Sonntag, 7. Oktober 2012

Er ist wieder da!

Er besucht uns nun schon das dritte Jahr: Unser Herr Fasan.
Oder ist er es nicht?

Wikipedia sagt, dass die Sterblichkeit bei Fasanen im ersten Jahr über 80% liegt, und ein einjähriger Hahn hat im Jahr danach eine durchschnittliche Lebenserwartung von 9 Monaten. Eine Fasanenpopulation umfasst also nur sehr wenige Jahrgänge. Der älteste wildlebende Fasan wurde 7 Jahre und 7 Monate alt, das konnte durch Beringung festgestellt werden. Wahrscheinlich lebte dieses Tier in einer Gegend, die fernab von Straßen und Fuchspopulationen liegt.

Mal ein Rechenbeispiel:
100 männliche Fasanenküken schlüpfen. Nach einem Jahr sind davon noch 20 am Leben. Im 2. Lebensjahr sterben nochmal 80%, also bleiben ganze 4 Fasane übrig. Diese starten ins dritte Lebensjahr - und nur 0,8 Hähne von 100 Küken erleben ihren 3. Geburtstag!
Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass unser Fasan wirklich seit 3 Jahren derselbe ist.

Andererseits ist es schon ungewöhnlich, wenn jedes Jahr zur gleichen Zeit ein Fasanenhahn in unseren Garten kommt und sich im Hasel als Schlafbaum niederlässt. Schließlich leben wir rund 200m entfernt vom Ortsrand in einem geschlossenen Wohngebiet. Im Sommer leben die Tiere lieber im freien Feld und in den Knicks rund um den Friedhof, wo auch der Graben ist, wo sie Wasser trinken können. Außerdem ist es ihnen im Sommer nicht ruhig genug im Garten wegen der Kinder.

Falls es tatsächlich "unser" Fasan sein sollte, der uns jetzt wieder besucht, dann könnte es auch daran liegen, dass ich beim Vögelfüttern immer mal eine Handvoll Körnerfutter unter seinem Schlafbaum ausstreue. Extra für ihn. Vielleicht kann er es sich ja wirklich in seinem Hühnerhirn merken, dass unser Garten für ihn etwas Besonderes ist?





Und das war unser letztjähriger Besucher. An Silvester 2011 aufgenommen. Da war er gerade auf dem Weg zum Futterhäuschen, worunter auch für ihn immer ein paar extra Körner liegen.


Kommentare:

  1. So cool, wir haben auch einen, nicht direkt im Garten, aber auf dem feld hinter unserem Garten und er kommt immer wieder an die Gartentür, weil ich da auch immer was für Ihn hinstreue...

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  2. Das ist ja toll, dass Du ihn fotografieren konntest. Einen Fasan haben wir noch nicht im Garten gehabt. Da wäre der Hund wohl dagegen.
    Ich möchte Dir ganz fest "Danke" für all Deine schönen Kommentare, Ideen sagen. Es tut so gut mit Dir im Austausch zu sein
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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  3. das find ich ja total schön und auch so außergewöhnlich! ein wundervolles tier!!

    lieben gruß!
    nora

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