfen. Ich stelle fest, ich würde lieber zum Zahnarzt gehen.

Mal sehen, ob der Optikermeister mir wieder an den Kopf werfen wird, dass mein Sohn sich von einer besseren Seite zeigen solle. Als ich letztes Mal reklamierte, weil die Brille zum dritten Mal an derselben Stelle des Bügels gebrochen war und ich einen Konstruktionsfehler vermutete, der bei einer Kinderbrille nicht vorkommen sollte, wurde er richtig frech. Immerhin haben wir für das Modell von der deutschen Edelmarke mit R. im Mai dieses Jahres viel Geld bezahlt, weil wir sichergehen wollten, dass unser Kind eine ordentliche Brille und nicht "irgendwas" auf seiner Nase balanciert.

Ich mag es nicht, wenn jemand mir durch die Blume zu verstehen gibt, dass meine Kinder nicht richtig erzogen sind. Natürlich machen sie Blödsinn, schließlich sind sie erst im Vorschulalter, aber sie sind weder verhaltensauffällig noch schlecht erzogen!
Und wenn sie mal was kaputtmachen, dann nicht mit böser Absicht oder aus Freude an der Zerstörung, sondern allerhöchstens aus Forscherdrang (so wie der kleine Puffi eben mal das Adventsgesteck zerpflückt hat, um rauszukriegen was es ist, oder angebohrt hat, weil der Akkuschrauber so ein tolles Kinderwerkzeug ist und benutzt werden muss). Vorsätzliche Zerstörungsaktionen würde ich meinen Kindern auch nicht durchgehen lassen.

Und so frage ich mich ernsthaft, ob ich dem Optiker morgen einen weiteren ungezogenen Spruch über mein angeblich ungezogenes Kind kommentarlos durchgehen lassen könnte oder ob ich ihm mal mit einem glasklaren Konter kommen sollte. Verdient hätte er ihn allemal.
Unsere kleine Familie hat in diesem Jahr für weit über 700 Euro Brillen bei ihm gekauft - und selbst wenn es nur für 70 Euro gewesen wäre, er sollte ein besserer Kaufmann sein und lieber die Klappe halten.

Mein Mann betätigt sich diese Woche übrigens als Seifendealer, er hat eine Kiste mit einer Auswahl meiner Seifen mit in die Firma genommen und versucht, meine Jahresendbilanz doch noch aufzubessern. Mal sehen, wie seine Kollegen darauf anspringen werden.

Die Autoseifen sind aber schon alle weg, die habe ich nämlich der Spielstundengruppe meines Großen gestiftet für den Adventskalender. Die machen da so gute Arbeit und ich finde, dass man sowas ruhig unterstützen sollte.
Ich warte nicht mehr auf irgendwelche Aktionen von Serviceclubs wohlmeinender wohltätiger Bürger - ich kann auch ohne sie aktiv werden, und zwar da, wo sie niemals hinkommen.
Vielleicht gründe ich ja selbst mal einen, die "Postpanamamaxen international" oder so. Hat wer Lust, mitzumachen?

Viele liebe Grüße,
Postpanamamaxi

PS: Es gibt einen würdigen Nachfolger für das NSF und ich darf beim Aufbau mitwirken. Es ist ein großer Unterschied, ob man in ein bereits seit Jahren laufendes Forum eintritt oder ob man die Gelegenheit bekommt, mit den Erfahrungen von mehreren Jahren und diversen fleißigen Mitstreitern ein neues Forum aufzubauen und kreativ zu gestalten. Manchmal ist ein Ende auch eine Chance!

Mittwoch, 30. November 2011

Adventsmonster...

Adventsgesteck 2011
So schön sah es aus, unser Adventsgesteck 2011.
Meine Mutter und ich haben uns - marktbedingt - erst diese Woche treffen können und unsere Gestecke gebastelt. Noch haben wir ja 3 Adventssonntage vor uns, um in weihnachtliche Stimmung hineinzufinden.

Dann kam mein Jüngster angewackelt.
Ich sage ja immer, er wird mal das Team von Mythbusters ergänzen. Denn im Kaputtmachen Analysieren von Dingen ist er unheimlich geschickt.

Puffi was here!
Kommentar meines Vierjährigen zur Untat des kleinen Bruders: "Mama, da musst du dich nicht wundern. Puffis sind nun mal so, die gibts nicht anders!"

Also habe ich mich damit befasst, die überall herumliegenden Nordmanntannenzweige wieder einzusammeln und das auseinandergepflückte Gesteck wieder zusammenzusetzen. Praktischerweise ist mir dabei dann auch noch mein hilfsbereiter Vierjähriger auf einen Fröbelstern draufgestiegen. Zweimal. Er hat sich auch jedesmal entschuldigt. Immerhin.

Und nun sieht es wieder so aus:


Die Fröbelsterne sind aus den Faltstreifen von Vivi Gade Design gefaltet.
Sehr hübsch, aber auch sehr unpraktisch, denn das Papier ist ausgesprochen störrisch und wollte sich nicht in die typischen Rundungen legen lassen. Das war also kein elegantes entspannendes Basteln, sondern einfach nur noch Kampfwerkeln.
Das hat mir keinen Spaß gemacht, und dabei gehen mir diese Sterne aus anderen Faltstreifen oder Ramieband leicht und flott von der Hand.

Die Adventszeit kann also jetzt auch bei uns beginnen. Endlich.

Alles Liebe,
Postpanamamaxi

Dienstag, 29. November 2011

Mein Blogcandygewinn bei Sonnengewand

Der Blogname gefiel mir. Sonnengewand. Das klingt warm und sonnig und duftet nach warmer Erde und den ersten Regentropfen bei einem Sommergewitter. Nach jemandem, deren Kleid alle Farben enthält und bei der die Summe irgendwas zwischen Sonnengelb und lichtem Weiß ergibt, auch wenn die Gesetze der Farbenlehre etwas anderes behaupten wollen.

Also bin ich hängengeblieben und habe das Blog abonniert. Und fleißig kommentiert, wenn ich was dazu zu sagen hatte.


Unverhofft kommt oft. Halbwegs unbeabsichtigt bin ich in die Verlosung ihres Blogcandys hineingestolpert - und habe prompt den ersten Preis abgestaubt.
Dabei war ich doch eigentlich für mich an dem Punkt angelangt, dass ich dieses Jahr soviel Glück hatte, dass ich jetzt gern den anderen mal den Vortritt lassen kann.

Aber es sollte anders kommen. Und dann kam das hier bei mir an:

ein Päck für Körper, Geist und Seele
Zwei selbstgemachte Räuchermischungen, ein Gesundheitsmojo (prickelt schön in den Fingern und macht ein gutes Bauchgefühl), eine Kürbismarmelade (die leider schon vorm Fototermin aufgefressen wurde) und ein ganz lieber persönlicher Brief.

Und dann war da noch was:

Was eine Wikingerfrau so braucht...
Sonnengewand hat wunderschöne Runen modelliert und dann mit Blattgold verziert. Und als Wikinger-Reenactorin war ich schon seit Ewigkeiten auf der Suche nach einem Satz Runen für mich und fand irgendwie nie die richtigen...wahrscheinlich sollte es so sein, damit diese Runen mich finden konnten. Die sind so schön, schmeicheln der Hand und haben eine erdige Anmutung, was sehr gut zu dem Zweck passt, für den sie gemacht sind.

Und damit sie auf dem Foto nicht so nackich (=norddeutsch für 'nackt') daherkommen, habe ich ein bisschen von meinem Wikingerkrams drumherum arrangiert: Den Buchenstab mit dem Futhark (daher stammt auch unser Wort 'Buchstabe'), mein Damastmesserchen mit Knochengriff von den Barkmanns vom Vikinger-Kontor in Kosel, mein Becher vom schwäbelnden Wikingertöpfer aus Haithabu und meine Brettchenborte, die meine Gruppenfreundin gewebt hat (Muster ist Humikkala NM 8656 aus Finnland, erste Hälfte des 11. Jh.).
und weil sie so schön sind: nochmal in Groß

Wahrscheinlich gerate ich mit dem Foto der Borte nun ins Visier unseres in hektischen Aktivismus verfallenen Verfassungsschutzes. Keine Sorge, ich trage keine braunen Socken unter meiner Wikingergewandung, um meine dunkle Seele zu wärmen - also räumt erstmal weiter hausintern auf und dann fangt endlich diejenigen, die im Geschichtsunterricht gepennt haben und wirklich dunkelbraune Socken sind!

Bei den Wikingern galt das Sonnenzeichen als Glückszeichen und verlief meistens linksherum (die Borte liegt falschherum, stelle ich gerade fest, aber nochmal mache ich jetzt kein Foto!). Erst viel später wurde das Zeichen gespiegelt und zum Symbol für die dunkelste Zeit Deutschlands.

Liebe Sonnengewand, ich danke Dir von Herzen für dieses Paket, das mich in einer schwierigen und arbeitsreichen Zeit des Aufbruchs erreichte und mit Freude erfüllt hat. Ich hoffe, es ist in Ordnung, dass ich nach erstem Reinspicken vor 2 Wochen erstmal beschlossen habe, mit dem endgültigen genussvollen Auspacken zu warten, bis ich auch die Muße finde, um dieses Geschenk angemessen zu würdigen.
Heute war es soweit und ich bin sehr glücklich, dass wir uns gefunden haben.
Vielen lieben Dank!

Aber dieses Paket war natürlich nicht das einzige, was mich erreicht hat. Da kamen noch drei weitere über Tauschaktionen aus dem NSF zu mir, die wunderbare Sachen enthielten, die für die Adventskalender meiner Jungs bestimmt sind.
Dafür gingen Farb- und Duftsets als Gegentausch auf die Reise. Ich hatte meine Seifenküche aufgeräumt und alles aussortiert, was nicht in der SIB enthalten ist, um es in kleine vielseitige Anfängersets aufzuteilen.

Ich erinnere mich noch ganz gut an meine Anfangszeiten als Siederin. Meine erste Bestellung umfasste 3 Düfte (Schokobombe, Vanilla Wood, Lavendel) und Indigo und Annatto als Farben. Das hat dann genau 2 Wochenenden lang gereicht, um mich zu beschäftigen, und dann musste ich dringend Nachschub bestellen.
Ich vermute, so ähnlich ist es fast jeder von uns Siederinnen ergangen.

Morgen mache ich also den Adventskalender der Jungs fertig und freue mich schon darauf, in aller Ruhe alles aus den Paketen auszupacken, aufzuteilen und wieder zu verpacken. Das wird also nochmal ein genussvoller Abend für mich...

Lieben Dank an alle Beteiligten!

Eure Postpanamamaxi

Sonntag, 27. November 2011

Nachlese Weihnachtsmarkt in Meldorf

Mein erster Seifenstand!

Das war er, der Weihnachtsmarkt im Dithmarscher Landesmuseum Meldorf:

Es war einfach schön. Keine Dauerbeschallung mit Musik, sondern angenehme Ruhe.

Es kamen erstaunlich viele Besucher aus Meldorf, aber auch aus der weiteren Umgebung.
Aber die Besucherströme kamen immer wohldosiert und ohne Gedrängel, so dass man Zeit für jeden hatte, der interessierte Fragen stellte oder Beratung wünschte. Und es gab genügend Platz für alle, um in Ruhe zu schauen und zu stöbern.

Der Markt hatte eine wunderschöne, entspannte Atmosphäre! Und um uns herum atmeten die Räume Geschichte und Geschichten, denn wir befanden uns schließlich in einem Museum, das die wechselvolle Geschichte unseres Landkreises erzählt und bewahrt.

Es gab einen liebenswert dekorierten Innenhof mit Marktbuden, großen Schirmen und Lichterglanz, der zum Stöbern und Genießen einlud. Sogar beim Sturm war es dort so geschützt, dass der Aufenthalt im Freien nicht unangenehm wurde.

Wem es zu frisch wurde, begab sich in die Innenräume, die mit schön dekorierten Ständen und tollen Werkvorführungen verlockten. Bemerkenswert ist das durchweg hohe Niveau, das das Angebot ausgezeichnet hat.

Es war ein schöner Markt und mein Dank gilt allen Mitwirkenden: Dem Museumspersonal, den Helfern vom Freundeskreis, den netten Standbetreibern, den unsichtbaren und vergessenen stillen und leisen Händen und Köpfen im Hintergrund und natürlich all den netten Marktbesuchern.
Und meinem Amt für die flotte Genehmigung für meine seifensiederlichen Ambitionen.

Und ein ganz besonderer Dank gilt meiner Familie, denn ohne deren Unterstützung hätte ich nicht dabeisein können.

Es war ein toller Markt!

Viele liebe Grüße,
Postpanamamaxi

Mittwoch, 23. November 2011

Marktpremiere am 1. Adventswochenende in Meldorf

Am 26. und 27. November findet der diesjährige Weihnachts- und Kunsthandwerkermarkt im Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf statt. Das altehrwürdige Gebäude öffnet seine Pforten in der Zeit von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr und lädt in gemütlichem Ambiente dazu ein, nach Herzenslust zu bummeln und zu stöbern.

Natürlich kann man sich auch die Ausstellungsstücke der Dauerausstellung ansehen und somit dem künstlerischen und kulinarischen Genuss auch noch eine Prise Kulturhistorisches hinzufügen.

Wiehnachts-Seep, rükt no Kaneel, Plum un allerlei leckere Soken - limiteert!

Oder man nutzt die Gelegenheit und besucht mich an meinem Stand, wo ich stolz meine Marktpremiere als Seifensiederin habe (natürlich "comme il faut", denn mit den Bedingungen hierfür habe ich mich in den letzten Monaten ausgiebig befasst).

Man findet mich hinter einem (hoffentlich rapide schrumpfenden) Berg handgemachter Seifen und über mir leuchten wunderschöne Bascettasterne.

Von der "Wiehnachts-Seep" mit herrlichem Duft nach Zimt, Pflaume und anderen Leckereien und seidenweichem Schaum gibt es übrigens nur 17 Stück, wer sich also eine davon sichern will, sollte sich sputen!

Ich werde auch vorführen, wie die beliebten Bascettasterne angefertigt werden und was das Besondere an ihnen ist.

Ich freue mich auf Euren Besuch!

Herzlichst, Eure Postpanamamaxi



Anfahrt für Nichtdithmarscher:
Die A23 an der Abfahrt Albersdorf/Meldorf verlassen und der Kreisstraße folgend durch die Dörfer nach Meldorf hineinfahren. Nach der Brücke über die Bahnlinie kommt ein Kreisverkehr, an diesem nimmt man die 2. Ausfahrt Richtung Innenstadt. Parken kann man direkt in der Bütjestraße auf den Parkplätzen am Amtsgericht oder auf dem Nordermarkt. Wenn man den Kreisverkehr verlässt, ist das Museum gleich das allererste Gebäude auf der rechten Seite.

Alternativ fährt man die B5 Richtung Meldorf und biegt dann Richtung Dom ab. Man landet dann automatisch auf der Straße, die zum Kreisverkehr führt. In diesen bitte nicht einbiegen, denn dann ist man schon zu weit gefahren! Am besten parkt man schon vorher auf dem Nordermarkt oder biegt 50m weiter links in die Bütjestraße ein.

Sonntag, 20. November 2011

Gefilzt!

Kalte Hände sind mir ein Graus. Und zu kurze Ärmel an Kleidungsstücken ebenfalls.
Ich mag es auch gar nicht, wenn es im Winter unten an den Mantelärmeln kalt hineinzieht. Dann bekomme ich sofort steife Finger und der Rest meines Körpers friert solidarisch mit meinen Händen und Unterarmen mit.

Natürlich könnte man Handschuhe erwägen...zumindest draußen können sie eine kleidsame und wärmende Alternative sein. Aber im Haus oder im Büro? Da muss es bessere Alternativen geben.

So wie diese hier:
Ärmelstulpen mit Nadelfilzmotiv

warm und kleidsam
Frieren ist etwas, was ich mir selbst nicht gern zumuten mag - und anderen auch nicht.
Also habe ich mich kurzerhand an meinen fünftürigen Stoffschrank begeben und gekramt. In die Hände fiel mir ein Schurwollstoff mit einer kleinen Alpakabeimischung. Und eine alte seidene Trachtenschürze aus schwarzem Seidentaft, der ein fabelhaftes Futter abgibt. Damit das Ganze nicht allzu graumäusig aussieht, habe ich mich auf meine Filzkiste besonnen und einen Kammzugstrang in pink-orange-rot herausgeholt.

Schon bald konnte man erkennen, dass die bunte Märchenwolle sich zu einer offenen Spirale formen lassen wollte. Flugs wurde sie festgenadelt. Dann habe ich die Stulpen zugeschnitten und mit der Babylock und der Husqvarna zusammengenäht.

Nachdem ich die Wendeöffnung mit einer Handnaht geschlossen hatte, fand ich die Stulpen schon fast gelungen. Aber irgendwas fehlte noch. Das richtige Maß "Bling-Bling".

Meine Perlenkiste bot mir dann das Richtige. Kleine rote Rocailles mit silbernem Loch waren genau das, was diesen Stulpen noch gefehlt hatte.
Jetzt muss ich sie morgen noch bügeln und zusammen mit ein paar anderen Gaben einpacken und versenden.

Und dann heißt es warten, wie die Rückmeldung aussehen wird und ob sich die Beschenkte darüber freuen kann.

Viele Grüße,
Postpanamamaxi

PS: Das Rezept von der Sheasahne "Luxusvariante"
150g Sheabutter
50g   Kakaobutter
130g Mandelöl
20g   Jojobaöl

Shea und Kabu unter Rühren schmelzen (im Wasserbad!) und anschließend erstarren lassen, entweder im Zimmer oder im Kühlschrank.
Diese Mischung mit dem Mixer aufschlagen.
Sinnvoll ist immer der Einsatz einer Küchenmaschine, sofern man eine hat. Beim Mixer bitte darauf achten, dass er nicht überhitzt. Man rührt nämlich locker 8 bis 10 Minuten und das kann so manches Gerät schon mal überfordern!

Wenn die Masse aus Shea und Kabu durch die untergeschlagene Luft beginnt, heller zu werden, kann man langsam das Öl dazugeben. Ich habe bessere Erfahrungen damit gemacht, nicht gleich alles in einem Schwung reinzugießen, sondern die Gesamtmenge in drei oder vier kleinen Portionen dazuzugeben.

Wenn die Masse aussieht wie die Masse aus Schaumküssen und vom Schneebesen in langen Strängen tropft wie Spätzleteig, dann ist sie genau richtig. Jetzt noch den Duft dazudosieren (eher sparsam, es ist schließlich keine CP-Seife, sondern ein Stay-On-Produkt) und in Döschen und Tiegel abfüllen!
Wichtig: Döschen, Tiegel, Arbeitsfläche und sämtliches Rührzubehör (auch die Hände!) sind mit 70% Isopropanol zu desinfizieren, das erhöht die Haltbarkeit der Sheasahne. Handschuhe sind ebenfalls zu empfehlen.

Und was den Luxus bei diesem Rezept ausmacht? Probiert diese Mischung mal nach dem Duschen auf der Haut aus...

Samstag, 19. November 2011

Fröhlicher "Rührkurs" für Einsteiger bei Postpanamamaxi

Letzten Mittwoch fand der erste Kosmetik-Rührkurs statt.
Da wir nur eine kleine vertraute Runde waren, wurde die Veranstaltung aus den Räumen der FBS kurzerhand in meine private Küche verlegt.

Nach einer kurzen Vorstellung der geplanten Zutaten, Verarbeitungstipps und einer Einweisung zu den besonderen Hygieneansprüchen beim Kosmetikrühren wurden die Projekte an die Teilnehmerinnen verteilt:

Sheasahne mit Mandelöl
und Sheasahne mit Kakaobutter, Mandel- und Jojobaöl (die Luxusvariante!)

feste Bodybutter

Lippenpflege

Wie den erfahreneren Kosmetikrührern sicherlich aufgefallen ist, haben wir für diesen ersten Kurs bewusst auf Rezepte mit einer Wasserphase verzichtet, was auch den Einsatz von Emulgatoren und Konservierungsmitteln erübrigte.
So blieb alles schön unkompliziert und ich denke, es wird so manche ermutigen, sich demnächst auch an etwas aufwendigere Rezepte zu wagen.

Als weiterführende Lektüre wurde auf www.olionatura.de von Heike Käser und ihr Buch "Naturkosmetische Rohstoffe" verwiesen (meine Rohstoffbibel!). Sie bietet auf ihrer HP auch eine Auswahl erprobter Rezepte an und das Internetangebot ist kostenlos zu nutzen, was ich sehr lobenswert finde.

Und wer nicht nur nette Sachen selbstrühren will, sondern sie auch noch gleich hübsch verpackt verschenken möchte, ist mit El Sapones Buch "Die kreative Manufaktur - Schönheit aus der Natur: Naturkosmetik selbst herstellen" gut beraten. Weihnachten steht bald vor der Tür und da ist so ein Buch ein schönes und nützliches Geschenk. Und im nächsten Jahr wird dann Selbstgerührtes verschenkt, jede Wette!

Nach 2,5 Stunden entspanntem Werkeln waren wir dann fertig und präsentierten stolz unser gemeinsames Werk:

Die Bodybutter schlummerte noch im Kühlschrank

Anschließend wurde alles gerecht verteilt, so dass jede von jedem Produkt einige Döschen mitnehmen konnte zum Ausprobieren und Weiterverschenken.

Ausblick auf 2012:
Weil sich mittlerweile eine feste Kerntruppe begeisterter Seifensiederinnen herausgebildet hat, wird es im nächsten Jahr mindestens einen freien Workshopnachmittag geben.
In meinen Einsteigerkursen (die natürlich auch weitergeführt werden) lege ich Wert darauf, dass man Zutaten verwendet, die man im Supermarkt, in der Apotheke und in der Drogerie beschaffen kann. Der Einstieg soll möglichst unkompliziert und preiswert sein.

Im freien Workshopnachmittag werde ich exotischere Zutaten bereitstellen, die der heimische Supermarkt nicht anbietet, und die Teilnehmerinnen dürfen dann beispielsweise eine Rasierseife (für die Männer, die irgendwie nicht zu meinen Kursen finden) und andere Spezialitäten anfertigen. Dieser Workshop wird schwerpunktmäßig beim Praxisteil liegen und bietet sich für alle diejenigen an, die schon mindestens einen Seifenkurs absolviert haben und Grundkenntnisse in der Theorie haben.

Außerdem in Planung: Seifen-Cupcakes 2012!
Da uns für einen kompletten Tortenworkshop, wie er im für uns Nordlichter so weit entfernten Upflamör angeboten wurde, die notwendige Zeit fehlt, werden wir uns auf handliche Seifenmuffins mit einem fluffigen Topping aus Whipped Soap stürzen. Die sind auch an einem Workshopnachmittag zu schaffen und die Teilnehmer lernen alles, was sie für die Herstellung von Seifentorten wissen müssen.

Auch in diesem neuen Workshop wird es eine gesunde Mischung aus Theorie und Praxis, Teamarbeit und Individualismus geben, so dass am Ende jeder stolz mit seinen eigenen Werken heimgeht. Und wir werden wieder viel Spaß haben, wenn sich Humor und Kreativität Bahn brechen werden.

Termine werden zu Jahresbeginn 2012 bei der FBS Heide bekanntgegeben - achtet dazu auch auf die Ankündigung in meiner Sidebar.

Sodele, ich gehe jetzt duschen und creme mich anschließend schön ein - mit den Resten der Sheasahne, die sich noch in meiner Rührschüssel befinden. Lecker!

Kleiner Tipp zum Abschluss: Ich habe meine Familie vorsichtshalber drauf hingewiesen, dass sie die Rührschüssel nicht ausschlecken sollen, auch wenn sie lecker nach Vanilla-Caramel duftet.

Viele Grüße,
Postpanamamaxi

Mittwoch, 16. November 2011

Sushi

Gestern abend wurde ein toter junger Pottwal vor Pellworm entdeckt und ins Meldorfer Hafenbecken geschleppt. Das Tier ist rund 15m lang, männlich und seit ein paar Tagen tot.
Da wir nicht allzuweit entfernt wohnen, habe ich mit den Kindern einen Ausflug dorthin gemacht.
Wann bekommt man schon ein so großes Tier zu sehen?

(Falls meine Freundin Aconita das jetzt liest: Ich habe auch gleich an die Doku auf N24 "Der Wal, der explodierte" gedacht. Dieser hier war aber noch nicht explosionsgefährdet. Trotzdem bin ich gerade sehr froh, dass mein Haus an einer Straße liegt, wo die garantiert nicht vorbeifahren werden, wenn sie das tote Tier abtransportieren! Falls jemand neugierig geworden ist, was es mit dieser absurden Geschichte auf sich hat: Auf Youtube gibt es das Video.)

Auf der Fahrt habe ich meinem Vierjährigen eine Menge über Wale beigebracht:
Sie sind Säugetiere und keine Fische, bekommen Babys und säugen diese 2 Jahre lang. Das fand er faszinierend. Ein Wal, der Milch trinkt!

Wir haben dann auch einen Blick auf das riesige tote Tier werfen können und Fotos gemacht. Aber den Anblick von 15 Meter totem Sushi will ich Euch ersparen. So appetitlich war es dann doch nicht.

Stattdessen möchte ich Euch ein paar Impressionen aus dem Naturschutzgebiet Speicherkoog zeigen.
Im Moment überwintern dort große Schwärme von Nonnengänsen und fressen das frische Grün der aufgehenden Wintersaat sowie Bodenlebewesen auf frischgepflügten Feldern.

So ein Schwarm Gänse klingt wie eine Cocktailparty!

Aufgeflogen!

Unmengen von Sanddorn

Lecker!

Wintergäste


Noch 1976 war hier ein Priel, der durch das Vorland mäanderte. Damals war der Punkt, an dem ich beim Fotografieren stand, noch der Außendeich, und das Wasser war salziges Brackwasser. Heute ist dieser Wasserlauf mit Süßwasser gefüllt, das aus der Entwässerung des Hinterlandes stammt.

1979 wurde nach 10 Jahren Planungs- und Bauzeit der Speicherkoog vollendet, ein sehr großes Deichprojekt, das unter anderem die Deichlinie von 30 auf 15km verkürzte und das Vorland, aber auch Wattenboden eindeichte. Zu diesem Zweck wurde eine Deichlinie über dem Meeresboden gebaut. Für den Bau der Schleuse für den neuen Meldorfer Hafen und die großen Entwässerungssiele wurde eine Insel auf dem Wattenboden errichtet und provisorisch eingedeicht, bis der Koog endgültig dem Meer abgerungen war.

Zum Ausgleich wurde der neugewonnene Koog dreigeteilt: Ein Teil wird unter strengen Auflagen landwirtschaftlich genutzt, ein Teil dient als Freizeit- und Erholungsgebiet und ein Teil steht unter strengstem Naturschutz, um Tiere und Pflanzen, die sich dort (teilweise neu) ansiedelten, eine sichere Heimat zu bieten. Der Koog wird nicht bewohnt, es befindet sich dort nicht ein einziges Wohnhaus.

Früher war die Nutzung des Kooges sogar viergeteilt, was heute gern verdrängt wird:
Großen Anteil an der Entscheidung, dieses Bauprojekt durchzuführen, hatte die Bundeswehr. Diese hatte sich nämlich im südlichen unbewohnten Teil einen Platz für die Erprobung von Artilleriewaffen eingerichtet und steuerte dafür entsprechende Mittel für das finanzielle Gesamtkonzept bei.
Die Einwohner der umliegenden Gemeinden fühlten sich durch die Bundeswehr oft belästigt, aber ohne deren Beitrag wäre der Koog wahrscheinlich nicht gebaut worden - die Einwohner hätten also noch länger hinter unsicher gewordenen Deichen leben müssen.

Viele Grüße,
Postpanamamaxi

Dienstag, 15. November 2011

Angezogen: Sonderausstellung im Dithmarscher Landesmuseum Meldorf

Bild entliehen von www.textilprojekt.blogspot.com
Hier ist die offizielle Ankündigung für die Sonderausstellung im Dithmarscher Landesmuseum Meldorf.
Es gibt textile Schätze und sehr viel Wissenswertes über das "Rundherum" zu sehen.

Und der hier ist auch dabei:
Kann man zu oft Danke sagen? Ich finde nicht.

Ich danke allen zwischen Deutschland und Neuseeland für ihre Mitwirkung beim Knopfbrautstraußbasteln.
Eure Knöpfe haben mich nicht nur an einem der schönsten Tage in meinem Leben begleitet (hey, ich habe zwei Kinder - Mutter zu werden ist noch großartiger als zu heiraten!).

Und jetzt wird unser Knopfbrautstrauß auch noch berühmt.
Wenn mir das vor einem Jahr gesagt worden wäre, hätte ich lachend den Kopf geschüttelt!

Ich hoffe auf gute Besucherzahlen für diese Sonderausstellung. Sie hat es verdient.
Die Damen und Herren vom Textilprojekt haben wirkliche Schätze zusammengetragen, aus Truhen und alten Koffern, aus Dachböden, Kellern und dem wohlgehüteten Wäscheschrank zusammengesucht. Es wurde monatelang in vielen Stunden aufreibender Kleinarbeit gesammelt, gesichtet, recherchiert, fotografiert, erfasst, katalogisiert, bewertet, teilweise auch restauriert, gereinigt, gebügelt.
Und es wurde Geschichte erzählt in Form von Geschichten über die früheren Besitzer dieser Kleider. Lebendige Geschichte.

Und für alle meine Leser, die nicht die Gelegenheit haben, in die tiefe Provinz nach Meldorf zur Ausstellung zu fahren (und sich hinterher eine Tasse Kaffee bei mir abzuholen), und für jene, die noch mehr wissen wollen, gibt es dieses wunderbare Blog zum Weiterlesen:

www.textilprojekt.blogspot.com

Klick doch mal!

Und dann habe ich noch etwas sehr Schönes für alle Seifensüchtigen:
El Sapone verlost ihr erstes Kosmetikbuch und eine große Seifenschatzkiste.
Bedingungen findet Ihr in ihrem Blog.
Blogcandy bei El Sapone + Sonderverlosung, Bild von ihr geborgt

Kreativ-Contest bei Mama-Niki!

Und ich mache mit.
Mit meinem Gesamtkreativpaket rund um unsere Traumhochzeit: Kleid, Blumenkinderkleidchen, Standesamtsstrauß, Brautstrauß, Tischdeko und all die Kleinigkeiten drumherum

Ab dem 17.11. stellt sie die gesammelten Werke vor und es darf gevotet werden.

Spannend!

Bild bei mama-niki mit freundlicher Genehmigung geklaut!


Viele Grüße,
Postpanamamaxi

PS:
Der Brautstrauß aus den Knöpfen, bei dem so viele von Euch mitgewirkt haben, wird im Dezember im Meldorfer Landesmuseum im Rahmen einer Sonderausstellung zum Thema Textilien und Accessoires ausgestellt werden. Ich platze vor Stolz auf unsere Gemeinschaftsleistung.

Sonntag, 13. November 2011

Und wieder ein Jahr

Und wieder ist ein Jahr vergangen, seitdem ich Euch loslassen musste.
Es fiel mir unendlich schwer.
Nichts im Leben kann einen darauf vorbereiten, wenn der Arzt unendlich lange mit dem Ultraschallgerät nach Herztönen sucht - und keine findet.

Ich hatte gerade eine Woche vorher erfahren, dass Ihr als Doppel anreisen solltet.
Das war ein freudiges Erschrecken, und der sofortige Gedanke, dass wir das auch schaffen würden mit 3 Kindern unter 2 Jahren eine glückliche Familie zu werden und den Alltag zu meistern.

Euer Papa hatte am Wochenende schon nach Familienvans geguckt und ich stöberte nach Zwillingskinderwagen und grübelte, wie ich Euren großen Bruder mit seinen 16 Monaten gemeinsam mit Euch hätte herumfahren sollen. Uns wäre eine Lösung eingefallen. Und wir hätten unser lautes Leben geliebt. Unser Zuhause, das aus allen Nähten geplatzt wäre.

Aber stattdessen war es so still...es ist unglaublich, wie laut Stille sein kann.

Foto von meiner Freundin www.meldorferkulttour.blogspot.com
Wenn ich sage, dass wir eine wunderbare Zeit gehabt hätten, würde ich lügen.
Die Diagnose, die nach Eurem Ableben gestellt wurde, sprach eine deutliche Sprache. Hättet Ihr es ins Leben geschafft, dann wäre Euch eine traurige Zukunft beschieden gewesen.

Ihr habt Euch richtig entschieden, zu gehen. Auch wenn Ihr hier nach 4 Jahren immer noch vermisst werdet.
Es gibt Dinge, die versteht der Kopf schnell, aber das Herz braucht unendlich lange dafür.

Ich habe Euch lieb, meine Kleinen.

Eure Mama

Samstag, 12. November 2011

And the winner is...

35 Kommentare habe ich zu meinem Blogcandy anlässlich des 1. Bloggeburtstages und 100 treuer Leser bekommen.
Eigentlich wollte ich meine Katze drum bemühen, das Los zu ziehen, aber Fräulein Sise hat mir in den Fuß gehackt und sich anschließend schleunigst vom Acker gemacht. Also habe ich Mr. Random bemüht und dieser war wesentlich kooperativer (ein blutiger Fuß reicht mir auch für heute...).

Gewonnen hat Kommentar Nr. 20!

Und damit jetzt nicht alle zum alten Post runterscrollen müssen und abzählen, verrate ich Euch hier, dass es Doreen ist, die ein Überraschungspäck von mir bekommen wird.

Dass es zufällig Doreen getroffen hat, finde ich sehr schön.
Sie ist nämlich auch als meine 100. Leserin dazugestoßen und ist damit also nicht ganz unschuldig an diesem Blogcandy.

Meine herzlichen Glückwünsche an Doreen und ein liebes Danke an alle meine treuen Leser für ihre Kommentare, ihr Mitlesen, ihre Anteilnahme an meinem bunten Leben und für all das Gute, was Ihr mir getan habt.

Liebe Doreen, am besten mailst Du mir Deine Adresse unter paganwiki ät googlemail.com und dann werden wir beide uns mal austauschen, in welche Richtung die Überraschung gehen wird. Da Du selbst sehr schöne Seifen siedest, wäre ein reines Seifenpäckchen vielleicht etwas langweilig?

Alles Liebe,
Postpanamamaxi

PS: Ansonsten war der heutige Tag turbulent. Ich hatte einen Stand auf dem Secondhandmarkt für Baby-, Kinder- und Damenkleidung und habe dort sehr viel Interessantes erlebt.

Gestern war St. Martins-Andacht in der Kirche mit anschließendem Laternelaufen bei schönstem Novemberwetter (Vollmond, klarer Sternenhimmel und eiskalter Ostwind), und meine Jungs haben nochmal ihre selbstgebastelten Laternen spazierengeführt.

Und gestern war die kleine Kröte sehr umtriebig, während ich die Waschmaschine und den Trockner beladen hatte:
Ersatzsandkiste: Großbaustelle
Hinter dem weißen Blumentopf war dann noch ein Radlader geparkt und der Legobagger arbeitete auf dem Boden unter der Fensterbank. Großbaustelle unter der Bauleitung unseres Zweijährigen. Wer sagt eigentlich, dass sich kleine Kinder nicht mal eine Viertelstunde allein und hochkonzentriert beschäftigen können?

Also mussten die Jungs beide mithelfen, den Dreck zu beseitigen. Der Kleine, weil er es angerichtet hatte, und der Große, weil er stillschweigend daneben saß, anstatt mir mal Bescheid zu geben über den Unfug.
Anschließend wurden beide Kinder in die Matschklamotten gesteckt und in den Garten gejagt.
Es gibt Tage, da sind sie schneller im Chaosmachen als ich im Aufräumen.

Freitag, 11. November 2011

Heute um Mitternacht endet das Blogcandy zum einjährigen Bloggeburtstag.
Ich danke allen, die sich bis jetzt eingetragen haben und eine Verlinkung gesetzt haben.


Und natürlich kommen nicht nur BloggerInnen in den Lostopf, die dieses Candy verlinkt haben, sondern auch alle anderen Nichtblogger und dennoch treuen LeserInnen, die einfach einen netten Kommentar hierzu hinterlassen haben.


Es tut mir Leid, dass ich mich da etwas unklar ausgedrückt habe!

Also nutzt den heutigen Tag nochmal gründlich aus und kommentiert, was das Zeug hält.

Als Gewinn lockt ein persönliches Überraschungspäck. Natürlich kommt auch etwas Seifiges hinein. Und...nee, das verrate ich noch nicht! Aber es wird toll. Versprochen!

Alles Liebe,
Postpanamamaxi

Montag, 7. November 2011

Reinmachefrau? Wir haben eine Reinmachkatze!

Und damit meine ich nicht, dass unser Fräulein Sise so ein reinliches und putzmunteres Katzenmädel ist.

Nein, Sise ist auch gern mal interkontinental inkontinent und neigt zum Protestpinkeln.
Die Ursachen sind vielfältig, da kann ein Anflug von Eifersucht dahinterstecken.
Oder weil Weihnachten ein Baum in der Wohnstube steht.
Oder weil ich gewagt habe, den Trockner anzustellen.
Den Trockner hasst sie.

Mich meistens auch, weil wir regelmäßig zusammenrasseln und ich sauer bin, weil ich die persönliche Reinmachefrau für die Reinmachkatze sein soll. Wenn ich nicht dazu abgestellt bin, ihr die Futterdosen aufzumachen oder ihr widerspruchslos mein Bett zum Draufherumliegen und Vollhaaren zu überlassen. Mein Bett liebt sie. Mich nicht.

Ganz beliebt scheint auch das Protestpinkeln wegen des Futters zu sein. Wenn der Glibber vom Futter schon weggeschlabbert ist und wir Menschen uns weigern, ihr noch eine Tüte zu spendieren, solange sie nicht auch die langweiligen Bröckchen aufgefressen hat.


Samstagabend nach dem Seifenkurs hat sich mein Mann bei mir beschwert:

"Süßen, hast du mal wieder eine Seife gesiedet, die nach Katzenpipi riecht?"

Er meinte damit seine unheimliche Begegnung mit jener Milchseife, die ich damals mit Chèvrefeuille beduftet hatte und die noch wochenlang erbärmlich stank nach diesem wuchernden Kraut (nein, die Seife hat nicht nach Ziege gerochen, es lag am Parfum!).
Ich hatte diese Partie erst in die Waschküche ausgelagert und später in die Garage verbannt, weil ich sie in der Seifenküche nicht ertragen konnte.
Und mein Mann hatte seinerzeit die halbe Garage auf den Kopf gestellt, um herauszufinden, wo die verdammte Katze reingepinkelt hatte!

- "Nein, ich habe kein stinkiges PÖ verwendet!" Empört-unschuldiger Blick meinerseits.

"Also, ich habe hier fünfmal den Fußboden gewischt und es riecht immer noch nach Katzenurin, und da hatte ich an deine eine Seife gedacht..."

Als wenn ich so eine stinkige Seife nochmal sieden würde! Da kann ich ja gleich die gelben Bonbons aus dem Klo verarbeiten.
- "Nee, ich bin unschuldig. Vielleicht hast Du ja auch Geruchshalluzinationen."

Heute nehme ich dann mein Tablett unter dem Getränkeregal heraus und wundere mich über die dickflüssige bernsteinfarbene Pampe, die darauf klebt...und es riecht nach Katze!

Da hat unsere Sise es tatsächlich hingekriegt, genau in den schmalen Spalt zwischen Regalboden und Tablettkante zu zielen. Und das wohlgemerkt mit dem Hinterteil und somit blind!

Sise, unsere Kunstpinklerkatze...manchmal schafft sie mich wirklich.

Viele Grüße,
Postpanamamaxi

Nachtrag:
Sie hat es wieder getan und alles gegeben. Knöchelhoch Pipi vor der Waschmaschine (die nicht lief).
Fräulein Sise wurde also achtkantig in den Garten befördert. Im Moment haben wir feuchtkalten Ostnordostwind, 8 Grad und 95% Luftfeuchtigkeit. Aber sie wollte es ja so haben.

2. Nachtrag:
Ich hatte, bevor ich Sise rausgeschmissen habe, die Waschküche gründlich gewischt.
Die paar Minuten zwischen Putzaktion und Rausschmiss hat Fräulein Sise genutzt, um nochmal letzte Reserven zu mobilisieren und mir zu zeigen, wer hier die Alphakatze sein will...als ich vorhin in die Waschküche ging, fand ich wieder eine Pfütze vor.

Und nein, das Fräulein ist nicht rollig. Sie ist kastriert. Darf jederzeit in den Garten, wenn sie möchte, und meine Jungs hat sie so dressiert, dass sie ihr jederzeit die Tür öffnen und sie wieder ins Haus lassen. Sise hat zwei saubere Katzentoiletten (ohne Haube), die sie jederzeit benutzen kann, bekommt regelmäßig Futter, Wasser, Flohmittel, Wurmkur und sie darf sogar neben mir auf dem Sofa sitzen, wenn ich abends fernsehe. Sie ist die 4. Katze in meinem Haushalt, aber die erste, die mir dermaßen viel Kummer macht. Soviel Kummer, dass ich sie nicht mehr streicheln mag (sie kratzt mich ohnehin ohne Vorwarnung, während sie freundlich schnurrt). Es ist eine unfriedliche Ko-Existenz, die wir leben.

Das einzige, was vielleicht als Entschuldigung für meine Psychokatze gelten könnte, ist der Umstand, dass ich es gewagt hatte, nach ihr noch ein Baby zu bekommen. Aber ich weigere mich, meinen Zweitgeborenen in der hausinternen Rangliste hinter ihr einzusortieren.

Sises Rangliste:
1. Sise, 2. Sise, 3. Sise, 4. Papa, 5. Kröti, 6. Krümel, 7. nochmal Sise und dann irgendwann komme ich...Dosenöffner und Putzfrau.

Ist es zuviel verlangt, in einer Familie mit 2 Kindern die Katze auf Platz 5 in der Rangliste einzustellen?

Sonntag, 6. November 2011

Milchseifenworkshop - ein Rückblick auf einen tollen Nachmittag!

Gestern fand der Milchseifenworkshop in der FBS statt.
Wir waren unerwarteterweise nur zu fünft, eine Teilnehmerin war leider kurzfristig erkrankt (gute Besserung, meine Liebe!).

5 unterschiedliche Milchprodukte, 3 unterschiedliche Verarbeitungstechniken, 1 Grundrezept.

Es ist mir immer wichtig, in meinen Kursen Rohstoffe zu verwenden, die man mit einem Supermarkt- und Apothekenbesuch vor Ort beschaffen kann.

Um eine gute Seife zu sieden, muss man nicht gleich mit teuren und schwer zu beschaffenden Fetten wie Babassu oder Kakaobutter hantieren. Das klassische Grundrezept aus Supermarktzutaten, verbessert durch großzügige Mandelölzugabe, etwas Bienenwachs und Rizinusöl, ergibt bei entsprechender Reifezeit und guter Verarbeitung ein sehr schön pflegendes Seifenprodukt, das den Vergleich nicht scheuen muss.

Und ich kann nur dazu ermuntern, mal bei den Milchprodukten im Supermarkt oder auch im Bioladen oder Reformhaus zu stöbern. Man entdeckt dort ganz unerwartete Schätze wie Hafermilch, Sojamilch, bulgarischen Schafmilchjoghurt und gefriergetrocknetes Milchpulver (letzteres meistens bei der Kondensmilch und beim Kaffeeweißer im Regal). Sogar getrocknetes Kokosmilchpulver habe ich schon im normalen Supermarkt entdeckt, und die flüssige Kokosmilch aus der Dose ist mittlerweile sogar beim Discounter als Aktionsware erhältlich.

Cool Technique:
Anne L. Watson hat in ihrem Buch "Milk Soap Making" den Fachterminus "Cool Technique" geprägt.
Er bezieht sich auf die Verarbeitungstemperatur des Milchprodukts und bedeutet nichts anderes, als dass die Lauge in gefrorener Milch oder Milchprodukten angerührt wird.
Logischerweise funktioniert das also nur bei Milchprodukten, die bei Zimmertemperatur eine gewisse Fließfähigkeit aufweisen.

Hierbei ist zu beachten, dass man die Laugenperlen löffelweise zu dem gefrorenen Milchprodukt gibt. Die Laugenperlen lösen sich auf, bringen weiteres Eis zum Schmelzen und die Mischung ist bereit für den nächsten Löffel voll Laugenperlen. Dies wird so langsam fortgeführt, bis alle Laugenperlen aufgelöst sind und alles aufgetaut ist.
Wenn man genügend Geduld aufbringt, wird man mit einer Milch-Laugen-Mischung belohnt, die immer noch Kühlschranktemperatur hat und die Farbe von hellem Vanilleeis aufweist.

Vorteil: Je heller und kühler diese Milch-Laugen-Mischung, desto größer ist die Chance auf eine möglichst helle Seife.

Wichtig für alle, die jetzt auch mal eine Milchseife rühren wollen:
Je kälter man die Rohstoffe verarbeitet, desto heller wird das fertige Produkt.
Außerdem beugt ein kalter Seifenleim auch einer Gelphase vor.
Die Verwendung von Einzelformen oder flachen Trayformen hilft außerdem, eine Gelphase zu vermeiden, ebenso wie der Verzicht auf eine Isolierung der Formen.
Und auf die Gelphase verzichtet man bei Milchseifen besser, weil sie sonst dazu führen kann, dass die Seife sich bräunlich verfärbt.


Wir haben gestern drei unterschiedliche Milchsorten mit dieser Technik hergestellt:

Milchseife aus gefrorener Hafermilch (mit Beeswax von Behawe)
Milchseife aus gefrorener Ziegenmilch (mit Ringelblumenölauszug und Marzipanduft von SP)
Milchseife aus gefrorenem Joghurt-Wasser-Mix (mit Tangy Citrus von SP)


Aber es gibt natürlich noch weitere Möglichkeiten, Milchprodukte in die Seife zu bringen.

Warm Technique:
Man rührt die Lauge mit destilliertem Wasser an und gibt das Milchprodukt nach dem allerersten Andicken des Seifenleims hinzu.

Kommt das Milchprodukt in Form von Pulver hinzu, kann man von der üblichen mittleren Flüssigkeitsmenge ausgehen.
Verwendet man ein flüssiges Milchprodukt, ist es ratsam, die Wassermenge zum Anrühren der Lauge vorher zu verringern.

Weil wir in diesem Kurs eine Seife mit Vollmilchpulver rühren wollten, wurde also die mittlere Flüssigkeitsmenge an destilliertem Wasser verwendet und anschließend reichlich Milchpulver verwendet.

Und da bietet sich ein Vorteil: Man kann auf diese Weise natürlich auch mehr Gutes aus Milch in der Seife unterbringen als durch Verwendung von flüssiger Milch, indem man einfach mehr Pulver dazugibt, als man für die Flüssigkeitsmenge als Trinkmilch dosieren würde.

Diese Vollmilch-Milchpulver-Seife wurde mit Cranberry-Orange von SP beduftet.

Oven Hot Process:
Als dritte Technik haben wir dann eine klassische OHP angerührt, allerdings mit einer reduzierten Flüssigkeitsmenge. Dieser Seifenleim wurde dann in einem Wasserbad erwärmt und wir konnten alle beobachten, wie die Gelphase von außen nach innen vorgedrungen ist (bei einer CP beginnt die Gelphase ja immer von der Mitte ausgehend und wandert nach außen).

Das Milchprodukt wurde bei dieser Seife dann in Form eines kräftigen Schusses Vollmilch zugegeben, nachdem der Küsschentest uns bestätigt hatte, dass die Verseifung abgeschlossen war. Noch schöner wäre natürlich etwas Schmand, Creme Fraiche oder Mascarpone gewesen, weil diese Produkte die Fließfähigkeit des Seifenleims nochmal extra erhöhen.

Der Vorteil einer OHP liegt bei Milchseifen gerade darin, dass das Milchprodukt erst dann hinzugefügt wird, wenn die Verseifung bereits abgeschlossen ist. Somit umgeht man das Risiko der unerwünschten Bräunung der Seife, denn eine Gelphase findet ja nicht statt.

Der zweite Vorteil einer OHP liegt darin, dass man auch kapriziöse und zu wildem Andicken neigende Düfte verarbeiten kann, ohne böse Überraschungen wie Blitzbeton in der Rührschüssel befürchten zu müssen.
Aus diesem Grund haben wir also auch den Duft "Rose-Neroli" von SP völlig entspannt verarbeiten können.


Im Uhrzeigersinn:
2x "Ringelziege-Marzipan" in Cool Technique, "Vollmilchpulver-Cranberry-Orange" in Warm Technique, OHP mit Vollmilch und Rose-Neroli, Hafermilchseife mit Beeswaxduft in Cool Technique und Joghurtseife mit Tangy Citrus-Duft.
Das Foto wurde am Tag nach dem Kurs aufgenommen, die Seifen werden also nicht nachdunkeln.

Und das Beste: Keine der Seifen böckelt, mieft oder zeigt sonstige unerwünschte Eigenschaften, die manchmal Milchseifen zu Eigen ist!

Ich bin sehr stolz auf meine Kursteilnehmerinnen, sie haben wunderbar und sorgfältig zusammengearbeitet und es war wieder einmal ein ausgesprochen harmonischer und fröhlicher Kurs.

Es macht Spaß mit Euch, meine Lieben, und nächstes Jahr machen wir wieder tolle Workshops mit viel Selbermachen und tollen Techniken.
Ich will Euch beibringen, eine Whipped herzustellen, damit Ihr Seifentorten und Seifenmuffins herstellen könnt. Und Einlegerseifen sind auch so ein Thema, das ich Euch zeigen möchte.

Bei dieser Gelegenheit noch ein Hinweis in eigener Sache:
Wir planen mit der FBS Heide einen kleinen
Abendworkshop für Shea-Mousse und Body-Butter 
und damit er auch sicher zustandekommt, brauchen wir noch weitere Teilnehmerinnen.

Bringt doch einfach Eure Freundin (und ein paar leere ausgewaschene Cremedosen) mit, es wird bestimmt wieder ein lehrreicher und lustiger Abend!


Viele Grüße,
Postpanamamaxi

Samstag, 5. November 2011

Auf der Suche

Wir sind auf der Suche nach der Ursache für meinen Totalausfall. Der Verdacht liegt nahe, dass es an den diversen Blockaden in meinem Haltungsapparat liegt.
Es fängt an mit einem Beckenschiefstand, dann ist da eine Blockade im Brustwirbelbereich und das setzt sich natürlich bis oben in die Schulterpartie fort.
Und weil ich so gründlich verspannt und blockiert war, hat es mich wohl so lang hingehauen wie einen gefällten Baum.

Ich lasse jetzt erstmal den Rücken richten und dann sehen wir weiter...und dass ich momentan sehr viel um die Ohren habe, macht es wahrscheinlich nicht unbedingt leichter. Aber so ist das Leben nun mal.

Alles Liebe
und danke für Euren Zuspruch

Postpanamamaxi

Donnerstag, 3. November 2011

Bruchlandung und Blindflug

Meistens ist es genau andersherum, und auf den Blindflug folgt die Bruchlandung.

Bei mir war es heute anders. 'Nur mal schnell'...wer mich kennt, der weiß, dass auf so eine Einleitung fast IMMER ein mittlerer Chaosausbruch folgt.

Wir haben eine neue Haustür eingebaut bekommen, und heute abend wollte ich mit ein paar Bekannten eine kleine häusliche Bastelstunde verbringen. Was bedeutet, dass zwischendurch noch ausgiebige Dreckbeseitigung von den Einbaumaßnahmen beseitigt werden müssen.

Aber ich habe alles souverän im Griff. Die Einkäufe habe ich direkt nach dem Abliefern der Kinder bei der Spielstunde erledigt, meine klassische Donnerstagstournee durch die Discounter der Kreisstadt verlief auch erstaunlich zwischenfallfrei. Mein Mann hütete derweil Haus und Handwerker.

Nachdem ich mittags die Kinder von der Spielstunde abgeholt hatte, wollte ich noch schnell die Kinderausweise der Jungs bei der Bank zum Kopieren abgeben. Weil die Kinder bei der Heirat natürlich namenstechnisch genauso "gewandert" sind wie ich, mussten die Unterlagen aktualisiert werden.

Also rauf auf den Bankparkplatz, die Jungs mit dem Smartphone als Babysitter beglückt, Auto zugesperrt, die Handtasche geschnappt und flink in die Filiale gegangen...RRRUMS!

Das nächste, woran ich mich erinnern kann, ist der Bankparkplatz aus der Froschperspektive. Und merkwürdig verschwommen war es auch.


Dass meine rechte Hand (die brauch ich auch nur die Drecksbeseitigung, fürs Basteln heute abend und für meinen Mama- und Hausfrauenjob, vom Sieden mal zu schweigen) ziemlich lädiert war und meine Knie verdächtig brannten, war nicht so schmerzhaft wie die Erkenntnis, dass ich gerade eine 600-Euro-Brille zerdeppert hatte.
Wobei das Gestell, das recht günstig war, heil geblieben ist, ich aber ausgerechnet das rechte und besonders teure Brillenglas zerbrochen habe.

Netterweise hat sich gleich jemand um mich gekümmert und mir geholfen, meine langen Knochen wieder einzusammeln. Und dann bin ich halbblind und zittrig in die Bank gewankt, die blutende Hand mit einem Taschentuch umwickelt und ziemlich entnervt.
Mann war ich fertig!
Und dann war auch noch mein Schlüssel weg und ich wollte schon die Dame vom Schalter bitten, mir doch kurz beim Suchen zu helfen, aber da stand schon eine nette junge Frau mit meinem Schlüssel in der Hand hinter mir.

Ich bin dann Richtung Auto geschlichen, habe meine Sonnenbrille aus der Ablage herausgekramt und bin dann verdunkelt Richtung Heimat gefahren.

Eigentlich bin ich ein recht nervenstarker Mensch und Gelassenheit gelingt mir meistens recht gut.
Aber meine Nerven lagen nach dieser Bruchlandung wirklich blank.

Was mir Sorgen macht, ist der Umstand, dass ich offenbar für einen Sekundenbruchteil die Kontrolle über meinen Körper verloren haben muss.
Meine rechte Hand ist an der Außenseite aufgeschlagen und geprellt, weil ich darauf gelandet bin.
Aber die Handflächen, die normalerweise bei einem Sturz durch entsprechende Abfangversuche lädiert sind, sind unverletzt.
Auch meine Knie sind bemerkenswerterweise eher seitlich abgeschürft. Dass nur die Brille, aber nicht mein Gesicht beim Sturz kaputtgegangen ist, war wahrscheinlich ein großer Glückfall.

An das Knacken meiner Brille kann ich mich auch erinnern, das habe ich mitbekommen, genauso wie den stechenden Schmerz in meiner Hand. Aber wie ich da hingekommen bin - keine Ahnung.

Morgen gehe ich zur Fachfrau, die soll das mal untersuchen.
Als wir vorhin telefonierten, machte sie mir Mut, dass so ein Totalausfall auch durch Husten oder Blockaden im Rücken kommen kann, und ich schlage mich ja schon seit zwei Wochen damit herum.
Wir werden sehen.

Aber erstmal mit der Ersatzbrille.

Und mein Mann? Der hat mich ganz lieb in den Arm genommen und getröstet. Und mich Baum von einer Frau aufgegangen und gehalten, als ich mich so wehrlos und schwach fühlte und wegen des Kontrollverlustes verunsichert war.
Er hat auch nicht geschimpft, dass ich mein teures Brillenglas zerbrochen habe, das uns wahrscheinlich mindestens 200 Euro kosten wird.

Dass er so ist, wie er ist - dafür liebe ich ihn. Auch dafür.

Lädierte Grüße,
Postpanamamaxi

Mittwoch, 2. November 2011

Neues aus der Seifenküche

Ich war wieder fleißig und habe meine Seifenküche am Wochenende in einen Handgranatenwurfstand Ort der entspannten Kreativität verwandelt:

Gärtnerseife "Schrubbdiwupp" und die sanfte Variante "Grünes Glück"

Taiwan-Swirl
Im vorletzten Post habe ich die beiden Blockformen gezeigt, die überbreite 50er Blockform und die daneben geradezu zierlich anmutende 30er Taiwan-Blockform. Und gestern und vorgestern habe ich mich dann damit befasst, die Seifenblöcke auszuformen und zu schneiden.

Rezept und Duft sind bei beiden Seifen dieselben, nur dass bei der großen Form auch noch Mohn und ein bisschen Lumigreen dabei waren, um der Gärtnerseife entsprechende Reinigungskraft zu verleihen. Die Seife duftet wunderbar nach Basilikum und Zitrusfrüchten. Ein Duft, der mich an den Sommer (welchen Sommer?) und meine Kräutertöpfe auf der Terrasse erinnert, an frischen Tomatensalat mit Basilikum und an Urlaub. Macht gute Laune!

Kinderarbeit meines Vierjährigen
So, jetzt ist es soweit, ich habe meinen Vierjährigen mit der Seifenlust infiziert. Begeisterter Nutzer war er schon lange, aber jetzt ist er auch unter die Seifenmacher gegangen. Natürlich hantiert er noch nicht mit Lauge, das ist zu gefährlich.
Aber er durfte die Schnipsel, die ich von der "Yucatán"- und der "Herbstfeuer"-Seife abgeschnitten habe, zu Seifenbällen kneten.

In kleine Butterbrotpapierstückchen und eine leere Kirschpralinenschachtel gebettet, sehen diese duftenden Seifenbälle aus wie teure Luxustrüffel aus dem Confiseriegeschäft.
Dem Jungen hat diese kleine Bastelaktion sehr viel Spaß gemacht und da bis Weihnachten noch so einiges an Seifenschnipseln anfallen wird, kann er noch reichlich Seifenbälle anfertigen. Er freut sich schon drauf, zu Weihnachten seine eigenen Seifen verschenken zu können.

Ich freue mich sehr über seine Begeisterung. Die Firmennachfolge scheint gesichert.

Oder züchte ich mir gerade meine eigene Konkurrenz heran?

Ich musste mir jedenfalls nicht anhören, dass Kinderarbeit verboten ist (das war mein Standardspruch, wenn meine Eltern von mir als Kind verlangten, dass ich den Gartenzaun streiche oder den Rasen mähe). Das ist ein gutes Zeichen.

Viele Grüße,
Postpanamamaxi

PS: Denkt ans Blogcandy!

Dienstag, 1. November 2011

1. Bloggeburtstag und 100 Leser: Blogcandy!

Hallo Ihr Lieben,
am 1.11.2011 wird mein Blog 1 Jahr alt.
Außerdem verfolgen 100 Leser dieses Blog.

Das muss gefeiert werden, und zwar mit einem Blogcandy!

Der Gewinn wird in jedem Fall etwas Seifiges sein! Mehr wird aber noch nicht verraten.

Anmeldeschluss ist der 11.11.2011, 24:00 Uhr.
Bitte verlinkt dieses Blogcandy, Ihr dürft auch gern das Foto dafür verwenden, und hinterlasst einen Kommentar.

In diesem Jahr ist so unendlich viel passiert, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Darum einfach nur ein liebes DANKE in die weite liebenswerte kreative familiäre Bloggerwelt!

Auf bald,
Eure Postpanamamaxi

Montag, 31. Oktober 2011

Herbstbetrieb

Herbstbetrieb überall in unserem Haushalt.

Es nieselt. Also toben die Jungs in Ermangelung der Gartenspielzeit über Sofa und Tische und machen mich wahnsinnig mit ständigen brüderlichen Kabbeleien. Kain und Abel auf dem Wohnzimmerteppich. Mord und Totschlag.

Die beiden haben sich wirklich lieb.
Aber wenn ihnen der körperliche Ausgleich bei Schlechtwetter fehlt, dann sind sie wahre Zimmertornados.

Wer sich nicht davon stören lässt, ist unser Fräulein Sise:

Hier liegt sie gerade auf dem Sofa. Aber wehe, man wagt sie am Bauch zu kraulen! In dem Fall sollte man das Telefon für den Notarzt bereithalten und seine Blutgruppe genau wissen.

Wird es Fräulein Sise mit den beiden Jungs zu unruhig, dann verdrückt sie sich still und leise Richtung Schlafzimmer. Und weil sie eine Papakatze ist, ist die Bettdecke meines Gatten ihr erklärtes Ziel. Aber notfalls tut es auch meine Bettdecke. Eigentlich darf sie ja nicht ins Dachgeschoss und erst recht nicht in die Betten, aber Sise ist diesbezüglich sehr eigensinnig und unbelehrbar.


Mein Mann hat mich dieses Wochenende so toll unterstützt bei der Jungsbespaßung, da konnte ich fleißig Seife sieden: Gestern wanderte "Cool Citrus Basil" in die Seifenform. Geplant war eine Gärtnerseife mit Mohn als Peelingzusatz und frischgrünem Duft.

Cool Citrus Basil riecht, wie der Name vermuten lässt, überwiegend nach frischem Basilikum. Abgerundet wird der Duft durch einen Hauch Citrusduft.

Und weil nach dem Befüllen der Form auch noch genügend Seifenleim für die kleine Blockform übrig war, habe ich also auch noch eine Partie ohne Mohn angefertigt. Natürlich als Taiwan-Swirl (diese Form ist einfach mein Ding).

Sieht die 30er Taiwan-Form nicht süß aus neben der Großen?
Ansonsten habe ich dieses Wochenende 133 Stücke Seife entgratet, gestempelt und eingewickelt.
Und oben in der Seifenküche schlummern 2 Blöcke mit "Vanilla-Caramel" und "Mens Musk" in der umfunktionierten Kühlbox, außerdem diverse Motivformen mit "Erdbeer-Champagner".
Ich werde gleich mal nachschauen, ob sie brav in der Gelphase sind und nicht überhitzen.

Und morgen wird meine Gärtnerseife dann ausgeformt und geschnitten. Darauf bin ich schon gespannt.

Bis bald,
Postpanamamaxi

PS: Es gibt in den nächsten Tagen eine Überraschung bei mir!
 Reinschauen lohnt.

Samstag, 29. Oktober 2011

101 sind die neue 100...

Herzlich willkommen als meine 100. Leserin, liebe DOREEN!
Schön, dass Du hierher gefunden hast und ich hoffe, Du wirst viel Spaß und etwas Inspiration beim Lesen dieses Blogs haben.

Und wenn man sich jetzt wundert, warum der Zähler schon bei 101 steht...ich war so doof, mein eigenes Blog als Leser zu abonnieren, und kann mich selbst nicht wieder aus der Liste löschen!

Viele Grüße von
Postpanamamaxi

PS: Heute mal wieder eine Riesenpartie Seife gesiedet, mit Mohn und Cool Citrus Basil von SP, sehr lecker! Das kleine 6,5kg-Seifchen schlummert jetzt in der Isolierbox und wird hoffentlich brav gelen (da ich Seide verarbeitet habe, sollte diese eigentlich in Kombination mit der großen Menge für genügend Selbsterwärmung sorgen).

Freitag, 28. Oktober 2011

Gästeseifen

Gestern habe ich mich ausgiebig mit dem Schneiden von Seife befasst.
Es ist gar nicht so einfach, wenn einem ein professioneller Seifenschneider fehlt, aber mit einer selbstgebastelten Schablone und sicherer Hand ist es mir gelungen, dass die Schwankungsbreite nur maximal 5 Gramm beträgt. Ich bin damit ganz zufrieden.
Das Leben ist kein Wunschkonzert und manche Anschaffungen müssen eben zurückgestellt werden.

Duft: African Tea, gefärbt mit roter Tonerde

Probestempeln auf den Reststücken
Mir gefällt diese Seife in ihrer Schlichtheit und Unaufdringlichkeit recht gut.
Gefärbt ist sie teilweise mit roter Tonerde und beduftet wurde sie mit African Tea von Behawe. Ein sehr warmer, angenehmer Duft, der mich an Vanille und Roibuschtee erinnert, und der sich als Weihnachtsseifenduft qualifiziert.

Ich wollte mal etwas machen, das von den üblichen Weihnachtsduftklassikern abweicht, weil ich letztes Jahr im Herbst zig Weihnachtsseifen in klassischen Weihnachtsdüften gesiedet hatte, die dann ab Januar nicht mehr gefragt waren.
Da ich - wie 2% der Bevölkerung Mitteleuropas - gegen Zimtaldehyd mit einer heftigen Allergie reagiere (bei mir endet es mit Atemnot), fallen für mich ohnehin diverse Düfte aus der typischen Weihnachtsduftpalette heraus. Selbst wenn ich so einen Duft durch die Sicherheitsbewertung im Labor genehmigt bekäme, hätte ich doch ein sehr ungutes Gefühl, so ein Produkt dann auf die Menschheit loszulassen. Es weiß nun mal nicht jeder, ob er allergisch ist oder auf welchen Stoff er reagiert, und insofern nützt in so einem Fall auch die ordnungsgemäße Deklaration nur sehr begrenzt.

Den weihnachtlichen Hauch von Luxus bekommt diese Seife durch die Zugabe von Seidenpulver und einen üppigen Anteil Mandelöl in der Rezeptur.
Und beim Abwaschen der Blockform konnte ich schon deutlich erkennen, wie schön diese Seife mit viel cremigem Schaum verwöhnt.

Als nächstes plane ich eine Seife mit Schoko-Pfefferminzduft, die ich dann auch wieder hier vorstellen werde.

Außerdem habe ich gestern diverse Seifen gestempelt und an den Kanten entgratet. Die angefallenen Schnipsel werde ich noch weiter zerkleinern und dann werden meine beiden Jungs und ich Seifenbälle kneten und daraus "Seife am Seil" machen. So haben sie auch das Gefühl, nicht von meinen Aktivitäten ausgeschlossen zu sein, und dürfen das Erfolgserlebnis genießen, "selbstgemachte" Seife zu Weihnachten zu verschenken. Beim Zweijährigen wird es wahrscheinlich einfach nur fröhliches Herummatschen und Anarchie in der Küche werden, aber mein Vierjähriger wird sehr viel Spaß dabei haben und bestimmt ansehnliche Ergebnisse erzielen.

Er kann so ausdauernd sein, wenn er was wirklich mit aller Hingabe erreichen will.
Beim Filzworkshop bei der Konfirmandenfreizeit hat er auch mitgewerkelt und ich war erstaunt, mit welcher Ausdauer und Geschicklichkeit mein Vierjähriges Kind zwischen all den Teenagern saß und gefilzt hat.
Es war übrigens nicht mein Sohn, der dann nach der Hälfte der Arbeitszeit gefragt hat, ob es denn noch lange dauere...insofern war jener Filzworkshop die Mühe und den Aufwand schon dafür wert, dass ich eine neue Erkenntnis über mein Kind bekommen habe.

Neben all den Grundwerten, die man seinen Kindern mitgeben sollte in dieser Welt, gehört die Erfahrung des Selbermachens unter Anleitung und später auch in Eigenregie ebenfalls zu den ganz wichtigen Schlüsselreizen.
Mir persönlich haben meine kreativen Aktivitäten und die daraus erwachsende Anerkennung in meiner Jugend sehr geholfen, die nötige Resilienz zu entwickeln, um das Mobbing in der Schule zu überstehen. Wer etwas Schönes werkeln kann, der kann nicht so mies sein, wie das Umfeld einem vielleicht weismachen möchte!

Und darum möchte ich meinen Kindern genau diese innere Kraft und Rettungsinsel weitergeben. Durch Erziehung und ein liebevolles Elternhaus, aber auch durch solche kreativen Erfolgserlebnisse.

Bastelt doch mal wieder mit Euren Kindern, Enkeln, Nichten, Neffen, Nachbarskiddies...die Herbstzeit mit den Laternen und die kommende Weihnachtszeit bietet wunderbare Anlässe für schöne gemeinsame Nachmittage! Und ihr macht sie stark und lösungsorientiert für diese Welt, auf die sie losgelassen werden.

Alles Liebe,
Postpanamamaxi

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Umtriebiger kleiner Kobold

Unser kleiner zweijähriger Kobold hat heute wieder alles gegeben:

Morgens früh war die Windel übervoll, also kam der junge Herr in den ungeplanten Genuss eines Bades in der Wanne.
Badewanne liebt er und ich grinse jedesmal glücklich, wenn ich meinen kleinen Nackedei voller aufgeregter Begeisterung Richtung Wanne flitzen sehe.

Kaum in der Wanne, stellt sich der kleine Mann mit rausgedrücktem Bäuchlein hin und lässt einen Strahl Pipi ins Wasser plätschern. Natürlich nicht ohne stolzen Kommentar: "Da, oooh, Pipi!"

Egal, das verteilt sich im Wasser und Urea ist ja sogar hautpflegend.


Nach Abschluss der Wasserspiele mache ich im Schlafzimmer nebenan die Betten und horche dabei immer wieder rüber, ob auch alles in Ordnung ist.

"Plitsch! Plitschhh!"

Kröti schippt andächtig das Wasser mit dem Zahnputzbecher aus der Wanne heraus.
Also Verwarnung seitens Mama, und als es nochmal "Plitsch!" machte, war der Zahnputzbecher weg.
Protestgeheul.

Während die ignorante herzlose gemeine Mama also wieder Betten macht, hört sie lautes Rufen aus dem Badezimmer: "Maaaamaaaa, bah! Maaaaamaaaaa!"

Kröti steht in der Wanne, hinter ihm treibt ein kleines braunes Häufchen. Offenbar war nicht alles in der Windel gelandet. U-Boote gejagt, Wanne geleert, ausgespült, Kind abgeseift und abgespült. Protestgeheul.
Herzlose gemeine Mama wuchtet Kind aus der Wanne und bringt es in trockene Tücher.

15 Minuten später.
Herzlose gemeine Mama ist mit der Brut in der Küche und füttert die Meute mit Müesli und Milch.
Milch aus dem Glas trinken? Iiiiihgitt! Auf was für Ideen kommt die denn? Aber im Müesli mögen sie die Milch. Heinis!

Kröti hat keinen Appetit auf Müesli und haut stattdessen mit dem Löffel rein, dass es spritzt. Mama nimmt Löffel und Schüssel weg. Protestgeheul.

Und der "Buda", also der große Bruder, bekommt auch noch beherzt eine vom kleinen Buda gelangt, weil er gewagt hat, genau den falschen Hochstuhl zu nehmen. Wobei beide Jungs abwechselnd mal den einen oder den anderen bevorzugen.
Herzlose gemeine Mama hat da einfach kein Verständnis für die Bedürfnisse einer kleinen Terrorkröte.

Mama räumt Geschirrspüler in der Küche ein und schneidet Seifenblöcke, Kröti und sein Buda sind im Wohnzimmer. Mal rübergelauscht - alles ruhig, glücklicherweise keine Keilerei zwischen Kain und Abel zu hören - also weitergewerkelt.

Nach 10 Minuten guckt die Mama dann mal in die Wohnstube rein und stellt fest, dass Kröti in wetterbedingter Ermangelung der Sandkiste eben zum Spielzeugbagger gegriffen hat und in den Blumentöpfen umfangreiche Erdarbeiten begonnen hat.

Auf meiner Fensterbank könnte man jetzt Rüben säen...
Herzlose gemeine Mama nimmt der Kröti den Minibagger weg und schimpft. Dabei ignoriert sie seine kleinkindlichen Bedürfnisse nach Erdbespaßung.

Während die Mama mit dem Staubsauger anrückt, verdrückt sich das Kröti schmollend in die Ecke.
Auf die Frage, was es dort treibt, kommt die Antwort "Malen, Mama!"
Malen mag die Kröte gern (siehe den Post über das Sofa), das beruhigt sie immer.

Was der Mama entgangen ist, ist der Umstand, dass Kröti sich die Fernbedienung vom Fernseher geschnappt hat und mit dem Buntstift eine dekorative Oberflächenverschönerung vornimmt.
Herzlose gemeine Mama entwindet der Kröti Buntstift und Fernbedienung und kommentiert es mit "Nein, Kröti, lass das bitte. Die Fernbedienung darfst du nicht anmalen. Nimm Papier zum Malen und Mama freut sich ganz doll über deine Bilder."
Protestgeheul.

Während Mama die Fernbedienung wieder herrichtet, verdrückt sich Kröti. Nach ein paar Minuten findet sich die Kröte in der Küche an, wo vor Ausbruch des Chaos gerade Seifenblöcke aufgeschnitten und zum Trocknen in die Kisten verfrachtet wurden.
Kröte hat sich netterweise nicht das Messer genommen und stattdessen vorgezogen, die Kiste mit den 3 rosa Seifensorten nach seinem eigenen System neu zu ordnen.

Herzlose gemeine Mama schimpft los, stutzt dann...und lacht einfach nur noch über die Umtriebigkeiten der Kröte. Seife wird wieder nach Mamasystem geordnet, und dann wird mit der Kröte gemeinsam auf dem Teppich gespielt, damit hier nicht noch mehr Chaos ausbricht.

Ein ganz normaler Tag als Mama von Kröti und seinem großen Buda.
Und abends frage ich mich dann, was ich eigentlich den ganzen Tag so getrieben habe.

Lieben Gruß,
Postpanamamaxi

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