Freitag, 16. November 2012

Ich wollte meinen Kindern Jerusalem zeigen

Jerusalem, die heilige Stadt.
Heiligtümer von gleich drei Weltreligionen befinden sich hier.

Ich wollte meinen Kindern Jerusalem zeigen. Nicht nur die heiligen Stätten unserer eigenen Religion, sondern auch die der anderen.

Ich wollte ihnen zeigen, dass man manchmal bereit sein muss, etwas zu teilen und abzugeben, um Zugang zu allem zu bekommen. Dass es nur miteinander funktioniert, aber niemals gegeneinander. Und dass man miteinander reden und vermitteln muss, statt sich zu streiten.

Und dass es klüger ist, Gemeinsamkeiten zu suchen, statt sich an den Unterschieden aufzureiben.

Wir wollten nächstes Jahr eine Reise ans Rote Meer machen und auch die israelische Stadt Eilat besuchen. Zum Reinschnuppern.
Wir haben noch nicht gebucht und werden auch nicht dorthin reisen. Mir ist das momentan zu heiß, und damit meine ich nicht das Wetter!

Ich bin doch nicht verrückt und stelle meine Kinder mitten in die Schusslinie!

Auch mein Wunsch, ihnen die anderen Stätten zu zeigen, die sie aus den Bibelgeschichten kennen, wird warten müssen. Sie sollten den Jordan sehen, mit dessen Wasser sie getauft wurden, und selbst Wasser schöpfen, um es für die nächsten Taufkinder in unserer Familie aufzubewahren. Sie sollten mit den Füßen im See Genezareth planschen, die Grabungen von Qumran und Betlehem besuchen.
Ich wollte ihnen all dies zeigen und auch selbst erleben.

Aber nun bin ich einfach nur traurig, dass es mal wieder Krieg gibt und unschuldige Menschen sterben müssen, weil die Anführer der Interessengruppen nicht gewillt waren, vernünftig miteinander zu verhandeln und auf die Bedürfnisse des jeweils anderen einzugehen.

Wer hier nun im Recht oder Unrecht ist, wer wem was aufzurechnen oder vorzuwerfen hat, das ist für mich egal. Ich bin der Meinung, dass Krieg keine Lösung sein kann und dass es bessere Wege aus dem Konflikt geben muss.

Meine Gedanken sind bei den Menschen, die einfach nur in Frieden und Freiheit leben wollen. Die sich eine hoffnungsvolle Zukunft für sich und ihre Kinder wünschen und denen es egal ist, woran ihr Nachbar glaubt, solange man friedlich und freundlich mit ihm zusammenleben kann.

Abschließen möchte ich diesen Stoßseufzer mit den Worten von John F. Kennedy, damals nach Abschluss der Kubakrise im Oktober 1962:

"...letztlich bildet die Tatsache, dass wir alle Bewohner dieses Planeten sind, das uns im tiefsten gemeinsame Band. 
Wir alle atmen die gleiche Luft, uns allen liegt die Zukunft unserer Kinder am Herzen, und wir alle sind sterblich." 
John F. Kennedy, Friedensrede an der American University vom 10.6.1963


Kommentare:

  1. Vielen lieben Dank dir für deine vielen Tipps....ich werds versuchen.....bestimmt....vielleicht bekomme ich die Zutaten hier auch und sonst schau ich mich in München um, wenn wir das nächste Mal rausfahren....Danke Dir!!

    lg
    Veronika

    und: deine Kinder werden Jerusalem bestimmt anschaun....nicht im kommenden Jahr, aber es wird eure Zeit für diese Reise kommen.

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  2. Schon seltsam, wenn am Volkstrauertag über Stationierung vorn Truppen in Natoländern diskutiert wird.

    Traurige Grüße

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