Sonntag, 23. Januar 2011

immer in Alarmbereitschaft

Mein Großer ist ein Feuerwehr-Hottie.

Seit Donnerstag ist er stolzer Besitzer einer neuen Feuerwehreinsatzkleidung inclusive eines gebrauchten Originalhelmes.
Seitdem steigt er morgens nach dem Aufstehen in seine Dienstbekleidung und legt sie erst abends vorm Schlafengehen wieder ab. Und stapelt seine Kleidung und Ausrüstung fein säuberlich neben seiner Zimmertür auf dem Boden.

Nachdem ich nachts zweimal über den Klamottenhaufen gestolpert bin, habe ich meinen Junior gefragt, warum der ausgerechnet da mitten im Weg herumliegen muss.

"Aber Mama, wenn Alarm ist, habe ich so alles griffbereit auf einem Haufen und kann mich blitzschnell anziehen und helfen."

Ich habe ihm jetzt gesagt, Montags ist Feuerwehrfrei, damit die Klamotten mal gewaschen werden, bevor sie von allein Richtung Waschmaschine laufen können.

Er ist wirklich süß. Wir üben jetzt das Notruf-Absetzen.

"Krümel, stell dir vor, da ist ein Unfall passiert und ich liege auf dem Boden und bin nicht ansprechbar. Ich bin doch mal die Treppe runtergefallen, da hast du mir auch ganz toll geholfen. Stell dir vor, ich fall wieder runter und bin dieses Mal bewusstlos und kann dir nicht sagen, was du tun sollst, um mir zu helfen. Was tust du in so einem Fall?"
- "Ich rufe den Notruf mit dem Telefon."
- "Richtig. Sehr gut. Welche Nummer hat der Notruf?"
- "1-2-3-4..."
- "Nee, nicht ganz, das ist 112. Wir üben das morgen am Spielzeugtelefon, denn mit dem richtigen dürfen wir das nicht probieren, dann werden die sauer. Nur im Notfall darfst du mit dem echten Telefon die 112 anrufen."
Pause.
"Komm, Krümel, wir probieren das nochmal. Du hast jetzt die 112 angerufen, und die Einsatzleitzentrale geht ran.
Hier Einsatzleitzentrale, hallo! Wer spricht da bitte?"
- "Ich."
- "Junge, sag mir deinen Namen."
Er nennt seinen Vornamen.
"Gut gemacht, und wo wohnst du?"
- "Zuhause."
- "Und wo ist Zuhause?"
- "Bei Mama und Papa."

Okay, hoffen wir mal inständig, dass er zumindest in der näheren Zukunft nicht in die Situation kommt, einen Notruf absetzen zu müssen. So groß und verständig er oft wirken mag - im Grunde ist er halt ein Junge, der gerade vier geworden ist und noch vieles lernen muss. Er wird es lernen.

Viele Grüße
Postpanamamaxi

Kommentare:

  1. Ja, aber wenn man auch solche Fragen stellt ;-) Er konnte doch gar nicht anders antworten.

    Mit vier sind sie noch soooo süß. Meine sind 7 und 8 3/4 und im Moment mehr anstrengend ;-)

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  2. Einfach nur köstlich!!! Deine Anekdoten erinnern mich immer so schön an die Zeit vor 8-10 Jahren. Alles wiederholt sich alles bleibt gleich. Ich könnt mich kringeln!
    Dir eine schöne Woche!
    LG Anke

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  3. Bei uns im Kiga ist im Vorschuljahr eine Feuerwehrmann gekommen, in voller Ausrütung. Und der hat unter anderem auch das Anrufen bei der Leitstelle erklärt...
    Ausserdem sind die in der Leitstelle schon darauf geschult, wenn jemand anruft, der sich nur schwer ausdrücken kann oder eben Kinder...

    Und ausserdem ein Anfang ist gemacht....Übung macht den Meister...
    Du kannst ihm auch erklären das er zum Nachbarn gehen kann/soll und Hilfe holen!

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