Samstag, 19. November 2011

Fröhlicher "Rührkurs" für Einsteiger bei Postpanamamaxi

Letzten Mittwoch fand der erste Kosmetik-Rührkurs statt.
Da wir nur eine kleine vertraute Runde waren, wurde die Veranstaltung aus den Räumen der FBS kurzerhand in meine private Küche verlegt.

Nach einer kurzen Vorstellung der geplanten Zutaten, Verarbeitungstipps und einer Einweisung zu den besonderen Hygieneansprüchen beim Kosmetikrühren wurden die Projekte an die Teilnehmerinnen verteilt:

Sheasahne mit Mandelöl
und Sheasahne mit Kakaobutter, Mandel- und Jojobaöl (die Luxusvariante!)

feste Bodybutter

Lippenpflege

Wie den erfahreneren Kosmetikrührern sicherlich aufgefallen ist, haben wir für diesen ersten Kurs bewusst auf Rezepte mit einer Wasserphase verzichtet, was auch den Einsatz von Emulgatoren und Konservierungsmitteln erübrigte.
So blieb alles schön unkompliziert und ich denke, es wird so manche ermutigen, sich demnächst auch an etwas aufwendigere Rezepte zu wagen.

Als weiterführende Lektüre wurde auf www.olionatura.de von Heike Käser und ihr Buch "Naturkosmetische Rohstoffe" verwiesen (meine Rohstoffbibel!). Sie bietet auf ihrer HP auch eine Auswahl erprobter Rezepte an und das Internetangebot ist kostenlos zu nutzen, was ich sehr lobenswert finde.

Und wer nicht nur nette Sachen selbstrühren will, sondern sie auch noch gleich hübsch verpackt verschenken möchte, ist mit El Sapones Buch "Die kreative Manufaktur - Schönheit aus der Natur: Naturkosmetik selbst herstellen" gut beraten. Weihnachten steht bald vor der Tür und da ist so ein Buch ein schönes und nützliches Geschenk. Und im nächsten Jahr wird dann Selbstgerührtes verschenkt, jede Wette!

Nach 2,5 Stunden entspanntem Werkeln waren wir dann fertig und präsentierten stolz unser gemeinsames Werk:

Die Bodybutter schlummerte noch im Kühlschrank

Anschließend wurde alles gerecht verteilt, so dass jede von jedem Produkt einige Döschen mitnehmen konnte zum Ausprobieren und Weiterverschenken.

Ausblick auf 2012:
Weil sich mittlerweile eine feste Kerntruppe begeisterter Seifensiederinnen herausgebildet hat, wird es im nächsten Jahr mindestens einen freien Workshopnachmittag geben.
In meinen Einsteigerkursen (die natürlich auch weitergeführt werden) lege ich Wert darauf, dass man Zutaten verwendet, die man im Supermarkt, in der Apotheke und in der Drogerie beschaffen kann. Der Einstieg soll möglichst unkompliziert und preiswert sein.

Im freien Workshopnachmittag werde ich exotischere Zutaten bereitstellen, die der heimische Supermarkt nicht anbietet, und die Teilnehmerinnen dürfen dann beispielsweise eine Rasierseife (für die Männer, die irgendwie nicht zu meinen Kursen finden) und andere Spezialitäten anfertigen. Dieser Workshop wird schwerpunktmäßig beim Praxisteil liegen und bietet sich für alle diejenigen an, die schon mindestens einen Seifenkurs absolviert haben und Grundkenntnisse in der Theorie haben.

Außerdem in Planung: Seifen-Cupcakes 2012!
Da uns für einen kompletten Tortenworkshop, wie er im für uns Nordlichter so weit entfernten Upflamör angeboten wurde, die notwendige Zeit fehlt, werden wir uns auf handliche Seifenmuffins mit einem fluffigen Topping aus Whipped Soap stürzen. Die sind auch an einem Workshopnachmittag zu schaffen und die Teilnehmer lernen alles, was sie für die Herstellung von Seifentorten wissen müssen.

Auch in diesem neuen Workshop wird es eine gesunde Mischung aus Theorie und Praxis, Teamarbeit und Individualismus geben, so dass am Ende jeder stolz mit seinen eigenen Werken heimgeht. Und wir werden wieder viel Spaß haben, wenn sich Humor und Kreativität Bahn brechen werden.

Termine werden zu Jahresbeginn 2012 bei der FBS Heide bekanntgegeben - achtet dazu auch auf die Ankündigung in meiner Sidebar.

Sodele, ich gehe jetzt duschen und creme mich anschließend schön ein - mit den Resten der Sheasahne, die sich noch in meiner Rührschüssel befinden. Lecker!

Kleiner Tipp zum Abschluss: Ich habe meine Familie vorsichtshalber drauf hingewiesen, dass sie die Rührschüssel nicht ausschlecken sollen, auch wenn sie lecker nach Vanilla-Caramel duftet.

Viele Grüße,
Postpanamamaxi

Kommentare:

  1. Da wart ihr aber alle fleissig. Ich habe zwar schon solche kleinen Kostbarkeiten geschenkt bekommen, aber selbst daran getraut habe ich mich noch nicht.
    Viele Grüße
    Petra

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  2. Na da ward ihr ja fleißig. Aus wievielen Teilnehmern bestand der Kurs? Mitte des Jahres machte mir unsere Volkshochschule ein Angebot, dort einen Kurs zu geben. Die Räume fand ich perfekt dafür und sie boten mir 18,50 Euro für 45min, doch ich bin so verunsichert. Immerhin wird diese Küche auch vom Kochkurs genutzt, also müßte ich sämtliche Materialien mitbringen. Bist du allein oder hast du Hilfe?
    Es reizt mich natürlich schon, hach ich bin immer so unentschlossen....
    Wie lange bietest du schon Kurse an?

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  3. Das klingt nicht nur interessant, sondern vor allem auch nach einer Menge Spaß. Wielange sind die selbstgemachten Cremes denn haltbar, bzw. verderben die überhaupt? Creme schimmelt doch sicher nicht, aber Kakaobutter...?
    Herzliche Grüße,
    Svenja

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  4. Das hört sich ja super an.
    Bei mir steht nach dem Shea-Rühren auch immer der Behälter samt Rührdingern im Kühlschrank. Am nächsten Morgen creme ich mich dann lustvoll mit den Resten ein...
    Ich werde im nächsten Jahr auch Seifensiedekurse geben. Mal sehen, wie´s läuft.
    LG Heidi

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  5. Ich bin ja auch ein Anfängerrührer und ich mag möglichst unkomplizierte Rezepte ohne viel Firlefanz. Das Rezept für die "Sheasahne mit Kakaobutter, Mandel- und Jojobaöl (die Luxusvariante!" würde mich mal interessieren.

    GLG
    Dagmar

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  6. Hallo, 'da wart ihr aber fleißig'. Es sieht jedenfalls nach einer großen Palette aus. Ich stelle mir vor, dass es ein tolles kompetentes Gefühl ist, genau zu wissen, was man auf seiner Haut verteilt, weil frau es selber zusammen gemischt hat ohne Mineralöl und Tierversuche...

    Liebe Grüße Rainer

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  7. Hallo Ray,
    es ist nicht nur das gute Gefühl, zu wissen, was in der Creme enthalten ist - es ist auch das überwältigende Gefühl, etwas Neues gelernt zu haben und vor seinem fertigen Werk zu stehen.

    Toll ist es auch, zu erleben, wie positiv die Reaktion der Leute ist, wenn man seine selbstgemachten Sachen verschenkt.

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